NUR GEMEINSAM SIND WIR STARK.

Der Trog, aus dem die Schweine fressen, ist immer der Gleiche.

Es sind nur die Schweine, die sich ändern.

 

   

Tiergeschichten und alles, rund um unsere Viecher

Erinnerungen an schöne Zeiten



Wenns ganz dick kommt, dann lohnt es sich, wenn man auch einmal rückwärts schaut um sich an angenehmere Dinge zu erinnern.

Dadurch verliert sich ein Negativdenken. 


Davon möchte ich jetzt einmal berichten. -

Die Geschichten aus dem Leben sind so vielfältig und schön, geraten leider zu oft in Vergessenheit. Heute, während des Kartoffelschälens fiel mir wieder etwas ein. Es ist ja nicht weg, aber gut gespeichert. - Das habe ich mal wieder hervorgekramt.


Es ist schon einige Jahre her, ich war noch arbeitslos und mein Mann Frührentner.  -


Wir zogen von einer Kleinstadt aufs Land, mit guten Wohnkonditionen. Wir übernahmen die Aufsicht auf einem Pferdegestüt, dass sich die Besitzer als Wochenenddomizil eingerichtet hatten. Hierzu gesellte sich die Natur in ganzer Schönheit. Es gab sogar eine eigene Quelle, aus der ein Bach hervorging, der direkt bei uns vor der Tür in einen Teich mündete.


Ich nehme einmal vorweg, dass mein Mann später dort Forellen einsetzte. Zwei Hunde bekamen wir auch der Aufsicht überlassen, die frei herumlaufen konnten.


Hinter den ganzen schönen Stallungen gab es noch ein freies Gelände. Wir erfuhren, dass dort mal Hühner gehalten wurden.

Mein Mann wollte immer schon mal Kleinvieh, wie Hühner und Kaninchen halten, so für den eigenen Bedarf. - So kamen wir zunächst an Hühner. Ein Bekannter besorgte uns 10 der Tiere und einen Hahn. - So gab es jeden Morgen frische Eier. - Man musste sich allerdings erst an dem Hahn vorbeikämpfen. 

Das tat ich auch, nachdem mein Mann sonst immer die Eier aus den Nestern holte. - Ich gelangte auf dem letzten Drücker noch in den Hühnerstall, als der Hahn davor stand und mich ständig anzugreifen drohte. Es gab aber auch nichts, womit ich das Viech abwehren konnte. Schliesslich sagte ich mir, dass ich doch keine Angst vor solch einem kleinen Tier haben müsste. Was wollte der schon tun? Mutig ging ich einige Schritte auf den Hahn zu, wollte ihn mit meinen Lauten vertreiben. Das wusste ich aber nicht besser. Er attakierte mich und sprang an mir hoch. Automatisch ging ich wieder zurück in den Stall.


Jetzt blieb mir nur noch die Hoffnung, dass mein Mann mich suchte und auch fand. - Ich wusste nur, dass er mal einen Strassenbesen zur Hilfe nahm, womit er den Hahn zur Räson bringen konnte. Ich konnte sehen, wo der Besen stand, kam aber nicht daran, denn dort wäre ich auch schon in Sicherheit gewesen, nahe der Tür. - Ich mache es kurz. Mein Mann erschien tatsächlich nach einer ganzen Weile, um Eier zu holen. Das Gelände war so gross, dass ich auch nach keinem rufen konnte. Es hätte mich keiner dort gehört.

Welch ein Zufall, dass mein Mann Eier holen wollte. Natürlich staunte er nicht schlecht, mich dort im Hühnerstall zu erblicken.

"Halte mir mal den Hahn vom Leibe. Ich will hier heraus." - Er lachte und ich ahnte, was er dachte. Jedenfalls befreite er mich. Später ulkten wir öfter darüber, dass er mich im Hühnerstall hocken liesse. - Wir machten unsere Scherze darüber. Natürlich machte dieses Erlebnis auch so seine Runden: "Als Christel vom Hahn angegriffen wurde."

Und dann kam mein Mann eines Tages aus dem Stall und meinte, dass ein Huhn wohl krank sei. Es geht nicht mehr vom Nest weg, sitzt schon seit Tagen auf dem gleichen Fleck. Merkwürdig oder gluckt die wohl auf den Eiern? - Also, wir hatten ja keinerlei Erfahrungen diesbezüglich. Und warum ist das jetzt nur das eine Huhn? - Das Rätsel würde schon noch gelöst. Sonst müsste man mal andere fragen, die Hühner hielten. - Aber wir wollten uns auch nicht als ganz so dumm darstellen.


Die Besitzer des Gutes waren anwesend, hatten sich noch gutbetuchte Freunde eingeladen, als mein Mann aus dem Hühnerstall kam und Hühner-Nachwuchs verkündete. - Ach, was war das schön. - Er wollte eigentlich nur frische Eier an die Besitzer verschenken und erblickte die kleinen Küken. Jetzt war das Rätsel um die Henne geklärt. Gut, dass wir nicht andere Hühnerhalter gefragt hatten. -

Alle Besucher stürmten in den Hühnerstall, wollten das Ereignis sehen. - Amüsant war, dass ein schwarzes Küken dabei war. Die anderen fünf waren hellgelb. - Ach, jetzt mussten die Kleinen doch auch versorgt werden. Sie kamen doch überhaupt nicht an die Tränke. Ausserdem brauchten sie bestimmt auch Aufzuchtfutter. Jeder der Besucher hatte einen Rat für uns, sodass mein Mann sofort das Notwendigste für die kleinen Küken besorgte.

Viel sehen konnte man nicht von ihnen, den sie schlüpften sofort bei ihrer Mutter unter die Fittiche. Man hörte sie lediglich piepsen. - Ach es war schön, das alles mal erleben zu dürfen. -

Aber alle hatten ihre Freude an dem Geschehen. Der Besitzer meinte, dass die Hühner auch zu seinem Gestüt gehörten. - Die Kleinen gediehen prächtig und liefen auch schon hin und wieder mit den anderen Hühnern im Freigehege umher.  Wir hatten darüber grosse Netze gespannt, denn die vielen Greifvögel, die es bei uns gab, hätten sich so manche Beute davon geholt. - Abends wurden sie im Stall eingesperrt.

Als die Küken 6 Wochen alt waren, kamen sie nicht mehr unter die Fittiche der Mutter. - Als mein Mann dann morgens in den Stall kam, die Hühner frei lassen wollte, waren alle sechs Küken tot. - Ja, so ist die Natur. - Später wurden auch noch die Hühner über Nacht im Hühnerstall getötet. Das war dann kein so schönes Erlebnis. Man kann nur vermuten, wer das vollbracht hat. Ein Marder, ein Iltis, ein Fuchs ................... es ändert jedoch nichts an den Tatsachen.


Die kleine Paula 

Wir hatten ja vor dem Hause einen Teich, wo mein Mann sich Forellen hielt. - Aber dort gab es auch ein Entenpaar. Wir erfuhren, dass der Entenmann schon an die 18 oder 19 Jahre alt war. Das weibliche Tier muss so 6 - 8 Jahre alt gewesen sein, wie so anhand von Erlebnissen recherchiert wurde.

Ein Nachbar hatte die Enten beim Verkauf seines Anwesens verschenkt und sie in den Teich dieses Pferdegestütes gegeben. So erfuhren wir das. Dieser alte Erpel, so nennt man den Entenmann, bestieg seine Dame regelmässig, die sich dem allerdings immer entziehen wollte. Sonst waren die beiden unzertrennlich.


Ich, mit meinem Gerechtigkeitssinn, kaufte ein paar grössere Plastikenten, die ich auf dem Teich schwimmen liess. So hoffte ich, dass der alte Erpel ein wenig abgelenkt würde und die Ente mehr Ruhe vor dem aggressiven Mann bekommen würde. - Tatsächlich stürzte sich der Erpel auf die Plastikviecher, hackte darauf herum, wollte sie vertreiben und schliesslich wollte er sie ebenfalls unentwegt besteigen, was ihm allerdings nicht gelang. - Immer, wenn er darauf steigen wollte, kippte er um, weil die Plastikenten ja wohl nicht untergingen. Und er schimpfte dabei, dass er nicht daran kam.


Ein Entenpärchen bleibt übrigens immer zusammen. Ab und zu landeten schon mal einige Flugenten auf dem Teich, die der Erpel allerdings ziemlich schnell verjagte, unter grossem Getöse.


Und dann sahen wir eines Tages die Ente nicht mehr. Sie war reinweiss, während ihr Gatte bunt und sehr gross war. Er rief immer nach ihr.

Und dann erblickte mein Mann, dass sich die Ente ein Nest gebaut hatte, inmitten einer Hecke, einem guten Versteck. Dort hockte sie und legte jeden Tag ein Ei. - Allerdings sah man allenfalls mal eins. Meist war das eine auch noch weg. Kenner erzählten uns, dass die Eier geklaut würden. - Es ging über mehrere Wochen so. An den gelegten Eiern erfreuten sich wohl andere Viecher, wie Marder, Fuch und Wiesel. Die sassen wohl schon auf der Lauer, um sich ihre Beute zu holen.


Sie legte ihr Ei und ging dann wieder zu ihrem Partner. Das Ei wurde geklaut und sie legte neue. Sie liess sich allerdings nicht von ihrem Tun abhalten. So wiederholte sich das eine ganze Weile. - Danach verschwand die Ente nicht mehr im Gebüsch. Ihr Mann hatte sie wieder alleine für sich. -


Nichtsdestotrotz versuchte der Erpel immer noch die Plastikenten zu besteigen, worauf er richtig wütend wurde, weil ihm das nicht gelang. - Eigentlich war er ein Rüpel.


In der Nacht hörten wir lautes Flügelschlagen und lautes Schnattern der Enten, auf einmal nur noch das Rufen des Erpels. Als es hell wurde und wir aus dem Fenster blickten, waren überall weisse Federn. An einer anderen Stelle des Gestütes sahen wir auch noch Reste der weissen Ente. - Tagelang rief der Erpel unentwegt nach seinem Frauchen. Sie kam nicht mehr zurück und er ging auch nicht mehr ins Wasser.


Irgendwie tat er mir doch jetzt schon wieder leid. - Ich überredete meinen Mann, ihm doch eine neue Frau zu besorgen. Dazu suchte ich eine Entenfarm im Internet aus, zu der wir fuhren. - Leider hatte der Inhaber seinen Bestand verkauft, hatte nur noch kleinere Exemplare, die er gross und fett ziehen wollte. - Das war zwar keine Ideallösung, aber besser, als nichts. - So erwarben wir 2 kleinere Enten und dachten, der Erpel freue sich jetzt, dass er nicht mehr alleine sei.


Der Teich hatte auch ein kleines Vorbecken, das nicht sehr tief war. Dort liessen wir die kleinen Enten hinein. - Der blöde Erpel sprang in das kleine Becken und ging sofort auf die kleinen Entchen los. Sie verschwanden darauf in einem Rohr, welches das Bachwasser in den Teich leitete. Wenn die Luft rein war, kamen sie wieder heraus, bis der Erpel sie wieder verfolgte. - Am nächsten Tag gab es nur noch eine kleine Ente. Wo die andere abgeblieben war, blieb uns unbekannt. - Ich nannte die Kleine Paula.


Der Erpel lehnte sie ab. Jedoch kann es sein, dass er noch trauerte? - Man weiss zu wenig darüber. - Mehr und mehr traute sich Paula in die Nähe des Entenmannes. Meist verscheuchte er sie recht massiv. Sie war ja auch noch ein Entenkind, mit dem der alte Mann wohl nichts anfangen konnte. - Aber dann gesellte er sich doch mal ab und zu zu Paula in den Teich. -


Dann kam der Tag, wo er sie besteigen wollte. Paula war sehr flink, schwamm unter Wasser bei Gefahr und entkam ihrem agilen Vergewaltiger. Sie hatte schon kahle Stellen am Kopf, wo er sich stets festbiss und sie festhielt. - Paula war allerdings sehr clever. Sie suchte wohl seine Nähe und seinen Schutz, wollte aber wohl nicht mehr von ihm. Es sah auch recht aggressiv aus, wie er mit der kleinen Entendame umging, wie es zuvor auch mit der anderen Ente der Fall war. Auch sie hatte damals kahle Stellen am Kopf.


So oft, wie Paula konnte, entwich sie dem Kerl. Sie traute sich schon nicht mehr ins Wasser, denn an Land griff er sie nicht an. - Meistens ging er ins Wasser, wenn er Lust hatte und rief sie. Sie kam aber nicht. - Dann ging er an die Plastikenten und versuchte dort sein Glück.

Das ging bestimmt 2 Jahre so. Auch Paula verschwand im Gebüsch und legte Eier, die alle gestohlen wurden. Wie schade, wir hätten doch auch gerne noch Entennachwuchs gehabt. Das blieb uns verwehrt. - Und wie alles mal ein Ende findet, so endet auch diese Geschichte. - Mit geschätzten 20 Jahren lag der Erpel morgens tot im Teich.


Allerdings endete unser Aufenthalt auch dort auf dem Gestüt, weil der Besitzer verstarb und mit der Erbin nicht gut Kirschenessen war. - Selbst die Witwe des Verstorbenen, die alles mit aufgebaut hatte, durfte sich nicht mehr dort aufhalten. - Wir sind noch heute mit ihr befreundet und denken gemeinsam an die schönen Jahre auf dem Gut. - Die Pferde wurden alle abgeschafft, wir suchten uns ein neues Zuhause und Paula brachten wir in ein anderes Entengehege, bei uns in der Nähe. - Ich hoffe, dass sie noch schöne Jahre hatte.


So traurig alles war, wir fanden ein wirklich schönes neues Zuhause. Ausser einem Hund haben wir keine eigenen Viecher mehr. Dafür grasen hier ab Mai bis zum Herbst Rinder und Pferde. - Auch da gibt es sehr schöne Beobachtungen zu machen. Meist sind die Rinder tragend oder die Kuhmütter sind mit ihren Babys hier sichtbar. - Man muss nur das Schöne sehen wollen - nämlich das, was uns die Natur bietet. - Das ist einfach perfekt. Es macht mich glücklich und zufrieden und stärkt mich für den Alltag.

Jetzt mal etwas Lustiges - oder auch nicht?

Unsere Kira geht immer gerne mit Herrchen zum Nachbarn.
So war mein Mann heute dort, um Eier zu holen, die "Selbstgelegten" sage ich scherzhafterweise immer dazu.
Kira wurde zuletzt immer schneller, um das Ziel zu erreichen. -


Der Grund ist der, dass Nachbars Hund, der Tom, alles irgendwo vergräbt, was er nicht fressen will. Das erschnuppert Kira und betrachtet das dann als ihre Beute.
So denn auch heute.
Mein Mann ging mit dem Nachbarn in den Hühnerstall  und beide wickelten ihr "Geschäft" ab. Während sie noch einen kleinen Nachbarschaftsschwatz einlegten, was ja Pflicht im Dorfe ist, damit man immer was zu erzählen hat, wurde Kira überhaupt nicht vermisst.


Sie läuft nicht weg und bis auf ein paar Wanderer, die man hier sieht, gibt es ohnehin nichts, auf das man aufpassen müsste. - Wenn sie Autos hört, geht sie automatisch vom Weg oder der Strasse weg. Das kennt sie wohl noch von ihrem früheren Herrchen.


Nach ihrem Schwatz kamen die beiden Männer aus dem Stall und schauten nach, was die Hunde machen. Der Tom lag friedlich da und unsere Kira frass etwas Grösseres. Als sie näher kamen, sahen sie, dass es eine Mettwurst war. -

Kira beeilte sich, dass ihr keiner die Beute abnehmen konnte...........


Plötzlich ging dem Bauern ein Licht auf, wie die Wurst da hin gelangte ............

Das Geheimnis um die lang vermisste Mettwurst lüftete sich und er klärte meinen Mann auf:  

Die Frau des Bauern hatte vor einigen Wochen einen Präsentkorb gefüllt, mit allerlei Leckereien, unter anderem auch eine grosse Mettwurst. Es soll eine ganz besondere gewesen sein, von edler Qualität! - Sie hatte den Korb in ein Zimmer gestellt und erst am Tage der Feier, zu der sie eingeladen waren, nahm sie ihn und gratulierte der Person zu einem Anlass!
Zwei oder drei Wochen später fragte sie mal nach, wie denn die Wurst geschmeckt hätte? -


"Welche Wurst denn? - Da war keine Wurst drin!" -

Merkwürdig, dabei war sie sich sicher, eine ganze grosse Wurst in den Korb gelegt zu haben. Sie hatte die noch an einem besonderen Ort erworben.

Und nun wurde das Geheimnis gelüftet. - Der Tom hatte sich die Wurst geklaut und im Garten vergraben, weil er die ja nicht fressen wollte. - Kira erschnupperte die Wurst und frass sie auf! - Die Frau des Bauern fiel aus allen Wolken, als sie die Story hörte.
"Ja, selbst die Wurstpelle ist weg!" -

Alles landete in Kiras Magen. So wichtig war ihr diese Beute. - Die frisst immer!

Natürlich fand sie kein Verständnis für die Aufgeregtheit der Leute, die da schwatzend herum standen! Sie hatte jedenfalls ihre Beute verzehrt! Die konnte ihr keiner mehr nehmen!

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