NUR GEMEINSAM SIND WIR STARK.

Der Trog, aus dem die Schweine fressen, ist immer der Gleiche.

Es sind nur die Schweine, die sich ändern.

 

   

 

 

Die Zahl ist gigantisch: 5 936 825 000 – also knapp sechs Milliarden Euro gibt allein der Bund im nächsten Jahr für die Altersversorgung von Beamten, Soldaten, Richtern, Ministern und Staatssekretären aus. Das geht aus dem druckfrischen Entwurf des Bundeshaushaltes 2009 hervor.

Dazu kommen die Pensionen der ehemaligen Bahn- und Postbeamten von 11 Milliarden Euro plus 19 Milliarden bei Ländern und Kommunen. Zusammen also rund 36 Milliarden Euro.

Ich will hiermit aber keine Vorwürfe an die Beamten richten, sondern nur die Fakten beschreiben. - Die Beamten haben sich das ja nicht ausgesucht. Einige Oberbeamte haben es für sie so geschaffen. - Ich denke, dass man behaupten kann, dass es so nicht mehr weiter geht! Es ist lediglich noch ein Herumprobieren der Regierenden, damit nicht alles zusammen fällt. - Für heute habe ich wieder genügend geschrieben. Das muss man erst mal wieder verdauen.

 

 



 

Gedanken an einen verstorbenen Freund


Morgen, am 30. 11. ist es ein Jahr her, dass ein lieber Freund von mir, den ich zuvor persönlich kennenlernen durfte, verstarb. Er stürzte sehr unglücklich eine ganz steile Treppe hinunter. - Viele kennen ihn unter dem Namen "Günter Wild" - in den sozialen Foren auch als "allegro".
Im Juni/Juli 2007 hatte Günter mit seiner Frau bei uns Urlaub gemacht. Ich durfte die beiden näher kennenlernen. Sie waren die gleichen Personen, wie Günter das auch öffentlich im Internet darstellte.
Wo Not am Mann war, half Günter mit seiner Frau. Er scheute nicht davor zurück 1.200 km zu fahren, (hin und zurück) um vor Ort Hilfe zu leisten. Er nahm auch Umwege in kauf, um anderen ebenfalls eine Hilfsmöglichkeit zukommen zu lassen und sei es nur um die Präsenz in bestimmten Situationen.
Bei einer solchen Gelegenheit war ich gemeinsam mit dem Ehepaar Wild im Harz, wo ein Richter und eine staatlich eingesetzte Ärztin beurteilen sollten, ob ein Arbeitsloser in die Psychiatrie eingewiesen werden sollte.
Es ging um die Heizkosten eines "Hartzers". Der Mann musste in einem Badezimmer leben und den kleinen Raum beheizen, weil ihm andere Mittel nicht gewährt wurden. Da sein bezahltes und schuldenfreies Haus 13 - 15 qm zu gross für ihn alleine seien, sollte es behördlicherseits zwangsversteigert werden. Nebenbei bemerkt, konnte er die Räumlichkeiten überhaupt nicht nutzen, da das Dach auch nicht mehr ganz dicht war und im Winter ohnehin nicht geheizt werden konnte. Von den damals 345 Euro im Monat konnte er bestimmt sein Haus nicht noch instandsetzen.
Dabei wollte der Mann nichts anderes als einen ordentlich nach Tarif bezahlten Arbeitsplatz haben. - Man setzte den Mann mit unmenschlichen Mitteln derartig unter Druck, dass er in öffentlichen Foren und eigenem Blog die gesamte Korrespondenz zwischen den Behörden und ihm veröffentlichte. - Als dann die Hundesteuer für seinen treuen Hund gezahlt werden sollte, weigerte er sich mit dem Argument, dass in dem Hartz4-Unterhalt nichts für eine Hundesteuer vorgesehen sei! - Die Aufforderung kam, dass er seinen 12 Jahre alten Schäferhund - sein treuester Begleiter - abschaffen sollte.
Ich hatte das damals wirklich sehr aufmerksam verfolgt. Der Gute wurde den Behörden zu aufsässig. Es ging am Ende nur noch darum, dem Sozialabhängigen die Macht, die man über ihn hatte, zu präsentieren. - Nur Rüdiger meinte, dass er nichts zu verlieren hätte. - Das, was er jetzt führte, sei für ihn kein lohnenswertes Leben mehr. Er beschloss in einen Hungerstreik zu treten. Unter Zuhilfenahme der Medien - NDR - SAT1 - RTL präsentierte er seine Hilflosigkeit.
Was machten die Sender daraus? - Eine winzig kleine Reportage - wo dieser Rüdiger auch noch als Querulant dargestellt wurde - der sich grundlos gegen die Behörden auflehnte. - 2006 - 2007 war ja die Hochsaison - wo man Arbeitslose in allen Reportagen als faules Übel ächtete! Sie sollten beim restlichen Volk keine Unterstützung finden und als faule Staatsschmarotzer abgestempelt werden.
Ich schäme mich heute noch für meine Mitmenschen, die dem Rüdiger wenig Unterstützung entgegenbrachten. Im Gegenteil - die Kampagnen gegen die Arbeitslosen zeigten Wirkung! Es war einfacher für die Leute, sich dem Tenor der Medien anzuschliessen. Am Ende wetterten sogar selbst die Hartzer gegen ihn! -
Aber der Rüdiger setzte alles auf eine Karte und schrieb den Behörden einen Brief, den er auch im Internet - in seinem Blog - veröffentlichte.
Ich verlasse nur als Leiche mein Heim. - Von meinem Hund trenne ich mich auf keinen Fall. - Ich verlange einen Arbeitsplatz. - Dieses Leben bin ich leid.  
Frist:  29. Juni 2007 - Wenn diese Punkte nicht bis dahin geklärt sind, werde ich mich am Kamin auf meinem Dachboden aufhängen. Zeitpunkt war genannt.
Danach erhielt der Rüdiger ein Schreiben, dass ein Richter und eine Amtsärztin am 28. Juni zur Prüfung seiner Situation in seinem Haus erscheinen würden, um evtl. eine Einweisung in eine Psychiatrie vorzunehmen. - Rüdiger sagte nicht gross was, forderte auch keinen mehr auf, ihm zur Seite zu stehen. Er war fest zum Handeln entschlossen. -
Günter Wild, seine Frau und ich fuhren deshalb in den Harz - um bei der Begutachtung anwesend zu sein. - Wir klärten den Richter über die Vorgänge auf, der keinerlei Ahnung hatte, was da vorgefallen war. Ihm stellte es sich zuvor so dar, dass da ein lebensmüder Psychopath eingewiesen werden müsste. - Nun muss ich sagen, dass dieser Richter ja nur die Aufgabe hatte, Personen, die sich selbst gefährden, einzusacken. - Er musste aber feststellen, dass dieser Rüdiger ansonsten ein sehr intelligenter und vernünftiger Mann war. Dazu war er erstaunt, dass wir so selbstlos handelten und ihm beistanden. Schliesslich stammte Günter aus Karlsruhe und ich aus NRW.


Letztendlich erreichten wir gemeinsam, dass der Richter noch einmal versuchen wollte, Rüdigers Situation zu verbessern. Bis dahin sollte er aber nichts mehr von einem Selbstmord erwähnen. - In den nächsten 2 Wochen wurde ein neuer Termin mit den Behörden angesetzt. - Rüdiger bekam danach einen Job, als Hausmeister in einer Schule, wo er Reparaturen vornahm und mit den Schülern am Computer arbeitete. Er fertigte mit den Schülern auch eine eigene Homepage an. - In der Zeit blühte Rüdiger direkt auf. Er wurde ja ordentlich bezahlt, kam mittags gegen 14 Uhr heim und konnte sich zudem noch mit seinen Hund beschäftigen! Die gesamte Lehrerschaft an der Schule, sowie die Schüler wollten sich für sein Dortbleiben einsetzen. Sie mochten den Rüdiger wohl und würdigten auch seine Leistungen, die er vollbrachte.
Leider war der Traum nach einem halben Jahr schon wieder beendet. Man hatte kein Geld mehr dafür. - Stattdessen musste man ihm Hartz4 Unterstützung zahlen!! - Alles begann wieder von vorne.
Aber in diesen Kreisen rechnet man ja völlig anders. - Hartz4 kommt aus der Bundeskasse - während der Hausmeister der Schule aus der Stadt-, Kreis- oder Landeskasse bezahlt wird. - Vergleichsweise mit den Einnahmen einer Familie, wo Vater, Mutter und Kinder eigene Kassen besitzen und jedem eigentlich egal ist, was der andere zahlen muss, so lange wie man nicht selber dafür einstehen muss.
Bei dem letzten Termin - so Mitte Juli etwa - fuhr Günter Wild von Karlsruhe aus wieder mal in den Harz, nahm noch einen Umweg mit in kauf, um einen anderen Mann, der dabei sein wollte, mitzunehmen. - Die Verhandlung vor Gericht erfolgte und Günter fuhr danach wie selbstverständlich wieder nach Karlsruhe zurück, weil er ja arbeiten musste. - Er und seine Frau waren nicht einmal arbeitslos, setzten sich aber trotzdem für die Leute ein.
Es folgten wieder erneute Schikanen der Behörden. - Anfang 2008 siedelte Rüdiger dann nach Österreich über, wo er eine Bekannte hatte. Dort fand er Arbeit, mehr als er bewältigen kann. Schön ist, dass er seinen Hund sogar zum Arbeitsplatz mitnehmen darf. - Er will sich ganz einfach beweisen. - Sein jetziger Chef wollte weder ein Zeugnis von ihm sehen, noch sonst etwas, was hier in Deutschland die erste Voraussetzung für eine Bewerbung für einen Job gewesen wäre. - Man kannte die deutschen Vorgehensweisen - die man dort ablehnte. Entscheidend sind die Resultate der Arbeit, die geleistet werden und keine Zeugnisse von irgendwem und irgendwann.
Hier bei uns im Lande war der Rüdiger praktisch zu alt für einen Arbeitsplatz, weil über 50 und sollte deshalb umsonst bzw. einen 1-Euro-Job ausüben. In Österreich spielte das keine Rolle. Dort kann und darf er arbeiten und wird auch noch vernünftig entlohnt! - Irre was hier im Lande abläuft! -
Hin und wieder erhalte ich von Rüdiger noch eine eMail aus dem schönen Wien, wo er jetzt daheim ist. - Ein wahrer Albtraum - was der Mann hinter sich hat und nur - weil er sich den Behörden nicht so einfach beugen wollte.

Weshalb ich das alles ausgepackt habe, galt ja nur dem Günter Wild, der morgen vor einem Jahr verstorben ist. - Man darf den Günter nicht vergessen! Er war ein sehr wertvoller Mensch.

 

Du solltest deine Hoffnungen
nicht vor der Zeit begraben;
selbst Glatzköpfe können noch
eine Glückssträhne haben.

 

Liebe deutsche Trauergemeinde,



grämt Euch nicht, dass ein grosser Hoffnungsträger von uns gegangen ist.

Eine Wiederauferstehung könnte es in zwei Jahren geben.



Der Ball ist weiterhin rund und auch die Stadien werden wieder mit Leben gefüllt werden.

Packt Eure Fähnchen gut ein, legt Eure Kostüme dazu und bewahrt sie für ein anderes Ereignis auf.

Gönnt dem Ereignis den Frieden.

Die Beisetzung findet am Sonntag, den 1. Juli 2012 in Kiew - in der Ukraine statt.



Wir gedenken dem grossen Hoffnungsträger und vergessen ihn nicht.



Die Gemeinschaft aller Trauernden:

Die Fans,
die Clubs,
die Wirtschaft,
die Politik,
die Löws

und ein wenig auch ich.

 

Ruhe in Frieden

 

Frau Oberwichtig lobt das deutsche Volk

Braves deutsches Volk, wir haben ja als oberstes Ziel die Verschlankung unseres Staates vorgesehen. Darum lassen wir die Gesetzentwürfe und unsere Reden jetzt immer gleich von den Lobbyisten schreiben. Das erspart uns unangenehme und langwierige Auseinandersetzungen und viel Zeit. Wir nicken die Vorschläge im Bundestag nur noch ab und haben dadurch viel Zeit für andere Aufgaben.

Und was unsere Reden betrifft bitte ich um Verständnis:

Wir sitzen hier auf Posten, von denen wir doch überhaupt keine Ahnung haben. Die Reden lassen wir dann auch gleich mitschreiben. Dann braucht man sich nicht blamieren. - Noch schöner ist allerdings, dass wir auch noch Parteispenden dafür bekommen. - Eine wirklich grossartige Entwicklung! - Habt Ihr noch nicht gross von gehört?

Wichtig ist nur noch, dass alles positiv verläuft. Glaubt daran, dass der Aufschwung da ist. Nach Euro-Einführung sprachen alle Leute von einem Teuro. Das war aber nur eine gefühlte Wahrnehmung. Wenn von steigender Armut die Rede ist, dann handelt es sich natürlich nur um eine gefühlte Armut. - Deutschland ist ein reiches Land! Da sind die Bürger doch nicht arm. - Sie fühlen sich vielleicht nur arm, weil sie nicht 3 x im Jahr in Urlaub fliegen können. - Armut gibt es unter mir nicht! - Es sei denn, manche Leute wollen gerne arm sein. Dann müssen wir das hinnehmen.

Wir sind ja ein demokratischer Staat. - Ich lasse meine Minister jetzt mal hier wurschteln, weil ich mich höheren Aufgaben widmen muss. - EUROPA - Mal schauen, was die daraus machen. Ist ohnehin keine angenehme Tätigkeit, ständig kürzen und streiten.

Ausserdem habe ich sehr grossen Nachholbedarf, was das Reisen ins Ausland betrifft.  Das konnte man ja in der DDR nicht so ohne weiteres.

 

Kommentare   

0 #1 E-Zigarette 2017-06-12 11:42
Toller Artikel, gefällt mir gut. Ich habe diesen auf FB geteilt und manche Likes dafür bekommen.
Weiter so!
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