NUR GEMEINSAM SIND WIR STARK.

Der Trog, aus dem die Schweine fressen, ist immer der Gleiche.

Es sind nur die Schweine, die sich ändern.

 

   

Es geht immer mehr bergab .......

 

Ich beginne einfach mal mit 1990, wo alles heimlich vorbereitet begann. Keiner erfuhr gross was. Das Volk war noch berauscht von der Wiedervereinigung und vielen Hoffnungen. - Ich will nicht einmal gross erwähnen, wie die Wende überhaupt zustande kam. Alleine mit den Demonstrationen "Wir sind das Volk" wurde das nicht erreicht. Hierzu gehörten wohl sehr viele Zugeständnisse, an die Besatzer, wie auch viel Geld.

 

Es ist ja bekannt, dass man den grossen Ausverkauf der DDR machte, auch viele Fabriken schloss, die noch ziemlich gut florierten. Ganze Landstriche wurden verkauft, alles zu Schnäppchenpreisen. Daran konnten sich sehr viele Westler laben, nicht nur Deutsche. - Die Menschen verloren ihre zuvor so gesicherte Zukunft.


Sie siedelten in den Westen über und die Situation wurde sofort von den Arbeitgebern ausgenutzt. - Man arbeitete auch für viel weniger Geld, als die Wessis. Damit begann ein Lohndumping.

 

Und heimlich, still und leise wurde alles geändert und als der Kohl damals schwor, keine Steuern zu erhöhen, um alles zu finanzieren, da erhöhte er nur die "Gebühren".


1998 gab es den Regierungswechsel. Endlich war der Kohl beseitigt und Schröder kam ins Rennen - der GENOSSE DER BOSSE. Erst mauschelte er mit Autofirmen herum und schuf billigere Arbeitsplätze, wo er sich schon mit rühmte. - Danach wurde die AGENDA 2010 verkündet, die das grosse Jobwunder sei!


Mehr und mehr Firmen verlagerten ihre Produktionen ins Ausland, was die EU gar subventionierte.

 

Hartz 1 - 3 waren schon Verschärfungen, aber kein Vergleich zu den heutigen Zuständen. - Ab 1. 1. 2005 kam dann Hartz4 an die Reihe.



Schröder warb ja um internationale Investoren und auf der Wirtschaftskonferenz 2005 in Davos, feierte er sich damit, einen grossen Billiglohnmarkt geschaffen zu haben.


Die Arbeitnehmer hatten keine Lobby mehr, die Gewerkschaften blieben stumm - gingen höchstens noch 1 x jährlich mit ihren Mitgliedern auf der Strasse spazieren. Allerdings kündigten sie stets einen "heissen Herbst" an. Alles nur heisse Luft. Die Mitglieder wurden erbärmlich getäuscht.

 

Kam der heisse Herbst, wehte nur ein leises Lüftchen seitens der Gewerkschaften. Die friedlichen Demonstranten wurden provoziert, aus den Mengen heraus gerissen, wie Verbrecher verhört, verprügelt, ihnen wurden Gewalttaten unterstellt und sie wurden alle provokativ gefilmt, nahe mit der Kamera vor den Gesichtern - bedrohend. -

Nichts kam hinterher, auch wenn etliche Anzeigen gegen Polizisten gestellt wurden. Ich erinnere mich an einen Fall, wo man den Ordnungshüter auch noch identifizierte, der Gewalttaten gegen die Demonstranten und auch gegen seine Kollegen unternahm. Es sollte so dargestellt werden, dass die Delikte von den Bürgern begangen wurden.

 

Es ging weiter. Viele Mietwohnungen wurden verkauft, auch an ausländische Investoren, viele Kliniken, Gebäude, Strassen, das Trinkwasser, das Abwasser, die Stromnetze, die Müllabfuhr.

 

Es zeichnete sich ab, dass alles teurer wurde, denn die Investoren wollten ja gut davon profitieren, Personal wurde überall abgebaut. Teilweise stellte man die Leute auch wieder ein, nur zu wesentlich schlechteren Bedingungen. - Vor allen Dingen wurde am Kündigungsschutz herumgefeilt.

 

Detektive hatten Hochkonjunktur in den grossen Firmen. Es wurden heimlich Videoanlagen angebracht, um die Belegschaft zu kontrollieren und wenn ich jetzt schreibe, dass langjährige Mitarbeiter wegen angeblichen Diebstahls von Pfandbons von 1,30 Euro, dem Essen eines Brötchens, dass übrig war und allenfalls noch im Schweineeimer gelandet wäre, fristlos gekündigt wurden, dann sind das Tatsachen. -

Ein Mitarbeiter lud sein Handy in der Firma auf, ein Kraftfahrer nahm sich eine Rolle Toilettenpapier mit, weil er Durchfall hatte. Hinter ihnen stand die fristlose Kündigung! -

 

Auf diese Weise brauchte man den Leuten nicht einmal mehr eine Abfindung zu zahlen, für ihre langjährige Mitarbeit. - Diese Erfahrung mussten sehr viele Betriebsräte und andere Vertrauensleute der Firmen machen. - Natürlich war das alles inoffiziell, was da ablief. Allerdings waren die Richter entsprechend angewiesen, anders, als es früher die Arbeitsgerichte waren.

 

Das andere war das Bewachen von Hartz4-Abhängigen.  Sie wurden sehr gut bewacht. Man forderte von ihnen, Einlass der Kontrolleure zu bekommen, sie schauten im Schlafzimmer nach, ob ein oder zwei Betten belegt worden waren, wie viele Zahnbürsten sich im Bad befanden, man befragte die Nachbarn, wer da ein oder ausging, die Leute hatten ständig telefonisch erreichbar zu sein. Wenn etwas verweigert oder unklar war, wurde einfach das Geld gesperrt.

 

Keiner durfte den Wohnort ohne Genehmigung der Arbeitsämter (sage ich immer noch dazu) verlassen. - Für Hartz4-Abhängige galten die gleichen Bedingungen, wie für Häftlinge des offenen Vollzuges! - Das muss man sich mal vorstellen!

 

Ich bleibe noch einmal bei den Verkäufen von Mietwohnungen der grossen Wohnungsbaugesellschaften. Nach einem Jahr wurden die Mieten erhöht, den Leuten teilweise gekündigt und ihnen der Wohnraum dann als Eigentumswohnung angeboten. - Da viele Sozialabhängige darin wohnten, hatten die Kommunen auch die höheren Mieten zu zahlen. -

Die Unterstützung übernimmt der Bund, die Mieten und Nebenkosten die Stadt, in der die Leute wohnen.


Da die Stadtkassen auch ziemlich leer waren, zwang man die Leute, in billigere Wohnungen, an den Stadtrand umzuziehen, bis die auch wieder überteuert waren und es eigentlich keine billigen Wohnungen mehr gab.

 

Inzwischen ist es so weit, dass man den Leuten nur noch einen bestimmten Betrag für alles zur Verfügung stellen will. Den Rest sollten die Leute dann von ihrem Minieinkommen bezahlen. - Ich kann mir nicht vorstellen, dass das durchgesetzt werden kann, weil der Sozialsatz ja ein Mindesteinkommen bedeutet. - In BERLIN wurde das gefordert.-

 

Da man die Einkommen der arbeitenden Bevölkerung ja stark gemindert hat, die Abgaben aber sprunghaft in die Höhe steigen, macht sich das inzwischen stark bemerkbar. -

Zu den Kosten zur Gesundheit müssen die Bürger mehr und mehr zuzahlen. - Zunächst gibt es den Eintritt zum Arzt mit 10 Euro pro Quartal. Dann erfahren die Patienten, dass verschiedene Sachen nicht mehr von der Krankenkasse bezahlt werden. Es gibt dann das Privatrezept, das die Leute aus eigener Tasche bezahlen müssen.

 

Nur mal ein Beispiel:  Ich hatte eine schlimme Entzündung im Bein - eine Wundrose. Der Arzt versorgte mich und entliess mich mit mehreren Rezepten, die ich aus der Apotheke besorgen musste. - Zuzahlung für Spritzen - für Salben - für Antibiotikum - ein Rezept für Tupfer und dann zwei für verschiedene Verbände und für Alkohol, um Umschläge zu machen. Innerhalb von nur drei Tagen kam ich auf 100 Euro an Zuzahlung.

Das wären zu DM-Zeiten 200 DM gewesen. Alleine die Flasche Alkohol zum Umschläge machen, kostete 12 Euro + 2 Euro Pfand, also 14 Euro, was zu DM-Zeiten niemals 28 DM gekostet hatte.

Zuerst brauchte ich die elastischen Mull-Verbände, danach die fleischfarbenen dickeren elastischen. Das alles zahlt keiner mehr. Die kleinen Tuben Salbe, auch noch verschiedene, waren ratzfatz aufgebraucht, für ein ganzes Bein. - Und da ich ganz selten mal zum Arzt gehe, ist die Zuzahlung von 100 Euro auch noch unter der zumutbaren Belastung pro Jahr. Ich kriege also nichts zurück, obwohl ich nur eine kleine Rente habe.

 

Ganz schlimm wird es, wenn man in eine Klinik muss. Ich weiss das nur, als mein Mann zuletzt dort weilte, was das kostete. Vor der Aufnahme musste mein Mann an den Geldautomaten, der direkt bei der Anmeldung stand. Über 350 Euro waren fällig. Den genauen Betrag weiss ich nicht mehr. 28 Tage a` 10 Euro = 280 Euro, für einen Kopfhörer ein Betrag und fürs Telefon und Fernseher noch einen Vorschuss, was nach Einheiten abgerechnet wurde. - Und nach ein paar Tagen wollte ich meinen Mann anrufen. Da kriegte ich keine Verbindung mehr, weil erst Geld eingezahlt werden musste, galt auch für Anrufer.

 

Dafür hat man jedoch das Personal reduziert und die Leistungen geschmälert. Meine Nachbarin musste ihr Bett selber machen, obwohl sie eine Embolie - ein Blutgerinsel hatte. - Sie erwähnte ebenfalls vertauschte Medikamente. Man sagte ihr zwar hinterher, das hätte keine schlimmen Folgen für sie gehabt. - Also, so etwas kann gefährliche Ausmasse annehmen. - Das darf nicht sein!

 

Unsere Nahrung:

 

Auf einmal gibt es den Weltmarkt und entsprechende Preise. - Kein Gemüse und Fleisch deutscher Bauern kann preislich mit Niedriglohnländern konkurrieren. Man subventionierte die Waren, damit sie auch verkauft werden konnten. Allerdings bin ich nicht besonders davon überzeugt, dass die Bauern dadurch gross profitierten. Und als man die Subventionen streichen wollte, brachte man eine Weile "GAMMELFLEISCH" ins Gespräch - bot man aller gleichzeitig als Alternative BIO-Produkte an, die natürlich viel teurer waren.

 

Ich denke, dass man die Bürger damit an höhere Preise gewöhnen wollte. - Allerdings will ich nicht von der Hand weisen, dass es tatsächlich Gammelfleisch gab.


Die Lebensmittelindustrie durfte sich doch selber kontrollieren! - Na, denn ......... alles klar?

Was natürlich zunahm, dass ist die elende Tierquälerei, die mit der weltweiten Konkurrenz entstand. - Die Aufzucht von Tieren wurde schon von Beginn an mit Antibiotikum behandelt, damit sie nicht krank werden. - Und weil die Tiere nicht artgerecht untergebracht wurden, erkrankten sie auch massenweise, als Folge.

 

Es gibt Regionen, wo eine Massentierhaltung unter den widrigsten Umständen durchgeführt wird. Alles ist eingezäunt und keiner kann von aussen auch nur ein Tier erblicken. Alles automatisch, auch die Tötung. Ob sie vor dem Schlachten tot sind oder nicht, interessiert keinen. Hähnchen und Hühner werden noch lebend in kochendes Wasser getaucht, damit sich die Federn besser abrupfen lassen.

 

Schweine kommen schon an den Haken und werden automatisch aufgehängt, obwohl sie noch leben. Die Produktion ist so eingestellt. Eine Zeit ist vorgegeben, wo entsprechend viele Tiere, passend für den Verbrauch fertig werden und in den Handel kommen.

 

Das ist die Folge vom Weltmarkt. - Die grossen Konzerne kaufen vom Schreibtisch aus. - Und es ist lange nicht alles deutsch - was als deutsche Ware angepriesen wird.


Manches kommt geschlachtet zu uns und wird nur hier verpackt und entsprechend etikettiert. - Jedenfalls haben die Viecher einen langen Leidensweg hinter sich und der Tod ist die Erlösung für sie.

 

Euro- und Schuldenkrise:

 

Die Eurokrise frisst sich immer tiefer. Lösungen sollen die sein, dass man die Schuldenkrise mit immer neuen Schulden bekämpft - mit Geld, das wir nicht einmal besitzen? -

Aber es ist ja so, dass man die Ausgaben für die Bürger kürzt, um für die eingesparte Summe mehr Schulden für andere Dinge machen zu können.


Die Probleme werden nicht beseitigt, sondern eher verstärkt. - Man verschafft sich nur Zeit - mehr ist das nicht.

 

Was denkt Ihr denn, was gewesen wäre, wenn das Bundesverfassungsgericht - ein Stop verhängt hätte? - Hätte dann einer von ihnen einen VW - Phaeton erhalten, mit dem er sich in seinem Anzug in eine Schweizer Badewanne legt? - Die meisten dieses Alters bevorzugen ja keinen Fallschirm mehr und springen nicht aus einem Flugzeug. - Das war glaube ich der FDP vorbehalten.

 

ESM und EFSF sind die gefährlichen Drogen, die die Junkies in den Spielkasinos aktiv werden lassen. - Dieses süsse Gift zerstört alles und die Folge ist, dass immer neu gerettet werden muss. - Die Junkies benötigen immer neues Spielgeld. Die Bürger werden nicht gerettet. Sie haben diese Sucht zu bezahlen, bzw müssen auf Ansprüche staatlicher Leistungen verzichten.

Das ist das schöne Europa, wovon wir Deutschen am meisten profitieren, wird uns erzählt. - Dafür sind wir von Lügen und Verbrechern umgeben! Pfui


 

Wie sich unser Leben langsam veränderte ............ 2. Teil


In den westlichen Ländern läuft die Religion nur so nebenher. Unser Leben ist nicht direkt auf den Glauben abgestimmt. Anders bei den Muslimen.



Teilweise ist es so, dass der Koran - also deren Bibel - auch gleichzeitig das bestimmende Gesetz bedeutet. Es gibt Länder, wie Saudi Arabien, die heute noch mittelalterliche Strafen für sündige Menschen beschliessen, wie die Todesstrafe für Schwule, Steinigungen für "ungehorsame" Ehefrauen, den Dieben die Hand abhacken und lauter solche Grausamkeiten. - Ich erwähnte jetzt Saudi Arabien, weil man das Land eigentlich als ziemlich westlich orientiert ansieht. Natürlich trifft es auf viele islamregierten Länder zu, die ich jetzt nicht hier aufführen will. - Es geht ja um unsere Veränderungen.



Ich fragte mich damals, wie die vielen Menschen aus den arabischen Ländern denn zu uns kamen? - Es waren keine begüterten Leute. Einige mögen ein Stipendium bekommen haben, um hier zu studieren, aber den meisten fehlte doch jeder Zugang zu unserem Land. Und so eine Reise nach hier zu finanzieren, mit Familie, war für sie doch eine unerschwingliche Summe. - Für mich bedeutete es schon eine Hürde, mit mehreren Personen so weit zu verreisen.



Bitte meine Frage jetzt nicht auf die Türken beziehen. Die hatten ja aus den sechziger Jahren schon ihre Verwandten hier in Deutschland. Der Zuzug war für sie selbstverständlicher geworden, als zweite Heimat, hier zu leben.
Das Land Deutschland war ihnen genehm, aber nicht die ungläubigen Bürger und ihre Gesetze. - Vielfach bildeten sie Ghettos in den grossen Städten, so dass ganze Stadtteile von ihnen beheimatet wurden und sie gar deutschen Bürgern den Zutritt dort verwehrten.



Es kann so 1995 gewesen sein, als ich das Buch "Nicht ohne meine Tochter" las. Ich muss jetzt eine kurze Beschreibung des Inhaltes angeben, weil ich immer wieder einige Fragezeichen des Buches als Lösung beobachten konnte. - Wie das mit Romanen ist oder mit Büchern überhaupt, es wird vermutlich nicht alles wahrheitsgemäss niedergeschrieben. Aber darum geht es auch nicht, dass ich so ein Wahrheitsfanatiker bin, der alles ergründen muss.



Also, eine junge, gebildete Amerikanerin war mit einem iranischen Arzt verheiratet und hatten eine Tochter. - Der iranische Arzt wollte nach Jahren endlich mal in die Heimat, in den Iran reisen, um der Familie seine Frau und Tochter vorzustellen. Obwohl es der jungen Frau nicht so ganz geheuer war, liess sie sich auf den Wunsch ihres Mannes ein und flog mit ihm und dem Kind in den Iran. - Es soll sich um einen Bericht der jungen Frau handeln, die dieses Buch schrieb.



Sie wurden gleich am Flughafen von zahlreichen Verwandten begrüsst, die ihrerseits gleich alles anordneten, um die junge Frau und das Kind nach ihren eigenen Regeln zu behandeln. Einwände der Amerikanerin wurden nicht zugelassen, da eine Frau ja dort keine Rechte besitzt. - Und schlagartig änderte ihr Mann sein Verhalten. Die Verwandten wiesen ihn schon schroff daraufhin, dass er seine Frau nicht richtig im Zug hätte usw. -



Pässe von Frau und Tochter wurden beschlagnahmt, eingeschlossen und die Personen entsprechend iranisch gekleidet und behandelt. - Von einem Urlaub im Iran war keine Rede mehr. Auf diese Weise wurden die weiblichen Amerikanerinnen gezwungen, die Heimat im Iran anzunehmen. -



Wie schwierig sich das gestaltete, wird im Buch beschrieben. Der iranische Arzt, mit angenommenen amerikanischen Sitten, wurde konsequent zum IRANER umgeformt und das Verhalten zu seiner Frau, gestaltete sich als unwürdig. - Dahinter stand die Familie des Mannes, der viele Personen angehörten. Eine gewisse Bewachung gehörte fortan dazu, in allen Belangen.



Ich wollte hier nur darauf hinweisen, dass die unterschiedlichen Kulturen hier direkt aufeinander stiessen. - In den Jahren seines Studiums und in der Ausübung seines Berufes als Arzt, in den USA, hatte sich der Arzt den Sitten der Amerikaner angepasst. Schon am Flughafen, beim Empfang seiner Verwandten, verwandelte er sich wieder und wurde zum Iraner. - Was ihm nicht gelang, mahnten seine Sittenwächter - die Verwandten - sofort an, was er zu befolgen hatte.



Die Zustände, die die beiden weiblichen Amerikanerinnen erlebten, will ich nicht einzeln beschreiben. Man konnte es sehr gut nachvollziehen, wie unterschiedlich ihre Auffassungsweisen waren. - Jedenfalls suchte die junge Frau eines Tages einen Weg, um sich hieraus zu befreien. - Wie aber sollte sie ohne Pässe und ohne Rechte das Land verlassen können und dann noch mit ihrer Tochter? -



Um alles abzukürzen, gelangte sie eines Tages an eine geheime Adresse, wo man ihr weiter helfen könnte. - Natürlich durfte sie ohne weibliche Begleitung und ohne die entsprechende Kleidung nie an die Öffentlichkeit. Und sie musste ja auch ihr Kind mitnehmen, das jederzeit gut bewacht in einer Schule untergebracht war.



Sie hinterliess alle Angaben bei der verschwiegenen Adresse, was sehr riskant war, da Frauen ohne Rechte auch keine Geheimnisse haben dürfen. - In der Vergangenheit waren einige solcher Versuche immer bei ihrem Mann und seiner Familie gelandet, worauf sie schlimme Strafen erdulden musste. Das Kind wurde auch anderweitig untergebracht. - Es war ihre einzige Hoffnung, diese geheimnisvolle Adresse, wo man versprach, ihr weiter zu helfen. Bei Gelegenheit wollte man es ihr heimlich mitteilen. -



Sie erklärte auch, dass sie kein Geld besässe. Das war jedoch keine Bedingung, ihr weiter zu helfen. - Das war damals ein Punkt, den ich beim Lesen nicht verstand. Es gab ja diese sogenannten Fluchthelfer, die jedoch keine Samariter waren, sondern den Menschen richtig satte Beträge für ihre Dienste abnahmen. - Aber weiter ...........



Die junge Frau sollte sich da und dort einfinden, das auch in ihren normalen Tagesablauf passte und die Familie ihres Mannes nicht in Alarmstimmung versetzen sollte. Irgendwie wurde auch das Kind aus der Schule geholt, Mutter und Tochter kamen in ein Auto und das Wagnis "Reise" begann. - Die Wohnorte kenne ich jetzt nicht mehr und auch der Reiseweg ist mir momentan nicht bekannt. - Jedenfalls fuhren sie lange mit dem Auto, bis sie ihre Flucht zu Fuss über die Berge fortsetzen mussten. Auch hier mussten Gelder gezahlt werden, wenn sie an entsprechende Leute gelangten.



Kurz und gut - irgendwann kamen sie in der Türkei an - sie erhielten Papiere und konnten in die USA fliegen. - Alles ohne Geld. - Das ist nicht nur ein Roman. Die Autorin soll das so erlebt haben. - Vieles konnte ich nachvollziehen, aber nicht den Teil, ohne Pass und ohne Geld den Iran verlassen zu können, wo angeblich alles überwacht und kontrolliert wurde.



Die junge Amerikanerin beschrieb auch nicht, wer denn hinter der hilfreichen Adresse steckte. Sie fragte sich das ja selber. Ich persönlich glaube, dass es wohl ein Geheimdienst war, oder??? - Zuvor war die Frau ja schon in der Botschaft der USA gewesen, damit man ihr weiter hilft. - Alles misslang. -


Aber wie es in dem Buch beschrieben wurde, fiel kein überflüssiges Wort, alles ganz geheimnisvoll, aber mit Hilfe von Bestechungsgeldern in den Bergen, sehr effektiv.

Und dann frage ich mich, wie die vielen Menschen aus den anderen Ländern des Mittleren Ostens zu uns gelangten? Fand da auch eine Anwerbung statt? - Es handelt sich ja um Länder, die ihre Grenzen noch bewachen. Es mag viele Menschen geben, die durch Wüsten wanderten, über Berge kletterten, aber nicht so viele, wie sie hier anzutreffen sind. - Ich glaube, dass die Türkei für viele eine Schleuse darstellten, worauf sie zu uns einreisen konnten und dann aufgeteilt wurden.



Und warum das Ganze? - Sie sollten unsere Feindbilder darstellen, weil sich ihre Kulturen mit den unsrigen nicht vereinbaren liessen. - Es war so gedacht.



Das heisst nicht, dass ich so darüber denke. - Mir persönlich sind die unterschiedlichen Religionen total egal. Ich sehe nur die Menschen und deren Charaktere, die dahinter stehen. Jeder soll beten, zu wem er und so oft er auch immer will. Nur man soll mich nicht damit behelligen und mir ihre Art zu leben aufdrängen. Dann werde ich nämlich ärgerlich. -



Wenn Menschen geholfen wird, auf irgend eine Art und Weise und sie hier aufgenommen werden, dann sollten sie sich auch entsprechend verhalten. Für mich hat das nichts mit dem Glauben zu tun. Sie müssen sich hier anpassen, so wie wir es auch müssen, wenn wir uns in einer Wahlheimat niederlassen. - Wir unterliegen auch dann den Gesetzen des Landes, das wir uns ausgesucht haben. -



Wie das in der Politik ist, ohne FEINDBILDER geht es wohl nicht, denn dann werden alle Ereignisse, die anfallen, den Regierenden angehängt! - Ist noch nicht überzeugend, was ich schrieb? -



Passt auf - die ganzen Jahre hat man uns fremdländisch aussehende Menschen ins Land geholt, sie uns vor die Nase gesetzt, ohne die dahinter stehende Erklärung. Wie wirksam die Männer mit den langen Bärten waren, ahnten wir da nicht einmal ......... und dann kam der 11. 9. 2001 ............, der Krieg gegen den Terrorismus ward geboren. - Zuvor gab es Jahre der Vorbereitungen. Es war ein Startschuss für alle westlichen Länder, die vorgegebene Richtung der USA zu übernehmen. Erinnert ihr euch an den US Präsidenten Bush, der damals schon drohte: "Wer nicht mitmacht und sich gegen uns stellt, ist ein SCHURKENSTAAT und wird bekämpft." Keiner konnte sich zunächst vorstellen, dass das Umbringen von fast 3.000 Menschen eine ersonnene und verabredete Tat war. -



Recherchen und Zweifel verdichteten sich, dass die Geheimdienste diese Tat verübten. Alles, was man hätte beweisen können, wurde von den Amis weggeschafft. Trotzdem gibt es glaubwürdige Argumente, dass die Türme gesprengt wurden.



Natürlich sind die vielen Fremden nicht unsere Feinde, auch wenn die meisten von uns keine Freunde sind, weil wir uns nicht arrangieren können. - Ausschlaggebend ist jedoch, dass uns "ISLAMISTEN" vorgesetzt werden, die uns jederzeit was Böses tun können, die ANSCHLÄGE bei uns verüben. - Das tun sie natürlich nicht, aber mit der Angst wird das Volk gesteuert. - Ich will nicht abstreiten, dass es nicht auch einige derer gibt, die uns hasserfüllt anblicken, weil wir UNGLÄUBIGE in ihren Augen sind. - Viele sind jedoch entsprechend einseitig gesteuert und es fehlt ihnen an Bildung. Es gibt auch die extremen Ausleger der Religionen.



Dazu muss ich sagen, dass ich als Kind noch diese Anfeindungen zwischen den Katholiken und Protestanten miterlebte, dass man keinen Andersgläubigen zu heiraten hatte und einem die Hölle angedroht wurde, bei Nichtbefolgen der Regeln. - So lange sind wir hier also noch nicht religiös "befreit". Meine Eltern erschienen nicht zu meiner Hochzeit, weil ich einen evangelischen Mann geheiratet hatte. - Und in einigen Regionen unseres Landes bestimmt die Religion auch heute noch das Leben der Bürger. Die Sitten sind allerdings nicht so krass, wie es im Islam teilweise der Fall ist. - Ich denke, dass ein vernünftiges Anwenden der Religionen doch nicht den Ablauf des Miteinanderlebens stören sollte.



Ich kann das jetzt nur aus meiner Region nachvollziehen. Da sind die religiösen Einflüsse sehr, sehr gering und kein Mensch stört sich daran, wer in welche Kirche geht und welche oder ob überhaupt eine Religion besteht. So klappt ein Zusammenleben. - Es gibt in meinem Umfeld mehrere Leute, die aus anderen Ländern gekommen sind und sich hier erfolgreich integriert haben. - Allerdings verfügen alle über eine gewisse Bildung. Es gibt keine Probleme mit ihnen. Wir wurden auch schon zu Hochzeiten eingeladen, die nach deren Sitten verliefen. - Warum nicht? So kulant sollte man doch wohl sein. Auch innerhalb von Westeuropa gibt es unterschiedliche Lebensweisen, was keiner beantstandet. - Ich finde es interessant.



Jedenfalls hat man durch das Schaffen von Feindbildern viel erreicht. - Selbst Deutschland nimmt an Kriegen teil, unser Grundgesetz wurde zerstückelt, unsere Rechte als Bürger wurden ganz oder scheibchenweise aufgehoben, die Demokratie wurde beseitigt, die Löhne der arbeitenden Bevölkerung wurde um 25% gesenkt, die Renten gekürzt, die Arbeitsverhältnisse wurden in prekäre Jobs umgewandelt, die Banken müssen heute von den Bürgern genährt werden, statt die Banken die Bürger
unterstützen, die Rüstungsproduktion läuft auf vollen Touren. - Und alles wurde in das Mäntelchen "Krieg gegen den Terrorismus" verpackt. - Was hat man unser Land umgekrempelt, in einer Art und Weise, wie man es nie für möglich gehalten hätte. - Immer mit Märchen von Bedrohungen - durch ISLAMISTEN oder gefährlichen PANDEMIEN, die angeblich viele Tausende Todesopfer erfordern.



Und regelmässig werden terroristische Bedrohungen von Islamisten verkündet und breitgetreten, in Videos veröffentlicht. - Für viele unserer Bürger ist ja schon die Frau mit dem Kopftuch ein Feindbild, was natürlich Quatsch ist. - Es ist allerdings sehr auffallend, dass die Türkinnen in ihrer Heimat kein Kopftuch tragen dürfen, sie es hier in Deutschland aber durchsetzen wollen, auch im Beruf. - Ich betrachte das als sehr unhöflich uns gegenüber. Mir scheint, als wollten sich die Damen damit von uns abgrenzen wollen. Ein religiöses Symbol wird doch mit dem Tragen des Kopftuches ausgeschlossen. Ich denke, dass sich die Frauen da etwas mehr unserer Kultur anpassen sollten, vor allen Dingen, wenn es um eine Berufsausübung geht. - Aber das ist nur so ein Gedankengang von mir, der hier bei den Ausführungen nicht so wichtig ist.



Man hat die Bürger so vollgesülzt, die Medien mit einbezogen und nur noch politisch gewollte Informationen veröffentlicht. - Teilweise ist es so, dass "ersonnene" Lügen überall mit gleichem Text erscheinen. Manchmal wird auch der Wortlaut etwas verändert, aber nicht der Inhalt.



Unsere "unabhängigen Sender" - ZDF und ARD - sind das Sprachrohr der Politiker und die Vollstrecker aller an das Volk gerichteten Anordnungen. - Nicht zu vergessen, dass WIR diesen Mist auch noch bezahlen müssen und dem nicht ausweichen können, weil man sie ab 1. 1. 2013 nicht mehr GEZ-Gebühren nennt. Hier fand eine Taufe statt "GEZ" nun "HAUSHALTSABGABE". - Bei der GEZ konnten noch viele Leute ihren Fernseher abmelden, die diese Propaganda nicht mehr ertragen wollten. Bei der Haushaltsabgabe geht das nicht mehr. Die muss jeder Haushalt zahlen.



Unsere Auslegungen, was Freiheit betrifft, wird immer mehr beschnitten. - Man legt uns wortwörtlich an die Kette, so dass wir uns nicht mehr gegen irgend etwas wehren können. - In die Arbeitsverhältnisse werden die Bürger hineingepresst. Kaum einer von den Massen kann noch seinen Arbeitsplatz auswählen. Nach einer eigenständigen Kündigung gibt es keine neue Arbeitsstelle. Und bevor die Arbeitslosenversicherung dafür eintritt, gibt es eine Sperrfrist von 3 Monaten. - Das bedeutet: 3 Monate ohne Einkommen, wenn man den Arbeitsplatz wechseln will. - Das überlegt sich jeder .............



Und bei Hartz4 angekommen, muss man mit allem einverstanden sein, was einem geboten wird. - Man wird derart in die Zange genommen, dass schon eine aufrichtige Aussage eine 3-monatige Sperre auslöst. - Viele, die Jahrzehnte voll gearbeitet haben, werden in 1-Euro-Jobs oder Praktikas gedrückt, angeblich, um ein Arbeiten unter Beweis zu stellen. - Das ist natürlich Blödsinn. Dafür gab es doch immer die Probezeiten, wo jeder Arbeitgeber innerhalb der Frist das Arbeitsverhältnis ohne Angabe von Gründen auflösen konnte. - Nur es gab einen Unterschied dabei. Während der Probezeit musste der Lohn gezahlt werden, während die Arbeitgeber während der  Praktikas die Arbeitskraft der Leute umsonst haben und bei einem 1-Euro-Job noch einen Zuschuss von den Arbeitsbehörden erhalten, weil sie Leute beschäftigen.



Viele, viele Arbeitslose werden in zig sinnlose Lehrgänge gesteckt, die nichts, aber auch nichts bringen, ausser, dass sie als Arbeitslose in den Statistiken nicht mehr erscheinen. Ähnliche Tricks werden auch noch in anderen Bereichen angewandt.
Es fällt auf, dass mehr und mehr Arbeitslose in die Zeitarbeit gedrückt werden, die zwar die gleiche Tätigkeit wie die anderen Werksangehörigen machen, aber wesentlich weniger Geld für ihre Arbeit erhalten und sozial geringer abgesichert sind. - Firmen spalten ihr Unternehmen, versehen sie mit anderen Namen, entlassen ihre Belegschaft in Zimmer 25 und in Zimmer 26 können sie sich zu schlechteren Bedingungen wieder einen Arbeitsvertrag besorgen. Man sagt ihnen auch konsequent, dass sie sonst in Hartz4 enden.



Während der ganzen Kriegsbereitschaft, dass man sich die Ressourcen in der Welt sichern müsse, tauchte auf einmal die Beendigung des Pflichteinsatzes der Bundeswehr auf. - Die Bürger atmeten auf. - Gut, weg mit der Bundeswehr - aber zu früh gefreut. Ich ahnte, dass das ein Pferdefuss war. Es gibt nun die Freiwilligen, die für einen geringen Sold dienen sollen und man verpflichtet Söldner. Das Militär wird privatisiert. - Dahinter kommt noch eine Menge zum Vorschein. Einige Spitzen wurden schon bekannt.



Als der Schäuble noch Innenminister war, wollte er schon die Bundeswehr im Inneren durchsetzen, was ihm jedoch nicht so gelang. - Nun hat man das alles etwas passender gestrickt und einen Heimatschutz daraus geformt, die in vielen grossen Städten aktiv werden sollen. - Alles wird in ganz kleinen Schritten vollzogen und immer in ein rosarotes Licht getaucht. Das sind künftig die, die uns helfen sollen!
Wer glaubt, wird selig, so steht es in der Bibel. - Nur bei Katastrophen konnte man auch sonst auf die Hilfe der Bundeswehr - der Feuerwehr und auf das Technische Hilfswerk zurückgreifen. -



Es wird so unglaublich viel getäuscht, dass selbst ich, die die Zeit aufbringen kann, sich intensiv mit den Irreführungen zu befassen, einige Zeit brauche, um dahinter zu steigen, was die neuesten Planungen wieder bedeuten. - Und was die ganzen Rettungsschirme anbelangt, da muss ich meist passen, weil diese Beträge mein Denken übersteigen. Ich kann da höchstens von einem gesunden Menschenverstand aus urteilen.



Ich werde jedoch demnächst noch mehr über das alles verfassen, was uns angeht, was wir verkraften mussten und müssen. - Das war erst mal wieder genug zu verdauen. -

 

Ein ganz wichtiger Teil bleibt noch offen, zu erwähnen. - Die JUSTIZ - die all das Übel, das über uns gekommen ist, verursacht hat!!


 

 

Wie sehr sich unser Leben veränderte ...........Teil 1

 

Erinnert man sich daran, wie es vor 20 Jahren war und wie entscheidend unser Leben in ganz kleinen Abschnitten verändert wurde, ohne das wir es gross registrierten?

 

Ich schreibe jetzt von meinem Erleben. Das Erleben der Leser wird vermutlich ganz anders verlaufen sein. Aber jeder sollte sich einmal eigene Gedanken über alles machen.

 

In unserem Kurort, wo ich damals lebte, war die Welt noch in Ordnung. Alles war überschaubar und nie im Leben hätte ich mir vorstellen können, dieses schöne Städtchen einmal zu verlassen und in eine fremde Gegend zu ziehen. -

 

Irgendwann fielen einem die vielen fremden Menschen auf, die man in den Geschäften erblickte. In der Zeitung stand auch, dass Wohnraum geschaffen werden müsse, da tausende Zuwanderer kein Obdach hätten. Die Bürger möchten freien Wohnraum melden, sonst müsse man den behördlich beschlagnahmen. - Die Turnhallen unserer Schulen waren schon mit den Fremden besetzt, wie auch Umkleidekabinen der Sportvereine und mehr. Das verursachte natürlich in unserem Städtchen sehr viel Gesprächsstoff und Erregung, von wegen Zwangsbelegung!

 

Noch etwas wesentliches geschah. - Die fast neu errichtete Polizeistation, wozu extra einige Jahre zuvor ein Gebäude für errichtet wurde, womit ein erheblicher Skandal verbunden war, weil der Bürgermeister der Stadt auch der Bauherr war und Handwerker schwarz arbeiten liess, wurde geschlossen. - Wer die Polizei benötigte, der musste sie aus der nächsten Kreisstadt anfordern, wenn er in Notlagen geriet und die kamen oft erst nach 2 Stunden, wenn sich alles erledigt hatte. - Man erblickte die Ordnungshüter nicht, ausser wenn sie wie wild blitzten. Zu dem Zweck waren sie immer zur Stelle und man konnte meinen, überall. Andere Aufgaben hatten sie wohl nicht mehr.

 

Ich erwähne das absichtlich so ausführlich, weil das für unsere Wende sehr ausschlaggebend ist.

 

Ich traf seinerzeit eine Frau, die ich oberflächlich kannte, die mir ihr Leid schilderte. Sie war berufstätig, alleinerziehend und hatte eine Tochter. Wir gingen in ein Cafe, wo sie mir ihre Sorgen erzählte. "In der Schule werden Drogen verkauft und keiner kümmert sich darum". - Nun, das konnte ich mir nicht vorstellen und hakte nach.

 

Ihre Tochter war gerade aus einer Entzugsanstalt gekommen, mit ihren 12 Jahren und nun graute der Mutter vor jedem Tag, dass ihre Tochter wieder rückfällig werden könnte. Es gab Gründe dafür, die ich nennen möchte.

 

Sie holte das Töchterchen aus dem Entzug ab und die Kleine berichtete und zeigte der Mutter, wo sie ihren Stoff immer hergeholt hatte. In der Fussgängerzone wohnten die Dealer, ganz oben, in der 2. Etage. Sie zeigte der Mutter auch die Klingel, wo allerdings kein Name drauf stand, Schild war abgerissen und berichtete, dass tagtäglich vor der Schule das Zeug verkauft wurde. - Die Frau ging zur Polizei und berichtete von ihren Erkenntnissen, während sich kein Einziger darum kümmerte. Man wies die Frau an, weiterhin zu beobachten, die Kollegen hätten alles im Griff. - Aber das Zeug wurde weiterhin an den Schulen verkauft .........! Wie schon erwähnt, die Autofahrer abzukassieren war wichtiger.

 

Und als ein Bekannter die Polizei nachts anrief, als seine Alarmanlage an seiner Werkstatttür anschlug, was allerdings ein Nagetier verursachte, da musste er den Einsatz der Polizei noch bezahlen! - Man sollte die Kollegen nicht mehr behelligen, selber vorsorgen usw, obwohl wir ja Steuern dafür zahlten.

 

Ich kannte nun einige Polizisten und beschloss, mich an die zu wenden und die Sorgen der Mutter weiter zu geben. Mir wurde geantwortet: "Ja, ist bekannt, der Kreis ist dafür zuständig. Können wir nichts dran ändern." - Ich liess mir Namen von zuständigen Beamten geben und rief dort an, trug auch den Sachverhalt vor, der mir Sorgen bereitete. "Haben Sie das gesehen, haben Sie Beweise? Wir dürfen Ihnen keine Auskunft geben." - Ich war platt - wurde direkt abgeschmettert. Man, war ich sauer. Ich machte noch eine schriftliche Eingabe an die Kreisverwaltung. Das Antwortschreiben war ein Hohn! Man könne doch keinen blossen und unbewiesenen Angaben nachgehen. Täte man das, wäre die Polizei nur noch mit Nebensächlichkeiten beschäftigt und könnte sich wichtigen Aufgaben nicht widmen. Dazu fehlte das Personal. - Also, man hat diesen wichtigen Anlass, unsere Kinder zu beschützen, gleich abgeschmettert.

 

Ich wollte nicht aufgeben, wandte mich an unser Ordnungsamt und trug das dort vor. Der Beamte war mir auch wohlbekannt. Da der aber schon morgens unter Strom stand, hatte schon zwei Entziehungskuren hinter sich, konnte ich nicht allzu viel von dem erwarten. Ich drohte ihm aber ............., die Sprache verstand er wohl und was passierte? - Ich kriegte wiederum ein Antwortschreiben vom Kreis. Er hatte meine Sorgen einfach weitergeleitet. Nun ja, was sollte er auch tun, unter diesen Umständen?

 

Dieses Unrecht nagte an mir, wie viele andere Dinge auch, die folgten. -

 

Unsere Nichte besass eine schöne Eigentumswohnung, in einem Haus, mit ca. 20 Eigentümern, in sehr schöner Wohnlage. - Ein Miteigentümer über ihr war pleite, er zog aus und die Bank übernahm seinen Besitz. -

 

Die überliessen dem Sozialamt diese Wohnung und kassierten von der Stadt monatlich die Miete dafür. Alles andere interessierte die nicht. - Die Stadt setzte 4 Polen da hinein. Sie erhielten Mobilar, dass das Sozialamt übernahm. - Bis hierhin hätte sich noch kein Mensch beklagt. Aber was dem folgte, war nicht mehr auszuhalten.

 

Aus den 4 Personen wurden 16 Leute, von denen keiner arbeitete, wo aber nächtelang gesoffen, gefeiert und gebadet wurde. - Die Nichte konnte keine Nacht mehr schlafen. Sie war das reinste Nervenbündel, rief die Polizei an, die nicht kam. Man wies sie an, sich einen Anwalt zu nehmen. Sie ging zur Stadt, erklärte alles. Es wurde abgeschmettert. Die einzelnen Eigentümer taten sich zusammen, also 19 Parteien/Familien, ohne eine Chance zu haben. Man forderte das Ordnngsamt auf, dort mal zu kontrollieren. Die meldeten sich an und wenn die Behörde antanzte, waren nur 4 Personen anwesend.

 

Im Gegenteil, die Inhaber der Wohnungen wurden als "fremdenfeindlich" beschimpft, was wohl eine Straftat war/ist?- Die Wohnungseigentümer nahmen sich einen Anwalt und es wurde geklagt. - Eine Gerichtsverhandlung wurde angesetzt und die Polen konnten guter Dinge heim fahren, weil man die Klage vor Gericht abschmetterte. - Fremdenfeindliches Verhalten seitens der Kläger! - Ich las damals das Urteil.

 

Daheim machten sie weiter, wie eh und je. Die Haustür wurde stark beschädigt, das Schloss zerstört, aber keiner war es. Die Kosten mussten die 19 Eigentümer unter sich aufteilen. - Eines Tages kam die Nichte von der Arbeit, als ihre Wohnung erhebliche Wasserschäden aufwies. Da war wohl ein Waschbecken oben übergelaufen, lief in die Wohnung und suchte sich seinen Weg durch die Decke, bis das Wohnzimmer der Nichte und teilweise das Esszimmer diverse Schäden erlitt. -

 

Nun war das Mass voll. Die Nichte ging zum Sozialamt, trug das vor, legte Fotomaterial von den ganzen Schäden vor, das sie gesammelt hatte und forderte von der Stadt Schadensersatz! - Pustekuchen! - "Sind Sie denn nicht dagegen versichert? - Nein, wir zahlen nichts, haben nur vermietet." -

 

Inzwischen hatte die Nichte in ihrer Nervösität etwas auf ihre Herdplatte fallen lassen, weshalb sie zu Bruch ging. Sie meldete den Schaden ihrer Versicherung. Es war der zweite Schadensfall und sie erhielt ihre Kündigung! - Danach versicherte sie keiner mehr!

 

Die Nichte ging zur Bank, denen die Wohnung ja eigentlich gehörte. - Die hatten sich abgesichert und man zeigte, nicht verantwortlich zu sein. - Es tat sich jedoch was. Die Waschmaschine gelangte nun in den Keller. Dort gab es Einrichtungen für Trockner und Waschmaschinen. - Tag für Tag gab es Querelen, ohne dass sich die Leute ein Recht verschaffen konnten.

 

Und als die Nichte dann in den Keller kam, stand dort alles unter Wasser. Man weiss nicht, wie lange dort das Wasser in den Keller lief, jedenfalls musste sich der Neffe Gummistiefel anziehen, um sich einen Überblick zu verschaffen, während noch das Wasser lief. - Er drehte es erst ab und holte sich Zeugen. Alles wurde fotografiert und protokolliert.

 

Sehr viele Keller waren in Mitleidenschaft gezogen und viele darin befindlichen Gegenstände waren unbrauchbar geworden. - Durch Zufall begegnete der Nichte ein ehemaliger Ordnungsamtsleiter, der pensioniert war. Sie unterhielten sich und die Nichte nahm ihn mit ins Haus, um ihm alles zu zeigen. Der war erschüttert, diese erdrückenden Beweise zu sehen, woran sich keiner störte. - Er versprach, sich zu kümmern, beschloss, als Zeuge anwesend zu sein, wenn es oben wieder rund ging. So geschah es dann auch. Dieser Zeuge brachte dann die Wende. Er liess nicht mehr locker.

 

Die Lösung kam. - Man stellte den 4 Polen eine neue Wohnung zur Verfügung, liess die noch für 20.000 DM renovieren und irgendwann verschwanden die unerwünschten Mieter. Nach Besichtigung von Bank und dem Sozialamt hatten die Mieter in der kurzen Zeit des dortigen Wohnens, einen Schaden von 60.000 DM, nur in der Wohnung hinterlassen. Das muss man sich mal vorstellen. Und darin waren nicht die Schäden enthalten, die die Wohnungseigentümer erdulden mussten. - Die Wohnung wurde lange nicht mehr vermietet, weil Bank und Sozialamt sich nicht über die Kosten der Instandhaltung einigen konnten. -

 

Irgendwann kam noch eine hohe Forderung vom Wasserwerk. Das Wassergeld war von den Polen noch nie bezahlt worden, während alle anderen Parteien ihren Obolus Monat für Monat pauschal abführten. - Jetzt waren die Eigentümer auch noch verpflichtet, die offene Rechnung der Polen zu bezahlen. - Und während sich noch alle sträubten, stand einer vom Wasserwerk vor der Türe, der die Wasserzufuhr für das ganze Haus nun sperren wollte. - Kurz und gut - alle mussten zahlen. Sie könnten sich das ja von den Verursachern wieder einklagen. - Nun - davon arbeitete keiner und die Aussichten ........... ?

 

In der Folgezeit wurden Ereignisse bekannt, von denen keiner geglaubt hätte, dass sie jemals eintreten würden. - Unser einziges Parkhaus, das wir besassen, wurde von Zuhältern in Anspruch genommen. Jeder, der sein Auto in der Stadt parkte, sollte damals 20 DM Wegegeld an irgendwelche Russen zahlen. Und - es mag keiner glauben - aber der Weg, direkt neben der evangelischen Kirche, wurde als Strassenstrich benutzt und das lange, offiziell abends, ohne das es einer änderte.

 

Der Unmut der Bevölkerung wuchs. Es gab viele Schlägereien, deren Initiatoren mir nicht bekannt sind. - Ältere Kurgäste wurden überfallen und ausgeraubt. Die Landjugend und Leute der Feuerwehr wollten schon eine Bürgerwehr schaffen. - Die ganzen Mietwohnungen der Innenstadt, einschliesslich mehrerer Hotels, beherbergten Ausländer, was das Sozialamt alles zahlte. - Man traute sich nicht mehr in die Innenstadt. - Eine Bürgerwehr wurde aus rechtlichen Gründen untersagt und dennoch fanden stets solche Kämpfe untereinander statt.

 

Eines Tages stand dann in unserer Zeitung, dass die älteren Bürger ohne Begleitung nach Anbruch der Dunkelheit möglichst nicht mehr aus dem Hause gehen sollten! Da lief bei mir das Fass über. Das war ja eine Bankrotterklärung.  - Ich rief bei der Stadt an und beklagte mich über diese desaströsen Zustände und man versicherte mir, dass man wieder eine kleine Polizeistation eröffnen wollte. - Das brachte so gut wie nichts. Unser schönes Zusammenleben in der kleinen Stadt war erheblich gestört und es zeichnete sich ab, dass es nie wieder besser würde. Die Polizeistation bestand praktisch nur aus 2 Leuten, von denen einer stets Telefondienst machte und das nur tagsüber. Ab 17 Uhr war die Stadt wieder in ausländischer Hand.

 

Ich will jetzt nicht darüber berichten, was sich alles bei uns ereignete. Es war wirklich arg! - Und es wurde gebaut und gebaut. Die schönsten neuen Wohnungen bezogen Ausländer. Ein junges Paar, das mir bekannt war, suchte eine Wohnung und wollten heiraten. Beide waren berufstätig. Auf jede Bewerbung erhielten sie eine Ablehnung, weil die Bauherren nur an Sozialhilfeempfänger vermieten wollten, da das Sozialamt wenigstens pünktlich zahlte.

 

Viele Eigenheimbesitzer in guten Wohngegenden mussten ihre Häuser mit Wertverlust verkaufen, wenn sie diesen ekelhaften Zuständen entgehen wollten. Es war wirklich einmal eine bevorzugte Wohnlage gewesen, auch wo wir wohnten. - Nein - mit den Jahren wurde alles unschön und als sich eine Gelegenheit ergab, zogen wir um. Ich brauche Ruhe und Frieden um mich herum und will nicht in ständiger Angst leben.

 

Vielleicht spürten das einige Leser nicht so wie ich, die eventuell in einer grösseren Stadt lebten und eher solchen Gefahren ausgesetzt sind. Bei uns gab es eben diese Kleinstadtidylle, wo alles zuvor geregelt verlief und dann dieses Sodom und Gomorrah ablief. - Ich mache nicht einmal den Zugereisten solche Vorwürfe, jedoch den verantwortlichen Behörden und Politikern. Man hätte mehr Polizei einstellen müssen, weil man ahnen konnte, dass sich die Kriminalität erhöhen würde, statt die Augen vor den Zuständen zu verschliessen!

 

Heute weiss ich, wie das gedacht war. - Die Bürger sollten sich untereinander abschleifen und anpassen, ohne dass einer eingreift. Dass die Deutschen erhebliche Verluste einstecken sollten, war bedacht. - So unwahrscheinlich es klingt, selbst Diebstähle von Fremden ignorierte man. "Kann sich doch jeder versichern und schützen!" -

 

Auch das Vermischen von Wohlstand und der gewaltsame Wechsel von einem zum anderen Besitzer wurde als normal angesehen. - Die Deutschen, die mehr besitzen, können ja wohl Dinge entbehren. - Wie schon erwähnt, es kümmerte sich keiner um die Belange der Bürger. Aber wehe, ein Deutscher wehrte sich mal, wenn ihm ein Fremder was rauben wollte. (ist auch heute noch so) - Es gab die Masche der Ausländer, uns als NAZIS und ausländerfeindlich zu beschimpfen. Wir haben im eigenen Land kaum noch Rechte.

 

Anders bei den Wohlhabenden. Sie haben ihr Hab und Gut perfekt gesichert und versichert. Überall stehen Videoanlagen, die die Versicherungen schon vor Abschluss eines Vertrages verlangen. Autos werden gestohlen, die keiner mehr wieder sieht. Man hat allerdings den Eindruck, dass sich da auch keiner mehr gross drum kümmert, um die Fahrzeuge wieder zu beschaffen. - Das ist eine Art UMVERTEILUNG - wie sie heute überall bei uns stattfindet.

 

Meist wird ja nur von einer Umverteilung von unten nach oben berichtet. - Nein, die findet auch hauptsächlich in Richtung Osten statt. - Was hier geklaut wird, könnte man östlich von uns alles wieder finden, wenn man will. Das geht bis nach Russland hinein. - Direkt nach der Wende endete alles in Polen. Mit den Jahren entdeckten auch andere Länder, wie leicht man hier klauen kann, weil die deutsche Polizei nicht mehr für die Bevölkerung zuständig ist und die Augen vor kriminellen Delikten verschliesst.

 

Inzwischen gibt es seit Jahren organisierte Diebesbanden, vor denen nichts mehr sicher ist. - WIR BÜRGER erst recht nicht! -

 

Banken brauchen sie nicht mehr überfallen. Da können die Täter höchstens noch Geld hinbringen. Wenn wir ein paar Tausender von unserem Guthaben abholen wollen, dann müssen wir das Tage zuvor anmelden, damit die sich das Geld beschaffen können.

 

Vor zwei Jahren (?) wurde gar die Oberleitung unserer kleinen Bimmelbahn in mehreren Aktionen geklaut. In einigen Fällen geschah das gar tagsüber, wie Zeugen berichteten. Die Zuschauer betrachteten die Angelegenheit jedoch so, als müsste da was repariert werden. Dieser Zug war eine kleine Attraktion während der Urlaubszeit hierzulande. - Es gab keinen grossen Aufstand deshalb. Die Bahn fährt nicht mehr und fertig. In einem Artikel in der Zeitung hiess es, dass die Täter dieses schwere Kabel ja mit einem LKW befördert haben müssen. - Nun ja - weg ist weg. Seitdem kräht kein Huhn und kein Hahn mehr deswegen. - UMVERTEILUNG  von WEST nach OST.

 

Dieses Europa - was ich das schon gehasst habe. - Ich hasse keine Menschen, egal, wo sie herkommen, aber ich erwarte, dass sie nicht kriminell gegen uns vorgehen. Wir können alle zusammen leben. Auch wir haben lange dafür gebraucht, uns etwas anschaffen zu können und haben dafür hart gearbeitet und tun es noch. Uns sind die gebratenen Tauben bestimmt nicht zugeflogen, wenn es sich auch so darstellen mag.

 

WIR können unser Hab und Gut doch nicht einmal verteidigen. Waffen dürfen wir nicht besitzen, wehren und den Angreifer verletzen, dürfen wir auch nicht. Dann werden wir nämlich hinterher noch verklagt. - Sollen wir uns noch bedanken, wenn wir überfallen und beklaut werden? -

 

Ach so, man sagt uns in dem Fall: "Müssen Sie eben die Polizei anrufen!" -

 

Und WIR sagen dann den Tätern, sie möchten sich gedulden, müssten eben die Polizei anrufen, um Hilfe bitten und sie möchten doch bitte warten, in etwa einer Stunde sei die Polizei da. - So sieht das aus! Ist das gewollt?

 

Wenn ich diese Schwachmaten höre, die ständig predigen, WIR DEUTSCHEN hätten doch am meisten von Europa profitiert! Ich könnte kotzen. - Man erkennt dieses Land ja nicht einmal mehr wieder. Wer Deutschland ca. 1985 verlassen hat und heute zurück kommt, wird einen Schreck bekommen, was aus diesem Land geworden ist. - Verkommene Strassen - verkommene Schulen - verrottete Städte - unsagbare Zustände!

 

Ich möchte über dieses Thema noch mehrere Artikel schreiben. - Es sind wirklich Tatsachen, die ich genau so erlebt habe! Vielleicht ist es für manch einen Leser interessant, der andere Erfahrungen machte.

 


 


 

Ein Rückblick in die Vergangenheit - Tabubruch

Die Jahre bringen es mit sich, dass man dann und wann mal einen Rückblick hält, was sich im Laufe des Lebens alles verändert hat.
Viele junge Leute können sich überhaupt nicht vorstellen, wie man zu meiner Zeit die Kindheit und Jugend verbrachte.
Ich wurde katholisch erzogen. Dass ich das erwähne, hat schon seine Bedeutung. Man musste ja alles beichten ..............

 


Es gab keine einzige Zeitung, kein einziges Bild mit einem nackten Menschen. Alles um den menschlichen Körper herum war sündig. Darüber schwebte das grosse TABU und keiner durfte darüber reden.
Gedanken und Vorstellungen zu machen, war eine Sünde, die man beichten musste.

 


 

Mädchen wurden streng von Jungen getrennt, in der Schule und sonst überall. - Ich wurde einmal bestraft, weil ich nur mit einem Jungen gesprochen hatte. Da war ich 14 Jahre alt. - Natürlich versuchte man, dieses Verbot zu umgehen. Mein Jagdrevier war die GRUGA in Essen und der Baldeneysee, sowie die Innenstadt in Essen.
Mein recht naives Leben änderte sich dann, als ich mein Berufsleben bei der Krankenversicherung begann!

 


 

Ich hatte eine ganze Bibliothek von Büchern zur Verfügung, auch mit Bildern (!!), womit ich meine Neugierde befriedigen konnte. Meine Freundin kam abends später nach Hause. Ich holte sie vom Bus ab und beide setzten wir uns unter die Strassenlaterne auf die Mülltonnen. Dort präsentierte ich ihr meine Errungenschaften. Erstmalig erblickten wir da einen männlichen Körper und entdeckten die Unterschiede zwischen Mann und Frau und wozu eine Vereinigung führen könnte.
Wir schworen uns damals, so etwas nie zu tun! - Das waren wohl die kirchlichen Einflüsse, die uns zu dem Entschluss brachten. Nur es war ja alles Theorie.

 


Nicht zu vergessen:  Wer zu der Zeit ein uneheliches Kind bekam, der wurde regelrecht geächtet. Ich glaube, dass das zu der Zeit die schlimmste Sünde einer Frau war, so, wie es heute noch bei den Türken ist! - Ich erinnere mich daran, dass es in den kommenden Jahren ständig hiess, dass man ja nicht mit einem Kind ankommen sollte. Dann drohte der Rausschmiss. - Die ganze Familie kam durch eine ungewollte Schwangerschaft in Verruf! Dafür hatten die Kirchen gesorgt.

 


 

Ich habe mich nur immer gefragt, warum die solch ein Tabu darüber verhängten. Es war doch ganz natürlich!
Einmal hatte ich meine Schwester etwas nackig gesehen, was meine Neugierde weckte, denn die war 6 Jahre älter als ich. Das musste ich beichten und dazu meine neugierigen Blicke in die Bücher bei der Krankenversicherung! Fünf  "Vater-unser" musste ich dafür beten und drei "Gegrüsset seist du Maria".
Das Resultat war, dass ich nicht mehr beichten ging!

 


 

Aber dennoch war es eine komische Situation. Es gab ja das theoretische Wissen aus den Büchern. Irgendwie konnte man überhaupt nicht gross was damit anfangen. Und wenn man einen Freund mal küsste, der einen auch mal an die Brust fasste, dann fühlte man sich schon als Sünderin. - Wohlgemerkt, die Burschen waren auch noch ziemlich doof. Über Sexualität sprach ohnehin keiner. Das sollte ja erst mit der Heirat auf den Prüfstand.
Da Männer und Frauen total unterschiedlich reagieren, fühlten sich die Frauen oder die Mädchen immer in einer ängstlichen Position "Das gehört sich nicht", während die Männerwelt möglichst ihrem Drang nachgingen. - Es folgten wahnsinnig viele MUSS-Heiraten, wegen einer Schwangerschaft.
Ich weiss von sehr vielen anderen Frauen, mit denen ich später mal offen sprach, dass Sexualität lediglich eine Pflicht war. - Es wusste doch kein Geschlecht vom anderen, wie es gestrickt war. Der Mann amüsierte sich und die Frau duldete es!

 


 

Hinter allem steckte noch unsere prüde Erziehung. Man konnte sie auch während der Ehe nicht abstreifen, weil es auch zwischen Mann und Frau keine Gespräche diesbezüglich gab. - Das änderte sich dann später, als man das Eine oder Andere mal in den Zeitungen auch lesen konnte, aber irgendwie konnte das diese Generation nicht mehr umsetzen.

 


 

Hätte eine Frau zu der Zeit auch nur einmal von sich gegeben, dass sie Spass am Sexualleben hätte, wäre sie zu einer Nutte abgestempelt worden. Ja, das waren schon harte Zeiten!  Aber man wusste es ja nicht besser!

 


 

Ich will ja nicht sagen, dass ich es gut finde, wenn die Mädchen heute sehr, sehr frühe Erfahrungen machen. Doch ich meine, dass man die Heranwachsenden schon so früh darüber aufklären sollte, dass sie sich nicht aus lauter Neugierde auf ein Abenteuer einlassen. Die Mädchen sollten bis dahin schon wissen, was sie wollen und sollten nicht hinterher das Gefühl bekommen, dass sie nur benutzt wurden.
Und von dieser Prüderie, so ähnlich wie ich es erlebte, sollte man ganz ablassen. Es ist eine ganz natürliche Sache, auch seinen eigenen Körper kennenzulernen. Ein Mädchen muss auch lernen, was schön ist, was ihm gefällt. - Ich denke, dass man bei der Aufklärung diesen Bereich berücksichtigen muss. 
Dieser Teil gehört auch zu einem späteren Zusammenleben mit einem Mann. Das ist das Leben.
Jetzt will ich noch einmal auf die Unterschiede zwischen Mann und Frau kommen. Die Männer geben einem Drang nach, die Frauen sind eher gefühlsbetont beim Liebesleben! Ein Bursche, der ein Mädchen besteigen will, hat keine anderen Absichten, während das Mädchen einen Akt schon als eine Beziehung ansieht! - So unterschiedlich sind die Ansichten. - Das muss man den jungen Leuten ebenfalls so erklären.

 


 

Auf der anderen Seite möchte ich behaupten, dass das Sexualleben heute einen viel zu hohen Stellenwert erhält. - Ein gutes Verstehen und Vertrauen zum Partner ist die Basis. Stimmt das, dann klappt es auch mit dem SEX - aber nicht um jeden Preis auch umgekehrt!

 


Wie funktionierte das Leben damals quasi ohne Strom?

 

Bei mir spriesst immer gleich die Fantasie, wenn uns die Oberwichtigen erzählen, dass wir Energie sparen müssen! Wer da noch nicht auf der Welt war, dem möchte ich es erklären, wie ich meine Kindheit verbrachte. -
Wir hatten in jedem Raum eine 15 - Watt - Glühbirne, die allerdings nicht ständig in Betrieb war, nur in Augenblicken, wo Not an Mann war. Ich weiss nicht, wieviel man damals für einen Kilowattverbrauch zahlte. Man sparte jedenfalls damit. Also, 1 KW - Kilowatt - hat 1.000 Watt. Eine Glühbirne hätte praktisch über 66 Std. brennen dürfen, um einen Kilowatt zu verbrauchen! - Das war so gut wie nichts! Andere elektrische Geräte, ausser einem Radio, hatten wir zu der Zeit nicht.

Das Radio wurde evtl. mal sonntags angestellt und nur für bestimmte Sendungen. Läufer und Teppiche wurden 1 x in der Woche draussen ausgeschlagen. Wer etwas schmutzig machte, bekam erst einmal von der Hausfrau eine Ohrfeige. - Das Gleiche galt auch für das Beschmutzen der Kleidung. Ich trug oft solche weissen, selbstgestrickten Baumwoll - Kniestrümpfe mit 2 Bömmelchen an jeder Seite, mit feinem Lochmuster versehen. Und wehe, man trat mal in eine Wasserpfütze. Dann drohten schon Sanktionen, weil Mutter ja nur alle 4 Wochen einmal Wäschetag hatte. Natürlich gab es keine elektrische Waschmaschine, aber wir hatten schon einen Wassermotor zum Waschen! Aber ich will mal kurz erklären, wie solch ein Wäschetag funktionierte. - Sonntags wurde die Wäsche in einem grossen Bottich eingeweicht. In der Nacht zum Montag, so 3 Uhr in der Früh, zündete Vater den Ofen an, um die Wäsche zum Kochen zu bringen. Während dann die ganze Waschküche voller Nebel war, holte meine Mutter die Kochwäsche mit einem Holzprügel aus dem Bottich und steckte die Teile in diese Waschmaschine! Es kam noch Wasser hinein, der Deckel wurde geschlossen und dann wurde der Wasserhahn weit aufgedreht! Das geschah mittels eines Schlauches vom Wasserhahn zu diesem Motor der Maschine. Durch den Wasserdruck wurde das Drehkreuz in dieser Maschine hin und her geschlagen, die Wäsche bewegt, so etwa eine halbe Stunde, je nach Wäscheart. - War dieser Akt beendet, kam die Wäsche in einen Wringer. Das Teil wurde zwischen 2 Walzen eingefügt und durch ständiges Drehen eines Griffes wurde das Wasser herausgepresst. Das musste ja noch für die nächste Wäsche verwendet werden. Danach kam die Wäsche in einen grossen Betonbottich, wo sie unter Hinzunahme von viel Wasser immer wieder neu gespült wurde, bis alle Seifenrückstände heraus waren! - Und die Sachen, die nicht richtig weiss waren, die noch Flecken aufwiesen, die kamen auf die Bleiche, ein Wäscheplatz, der aus Wiese bestand. Dort legten wir die Teile einzeln hin, wendeten sie später immer wieder und begossen sie gleichzeitig wieder erneut mit Wasser, falls sie trocken geworden waren! -

War diese Zeremonie vorüber, die andere Wäsche, die nicht gekocht wurde, auch sauber und gespült, dann holten wir die Wäsche von der Bleiche. Sie wurde erneut gespült und gespült und gelangte dann wieder in den Wringer, wonach die Wäsche dann endgültig auf die Leine kam zum Trocknen! Das Bleichen von der Sonne brachte wirklich was und so mancher Fleck verschwand auch!


Fleckenmittel gab es ja noch nicht und ob die Waschmittel mit den heutigen vergleichbar waren, entzieht sich meiner Kenntnis. - Ich vergass jetzt noch das Erwähnen von Wäscheteilen, die gestärkt wurden. Das war die Tisch- und die Bettwäsche, so wie die vielen niedlichen Zierdeckchen, die die Mütter meist selber gefertigt hatten.
Nicht zu vergessen, die Pflege der Gardinen, die ebenfalls aus einem Baumwollmaterial waren. Die konnten nicht nach dem Trocken und Bügel vor ein Fenster gehängt werden. - Meine Mutter spannte die Gardinen immer, wie auch die kleinen Deckchen. Sie kamen auf eine Wolldecke und mittels Stecknadeln spannte man die feuchten und gestärkten Teile, so dass die Spitzen dann gleichmässig gestreckt wurden!


War diese Wäsche dann irgendwann trocken, musste sie gebügelt werden. Pflegeleichte Wäschestücke gab es noch nicht. Ich glaube, dass alles aus Baumwolle oder Leinen bestand. Aber bevor es ans Bügeln ging, musste die Wäsche zuvor passend eingefeuchtet, mit Wasser bespritzt und eingerollt werden, damit sich die Feuchtigkeit überall gleichmässig verteilte.


Auch das Bügeleisen gab es zuerst nicht elektrisch. Grosse Teile kamen in die Mangel, wie die Bettwäsche oder Tischtücher. Jedes andere Teil wurde handgebügelt, auch Unterwäsche und jedes Taschentuch, was benötigt wurde. Unsere Mütter gingen da sehr sorgfältig mit ihrer Wäsche um und der Stolz jeder Hausfrau war auch das Stapeln von Wäsche im Schrank.


Der Ofen wurde zu dem Zweck angeheizt, auch im Sommer. Zwei schwere Eisen wurden darauf erhitzt, mit denen man im Wechsel bügelte. Dazu gab es einen Holzgriff für das Eisen, was man vor dem Benutzen einfügen konnte. Dieses wurde so gehandhabt, damit der Holzgriff von der Ofenhitze nicht beschädigt wurde! - Und es war ein ständiges Ausbalancieren, damit man nicht die Wäsche versengte.

Man hatte ein altes und feuchtes Tuch zum Ausprobieren neben sich liegen. Es waren halt Erfahrungswerte, ob man es jetzt riskieren konnte, mit dem Bügeln zu beginnen. War das Eisen zu heiss, hatte man ratzfatz eine braune Stelle auf dem Wäschestück und es war verdorben. War es nicht heiss genug, wurde das Teil nicht glatt! Es gab ja nicht viel Ersatz im Haushalt.
Ich weiss jedenfalls, dass wir innerhalb von 4 Wochen, wenn wir mal wieder für 3 Tage Wäschewoche hatten, nichts mehr zum Wechseln besassen. Da war alles im Gebrauch und wir schliefen oft genug ohne Bett- und Kopfkissenbezüge, wenn im Winter die Wäsche nicht trocknen wollte!

Allerdings war das schon jede Menge Komfort, den wir hatten. - Eine Waschmaschine mit Wassermotor und einem Wringer, den die Bergwerksgesellschaft jedem Mieter zur Verfügung stellte. - Selbstverständlich gab es auch noch das Waschbrett, worauf man z. B. bunte Wäsche, wie auch Vaters Arbeitsklamotten nachrubbeln musste. - Zu der Zeit wuschen sehr viele Leute ihre Wäsche noch in den Flüssen. Es führten immer einige Stufen zu dem Gewässer, wo die Frauen ihre Arbeit verrichteten. Nun, die hatten aber bestimmt keine 3 Tage Wäschewoche innerhalb von vier Wochen. Diese Mengen hätten die wohl schlecht auf einmal tragen können.
Welche Gewichte das alleine waren, wenn wir die Wäsche von der Waschküche im Keller, bis oben auf den Trockenboden im Winter tragen mussten! Im Sommer ging es dann nach draussen. Ständig sass man auf der Lauer, damit es nicht regnete, bzw die trockenen Teile schnell abnehmen konnte!

Heute wird bei jeder Kleinigkeit von Stress geredet.

 


 

 

 

 

Wie wenige Sekunden im Leben eine Rolle spielen .......................


Hätte ich daheim noch einen Schluck Kaffee zu mir genommen, dann wäre ich nicht mit dem Besoffenen zusammen getroffen, der mir die Vorfahrt nahm ................!

Das gehört jetzt in die Kategorie "WENN und ABER". - Nicht aber folgende Geschichte, die sich tatsächlich so abgespielt hat, wie ich es hier darstelle, die mir mein Vater wieder und wieder erzählt hat, die später auch von anderen Personen bestätigt wurde. - Nicht, dass ich ihm misstraut hätte. Aber die Leser dieser Geschichte wissen garantiert, wie fälschlich die Dinge aus dieser Zeit oft dargestellt werden! - Ich kenne eine Menge alter Herren, die die Zeiten des 2. Weltkrieges verherrlichten, obwohl sie als Soldaten im Einsatz waren und die scheusslichsten Dinge erleben mussten. Den Hunger und die Nöte haben wohl viele vergessen. Ein Verwandter von mir, er ist inzwischen schon tot, erzählte mit glänzenden Augen, wie schön es auf dem U-Boot war, auf dem er diente und zu Weihnachten bekam er sogar ein Stück von einer Gans. Er hatte die Jahre wohl vergessen, wo er innerhalb kürzester Zeit alle Zähne verlor, weil er an Skorbut litt. - Skorbut tritt u. a. als Zeichen einer Mangelernährung, vor allen Dingen bei fehlendem Vitamin C auf.

Ich interessierte mich schon immer für politische Vorgänge und fand in meinem Vater immer einen Ansprechpartner. Es kam dazu, dass ich schon als junges Mädchen fragte, wie Hitler denn solch eine Macht über das Volk bekommen konnte? Wieso man zuliess, dass so viele Juden umgebracht wurden? - Es war mir unverständlich! In der Schule schwieg man die Zeit nämlich tot.

Mein Vater begann mit der Zeit nach dem 1. Weltkrieg, der danach folgenden Weltwirtschaftskrise, den hohen Arbeitslosenzahlen. Es folgten Jahre voller Entbehrungen.
Auf einmal stand da ein "starker Mann", der vorgab, der Not ein Ende zu setzen. - So kam Hitler an die Macht!! -
Die vielen Arbeitslosen erhielten Arbeit, wurden überall eingesetzt. So wurde das Volk anfangs getäuscht. - Es schien aufwärts zu gehen. Keiner ahnte, zu welchem Zweck das alles geschah. -


Meine Mutter war damals Hausschneiderin in Essen. Gut betuchte Leute holten sich für einige Zeit eine Schneiderin ins Haus, die ihnen die Wäschestücke reparierte und auch neue Kleidung fertigte. - Mutter nähte sehr viel für Juden und sie erwähnte, dass die Leute immer gut zu ihr waren. - Man benachrichtigte meine Mutter von Zeit zu Zeit, wenn man ihre Hilfe brauchte. - Nun, es fiel auf, dass man ihre die Dienste wohl nicht mehr benötigte.
Meine Eltern machten sich auf den Weg, um der Sache mal nachzugehen und sie stellten fest, dass es diese und jene Familien einfach nicht mehr gab. Ein paar konnten ja verzogen sein, aber doch nicht so viele. Aber wie konnte man diesbezüglich nachforschen, in einer so grossen Stadt wie Essen? -
Bei einer der Gelegenheiten, Kundschaft meiner Mutter aufzuspüren, trafen meine Eltern auf ein jüdisches Ehepaar, für die meine Mutter mal gearbeitet hatte. - Sie erfuhren ganz kurz grauenvolle Dinge, die sie kaum glauben konnten, spürten aber die Gefahr, in der sie sich befanden! -


Die jüdischen Bürger sollen abgeholt worden sein und wer mit Juden Kontakte pflegte, würde standrechtlich erschossen! - Es wurde gemunkelt, dass sich diese Menschen in Konzentrationslagern befänden! Sie trugen inzwischen alle einen gelben Stern!
Ich erfuhr diese Sachen nicht nur von meinen Eltern, auch von anderen Zeitzeugen, die ich befragte. - Inzwischen war etwas angeordnet worden, was die Menschen zu spät begriffen! - In jedem Haus sass ein Spitzel, der meist die Hausmeisterrolle übernahm. Er notierte jeden Besucher, der zu einem Mieter des Hauses ging. Selbstverständlich wurde auch nachgeforscht, wer die Person war, wie oft und warum das geschah. - Es reichte schon aus, wenn sich einer auffällig benahm und dem Hausmeister eine Nase nicht passte. - Ratzfatz stand die Gestapo vor der Tür, die alles heraus bekam, mit allen erdenklichen Mitteln, mehr als sich überhaupt zugetragen hatte. Nach und nach verschwanden die Leute, die Nachbarn oder Bekannte! - Keiner wusste Genaues! Es machte sich Angst breit, dass keiner dem anderen mehr traute! - Jeder konnte ja der nächste sein, der abgeholt wurde. - Zu erwähnen wäre noch, dass es ausser dem "Hauswart" auch noch einen übergeordneten Spitzel, den "Strassenwart" gab. - Selbstverständlich waren diese Spitzel Angehörige der Partei - NSDAP - Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei -

Mein Vater wurde nach dem 1. Weltkrieg in eine Lehre als Schlosser gesteckt, ohne nach einer Eignung für den Beruf gefragt zu werden. Er musste dort für Kost und Logie arbeiten, 7 Tage in der Woche und tägl. so lange, wie Arbeit vorhanden war. Das war zu einer Zeit, wo der Lehrherr auch noch Prügel verabreichte, wenn der Lehrling nicht spurtete. Oft genug bekam die auszubildene Person auch noch die Schuld für Dinge, die die Familienmitglieder begangen hatten, ohne sich wehren zu können. - Der Chef konnte, wann auch immer, über den Lehrling verfügen, mit Ausnahme des sonntäglichen Kirchenbesuches! - Der war Pflicht!
Früher erledigten die Schlossereien auch noch das Pferdebeschlagen und viele andere Arbeiten. - Der Schlosser war wohl so ein Überbegriff, für alles, was vorkam! -

Nun aber wieder zur Hitlerzeit! - 1936 nahm mein Vater eine Stelle als Schlosser, bei einer Zeche in Essen an, allerdings nicht in der Grube, sondern über Tage! - Das brachte enorme Vorteile. Meine Eltern, die heiraten wollten, erhielten von der Bergwerksgesellschaft eine sehr schöne Wohnung, für damalige Zeiten schon mit Bad!
Ausserdem erhielten die Beschäftigten günstige Kohle und jeden Tag belegte Brote für die Tätigkeit! - Wo gab es das sonst schon?


Bevor meine Eltern verheiratet wurden, mussten sie natürlich ihre arische Abstammung und ihre Schulzeugnisse nachweisen. - Soweit mir bekannt ist, wurden Leute nicht verheiratet, von denen einer jüdischer Abstammung war! - Es war so weit gekommen, dass man lieber alle zweifelhaften Personen grundlos wegsperrte, als dass es auch nur einigen gelingen könnte, durch das engmaschige Netz des Regimes durchzuschlüpfen! - Auch Personen, die geistige Ausfälle hatten, die vielleicht als "nicht normal" galten, die behindert waren, wurden "abgeholt". Man sah sie nicht mehr wieder! -
Mir wurde später von meinen Eltern einer vorgeführt, der auf einem Friedhof arbeitete, der in eine Gaskammer geschickt und von einem Arzt wieder herausgeholt wurde! - Man hatte ihn jahrelang versteckt, bis der Krieg beendet war, damit er nicht auch noch umgebracht wurde! - Die Bombenangriffe und sehr viel Leid hatten ihn gezeichnet. Als Gärtner auf dem Friedhof fühlte er sich später scheinbar wohl. Er hinterliess einen freundlichen aber sehr naiven Eindruck. - Vermutlich hat er alles verdrängt, was ihn mal belastete.


Ich beschreibe das hier absichtlich, damit die Leser erkennen, in welcher Situation die Bürger schwebten und welche Angst sie tagtäglich ausstehen mussten! - In vielen Abendkursen erlernte mein Vater den Beruf des Kaufmannes und des Technischen Zeichners! Ich habe diese Zeugnisse noch später bewundern können! - Man muss es sich vorstellen:  Tagsüber war er Schlosser und abends ging er jahrelang zur Schule! - Jeder war ja zu der Zeit froh, überhaupt eine Tätigkeit zu haben! - Allerdings ahnte mein Vater in den Jahren seines Lernens nicht, wie wichtig diese Ausbildung einmal für ihn sein würde! - Sie zahlte sich aus!

Vater hatte in der Schmiede, in der er früher tätig war, ein glühendes Stück Eisen ins Auge bekommen und war dadurch auf einem Auge blind. - Da er dazu noch auf der Zeche tätig war, wurde er als Soldat nicht eingezogen, als Hitler am 1. September 1939 den Krieg erklärte!! -


Im Laufe der kommenden Jahre wurde mein Vater von vielen Personen aufgesucht, die ihn in die Partei aufnehmen wollten. Er lehnte immer ab! - Ich weiss jetzt nicht, ob es 1941 oder 1942 war, als ein ehemaliger Schulkollege meines Vaters ihn energisch drängte, doch in die NSDAP einzutreten. - Er war durch die vielen Bedrängungen schon genervt und hatte den Durchblick insoweit, dass das, was da geschah, niemals gutgehen würde! - Er hatte den Mut und sagte zu seinem früheren Schulkollegen, von dem er noch glaubte, dass das keine Folgen für ihn haben würde: "Leckt mich mit Eurer Partei am Arsch!"

Am nächsten Tag hatte mein Vater einen Stellungsbefehl, worauf er sich sofort in Danzig am Hafen, da und dort zu melden hatte. - Nun wurde es ernst. Ihr wisst ja, dass es kein Telefon gab, wo man sich zuvor von allen Personen verabschieden konnte. - Jeder ahnte, dass das ein Himmelfahrtskommando war, keiner sprach es aus!
Vater verabschiedete sich von meiner Mutter und von meiner Schwester und hoffte, sie noch einmal wieder zu sehen!


Irgendwann kam er in Danzig an. Er schilderte immer wieder diese riesigen Menschenmassen am Hafen, die wohl das Land mit einem Schiff verlassen wollten. Als er inmitten von Hundertausend Menschen zu seinem Meldeziel wollte, traf er einen Bekannten, den er von seinen Abendschulen her kannte, in Uniform! (welch ein Wunder!)


"Was machst Du denn hier?" - Ja, mein Vater zeigte ihm seinen Stellungsbefehl. Sein Gegenüber zog die Augenbrauen hoch und meinte: "Warte mal hier. Ich werde sehen, was ich für Dich tun kann!" - Viel Hoffnung blieb meinem Vater nicht, er ahnte, was auf ihn zukam. -

Aber nach einer Weile kam sein Retter zurück und meinte, er bekäme einen neuen Stellungsbefehl, zu einer Kaserne in Hamm, wo er die Materialausgabe übernehmen müsse! Den anderen Einsatzbefehl - der übrigens ein Himmelfahrtskommando war - hätte er rückgängig gemacht! - Später wurde festgestellt, dass wirklich keiner von dort zurück kam! -


Ich brauche wohl nicht beschreiben, wie mein Vater das jetzt aufnahm! - Die kommenden Jahre verbrachte er in Hamm. - Als die SS-Angehörigen auch noch die letzten Stücke des Lagers für sich anforderten und nervös absetzten, meinte mein Vater, dass es auch für ihn nun Zeit sei, zu verschwinden! - Er wollte nicht in eine Gefangenschaft geraten, denn er hatte sich nichts vorzuwerfen! Er war noch völlig alleine in der Kaserne, bis dahin, vielleicht Januar 1945! Danach kam er zur Familie, die ja evakuiert war! -

Jeder wurde sofort erschossen, der desertierte. Die SS fahndete noch überall, bevor sie sich selber absetzten, weil die Russen schon ziemlich nah waren. - Vater erzählte, dass überall Menschen an den Bäumen aufgehängt wurden, die keinen Sinn mehr darin sahen, den übermächtigen Feind aufhalten zu können! Die Panzerketten hörte man schon rasseln! -

Die Geschichte ist allerdings noch nicht zu Ende! - Der Krieg war beendet, überall fahndete man nach Nazis. Viele wurden verurteilt!
Mein Vater arbeitete inzwischen als Schlosser, baute grosse Turbinen. - 1949 stürzte er von einem Gerüst und erlitt so schlimme Knochenbrüche, die ihn für seinen Beruf untauglich machten. Er brauchte 1 1/2 Jahre, bis er wieder laufen konnte. - Was sollte er beruflich machen? - Er wäre allenfalls noch für einen Pförtnerposten tauglich gewesen! - Allerdings vergab man zu der Zeit kaum Stellen. Es lag ja alles noch in Schutt und Asche und fast alle Stellen waren mit Schwerbeschädigten aus dem Kriege besetzt, von denen es ja genug gab! -


Vater versuchte sein Glück und ging in Essen zum Arbeitsamt, mit all seinen Zeugnissen! - Es war damals schlimm, wie die Beamten mit den Arbeitslosen herum sprangen! - Das war noch so, als ich später mit dieser Behörde zu tun hatte. - Jedenfalls sass Vater vor einer Tür, dessen Namensschild ihm wohl was sagte. "Aber davon gibt es in Essen wohl mehrere", dachte er bei sich! - Die Tür ging auf - Vater ging hinein und beide waren einen Moment sprachlos!
Das war der ehemalige Schulkollege, der ihn zu diesem Himmelfahrtskommando geschickt hatte! - Vater reagierte mit Zurückhaltung, während sein Gegenüber in eine übernatürliche Freundlichkeit verfiel! (hatte Angst) - Zu der Zeit landeten ja noch viele vor Gericht, wegen der Kriegsverbrechen! -

War das nicht genau so ein Zufall, den wieder zu treffen, wie das Ereignis in Danzig, wo eine Person meinem Vater das Leben rettete? - In der riesengrossen Stadt Essen, lenkte der Zufall sein Schicksal!


Vater übernahm das Wort, legte seine Zeugnisse vor, erwähnte seinen Arbeitsunfall und die Folgen. - Der überraschte Beamte (zu der Zeit waren diese Posten nur mit Beamten besetzt) bat um Geduld, er käme gleich wieder und verschwand irgendwo hin, mit all den Unterlagen! -

Nach 10 Minuten kam er wieder und erklärte, dass er für meinen Vater eine Tätigkeit auf dem Büro bei einer grossen Firma klargemacht hätte. Er könne morgen dort anfangen! -

So hatte sich der ehemalige Schulkollege als Wiedergutmachung für ihn eingesetzt. - Das muss man sich mal vorstellen, welche Zufälle das Leben bietet. - In dem Job blieb Vater dann bis zu seiner Pensionierung! - Er versuchte allerdings, sich den Typen beim Arbeitsamt noch einmal vorzunehmen, als die totale Überraschung abgeklungen war! - Das müsste 1951 gewesen sein. Es gab den Schulkollegen dort aber nicht mehr! - Entweder hat man ihn wegen noch anderer Delikte eingesackt, denn diese Typen haben nicht nur einmal so gehandelt oder er bekam durch das überraschende Zusammentreffen mit meinem Vater Angst und verschwand ins Ausland!
Allerdings muss er auch im Amt noch höhere Seinesgleichen gehabt haben, sonst hätte es mit dem Job bei der grossen Firma nicht so schnell geklappt und das zu der Zeit!!

Nun kamen auch noch die lehrreichen Jahre der Abendschulen zum Einsatz, die schon vergessen schienen! - Vater versuchte auch später noch, etwas über seinen damaligen Lebensretter zu erfahren. Er war ja einer der Dozenten gewesen, der an der Abendschule unterrichtet hatte. -

Man darf allerdings nicht vergessen, dass er in der Schule wohl ok war, beim Militär aber schon einen höheren Rang besass. - Den erhielt keiner, der nicht ein ganz Getreuer des Regimes war! - Vielleicht hatten ihn die Alliierten einsackt und bestraft, er war im Krieg ums Leben gekommen oder er hatte sich ins Ausland abgesetzt!

Sind das nicht bemerkenswerte Zufälle, die sich wie eine erfundene Geschichte anhören. - So spielt das Leben! - Mein Vater war immer gegen Gewalt und Krieg, hat sich niemals daran beteiligt. - Selbst als er der Familie zur Flucht verhalf, bevor die Russen in Sachsen-Anhalt einmarschierten, wo sie evakuiert waren, vertraute er auf eines: " Ich habe keinen im Krieg umgebracht und habe keinem was getan. Mir wird auch nichts geschehen!" -
Sie flüchteten durch den Hartz, (noch war Krieg) weil ja noch unsere Wohnung in Essen vorhanden war. - Meine Schwester war einige Jahre alt, als sie nachts von einem russischen Posten angehalten wurden! - Bedenkt, mein Vater hätte Soldat sein können, ein Feind der Russen. Die handelten meistens sehr entschlossen! -

Der Russe dachte vermutlich in dem Augenblick an seine Familie. - Er forderte alle auf, schnell und leise zu verschwinden. - Ich weiss das natürlich nur von den Erzählungen.
Essen wurde auch sehr stark bombardiert, weil es dort Krupp gab, die ja Waffen und Munition, sowie Lokomotiven herstellten. - Eine sehr schlimme Zeit, die viel Leid erzeugte, egal, wer es war.

 


 

 

Wie war das denn damals in der Schule ................. ?

Ich kam ich zu Tante und Onkel aufs Land. Tante meinte immer, die Städter seien alle zu mager. Sie hatte selber keine Kinder und fütterte mich immer mit guten Produkten des Landlebens. - Von wegen "heute frische Magermilch", wie der Milchbauer in Essen unter lautem Gebimmele auf der Strasse rief. Mit Pferd und Wagen kam er zu den grossen Wohnsiedlungen, um seine Milch anzupreisen!


Die Leute kamen mit ihren Milchkannen angelaufen, worin der Händler dann mit einem Becher die Milchmenge abfüllte und in die Kanne gab! -


Anders geschah es mir, bei Tante und Onkel. - Direkt nach dem Melken ging mal in den Kuhstall und füllte sich seine Ration ab, ohne dass sie vorbehandelt wurde! Kam ich nach Essen, "meckerte" ich wegen der Wassermilch. Ich wollte sie nicht. - Mutter meinte, ich sei zu verwöhnt!! - Na ja!!


Mit sechs Jahren musste ich nach Essen zurück, weil ich eingeschult wurde. - Ich erinnere mich noch genau an den Tag - weil der ja wirklich etwas Besonderes war. Es gab eine Schultüte. Wenn sie auch gross war, der untere Teil war mit Papier ausgestopft. Woher sollten die Eltern auch gross was haben?

Ja, Vater arbeitete schon, aber zu der Zeit war ja soviel aufzufrischen, dass es für relativ teure Süssigkeiten nicht im Übermass reichte. Es war aber was drin und nur das war wichtig! Man sprach nicht einmal über den Inhalt, nur voller Stolz über die Tüte.
Ach je, das Bild zeigt noch 2 Kinder, die Läuse hatten, deren Haare man abschnitt und die immer eine Mütze auf dem Kopf trugen. Sie waren gebrandmarkt. Die Eltern liessen uns auch nicht mit diesen Kindern spielen. Wir wurden stets gewarnt.
Ich trug auf dem Foto des 1. Schultages hohe Schnürschuhe. - Jahrelang hatte Vater für uns Kinder aus alten Autoreifen, mit Nieten versehen, Sandalen selber gemacht. Und dann sollte ich doch endlich mal vernünftige Schuhe haben! - Dazu weisse Kniestrümpfe, mit seitlichen Bömmelchen. Mädchen mussten zu der Zeit meistens eine Schürze tragen! Die schonte das Kleid. - Die Haare waren zu zünftigen Zöpfen gebunden!


Die Schule war ein sehr altes Gebäude, welches wir uns mit den evangelischen Kindern teilen mussten. Die kath. Schule war noch nicht wieder hergestellt, nachdem sie von einer Bombe beschädigt wurde. - Es ging immer im Wechsel. Mal mussten die Katholiken vormittags in die Schule, die Protestanten dann ab mittags und umgekehrt!
Natürlich wurden von Beginn an die Feindschaften zwischen den Konfessionen gepflegt!! Es ergab sich schon durch das Aufteilen der Kinder, obwohl wir daheim mit ihnen spielten, sofern sie bei uns in der Nähe wohnten!

Das sehr grosse Klassenzimmer bestand aus alten Pulten, die noch Tintenfässer beinhalteten. Dazu gab es Rillen, wo wir unsere Griffel ablegen konnten. Mehr brauchte man im ersten Schuljahr nicht. - Jeder bekam noch eine Fibel und ein Rechenbuch, was wir sorgsam behandeln mussten, weil es an die nächsten Schüler weitergegeben wurde. - Der Lehrer lief immer mit einem Zeichenstock in der Hand umher und wer auch immer unaufmerksam war, bekam ihn zu spüren!
Beinahe hätte ich vergessen, dass jeden Tag die Hände und die Fingernägel kontrolliert wurden. Wenn die nicht ordentlich waren, haute der Lehrer auf die Finger!
Quatschen, Widerworte geben, unaufmerksam sein und der Stock kam ins Geschehen!
Ich hatte ja keine Probleme in der Schule, weil ich schon komplett lesen konnte, als ich eingeschult wurde. Natürlich habe ich auch alles nachgeschrieben, was von meiner Schwester stammte, die ja 6 Jahre älter als ich war. - Aber die hatte teilweise arge Probleme.  Sie musste viel aufholen und üben, weshalb ich da vermutlich von profitierte.
Mir fiel noch ein, dass wir immer einen "Henkelmann" mitbringen mussten. Darin wurde in der Pause so ein salziger Kakao ausgeteilt. - Von Zeit zu Zeit mussten wir auch Lebertran schlucken! - Das war mein erstes Schuljahr!
Vater hatte  seinen Unfall und lag im Krankenhaus, mit seinen gebrochenen Knochen. Da lagen zehn Patienten in einem Raum und es vor dem Krankenhaus gab es eine Armenspeisung! Es standen Leute mit ihren Henkelmännern herum, um sich eine Armensuppe abzuholen!


Übrigens musste man zum Krankenhaus eine Stunde laufen, um Vater zu besuchen. Es gab keine Busverbindung nach dort. Hätte man sich auch vermutlich nicht leisten können. - Es wurde finanziell wohl ziemlich eng, mit dem Krankengeld auch auszukommen. Die Summe habe ich mir sehr gut gemerkt, weil ich mir später nicht vorstellen konnte, wie davon 4 Personen leben und noch die Miete davon bezahlt werden sollte!


Ich musste wieder zu Tante und Onkel und ging dort auch zur Schule. Eigentlich wollte ich auch dort nicht weg. Das betrachtete ich als mein richtiges Zuhause. Hier blieb ich fast bis zum 11. Lebensjahr. - Dann musste ich wieder nach Essen, weil ich angeblich auf dem Lande nicht so viel lernte! -
Für meine Kommunionfeier musste ich zuvor auch in Essen antreten, wie auch in meinen Ferien, immer hin und her! -
Für die Jahre ab dem 2. Schuljahr, bei Tante und Onkel, habe ich überhaupt nicht viel in Erinnerung, ausser, dass es sehr schöne Jahre waren. Ich hatte einen sehr weiten Schulweg, durch die freie Natur, war immer alleine unterwegs, hatte keine Schulkameraden, weil Tante und Onkel ganz einsam an einem Stausee wohnten. Weit und breit war nichts! Ich habe allerdings auch nie etwas vermisst. Es gab so tolle Dinge, mit denen ich mich beschäftigen konnte, ohne jetzt weiter auf dieses Thema einzugehen.


Ich musste dann endgültig wieder nach Essen zurück. - Natürlich kannte ich viele Kinder, von meinen Besuchen und den Ferien her, aber so eine echte Freundschaft entwickelte sich zu keiner Schulkollegin! - War doch klar. Immer, wenn es meinen Eltern schlecht ging, musste ich weg! -


Nun wieder zur Schule. Ich hatte keine Probleme, war jedoch ständig unterfordert im Unterricht! - Der Rektor unterrichtete mich, spielte auch noch mit meinem Vater gemeinsam Schach, in einem Verein! Er kam auch oft zu uns und spielte die eine oder andere Partie mit meinem Vater. - Ja, ich lauschte oft, was der wohl meinem Vater alles erzählte. - Er drängte ihn auf einen Schulwechsel, sollte mich in einem Gymnasium unterbringen. - Ich langweilte mich in der Schule! - Nein - Vater wollte nicht, weil man ja auch die Bücher dafür bezahlen müsste.

"Und Mädchen heiraten ja sowieso, die brauchen keine Bildung!" - Das war noch das alte Klischee. Der Ehemann hatte ja für den Unterhalt der Familie zu sorgen und gebildete Frauen waren zu der Zeit noch gar nicht willkommen! - Die sollten Kinder bekommen und ihren Mann zufrieden stellen. - So dachte man damals, nicht nur mein Vater! -

Davon ab, ging nur ein Junge von unserer Schule auf ein Gymnasium. Alle anderen blieben auf dieser Schule, die übrigens inzwischen fertig gestellt war! -
Mit 12 Jahren war ich 1,72 m gross, war grösser, als der schmächtige Lehrer und grösser, als die Jungen meiner Klasse! - Übrigens durfte man mit Jungen damals nicht mal reden! - "Das schickt sich nicht", war die ständige Erklärung für alles! -

Ich war im Unterricht unterfordert, erhielt immer extra Aufgaben bei allen Klassenarbeiten, die die Schüler von Gymnasien bekamen! - Ja, ich langweilte mich und begann, Unsinn und Streiche auszuhecken.


Vorrangig ärgerte ich eine hässliche Handarbeits-, Koch-  und Turnlehrerin. Alle Jubeljahre hatten wir einmal Sport. Aber immer, wenn es ans Sportfest ging, sollten wir Leistungen bringen, damit die Lehrer sich schmücken konnten! - Insgeheim spekulierte ich auch darauf, dass mir der Rektor alles ausbügelte, weil er ja mit Vater Schach spielte. -

Ich tat, was ich konnte, um diese komische Lehrerin zu ärgern! - Diese Frau forderte mich ständig heraus! Natürlich verprügelte sie mich immer. Dieser kleine Zwerg konnte mir nicht mal weh tun. - Ich befand mich wohl mitten in der Pupertät, in der Zeit, wo alle Erwachsenen blöde sind! - Über so etwas sprach früher kein Mensch. Man hatte einfach zu funktionieren.
Zum Kochen mussten wir immer in eine andere Schule gehen. - Zuvor bekamen wir immer eine Mitteilung, was wir mitzubringen hätten. - Also, Christel = 3 Eier und 25 Pfennig, Maria 1 Fl. Öl, Josefine 1 kg Mehl und 15 Pfennig usw. - Von den zusammengetragenen Geld wurde Fleisch gekauft, usw. - Das Kuriosum war, dass wir das, was wir kochten, nicht essen durften. - Das nahm die alte Schrulle mit ins Lehrerkollegium. Sie wärmten es sich dort auf! Wir hätten auch mal gerne ein Stückchen Fleisch zu essen bekommen. - Ich schwor Rache!


In der Adventszeit sollten wir zuerst Stutenmänner für die Lehrer backen, später Plätzchen, wovon wir nichts zum Probieren bekamen.  - Das wollte ich ihr versalzen!
Ich wusste ja um die Hefe und wie man damit umgehen musste. Wir hatten sie daheim selber gezüchtet. Ein Glas Wasser mit Hefe und etwas Zucker an einen warmen Ort stellen und die Hefekulturen vermehren sich sehr schnell. Unten sass dann immer die Hefe, die wir zum Backen benötigten. - Hitze liess die Hefezellen sofort abtöten.


Also, wir erstellten in der Kochschule vorschriftsmässig den Hefeteig. Sie gab dazu auch noch den Takt an, wie wir ihn zu kneten hätten. Er kam in den Backofen, auf 30 Grad, zum "Gehen". Dann kam er wieder heraus, wurde wieder geknetet und geschlagen. Dann formten wir einen kleinen Ball für den Kopf, einen etwas grösseren für den Leib und Beine und Arme, wie kleine Würste. Den Kopf und den Leib drückten wir platt. Und wieder kamen die Bleche in den Ofen, wiederum auf 30 Grad zum Gehen. Zwischendurch sollten wir dann Fenster putzen oder sonst was machen.Wir hatten unsere Anweisungen.

Keiner bemerkte mich, als ich hinging und alle Öfen auf 250° stellte. - Die Stutenmänner waren anschliessend nicht mehr zu gebrauchen, waren steinhart! - Die konnte sie den Lehrern nicht mehr präsentieren!


In der kommenden Woche mussten wir den Hefeteig erneut "üben". Ich war nicht aufgefallen und keiner hatte es gemacht! -
Sie bewachte unser Tun mit Argusaugen und ging mit einem Tamborin zwischen uns 25 Schülerinnen auf und ab, kopfte den Takt "und Schwung und weg". Also, wir sollten den Klumpen Teig anheben und mit einem Schwung wieder auf den Tisch bringen! - Ich tat das auch, war allerdings recht übermütig dabei. Immer, wenn sie etwas weiter weg war, warf ich meinen Teig in die Höhe und fing ihn wieder auf. -

Auf einmal passierte es. Mein Teig hing unter der Decke und kam nicht mehr herunter. - Ich guckte dumm aus der Wäsche und meine Schulkolleginnen kicherten. Die Hexe kam, um zu schauen, was sich da tat. -
In dem Augenblick hatte sich mein Teigklumpen von der Decke gelöst und knallte mit voller Wucht auf den Tisch!
- Ich bekam Prügel von ihr und ersann erneute Rache. - Allerdings wollte sie das Verhalten dem Rektor melden und meine Betragenzensur sollte sich nachteilig im Zeugnis auswirken!
Ja, ich musste am nächsten Tag zum Rektor ins Lehrerzimmer kommen. - Er befragte mich sehr streng, warum ich den Unsinn bei ihr immer machte. Nun, ich sagte, warum ich das tat. - Selbst meine Eltern regten sich schon auf, was man immer alles dahin zum Kochen mitbringen müsste. Wenn man das wenigstens selbst essen dürfte! - Der Rektor zeigte Verständnis für mich, bekniete mich allerdings, mit ihr auszukommen. -
Ich erreichte, dass wir von nun an das Selbstgekochte auch selber essen durften!!! - Es kam noch ein paarmal zu Konflikten mit der blöden Lehrerin, wie, als ich mit einigen anderen Schülerinnen Rum aus dem Vorratsschrank trank, den wir für das Weihnachtsgebäck dort stehen hatten. Die Fahne verriet uns!


Einmal wollte ich nicht vorbeten, hatte mir schon heimlich den Mund vollgestopft.
Die Lehrerin suchte sich vor dem Essen immer einen Platz aus, an dem sie essen wollte. Wir kochten ja immer zu vier Mädchen. Ausgerechnet, als ich meinen Mund voll hatte, setzte sie sich genau mir gegenüber und verlangte von mir, dass ich vorbeten sollte. Sie schaute mich unentwegt an.

Meine Schulkameradinnen grinsten und ärgerten mich heimlich. - In dem Augenblick konnte ich das Lachen nicht mehr aufhalten und mein Mundinhalt ergoss sich richtig mit Schwung im Gesicht der Lehrerin! - Meine Güte, den Anblick habe ich nicht mehr vergessen! - Das hätte nur Spinat sein müssen! Das wäre die Krönung gewesen!

Dafür hatte die komische Frau aber bei der Handarbeit an mir Freude und nie einen Grund zur Beantstandung. - Auch das hatte ich jahrelang von meiner Schwester gelernt, die zwei verkehrte Hände für Handarbeiten aufzeigte. Meine Mutter vollendete meistens die Werke meiner Schwester und erklärte und erklärte. Ja, bei mir blieb das schon früh hängen. - Ich profitierte dadurch!

Als es dann ans letzte Schuljahr ging, wurden wir ja schon in der Schule quasi vermittelt. - Ich landete bei einer Krankenversicherung, was mir sehr viel Freude bereitete! - Das Thema war ja die Schulzeit! - Dann folgten noch drei Jahre Berufsschule, 2 x die Woche. Nach der Schule mussten wir wieder in die Firma! -

Es wäre vielleicht noch wichtig, zu erwähnen, dass Mädchen nicht in "Raumlehre" unterrichtet wurden. Das war den Jungen vorbehalten. Mädchen wurden auf ihre Rolle als Hausfrau vorbereitet. - Im Geschichtsunterricht wurden die beiden Weltkriege nicht erwähnt und kein Wort über die Juden. Dafür lernten wir vom französichem Absolutismus, von Karl dem Grossen und sonstiger uralten Geschichte. Nichts aus der Neuzeit! - Das war TABU!

 

 

 

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