NUR GEMEINSAM SIND WIR STARK.

Der Trog, aus dem die Schweine fressen, ist immer der Gleiche.

Es sind nur die Schweine, die sich ändern.

 

   

 

 

Rückschau: Die Lehman-Legende

Sendeanstalt und Sendedatum: NDR, Dienstag, 15. September 2009 im Ersten

 

Am 15. September 2008 – genau vor einem Jahr – ließ die US-Regierung überraschend die viertgrößte Investmentbank, Lehman Brothers, pleite gehen. Politiker und Bankenbosse sprechen von der weltweit größten Finanzkrise seit den 30er-Jahren und sehen die Ursache dafür in dieser Pleite. Doch deutsche Banken gerieten schon Jahre zuvor ins Straucheln und die Warnsignale wurden bewusst ignoriert. So wird Lehman vor allem von Politikern als willkommene Ausrede benutzt, um Verantwortlichkeiten zu verdrängen und Milliarden Steuergelder ins Finanzsystem pumpen zu können.

"Es gibt die Lehman-Legende, wie das so ist, wenn Dinge sich katastrophal entwickelt haben, braucht man irgendeinen nützlichen Umstand, auf den man alles schieben kann, um von den wahren Problemen abzulenken", bilanziert Karl-Joachim Schmelz, ehemaliger Sachverständiger beim Finanzausschuss des Bundestages.

Denn die Probleme begannen schon Jahre zuvor. Bereits am 16. Februar 2003 gab es ein streng geheimes Krisentreffen im Bundeswirtschaftsministerium in Berlin. Nach dem Zusammenbruch des Neuen Marktes - gut fünf Jahre vor der Lehman-Pleite - berieten die Spitzen der damaligen Bundesregierung und Kreditwirtschaft über einen Rettungsplan für deutsche Banken. Der ehemalige Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) erinnert sich: "Wir standen kurz vor einer Kreditklemme und mussten fürchten, dass eine Bank umfiel. Schon damals ist öffentlich über das Thema 'bad bank' diskutiert worden."

 

Beispiel 1: Die HypoVereinsbank

 

Die HypoVereinsbank hatte sich nach der Deutschen Einheit mit Immobilien verspekuliert und fuhr Verluste im hohen dreistelligen Millionenbereich ein. Im September 2003 gründete sie die Hypo Real Estate (HRE), um faule Kredite auszulagern. "Die Hypo Real Estate war im Grunde genommen nichts anderes als die 'bad bank' der HypoVereinsbank", so Schmelz. Und mit dem Kauf der in Irland ansässigen Depfa verschlimmerte sich die Lage der HRE noch. Zum endgültigen Kollaps kam es durch die Pleite von Lehman Brothers. Seitdem hat die HRE mehr als 100 Milliarden Euro Staatsgarantien und Beihilfen erhalten. Geld, für das der Steuerzahler garantiert. Ein Untersuchungsausschuss des Bundestages hat die Rettung der HRE untersucht. Dort bestätigt der frühere Risikomanager der HRE, Stéphane Wolter, Lehman sei nicht die Ursache: "Lehman war nur der Sargnagel". Und auch ein anderer Zeuge beschreibt, dass die HRE bereits 2004 das Rating "D+" hatte, das heißt "insolvent" war.

 

Beispiel 2: Die HSH Nordbank

 

Auf Druck der EU verliert sie 2005 – wie alle Landesbanken – ihre Privilegien. Doch solange der Staat noch bürgt, pumpt sie billiges Geld ins System und investiert in hochriskante Anlagen. So kauft die HSH auch Lehman Brothers Papiere ab – meist im sogenannten Schnelleinkaufverfahren ohne angemessene Risikoprüfung. Ein vertraulicher Bericht der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft "KPMG" belegt, dass die HSH "bereits in den Jahren 2006 und 2007 eine Milliarde in hochriskante Papiere anlegte, die "in starkem Umfang zu den Verlusten der Jahre 2007 und 2008 beigetragen haben". Börsenwetten - lange vor der Lehman-Pleite - mit fatalen Folgen: Die Länder Hamburg und Schleswig-Holstein müssen für die Bank einstehen - mit insgesamt 13 Milliarden Euro. Der ehemalige schleswig-holsteinische Wirtschaftsminister Werner Marnette (CDU) ist überzeugt, dass dieser Beitrag zur Rettung der HSH noch lange nicht ausreiche.

 

Beispiel 3: Die West LB

 

Auch die West LB leiht sich vor dem Ende der Staatshaftung noch viel billiges Geld. Da die Bank allein auf hohe Rendite aus ist, blendet sie die Risiken des US-Immobiliengeschäfts völlig aus. Bis zuletzt kauft sie noch Papiere, die an der Wall Street schon längst niemand mehr haben will.

Drei Beispiele, die für viele deutsche Banken stehen. Auch Hans Eichel bestätigt gegenüber Plusminus: "Dass das so eine große Krise werden konnte, das hat nichts mit Lehman, das hat mit vielen Vorläufern zu tun. Da war im Finanzsystem eine Menge aufgehäuft an Risiken, die dann voll zum Ausbruch gekommen sind." Doch diese Vorläufer, also die wirklichen Ursachen der weltweiten Finanzkrise sollen ganz offenbar verschleiert werden. Selbst im Untersuchungsausschuss der HRE versteckt sich die Große Koalition hinter der Lehman-Lüge. Denn die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft zur Rechenschaft ziehen – das will im Wahlkampf niemand.

 

Autoren: Patrik Baab/Birgit Wärnke

 

http://www.daserste.de/plusminus/beitrag_dyn~uid,84nwgq86rizwvq63~cm.asp

Das Video dieser Sendung war sehr aufschlussreich. Wenn es sichtbar ist, schaut es Euch bitte an. Man verzichtet wohl noch darauf, weil Wiederholungen bei anderen Sendern anstehen.
Der Hans Eichel lüftet ja praktisch die Geheimnisse der Bankenkrise! - "Alle verstecken sich hinter der Lehman-Lüge." Das Bekenntnis, dass diese Finanzkrise doch lediglich hinausgezögert wurde, sie sich fünf Jahre zuvor schon bemerkbar machte, das ist der Hammer! Und man liess alle Leute mit voller Absicht in ihr Unglück rennen! Alle, die sich schon länger mit dieser Materie befassten, wissen, dass das kein plötzliches Ereignis war, wovon die Politiker überrascht wurden!
Ich sage es an dieser Stelle noch einmal. - Ein Banker, der nicht erkannt werden wollte, sagte in einer Fernsehsendung aus, dass man sich die älteren Leute hauptsächlich aussuchte, weil die noch Vertrauen zu den Bankern hätten. Man nannte sie "A + D" = alt und doof. Gezielt ging man an deren Ersparnisse heran, die ihr Geld für die Altersvorsorge anlegen wollten! Darf man solche Vorgehensweisen noch tolerieren, wenn Menschen absichtlich in die Not getrieben werden?

 

 

 

 

Kommentare   

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