NUR GEMEINSAM SIND WIR STARK.

Der Trog, aus dem die Schweine fressen, ist immer der Gleiche.

Es sind nur die Schweine, die sich ändern.

 

   

Tiergeschichten und alles, rund um unsere Viecher

Erinnerungen an schöne Zeiten



Wenns ganz dick kommt, dann lohnt es sich, wenn man auch einmal rückwärts schaut um sich an angenehmere Dinge zu erinnern.

Dadurch verliert sich ein Negativdenken. 


Davon möchte ich jetzt einmal berichten. -

Die Geschichten aus dem Leben sind so vielfältig und schön, geraten leider zu oft in Vergessenheit. Heute, während des Kartoffelschälens fiel mir wieder etwas ein. Es ist ja nicht weg, aber gut gespeichert. - Das habe ich mal wieder hervorgekramt.


Es ist schon einige Jahre her, ich war noch arbeitslos und mein Mann Frührentner.  -


Wir zogen von einer Kleinstadt aufs Land, mit guten Wohnkonditionen. Wir übernahmen die Aufsicht auf einem Pferdegestüt, dass sich die Besitzer als Wochenenddomizil eingerichtet hatten. Hierzu gesellte sich die Natur in ganzer Schönheit. Es gab sogar eine eigene Quelle, aus der ein Bach hervorging, der direkt bei uns vor der Tür in einen Teich mündete.


Ich nehme einmal vorweg, dass mein Mann später dort Forellen einsetzte. Zwei Hunde bekamen wir auch der Aufsicht überlassen, die frei herumlaufen konnten.


Hinter den ganzen schönen Stallungen gab es noch ein freies Gelände. Wir erfuhren, dass dort mal Hühner gehalten wurden.

Mein Mann wollte immer schon mal Kleinvieh, wie Hühner und Kaninchen halten, so für den eigenen Bedarf. - So kamen wir zunächst an Hühner. Ein Bekannter besorgte uns 10 der Tiere und einen Hahn. - So gab es jeden Morgen frische Eier. - Man musste sich allerdings erst an dem Hahn vorbeikämpfen. 

Das tat ich auch, nachdem mein Mann sonst immer die Eier aus den Nestern holte. - Ich gelangte auf dem letzten Drücker noch in den Hühnerstall, als der Hahn davor stand und mich ständig anzugreifen drohte. Es gab aber auch nichts, womit ich das Viech abwehren konnte. Schliesslich sagte ich mir, dass ich doch keine Angst vor solch einem kleinen Tier haben müsste. Was wollte der schon tun? Mutig ging ich einige Schritte auf den Hahn zu, wollte ihn mit meinen Lauten vertreiben. Das wusste ich aber nicht besser. Er attakierte mich und sprang an mir hoch. Automatisch ging ich wieder zurück in den Stall.


Jetzt blieb mir nur noch die Hoffnung, dass mein Mann mich suchte und auch fand. - Ich wusste nur, dass er mal einen Strassenbesen zur Hilfe nahm, womit er den Hahn zur Räson bringen konnte. Ich konnte sehen, wo der Besen stand, kam aber nicht daran, denn dort wäre ich auch schon in Sicherheit gewesen, nahe der Tür. - Ich mache es kurz. Mein Mann erschien tatsächlich nach einer ganzen Weile, um Eier zu holen. Das Gelände war so gross, dass ich auch nach keinem rufen konnte. Es hätte mich keiner dort gehört.

Welch ein Zufall, dass mein Mann Eier holen wollte. Natürlich staunte er nicht schlecht, mich dort im Hühnerstall zu erblicken.

"Halte mir mal den Hahn vom Leibe. Ich will hier heraus." - Er lachte und ich ahnte, was er dachte. Jedenfalls befreite er mich. Später ulkten wir öfter darüber, dass er mich im Hühnerstall hocken liesse. - Wir machten unsere Scherze darüber. Natürlich machte dieses Erlebnis auch so seine Runden: "Als Christel vom Hahn angegriffen wurde."

Und dann kam mein Mann eines Tages aus dem Stall und meinte, dass ein Huhn wohl krank sei. Es geht nicht mehr vom Nest weg, sitzt schon seit Tagen auf dem gleichen Fleck. Merkwürdig oder gluckt die wohl auf den Eiern? - Also, wir hatten ja keinerlei Erfahrungen diesbezüglich. Und warum ist das jetzt nur das eine Huhn? - Das Rätsel würde schon noch gelöst. Sonst müsste man mal andere fragen, die Hühner hielten. - Aber wir wollten uns auch nicht als ganz so dumm darstellen.


Die Besitzer des Gutes waren anwesend, hatten sich noch gutbetuchte Freunde eingeladen, als mein Mann aus dem Hühnerstall kam und Hühner-Nachwuchs verkündete. - Ach, was war das schön. - Er wollte eigentlich nur frische Eier an die Besitzer verschenken und erblickte die kleinen Küken. Jetzt war das Rätsel um die Henne geklärt. Gut, dass wir nicht andere Hühnerhalter gefragt hatten. -

Alle Besucher stürmten in den Hühnerstall, wollten das Ereignis sehen. - Amüsant war, dass ein schwarzes Küken dabei war. Die anderen fünf waren hellgelb. - Ach, jetzt mussten die Kleinen doch auch versorgt werden. Sie kamen doch überhaupt nicht an die Tränke. Ausserdem brauchten sie bestimmt auch Aufzuchtfutter. Jeder der Besucher hatte einen Rat für uns, sodass mein Mann sofort das Notwendigste für die kleinen Küken besorgte.

Viel sehen konnte man nicht von ihnen, den sie schlüpften sofort bei ihrer Mutter unter die Fittiche. Man hörte sie lediglich piepsen. - Ach es war schön, das alles mal erleben zu dürfen. -

Aber alle hatten ihre Freude an dem Geschehen. Der Besitzer meinte, dass die Hühner auch zu seinem Gestüt gehörten. - Die Kleinen gediehen prächtig und liefen auch schon hin und wieder mit den anderen Hühnern im Freigehege umher.  Wir hatten darüber grosse Netze gespannt, denn die vielen Greifvögel, die es bei uns gab, hätten sich so manche Beute davon geholt. - Abends wurden sie im Stall eingesperrt.

Als die Küken 6 Wochen alt waren, kamen sie nicht mehr unter die Fittiche der Mutter. - Als mein Mann dann morgens in den Stall kam, die Hühner frei lassen wollte, waren alle sechs Küken tot. - Ja, so ist die Natur. - Später wurden auch noch die Hühner über Nacht im Hühnerstall getötet. Das war dann kein so schönes Erlebnis. Man kann nur vermuten, wer das vollbracht hat. Ein Marder, ein Iltis, ein Fuchs ................... es ändert jedoch nichts an den Tatsachen.


Die kleine Paula 

Wir hatten ja vor dem Hause einen Teich, wo mein Mann sich Forellen hielt. - Aber dort gab es auch ein Entenpaar. Wir erfuhren, dass der Entenmann schon an die 18 oder 19 Jahre alt war. Das weibliche Tier muss so 6 - 8 Jahre alt gewesen sein, wie so anhand von Erlebnissen recherchiert wurde.

Ein Nachbar hatte die Enten beim Verkauf seines Anwesens verschenkt und sie in den Teich dieses Pferdegestütes gegeben. So erfuhren wir das. Dieser alte Erpel, so nennt man den Entenmann, bestieg seine Dame regelmässig, die sich dem allerdings immer entziehen wollte. Sonst waren die beiden unzertrennlich.


Ich, mit meinem Gerechtigkeitssinn, kaufte ein paar grössere Plastikenten, die ich auf dem Teich schwimmen liess. So hoffte ich, dass der alte Erpel ein wenig abgelenkt würde und die Ente mehr Ruhe vor dem aggressiven Mann bekommen würde. - Tatsächlich stürzte sich der Erpel auf die Plastikviecher, hackte darauf herum, wollte sie vertreiben und schliesslich wollte er sie ebenfalls unentwegt besteigen, was ihm allerdings nicht gelang. - Immer, wenn er darauf steigen wollte, kippte er um, weil die Plastikenten ja wohl nicht untergingen. Und er schimpfte dabei, dass er nicht daran kam.


Ein Entenpärchen bleibt übrigens immer zusammen. Ab und zu landeten schon mal einige Flugenten auf dem Teich, die der Erpel allerdings ziemlich schnell verjagte, unter grossem Getöse.


Und dann sahen wir eines Tages die Ente nicht mehr. Sie war reinweiss, während ihr Gatte bunt und sehr gross war. Er rief immer nach ihr.

Und dann erblickte mein Mann, dass sich die Ente ein Nest gebaut hatte, inmitten einer Hecke, einem guten Versteck. Dort hockte sie und legte jeden Tag ein Ei. - Allerdings sah man allenfalls mal eins. Meist war das eine auch noch weg. Kenner erzählten uns, dass die Eier geklaut würden. - Es ging über mehrere Wochen so. An den gelegten Eiern erfreuten sich wohl andere Viecher, wie Marder, Fuch und Wiesel. Die sassen wohl schon auf der Lauer, um sich ihre Beute zu holen.


Sie legte ihr Ei und ging dann wieder zu ihrem Partner. Das Ei wurde geklaut und sie legte neue. Sie liess sich allerdings nicht von ihrem Tun abhalten. So wiederholte sich das eine ganze Weile. - Danach verschwand die Ente nicht mehr im Gebüsch. Ihr Mann hatte sie wieder alleine für sich. -


Nichtsdestotrotz versuchte der Erpel immer noch die Plastikenten zu besteigen, worauf er richtig wütend wurde, weil ihm das nicht gelang. - Eigentlich war er ein Rüpel.


In der Nacht hörten wir lautes Flügelschlagen und lautes Schnattern der Enten, auf einmal nur noch das Rufen des Erpels. Als es hell wurde und wir aus dem Fenster blickten, waren überall weisse Federn. An einer anderen Stelle des Gestütes sahen wir auch noch Reste der weissen Ente. - Tagelang rief der Erpel unentwegt nach seinem Frauchen. Sie kam nicht mehr zurück und er ging auch nicht mehr ins Wasser.


Irgendwie tat er mir doch jetzt schon wieder leid. - Ich überredete meinen Mann, ihm doch eine neue Frau zu besorgen. Dazu suchte ich eine Entenfarm im Internet aus, zu der wir fuhren. - Leider hatte der Inhaber seinen Bestand verkauft, hatte nur noch kleinere Exemplare, die er gross und fett ziehen wollte. - Das war zwar keine Ideallösung, aber besser, als nichts. - So erwarben wir 2 kleinere Enten und dachten, der Erpel freue sich jetzt, dass er nicht mehr alleine sei.


Der Teich hatte auch ein kleines Vorbecken, das nicht sehr tief war. Dort liessen wir die kleinen Enten hinein. - Der blöde Erpel sprang in das kleine Becken und ging sofort auf die kleinen Entchen los. Sie verschwanden darauf in einem Rohr, welches das Bachwasser in den Teich leitete. Wenn die Luft rein war, kamen sie wieder heraus, bis der Erpel sie wieder verfolgte. - Am nächsten Tag gab es nur noch eine kleine Ente. Wo die andere abgeblieben war, blieb uns unbekannt. - Ich nannte die Kleine Paula.


Der Erpel lehnte sie ab. Jedoch kann es sein, dass er noch trauerte? - Man weiss zu wenig darüber. - Mehr und mehr traute sich Paula in die Nähe des Entenmannes. Meist verscheuchte er sie recht massiv. Sie war ja auch noch ein Entenkind, mit dem der alte Mann wohl nichts anfangen konnte. - Aber dann gesellte er sich doch mal ab und zu zu Paula in den Teich. -


Dann kam der Tag, wo er sie besteigen wollte. Paula war sehr flink, schwamm unter Wasser bei Gefahr und entkam ihrem agilen Vergewaltiger. Sie hatte schon kahle Stellen am Kopf, wo er sich stets festbiss und sie festhielt. - Paula war allerdings sehr clever. Sie suchte wohl seine Nähe und seinen Schutz, wollte aber wohl nicht mehr von ihm. Es sah auch recht aggressiv aus, wie er mit der kleinen Entendame umging, wie es zuvor auch mit der anderen Ente der Fall war. Auch sie hatte damals kahle Stellen am Kopf.


So oft, wie Paula konnte, entwich sie dem Kerl. Sie traute sich schon nicht mehr ins Wasser, denn an Land griff er sie nicht an. - Meistens ging er ins Wasser, wenn er Lust hatte und rief sie. Sie kam aber nicht. - Dann ging er an die Plastikenten und versuchte dort sein Glück.

Das ging bestimmt 2 Jahre so. Auch Paula verschwand im Gebüsch und legte Eier, die alle gestohlen wurden. Wie schade, wir hätten doch auch gerne noch Entennachwuchs gehabt. Das blieb uns verwehrt. - Und wie alles mal ein Ende findet, so endet auch diese Geschichte. - Mit geschätzten 20 Jahren lag der Erpel morgens tot im Teich.


Allerdings endete unser Aufenthalt auch dort auf dem Gestüt, weil der Besitzer verstarb und mit der Erbin nicht gut Kirschenessen war. - Selbst die Witwe des Verstorbenen, die alles mit aufgebaut hatte, durfte sich nicht mehr dort aufhalten. - Wir sind noch heute mit ihr befreundet und denken gemeinsam an die schönen Jahre auf dem Gut. - Die Pferde wurden alle abgeschafft, wir suchten uns ein neues Zuhause und Paula brachten wir in ein anderes Entengehege, bei uns in der Nähe. - Ich hoffe, dass sie noch schöne Jahre hatte.


So traurig alles war, wir fanden ein wirklich schönes neues Zuhause. Ausser einem Hund haben wir keine eigenen Viecher mehr. Dafür grasen hier ab Mai bis zum Herbst Rinder und Pferde. - Auch da gibt es sehr schöne Beobachtungen zu machen. Meist sind die Rinder tragend oder die Kuhmütter sind mit ihren Babys hier sichtbar. - Man muss nur das Schöne sehen wollen - nämlich das, was uns die Natur bietet. - Das ist einfach perfekt. Es macht mich glücklich und zufrieden und stärkt mich für den Alltag.

Jetzt mal etwas Lustiges - oder auch nicht?

Unsere Kira geht immer gerne mit Herrchen zum Nachbarn.
So war mein Mann heute dort, um Eier zu holen, die "Selbstgelegten" sage ich scherzhafterweise immer dazu.
Kira wurde zuletzt immer schneller, um das Ziel zu erreichen. -


Der Grund ist der, dass Nachbars Hund, der Tom, alles irgendwo vergräbt, was er nicht fressen will. Das erschnuppert Kira und betrachtet das dann als ihre Beute.
So denn auch heute.
Mein Mann ging mit dem Nachbarn in den Hühnerstall  und beide wickelten ihr "Geschäft" ab. Während sie noch einen kleinen Nachbarschaftsschwatz einlegten, was ja Pflicht im Dorfe ist, damit man immer was zu erzählen hat, wurde Kira überhaupt nicht vermisst.


Sie läuft nicht weg und bis auf ein paar Wanderer, die man hier sieht, gibt es ohnehin nichts, auf das man aufpassen müsste. - Wenn sie Autos hört, geht sie automatisch vom Weg oder der Strasse weg. Das kennt sie wohl noch von ihrem früheren Herrchen.


Nach ihrem Schwatz kamen die beiden Männer aus dem Stall und schauten nach, was die Hunde machen. Der Tom lag friedlich da und unsere Kira frass etwas Grösseres. Als sie näher kamen, sahen sie, dass es eine Mettwurst war. -

Kira beeilte sich, dass ihr keiner die Beute abnehmen konnte...........


Plötzlich ging dem Bauern ein Licht auf, wie die Wurst da hin gelangte ............

Das Geheimnis um die lang vermisste Mettwurst lüftete sich und er klärte meinen Mann auf:  

Die Frau des Bauern hatte vor einigen Wochen einen Präsentkorb gefüllt, mit allerlei Leckereien, unter anderem auch eine grosse Mettwurst. Es soll eine ganz besondere gewesen sein, von edler Qualität! - Sie hatte den Korb in ein Zimmer gestellt und erst am Tage der Feier, zu der sie eingeladen waren, nahm sie ihn und gratulierte der Person zu einem Anlass!
Zwei oder drei Wochen später fragte sie mal nach, wie denn die Wurst geschmeckt hätte? -


"Welche Wurst denn? - Da war keine Wurst drin!" -

Merkwürdig, dabei war sie sich sicher, eine ganze grosse Wurst in den Korb gelegt zu haben. Sie hatte die noch an einem besonderen Ort erworben.

Und nun wurde das Geheimnis gelüftet. - Der Tom hatte sich die Wurst geklaut und im Garten vergraben, weil er die ja nicht fressen wollte. - Kira erschnupperte die Wurst und frass sie auf! - Die Frau des Bauern fiel aus allen Wolken, als sie die Story hörte.
"Ja, selbst die Wurstpelle ist weg!" -

Alles landete in Kiras Magen. So wichtig war ihr diese Beute. - Die frisst immer!

Natürlich fand sie kein Verständnis für die Aufgeregtheit der Leute, die da schwatzend herum standen! Sie hatte jedenfalls ihre Beute verzehrt! Die konnte ihr keiner mehr nehmen!


 

 

 

 

 

Ich möchte heute einmal mit einem ganz anderen Thema aufwarten. Mir geht es um den Tierschutz!

Vorab sage ich, dass ich eine wirkliche Tierfreundin bin, nur keine Anhängerin von Leuten, die mit dem Tierschutz ihre Geschäfte machen!
Als wir mit unserer inzwischen verstorbene Hündin bei einem Tierarzt waren, weil ein liebeshungriger Rüde der Hündin derart den Hof machte, dass er die Zwingertür aus der Verankerung riss und die Hündin vermutlich beglückt hatte, mussten eine Schwangerschaft verhindert werden. - Der Zwinger war leer - beide Hunde waren futsch. Sie hatten vermutlich ihre Hochzeitsnacht abgehalten.
Unsere Hündin bekam Spritzen, die eine Läufigkeit verlängerte. Uns kostete der Spass der 3 Spritzen damals 120 Euro! - Beim letzten Besuch meinte der Tierarzt, dass wir bei der Hündin unbedingt eine "Totaloperation" vornehmen, da das Tier sonst wohl ganz elend sterben müsste. Er erwähnte Krebs und die schlimmsten Szenarien, wenn wir das nicht durchführten. - Kosten einer OP etwa 250 Euro.

 


Es ging mir in erster Linie nicht um die Kosten, sondern um die Tatsachen. Die Natur hat das gewiss nicht so eingerichtet, dass nun jedes weibliche Hündchen Gebärmutterkrebs bekommt, wenn man ihr das Teil nicht heraus operiert. Wir hatten früher immer Hunde, auch meine Eltern schon. Keines dieser Tiere war kastriert und wurde trotzdem alt. Unsere Hündin wurde stolze 12 Jahre alt, bis wir sie einschläfern liessen. - Hätte ich nur einmal das Gefühl gehabt, dass sie noch Freude am Leben hatte, dann hätte sie auch noch leben dürfen. - Nein - sie hatte sich schon zum Sterben verkrochen - in einen dunklen Winkel, wo sie noch nie zuvor war. Wir holten sie aber da weg und liessen sie ganz human einschlafen. Der Anblick war nicht einmal schlimm für mich, mich von ihr trennen zu müssen. Schlimmer war es, mitanzusehen, wie sie sich zuletzt quälen musste.
Die meisten Menschen schwören ja darauf, dass es ihrer kastrierten Hündin gut ginge. - Vielleicht sollte man ihnen einmal vorführen, dass jedes Organ im Körper mehrere Funktionen besitzt. Warum nehmen die Frauen ohne Gebärmutter denn alle zig Jahre Pillen, um ihren Hormonhaushalt in den Griff zu kriegen? - Kann die Hündin sagen: "Ach, was habe ich heute wieder Hitzewallungen?" -

 

Die Menschen denken, dass es dem Hund gut geht, weil sie es erhoffen.
Jeder, der sich einen Hund zulegt, sollte sich das genau überlegen, was das bedeutet. Einige Unannehmlichkeiten muss man auch verkraften können!

Man sollte es nicht glauben. Alles, was es an menschlichen Krankheiten heute gibt, wird auch jetzt vom Tierarzt beim Tier behandelt.

 

Geschwollene Mandeln und sie werden anschliessend entfernt. Der Hundezahnarzt behandelt die Zähne. Ein Hundepsychiater behandelt die falsche Erziehung des Hundes. Selbstverständlich muss der Hund in eine Hundeschule gehen.

 

Er benötigt passendes Spielzeug, damit er sich nicht langweilt. Es wird schon so allerhand mit der Tierliebe verdient. Fragt mal einen Hund, ob der das alles will?
Vor 14 Tagen erzählte mir eine Geschäftsfrau, dass ihr Hund zu viele weibliche Hormone hatte. Er musste operiert werden. Kostenpunkt = 500 Euro!

Im Laufe meines Lebens habe ich mir sehr viele Bücher gekauft, u. a. auch viele Informationen über Hunde. - Dort stand überall drin, dass die Hunde eigentlich lebenslang keinen Tierarzt benötigen. Sie seien relativ gesund. Bei überzüchteten Rassen kämen viele Krankheiten zutage.

 


Alleine diese Tatsache hat mich davon abgehalten, mir ein Rassetier zuzulegen. Es ist meiner Meinung nach schon alleine Tierquälerei, solche Tiere zu züchten, bei denen man weiss, dass sie frühzeitig HD oder andere Krankheiten bekommen.
Was richten die Menschen bloss alles an, nur um Geld verdienen zu können? - Aber dann kann man dem Hund ja auch künstliche Hüftgelenke einsetzen lassen, nicht wahr? Daran wird ja wieder verdient! Übrigens gibt es auch Reha-Massnahmen für den Hund, wo man mit ihm Muskeltraining im Wasser macht.

 


Es reicht nicht mehr, dass sich das Fell des Hundes bei Kälte verdichtet, nein der Hund benötigt schicke Kleidung während der Kälte. Mit der Krankenversicherung für den Hund liegt man dann voll im Trend. Am Ende kommt er auf den Hundefriedhof.
Ich habe bestimmt noch viele Dinge vergessen, die ein Hund unbedingt benötigt, wenn es um die Geschäftspraktiken geht.
Lasst der Natur doch mal ihren Lauf. Kein Reh und kein Wildschwein muss zum Tierarzt und lebt auch, wenn es nicht durch einen Unfall zu Schaden kommt. So ist das mit einem Hund auch!
Und würde man die Menschen natürlich belassen, kämen auch sie ohne Gesundheitsvorsorge aus! - Aber nein - überall wird eingegriffen!
Ich weiss noch, dass es früher hiess, dass es Kinderkrankheiten gibt, damit die Kinder Abwehrstoffe aufbauen können. Dazu gehörten auch Mandelentzündungen. Von meinen Kindern hat keiner seine Mandeln entfernt bekommen. Alles wurde mit Hausmitteln und Bettruhe auskuriert. Das hat sich als total richtig herausgestellt. Und bei den üblichen Kinderkrankheiten blieben alle im Bett. Ich legte mich dazu und las Geschichten vor. So machte auch das Kranksein noch Spass.
Heute werden schon die Schwangerschaften wie eine Krankheit gepflegt. - Ach ja und die Wechseljahre - das Klimakterium - sind schon tragische Ereignisse! Ich habe überhaupt nichts davon gemerkt - habe allerdings auch nie daran gedacht. - Man kann sich auch alles einreden oder einreden lassen!
Alles sind völlig natürliche Vorgänge, was alle Frauen durchmachen! Ich bin doch auch nur ein Durchschnittsmensch.

 

 

 

 

 


Kira bringt Leben ins Haus

 


Kurz nach dem Tode unserer treuen und lieben Huendin Cleo, machte ich mich auf die Suche nach einem neuen Hund. Ich merkte, dass mein Mann die Cleo ganz doll vermisste. Er stand oft vor ihrem Grab und nun musste er alle Wege alleine laufen. Die Begleitung fehlte ihm! Es ist nicht so, als waere mir der Verlust nicht nahe gegangen. Aber ich weiss, dass Cleo mir dankbar die Haende geleckt haette, als ich sie erloesen liess. Wir konnten nichts mehr fuer sie tun. Sie hatte ein langes und erfuelltes Hundeleben, das eben kuerzer, als das Menschenleben ist. Nun musste das Leben weiter gehen, ohne sie, aber anders!
Ich fand im Internet unter vielen, vielen Angeboten, ein kleines Bildchen von einer Huendin, dass wohl unseren Wuenschen entsprach! Ich zeigte es meinem Mann und er war sofort begeistert: "Ruf doch mal an." Gesagt - getan - kurz mit den Besitzern dieses Hundes gesprochen und es wurde immer interessanter. War das ein Gluecksfall! Wir vereinbarten einen Termin und fuhren dorthin.
Tigra hiess die Hundedame, um die es ging. - Wir haben uns sofort in dieses Tier verliebt, zuvor schon in das kleine Foto. Eigentlich hatten wir ueberhaupt keine grossen Ansprueche an einen Hund. -
Tigra lebte auch bei ihren Besitzern draussen, in einem recht grossen, aber eingezaeunten Revier. - Aehnlich sollte sie es ja bei uns haben. Kurz und gut, wir nahmen Tigra mit ins Auto und unternahmen die Heimreise mit ihr. Sie gehorchte aufs Wort, unterbrach auch sofort alle Aktionen, wenn sie einer Katze nachstellte oder sonst einem Viehzeug, was hier ueber die weiten Wiesen und Felder lief.
Wir nahmen sie zunaechst mit ins Haus und mein Mann ging aber ziemlich oft mit ihr raus. Dazu kannten wir sie zu wenig. Hier war nichts eingezaeunt, eine riesige freie Flaeche mit viel Wald. - Sie bekam auch ihre Leckerchen. Trotzdem wirkte sie sehr aengstlich, stand immer demuetig mit gesenktem Kopf und eingezogenem Schwanz da, wenn man sie rief. - Wir mussten ihr die Angst nehmen!
Am spaeten Abend brachte mein Mann sie dann in die frisch zubereitete Huette, die in der Werkstatt stand. Wir richteten uns schon auf eine unruhige Nacht ein. Ueberraschenderweise kam kein Ton von ihr. Ich hatte extra das Fenster nachts auf gelassen, um sie hoeren zu koennen. Morgens kam sie aus der Huette, als mein Mann die Tuere aufschloss, als haette sie ihr Leben lang schon dort zugebracht! Allen fiel der Name Tigra so schwer, so dass das in Kira abgeaendert wurde. Der Hundedame machte das nichts aus.
Sie marschierte immer mit Herrchen mit und erkundete mit ihm die tolle Gegend. Fuer einen Jagdhund ist das ja wohl ein besonders interessantes Revier.
Am Nachmittag machte der Nachbar seinen Antrittsbesuch mit 2 Hunden. Einmal ging es um einen kastrierten Border-Collie-Rueden Tom

 

und einer kleinen Dackeldame, die sich erst einmal unter der Bank versteckte, hinter den Beinen des Begleiters.
Kira beschnueffelte den ziemlich grossen Tom und umgekehrt geschah das auch. Als man meinen konnte, dass sich die Tiere vertragen, entstand auf einmal ein heisses Gefecht zwischen den Hunden. - Die liebenswuerdige und zurueckhaltende Kira hatte dem Tom die Zaehne gezeigt. Warum, das wussten wir zunaechst nicht. Die kleine Dackelhuendin kam aus ihrem Versteck gottlob nicht noch heraus, weil Kira naemlich ueberhaupt keine Hundedamen mag! Das haette noch gefehlt, dass sie das kleine Etwas da noch gebissen haette. -
Nun, der Nachbar zog etwas beleidigt ab. Er hatte es ja gut gemeint. Spaeter fanden wir heraus, dass sich Kira und Tom wohl gut vertragen, aber nicht, wenn Tom hierher kommt. - Kira bewachte von Beginn an hier ihr Revier! Nur darum ging es. In 20 - 30 m Entfernung spielten und tobten sie miteinander.
Kira laeuft allerdings mit Herrchen zu Tom und kontrolliert dort bei ihm alle Fressnaepfe, auch die, die fuer die Katzen dort stehen! Und nicht nur einmal hat Kira einen Knochen ausgebuddelt, den Tom dort im Garten eingebuddelt hatte. Das nahm sie als Beute stolz mit heim. Allerdings hat Tom doch auch wohl von Kira gelernt:
Wenn ich das bei dir nicht darf, darfst du das bei mir auch nicht mehr machen! - So geschah es, dass Kira sich einmal vermutlich einem eingegrabenen Knochen naeherte und Tom energisch knurrte und ihr das verwehrte. - Ja, das brauchen die Hunde, dass sie sich untereinander erziehen. Sie haben da die geeigneteren Moeglichkeiten und sprechen in der Hundesprache.
Das ermoeglichen wir Kira auch oft. Noch waehrend der waermeren Jahreszeit fuhren wir mit ihr oefter an einen See oder an die Weser.

 

 

 


 

 

 

Sie holt jeden Stock und jeden Ball aus dem Wasser. Sehr oft trifft man dann auch andere Hundebesitzer, die das Gleiche vorhaben. Zuletzt unternahm sie einen Wettbewerb mit einem braunen Labradorrueden, dessen Herrchen so ein Wurfgeschoss weit ins Wasser feuerte. - Beide Hunde ins Wasser und obwohl der Ruede groesser war als Kira, war sie zuerst an der Beute. Da hat sie ja einen wahnsinnigen Ergeiz, immer schneller und besser zu sein, als ihr Konkurrent.
Danach hat man allerdings Muehe, ihr die Errungenschaft wieder abzunehmen. "Das ist meines", scheint sie zu denken, beisst aber nicht beim Wegnehmen, versucht lediglich, mit der Beute in Sicherheit zu gelangen.
Das Zusehen, wie Kira laeuft und sich verhaelt, ist schon alleine sehenswert. Sie laesst eine vornehme Zurueckhaltung erkennen, uns und anderen Menschen gegenueber. Uns gegenueber ist sie demuetig, freundlich und richtig lieb. Andere Leute muss sie erst misstrauisch beobachten. Sie geht auf Distanz und wer glaubt, dass sie aus Angst heraus so reagiert, der irrt! Wir haben es einige Male kennengelernt. - Sie beobachtet und wenn ihr die Person nicht geheuer vorkommt, dann zeigt sie es der Person auch.
"Du bist hier unerwuenscht, ich mag dich nicht, du benimmst dich falsch!" - Sie knurrt und laesst die Personen nicht aus den Augen. Anders bei den Leuten, die ihren Segen von ihr schon bekommen haben. Da schnuppert sie hoechstens, ob sie nicht noch ein Leckerchen abstauben kann. -
Den Schornsteinfeger mochte sie neulich anfangs auch nicht so sehr. Als Herrchen ihn aber ins Haus liess und mit ihm sprach, reichte es, dass sie sich auf die Lauer legte. Mit dem haben wir ja erst in einem halben Jahr wieder zu tun! Anders bei den Brieftraegern, die ja staendig wechseln. Sonst hatten wir nur immer einen.
Unsere Cleo kannte schon den Fahrstil unseres Brieftraegers. Kam ein anderer den Berg hochgefahren, meldete sie das sofort und stand dann Spalier. Fuer Kira sind das erst einmal alles Feinde, die sich hier dem Anwesen naehern. -
Uebrigens habe ich den Ausdruck "Feinde" einmal gepraegt, im Zusammenhang mit "Pass-auf". - Jetzt traue ich mich kaum, das Wort hier noch zu schreiben, denn wenn Kira das liest ............! - Spass beiseite - ich sagte neulich zu meinem Mann: "Kira denkt bestimmt, das seien Feinde." Schon rannte sie zur Tuere, bellte lautstark und kratzte an der Haustuer! -
Es half nichts, sie musste sich davon ueberzeugen, dass nichts Feindliches da war!

 

 

 

Sie kennt Herrchens Gewohnheiten ganz genau. Zieht er sich seine Ausgehjacke an und nimmt das Einkaufskoerbchen in die Hand, geht sie sofort unaufgefordert in ihren Laufstall und wartet, bis er zurueck kommt. In der Zeit darf sich keiner naehern. Dann kann sie auch aggressiv werden und hoert nicht unbedingt auf mich. - Ich gehe mal davon aus, dass sie dann die Rolle des Chefs uebernimmt. Auch eine aehnliche Situation im Auto, wenn mein Mann sie mal mitnimmt. Sie hat ihren Platz ganz hinten im Auto. Geht Herrchen mal eben in einen Laden, will nur kurz was erledigen, dann springt sie sofort auf Herrchens Platz, sitzt hinter dem Steuer! - Ich habe schon gesagt, mein Mann soll bloss nicht mal den Schluessel stecken lassen. Nachher faehrt sie noch auf und davon! - Herrchen angelt sehr gerne und kann Kira nicht mitnehmen, obwohl er es gerne taete. -
Wo das Problem liegt, werdet Ihr sagen? - Na, Kira wuerde doch die Posen aller dort sitzenden Angler aus dem Wasser holen und das als ihre Beute betrachten! Mit ihren Spruengen in die Fluten wurde sie ausserdem die ganzen Fische vertreiben. - Ausserdem ist Kira kein Hund, der stundenlang auf einem Fleck sitzen bleiben kann. Sie braucht Aufgaben und steckt voller Tatendrang. An einem dieser Angeltage wollte ich die Vertretung fuer meinen Mann uebernehmen und mit Kira Gassi-gehen. Ich oeffnete den Laufstall und lockte sie heraus. Sie wollte doch nicht da heraus kommen, lieber auf Herrchen warten. Nun, das konnte ja noch Stunden dauern. Uebers Leckerchen klappte es dann notduerftig. Den gesamten Weg hielt sie nur nach dem Auto Ausschau und nicht einmal der Anblick der Mauseloecher lenkte sie ab! Sonst buddelt sie ueberall und hat meist auch noch Erfolg. Die kleinen, ganz jungen Maeuse frisst sie sofort, waehrend Herrchen die groesseren dann tot serviert bekommt.- Ich wollte sie mit ins Haus nehmen. Nein, sie machte Zirkus, wartete im Laufstaellchen ab, bis Herrchen wieder kam. Im Sommer kamen unsere Rasenmaeher hier in den Einsatz: Schafe und Pferde.

 


Das sind beides Rassen, die sofort losrennen, sobald sie auch nur ein schreckhaftes Geraeusch hoeren. Das Losrennen mochte Kira nicht. Sie wirkte dem sehr oft entgegen, indem sie die Viecher wieder zurueck trieb, in die Mitte der Wiese. - Komisch, das hat unsere Cleo auch immer so gemacht! Sie wollen wohl das Ausreissen verhindern, muss wohl in ihrem Naturell liegen. Keiner hat ihnen das beigebracht!
Alarmstimmung kam nur immer auf, wenn der Schaefer mit seinen 3 Hunden, 2 davon Huendinnen, hierher kam. - Die Schafe duldete sie schon, aber nicht den ganzen Anhang. - Verstaendlich in ihrem Revier, nicht? - Auf der anderen Seite waren wir doch froh, wenn die Wiesen alle abgemaeht und noch geduengt wurden! Man konnte es dem Schaefer auch nicht beibringen, dass er sich mal anmeldete und wir Kira hier ins Haus holen, waehrend er seine Aktivitaeten mit den Hunden erledigte.
Eine ganze Weile versammelten sich hier die Wildkatzen, die in grosser Regelmaessigkeit hier auch Einlass verlangten und die Fenster belagerten. Eine Bekannte wollte mal ein gutes Werk tun und brachte eine Katze zum Tierheim, die sich ihre ganze Pfote wohl an einer leeren Dose im Muell aufgeschnitten hatte. Die nahmen sie nicht an. - Was hatte die Probleme, das fremde, verwundete Tier loszuwerden, musste letztendlich noch Geld bei einem anderen Tierheim hinterlassen, damit eine aerztliche Versorgung erfolgen konnte. - Man muss sich das einmal vorstellen: Da soll man fuer ein verwundetes Fundtier noch bezahlen, waehrend man sich Tiere aus fremden Laendern hierher holt!
Kira hat das ein fuer alle Male unterbunden. Es reicht ja wohl, dass die Katze der Nachbarin hier weilt! - Seitdem kommen die nicht mehr!

Cleo hatte das ja 2007 mit den fremden Katzen nicht mehr so richtig im Griff. War ja auch eine alte Dame, die mit sich genuegend Probleme hatte. Das Aufstehen fiel ihr schon schwer, geschweige noch hinter dem Viehzeug herzurennen. Sie wurde ruhiger, obwohl Katzen nach wie vor Feindbilder fuer sie waren. Die letzten Wochen vor ihrem Tod lag die Katze in Herrchens Stuhl und Cleo leckte ihr die Schnauze! - Und als Cleo nicht mehr gross aufstehen konnte, kam die Katze zu ihr, schien sie irgendwie troesten zu wollen. Auf jeden Fall leckte Cleo ihr auch die Schnauze ab! Meine Guete, im Angesicht des Todes schloss sie mit der Katzenwelt noch Freundschaft! - Ich muss mal schauen, ob ich davon noch ein Foto habe.

Neulich gab der Nachbar meinem Mann das Fett mit, dass er vom letzten Schlachten extra fuer die Vogelwelt im Winter praepariert hatte. Das bestand aus einem festen Klumpen, worin Haken, um sie in den Baum zu haengen, eingelassen waren. - Kira betrachtete das schon wieder als Beute. - Mein Mann haengte die Teile in 2 Baeume, so in etwa zwei Metern Hoehe. Er kam ohne Leiter, mit ausgestrecktem Arm gerade noch daran. Kira wollte nicht mit ins Haus und nach einer Weile schaute mein Mann mal nach dem Liebling. Das lag sie doch mit der Beute aus dem Baum, in ihrem Laufstall und hatte schon reichlich von dem Fett gefressen. - Es war uns ein Raetsel, wie sie daran gekommen war. -
Nun ja, das Teil wurde in Sicherheit gebracht. Spaeter sahen wir, dass sich Kira das andere Stueck auch aus dem Baum geholt hatte. Was muss die springen koennen! - Dann nahm mein Mann eine Leiter und brauchte das Futter fuer die Voegel ganz hoch an.
Vor ein paar Wochen erkrankte mein Mann, legte sich auf die Couch im Wohnzimmer. Das war ein Umstand, den Kira wohl nicht einordnen konnte. Herrchen lag dort noch nie, eigentlich nur in seinem Fernsehsessel. - Kira irrte regelrecht umher, wusste nicht, was sie tun sollte. Man merkte es foermlich! - Dann kletterte sie oben auf das Herrchen, der seitlich lagerte, als ob sie sich schuetzend darueber breiten wollte. - Die schmale Couch, das nicht gerade schmale Herrchen und dazu die doch grosse Kira - das konnte nicht lange gut gehen! Sie rutschte mit ihrem Hinterteil zuerst von Herrchen herunter und der Rest folgte dann. - Aber um die Situation genau zu erklaeren, muss ich sagen, dass Kira niemals auf eine Couch oder auf einen Sessel geht, genauso, wie sie sich auch nichts vom Tisch holt. - Diese Ausnahmesituation muss ihr schon mehr bedeutet haben. Oder spuerte sie die Erkrankung von Herrchen und wollte ihn beschuetzen?

 

 

Kira wurde jetzt am 20. Dezember 3 Jahre alt.
Von einem erhielt sie ein Kauwuerstchen fuer Hunde, von Herrchen einen neuen Kauknochen, einen Quietschigel, die Nachbarin opferte noch einen neuen gelben Tennisball. - Lustig, den Kauknochen wollte sie im Wohnzimmer-Berberteppich einbuddeln. Richtige Knochen schmecken ihr besser. - Das Highlight ist allerdings ein weicher Qietschhund, mit dem sie immer spielt. Da beisst sie richtig zaertlich und vorsichtig drauf herum, so dass das Teil immer etwas quiekt. Dann legt sie sich auf den Ruecken, alle Viere von sich gestreckt und bewegt das Spielzeug mit ihren Vorderpfoten und dem Mund. - Dazu singt sie dann ziemlich laut. -
Mit dem Singen hat sie es ohnehin drauf. So animiert sie Herrchen auch, laesst nicht locker, bis Herrchen mit ihr raus geht! Es macht schon wahnsinnig viel Spass mit ihr. Wir wuerden sie niemals mehr hergeben und ich glaube, sie uns auch nicht

Herrchen war ja in letzter Zeit nicht so fit. Trotzdem ging er zwischendurch immer mit Kira raus. Vor ein paar Tagen wollte sie mittags nicht mit ins Haus. Wir glaubten, sie wollte die Sonne auskosten.
Eine Viertelstunde spaeter wollte mein Mann mal nach ihr sehen. Nicht dass sie irgendwo Unsinn macht, dachte er so ganz nebenbei. Sie lag ganz friedlich in ihrem offenen Laufstaellchen auf einer Decke und nagte an einem noch blutenden, grossem Rehbein herum. Sie muss doch schon wieder gerochen haben, dass Jaeger ein Reh erlegt hatten. Das Fell war schon abgezogen. Nur an dem Blut konnte man erkennen, dass es noch nicht sehr alt war. - Ein paar Stunden zuvor hatten wir auch das Schiessen vernommen. -
Wenn das Hundchen nicht mit ins Haus will, dann wartet sie, bis die Luft rein ist, also Herrchen ausser Sicht und dann treibt sie ihr Unwesen! - Einen Jagdhund kann man in dieser Gegend nicht sich selber ueberlassen!

Unser Hund hat sich emanzipiert.
Herrchen war ja eine Weile ernsthaft krank und Kira nicht ausgelastet. Mehrfach taeglich Gassigehen, mal ein Maeuschen ausgraben und nach "Feinden" Ausschau halten, war immer drin. Allerdings nicht so, wie sonst. -
Herrchen hatte sich eine aeussere und innere Kopfrose (Guertelrose) eingefangen, musste viel Ruhe haben, war lichtempfindlich und auch sonst stark angeknackst! - Zum Erhellen des Wohnzimmers begnuegte man sich mit der Weihnachtsbeleuchtung. - Kira lag immer zu Fuessen von Herrchen, vor dem Fernsehsessel.
Neulich, als ich die Weihnachtsspuren entfernen wollte, die Lichterkette am Fenster, das Tannenzeug entfernte, richtig Licht in den Raum brachte, da sah ich die Bescherung:


 

 

 

 

Jetzt koennte man darueber streiten, ob ihr die Farbe an der Stelle nicht gefiel oder sie die Ecke an dem Teppich abrunden wollte. Es aendert nichts daran, dass dieses gute Stueck richtig unansehnlich geworden ist. - Das mittlere Stueck des Musters ist bis auf die Unterseite, die richtig massiv ist, abgeknabbert. Aber die Not macht erfinderisch.
Sobald ich eine annaehernd passende Wolle finde, bearbeite ich den Teppich, hauche der beschaedigten Mitte mit einer dicken Stopfnadel neues Leben ein. Die schadhafte Ecke wird wieder befestigt, mit einer Buerste der Flour aufgerichtet und dann drehe ich das gute Stueck. Es muss ja nicht unbedingt am Eingang des Wohnzimmers sichtbar werden.
So geht das, wenn Hundchen Langeweile hat.

 

 

 

Das ist der Hit! - Kiras Quietschie. Der mittlere Teil ist aus einem etwas stabilerem Material, waehrend der Rest relativ weich ist. Von unserer Cleo her wussten wir, dass die allesamt nicht lange quieken und ich hatte Bedenken, als mein Mann dieses Spielzeug mitbrachte. - Waehrend die ganzen Igel alleine wegen ihrer Haerte zum Knabbern reizen, bleibt Kiras Hund unbehelligt. Mit ihm vergnuegt sie sich zaertlich, beisst immer nur ein wenig darauf herum, so dass es leicht quiescht.
Wenn sie es mal etwas haerter braucht,  dann nimmt sie ihre roten und blauen Igel und noch 2 Tennisbaelle. Interessant ist, dass sie diese Teile immer zusammen, auf einem Fleck liegen hat, meist nebeneinander angeordnet. - Herrchen schmiss neulich einen Tennisball nach draussen, weil er schon total unansehnlich abgefressen aussah. - Und nach einer zelebrierten Machtprobe, wo sie sich den Ball sofort zurueck holte, mein Mann ihr aber verbot, den wieder mit ins Haus zu nehmen, vergrub sie ihn einfach im Garten. - Ja und wenn der arme Tom sich dann demnaechst ihrer vergrabenen Beute naehert, dann gibt es aber ZOFF.

 

 

 

Herrchen geht mit Kira jeden Tag 1 - 2 x zum Nachbarn, zu Tom, Kiras Spielgefaehrte. - Die beiden Hunde toben und rennen um die Wette. Der Nachbar amuesiert sich schon immer, wie Kira in hohem Bogen ueber Tom springt, flink, wie ein Wiesel. - Und kommen die beiden dann zurueck, schlaeft Hundchen. - Allerdings, sobald Herrchen sich bewegt, steht sie schon wieder sprungbereit fuer die naechste Tour. - Die ist nicht muede zu kriegen! - Hier kommt sie ja nun sehr viel heraus und kann sich austoben. Ich wage nicht daran zu denken, was mit solchen Hunden ist, die im Hause verkuemmern muessen? - Kira wuerde bestimmt alles moegliche anfressen und singen. - Sobald es dunkel wird, ist Ruhe angesagt. Dann moechte Hundchen schlafen gehen.

 

Neues von Kira
Unserem Hundchen geht es gut. Wir haben die Laeufigkeit gut ueberstanden. - Ein sehr hartnaeckiger Verehrer machte uns zu schaffen. Amuesant war ja, dass uns einer erzaehlte, er sei mit seinem Hund schon beim Tierarzt gewesen, weil der 3 Tage lang, Tag und Nacht, wie ein Wolf geheult haette. - Er glaubte, der Hund sei krank! Gefressen haette der auch nicht und seine Mieter im Hause seien schon sauer gewesen. - Das Haus steht so 1,5 km von uns entfernt!
Man hat das Gefuehl, dass Kira jetzt die Aecker und Wiesen umgraben moechte. Sie buddelt und buddelt, oft mit riesigem Erfolg! - Ob sie wohl eine Katze werden sollte, weil sie sich so auf Maeuse spezialisiert hat. - Ich glaube, wenn Kira herumlaeuft, geben alle Maeuser der Umgebung Alarm.
Mit den Rehen hat sie sich wohl schon angefreundet. Da rennt sie nicht mehr hinterher. - Leider schleppt sie dann und wann mal wieder ein Rehbein an.
Sonst hat sich Kira praechtig entwickelt. Sie ist sehr aufmerksam. So brav sie auch ist: Nicht jeder darf in ihr Revier. Sie sortiert! Wen sie nicht mag, dem zeigt sie es auch, knurrt leicht, wenn sich die Person in falsche Richtungen bewegt. - Nicht schlecht, nicht wahr? - Leider waelzt sie sich bei ihren ausgiebigen Spaziergaengen staendig. Wird Zeit, dass sie bald wieder schwimmen gehen kann.

 


April 2008

 


Wir hatten letzten Samstag Besuch. Ein junger Mann wollte doch einmal testen, ob er Kira nicht muede bekaeme. Er warf Stoeckchen und Baelle, rannte und spielte mit ihr. Es muss Kira wohl warm geworden sein, denn sie sprang ratzfatz in eine Regenwassertonne, kuehlte sich ab und es ging weiter!

 


Bei dem Nachbarn sprang sie auch zuvor schon einmal in den Fischteich, nachdem sie ausgiebig mit dem Tom, ihrem Nachbarshund gespielt hatte. Und es war schliesslich Winter. Es hat ihr wohl nicht geschadet. Vielleicht weiss Hund besser, was er sich zutrauen kann, als wir das fuer die Tiere beurteilen koennen.

Ich muss mal wieder von Kira berichten. Der Winter, der keiner war, ist vorueber und Kira ist mit Herrchen meist draussen. Sie schaut zu, was er macht, beobachtet alles und wenn es ihr zu langweilig wird, geht sie in die naechste Wiese und buddelt erst mal ein Maeuschen aus. Das beherrscht sie ja einmalig. - Kira geniesst ihr Leben hier, was man ganz deutlich spuert! Sie haengt Herrchen immer an den Schuhen. Wo der hingeht, muss sie mit. - Natuerlich schwimmt sie auch wieder unaufhoerlich im See, wovon sie nie genug kriegen kann. - Ist ja auch was anderes, als in der Regentonne, nicht wahr? - Da waere unsere Cleo nie drauf gekommen, sich dort abzukuehlen! 

 


Jedes Tier ist eben anders geartet. - Kira, die immer so demuetig und sanftmuetig wirkt, hat es doch faustdick hinter den Ohren. - Sie bewacht unaufhoerlich, laesst keinen Fremden hier hin. Schon mal verlaufen sich Wanderer und Jogger hierher. Die kratzen aber ganz schnell die Kurve. -

 


Was Kira sich aber zuletzt einfallen liess, das erschreckt uns noch heute. - Herrchen maeht immer das Gras mit einer Motorsense an den Wegraendern ab. Das kennt Kira genau. Sie geht nicht dicht daran, haelt immer Abstand zu dem Teil. - Ihr muessen wohl die Nerven durchgegangen sein, denn urploetzlich stuerzte sich Kira auf die Motorsense und wollte die angreifen - beissen! - Mein Mann riss das Geraet noch schnell zur Seite. Meine Guete, man mag nicht daran denken, was da haette passieren koennen! - Was die sich wohl dabei gedacht hat? - Es ist ja so, dass die Teile ziemlich laut sind und dass sie nerven, verstehe ich gut. - Man rechnet nur nicht mit einer solchen Reaktion bei einem Hund! - Wir sind wieder etwas klueger geworden! -

Mai 2008

Herrchen war es leid, staendig gymnastische Uebungen gegen Kiras Langeweile ausueben zu muessen. - Er schmeisst einen Ball weg - hat sich nicht einmal richtig von dem letzten Wurf erholt - da singt Kira schon wieder vor ihm: "Komm, versuch doch, mir meine Beute wegzunehmen!" Herrchen meint ja immer, Kiras Wuensche erfuellen zu muessen. Und sie kann so wunderschoen singen, ganze Arien, wenn es sein muss!
Deshalb brachte er vom Flohmarkt einen Wurfball mit, aus Hartgummi, mit einer Kordel dran. - Er rechnete sich aus, damit weiter schmeissen und Kira laenger beschaeftigen zu koennen. - Dann kam das grosse Ereignis. Kira musste den Ball suchen. Ratzfatz hatte sie ihn auch, wollte ihre Beute aber nicht abgeben. - Das wurde dann mal wieder geprobt. Und immer wieder sage ich zu meinem Mann: "Der Hund muss zu dir kommen, nicht du zu ihm!" Ich uebe mit Herrchen und Herrchen mit Hundchen. So sind wir alle beschaeftigt!
Passt auf, der Ball wurde geworfen und landete in einem Baum, der hier auf der Hangwiese steht. Kira stand unter den Baum und ueberlegte, wie sie wohl an ihre Beute kommen koennte. Mir blieb bald das Herz stehen, als ich sah, was sie fabrizierte. - Der Stamm dieses Baumes, auf dem der Ball landete, steht ziemlich schraeg an dem Hang. Die ging doch tatsaechlich ein Stueck den Baum hoch, ueber den dicken Stamm. 

 

 
Hier habe ich eine Fotomontage vorgenommen, die ungefaehr die Situation wieder geben kann. Ich schwoere, dass die Situation wesentlich gefaehrlicher aussah, als es hier auf dem Bild sichtbar wird. Das hohe Gras und die Perspektive des Fotos taeuscht ueber die wirkliche Hoehe, die Kira da erklommen hatte. Auch als sie heruntersprang, war die Hoehe zur Erde groesser, es es erscheint. Ich befuerchte, dass sie einmal ausprobieren wollte, was die Katze ihr immer vor macht, wenn sie ihr nachjagt.

Mein Mann hat sie dann zurueckgerufen, holte sich den Apfelpfluecker aus der Werkstatt und befreite den Ball. - Endlich hatte Kira ihr Spielzeug wieder. Sie nahm den Ball mit der Kordel in die Schnauze, rannte den Hang hinunter und sprang in eine alte Zinkwanne, die noch mit Regenwasser gefuellt ist, tauchte mitsamt ihrer Beute einmal unter und war wieder fit. - Sie legte sich in Herrchens Nahbereich und animierte: "So, jetzt kannst du weitermachen." Dabei ist sie trickreich mit ihrer Tonleiter - von amuesant bis total entnervend! - Letzteres kommt nur selten mal zur Anwendung, weil Herrchen vorher schon reagiert! Sie hat ihn im Griff! - Ich sage zum Spass schon immer, dass Kira bald die Baelle wegwirft und Herrchen sie holt.

 

 

 

 


 




Das ist unsere verstorbene Cleo, etwa 4 Wochen vor ihrem Tod, eine Schaeferhund-Collie-Mischung, ist 12 Jahre alt geworden, war auch ein ganz toller Hund, war ein liebenswertes Familienmitglied geworden.

Nachruf fuer unsere verstorbene Cleo
Heute, am 29. Juni 2008 ist unsere liebe Cleo schon ein Jahr tot. Wir haben sie aber nicht vergessen. Sie wird uns immer in Erinnerung bleiben. Wie schoen, dass wir sie erleben durften.

Am 29. Juni 2007 mussten wir unsere liebe Huendin Cleo einschlaefern lassen. Sie war stattliche 12 Jahre alt geworden und durfte bei uns ein glueckliches Hundeleben fuehren! Man verdraengt die Gedanken an den Tod sehr gerne und trotzdem koennen wir die Tatsache nicht ignorieren, dass einen dieses Problem irgendwann einholt. Ich muss sagen, dass ich nicht mehr um den Verlust des Tieres trauere, sondern eher zufrieden bin, die Entscheidung des Einschlaeferns getroffen zu haben! Alles andere haette mich mehr belastet.
Wir entschlossen uns 1998, auf ein schoenes Pferdegestuet zu ziehen, wo wir die Aufsicht ueber alles hatten. Dort gab es ausser den Pferden auch noch zwei Hunde, von denen eine Cleo war und der andere ein Jack Russel, der Jacky, den ich hier in einer Geschichte auch erwaehne. Die Hunde koennten auf dem Anwesen frei umher laufen und da wir sie beaufsichtigten, schlossen sie sich auch uns an. - Der Besitzer stellte die Ausgaben fuer die Hunde zur Verfuegung, Futter und Tierarztkosten. -
Alles lief wunderbar und wir verbrachten mit all den Tieren, die dort vorhanden waren, eine wunderbare Zeit! -
Aber dann aenderte sich urploetzlich alles, als der Besitzer starb! Die Erbin wollte keine Tiere auf dem Hof, sie aenderte alles und ekelte uns heraus, weil wir nicht nach ihrer Pfeife tanzen wollten. Jetzt hatte sie praktisch auch die beiden Hunde geerbt! - Der kleine Jack Russel wurde sofort privat untergebracht, die Pferde wurden abgeholt ( sehr traurig) und fuer Cleo fand man keine Verwendung! Die Erbin meldete Cleo auch noch als unseren Hund an und wir hatten jetzt die Gemeinde am Hals! -
Man sagte uns: Entweder wuerden wir jetzt das Tier uebernehmen oder es kaeme ins Tierheim! Gut und schoen - nun kamen die Auflagen: Tierhaltereignungstest, Cleo bekam einen Chip eingesetzt, eine Haftpflichtversicherung und wir mussten jetzt die Steuern fuer den Hund entrichten! - Wir haetten es nicht ueber das Herz gebracht, Cleo in ein Tierheim zu geben! Auf dem Gestuet konnten auch nicht wohnen bleiben, bei dem Ungeheuer, welches das Gut geerbt hatte! - Nun hiess es auch noch eine andere Wohnung zu suchen, mit diesem grossen Hund. Cleo war es gewohnt, in ihrem Zwinger, in ihrer Huette zu schlafen, war also kein Hund fuer die Wohnung. Wir hatten Glueck und fanden fuer uns dieses Paradies hier. Hier hatte Cleo auch noch einen Schaeferhund als Partner, den Berry. - Wir probierten es zuvor aus, ob sich die beiden Hunde auch vertragen wuerden. Es klappte wunderbar. -
Der Schaeferhund bluehte regelrecht auf. Cleo zeigte ihm wohl an, wann man zu Bellen hatte. Sie uebernahm das Kommando und Berry parierte! Cleo meinte, alles hueten zu muessen, was sie sah. Und die Sicht ist hier schon enorm. Ob es sich um Kuehe handelt, um Pferde oder Schafe ....... Cleo passte auf! Und wehe, sie kamen zu nahe an den Zaun, wollten sich mal neugierig naehern, dann scheuchte Cleo die Tiere wieder bis mitten auf die Weide! Eines Tages lief Cleo von hier davon, was man von ihr nicht kannte. Mein Mann sorgte sich und lief hinterher. Er kam ganz stolz zurueck und berichtete:
Auf der Weide waren 3 kleine Kaelbchen, vielleicht gerade mal so gross wie Cleo, die unter dem Zaun durchgeschluepft waren und auf der Strasse herum spazierten. Deshalb war Cleo ausgerissen. Sie scheuchte die Kaelbchen genau dort wieder hindurch, wo sie ausgebrochen waren! - Ist das nicht toll? Nicht dass jetzt einer denkt, dass das in unmittelbarer Naehe bei uns war. Wir hatten hier nicht mal einen Blick dorthin, weil uns das Laub der Laeume die ganze Sicht dorthin verdeckte. Und bei einem spaeteren Spaziergang lief Cleo ebenfalls mal fort. Da spazierten die Kuehe mit den Kaelbchen in der Gegend herum! Und wisst Ihr was? Sie hat die Tiere alle wieder in ihre Wiese zurueck gebracht. - Wir haben ihr das Hueten nicht beigebracht. - Das lag wohl in ihrem Naturell.
Ja auch sonst hatte Cleo einen gewissen, eigenen Ordnungssinn! - Auf dem Pferdegestuet gab es einen kleinen Teich aus eigener Quelle, worauf Enten schwammen. Sobald die Enten aus dem Wasser kamen, scheuchte sie die hinein. Einmal sass eine am Teichrand. Cleo tat ihr nichts, schubste sie allerdings ins Wasser. -
Ach ja und Voegel durften nicht auf der Erde herum laufen. Sie gehoerten nach oben. Wenn sich die Voegel im Herbst das heruntergefallene Restobst aufpickten, dann schimpfte Cleo. - Kraehen mochte sie auch nicht unbedingt. Auf den Feldern herumlaufen, das liess sie nicht zu.
Recht amuesant war aber, wie sie sich zu helfen wusste, wenn sie uns ihr Wollen anzeigte. Sie zeigte meinem Mann jede Zecke, die sich bei ihr eingenistet hatte und reagierte er mal nicht, dann ging sie hinterher und haute einem mit ihren Pfoten unentwegt in die Waden, bis er kapierte! - Man musste immer, was sie wollte. Zusammen mit ihrem Freund Berry lebte sie hier frei, gluecklich und zufrieden.
Berry durfte nur nicht an ihre Verstecke, nicht an ihre Qietschspielzeuge und nicht an ihr Fressen. Selbst wenn beide ein neues Spielzeug bekamen, brachte sie ihres in Sicherheit, meist in ihre Huette, unter die Matraze, und holte sich im passenden Augenblick Berrys Spielzeug! Dann machte sie das Piepsteil heraus und ueberliess es dann wieder Berry. Ihm goennte sie das Quieken nicht! - Welche Bedeutung das hatte, weiss ich nicht. -
Berry starb schon April 2006. Er war sehr, sehr schwer krank und musste lange leiden. Angeblich durfte der Tierarzt den Berry nicht einschlaefern, weil das das EU Recht nicht gestattet! - Das ist Bloedsinn, das haette man mir nicht erzaehlen duerfen! Ich moechte jetzt auch nicht in Details gehen, weil das zu traurig wuerde. -
Berry wollte nicht mehr aufstehen, knurrte auch alle an, die sich ihm naeherten. Ich sehe es noch heute vor mir, als Cleo zu ihm ging und brachte ihr Qietschspielzeug zu ihm! - Sie muss gespuert haben, wie es um ihn stand, sonst haette sie ihm niemals das Teil gegeben. - Das war doch wohl eine noble Geste! 2 oder 3 Tage spaeter starb Berry in der Nacht!
Mein Mann beerdigte Berry hier auf dem Anwesen und obwohl Cleo nichts davon mitbekommen hatte, trauerte sie. Sie frass nicht mehr, spielte nicht mehr. Es dauerte etliche Wochen, ehe Cleo das ueberwand.
Sie lag nur immer lustlos umher. Wir bemuehten uns, sie abzulenken und da naeherte sich auch schon Tom, der Nachbarhund, ein kastrierter Bordercollie-Ruede! - Er kam jeden Tag zu Cleo. - Einmal schnuppern, ein Kuesschen und dann lief er wieder nach Hause! Cleo wartete tagtaeglich auf ihn und er kam, treu und brav.
Der Nachbar, ein Landwirt, amuesierte sich schon wegen Tom. Er tat jeden Morgen so, als ob er nur mal eben sein Geschaeftchen machte. Und war er um die Ecke, so ausser Sicht, dann rannte er wie Teufel zu Cleo. - Er durfte eigentlich seinen Hof nicht verlassen, hatte er auch nie zuvor gemacht, erst seit Berrys Tod! - Ob er Cleos Trauer spuerte? - Also zwischen uns liegen wirkliche Entfernungen, wir koennen uns nicht sehen. - Man weiss ja auch nicht, wieviel die Tiere vom Tod mitbekommen. Es scheint mehr zu sein, als wir Menschen ahnen. -
Tom kam von da an jeden Tag , ab Cleos Todestag einige Zeit nicht mehr!
In diesem Sommer ging es Cleo schon sehr schlecht. Sie hatte Probleme, aufzustehen und zu laufen. Seit einigen Monaten bekam sie epileptische Anfaelle. Es koennte wohl im Maerz begonnen haben und das war hier im Hause. Ich glaube, wer das mal gesehen hat, vergisst das nicht mehr! Man sieht das und kann nichts tun, nicht helfen! - Der Anfall ging vorueber und man hatte das Gefuehl, dass sie sich von Tag zu Tag wieder erholte und noch am Leben erfreute. -
Die naechsten Anfaelle kamen, anfangs im Abstand von 3 Wochen, dann schon woechentlich und am vorletzten Tag 2 Anfaelle am Tag. Und dann wollte sich Cleo scheinbar verkriechen und aufgeben.
Mein Mann suchte sie ueberall und fand sie nach Stunden in einem Dickicht von Gestruepp, wo sie zuvor noch nie war, wir auch nicht. - Mit einem guten Freund befreiten sie Cleo, mussten den Ort stundenlang regelrecht frei schneiden, um ueberhaupt an das Tier heran zu kommen.
Sie luden Cleo dann in eine Schubkarre und fuhren sie nach Hause, an ihren Schlafplatz. Sie war sehr dankbar fuer diese Befreiung. Alleine waere sie dort niemals wieder heraus gekommen. - Das Ende der Aktion war um 22 Uhr - eine stundenlange Rettungsaktion!
Am naechsten Morgen rief ich frueh den Tierarzt an. Cleo konnte nicht mehr aufstehen und sie bekam auch keine Luft mehr. Wir haben sie erloest. Mit der Narkosespritze schlief sie sehr ruhig ein, waehrend wir sie streichelten. Von der Todesspritze hat sie nichts mehr gemerkt. Sie hat ihr Grab neben Berry. Wir denken sehr oft an sie und es sind lauter sehr angenehme Erinnerungen! - Man sollte in solch einem Fall seinen Egoismus, auf das Tier nicht verzichten zu wollen, ueberwinden! Keiner lebt ewig und ein Hund hat eben eine kurze Lebenserwartung!
Noch eines. Ich hatte vor Cleos Tod ueberall nachgefragt, warum Cleo wohl auf einmal so merkwuerdige Dinge frisst. Keiner konnte es mir beantworten. - Ich fragte auch in Tierforen danach. Keiner konnte es sich erklaeren. - Also, urploetzlich frass Cleo Holz, Tannennadeln, Ameisen, Loewenzahn, ja selbst den Griff meines Kuechenmessers. Alles, was man liegen liess, frass sie an! - An Cleos Todestag sagte ich es dem Tierarzt. - Der beantwortete mir das. "Cleo muss wohl sehr starke Schmerzen gehabt haben, dass sie das tat!" - Das solltet Ihr Euch mal vor Augen fuehren, wenn ein Haustier solche ungewoehnlichen Dinge frisst, was das bedeuten kann. - Uebrigens, der Schaeferhund, Cleos Freund hier auf dem Anwesen, hatte irgendwann auch solche seltsamen Gelueste. Er wurde spaeter sogar "boese", knurrte jeden an, der ihm zu nahe kam, obwohl er normalerweise keiner Fliege etwas zu leide tun konnte.
Dem hat man aber auch eine sehr lange Leidenszeit zugemutet, wurde nur 7 Jahre alt. Das hat mich schon wuetend gemacht. Ich will jetzt auch nicht die Auswirkungen seiner sehr schweren Krankheit schildern. Er war mehr, als nur ein Pflegefall. Meiner Meinung nach war er ein ueberzuechteter, sehr kranker Hund, der seine Schoenheit mit seinem Leiden bezahlen musste! - Schoen war er wirklich, ungewoehnlich schoen, aber auch ungewoehnlich schlecht entwickelt. - Durch Cleo veraenderte er sich ein wenig positiv. Es muesste wirklich verboten werden, die Tiere zwecks Geldverdienen derart zu zuechten. Ueberall, wo die Menschen in die Natur eingreifen, hinterlassen sie Unheil!

 

 


 

 

 

Ganz viel aus meinem Hundeleben

Fuer alle, die mich noch nicht kennen, moechte ich mich vorstellen:

 


Ich bin der Jacky, stolze 17 Jahre alt, ein Jack Russel Ruede und fuer meine Jahre, auch noch einigermassen fit. Wie doch die Zeit vergeht! Nun habe ich beschlossen, dass auch ich meine Memoiren schreiben lasse.
Es in Mode gekommen, dass jeder, der von sich glaubt, eine wichtige Persoenlichkeit zu sein, sein Leben, aus seiner Sicht darstellt.

 


Ich habe zwar schon graue Haare an der Schnauze, bin aber sonst doch noch ein recht respektabeler Geselle, der viel aus seinem Hundeleben berichten kann und ich denke, ich ich mich nicht in den Schatten anderer Persoenlichkeiten stellen muss. Die Leser moegen selber entscheiden, ob ein gemeinsames Essen unseres frueheren Kanzlers Schroeder mit dem russischen Praesidenten Putin ein wichtigeres Ereignis war, als die Tatsache, dass ich auf einmal 3 Maeuse gekillt habe. Das nur mal so als Vergleich erwaehnend.Der ehemalige Kanzler koennte das nicht, was ich vollbracht habe, ich haette aber besser regiert, was ich spaeter noch anfuehren moechte. Ich lebe mit meinem auch schon aelteren Frauchen alleine. Das Herrchen starb vor einigen Jahren, worauf ich Frauchen immer schoen zu troesten vermochte. Immer gelang es mir leider nicht, ihr stets ein braver Hund zu sein, obwohl ich mich bemuehte. Dabei geschehen dann auch mal Dinge, die nicht beabsichtigt sind, worueber sich Frauchen aergert. Doch zum Glueck verzeiht sie mir schnell wieder.

 


Andere Hunde mag ich nicht unbedingt, ausser meine Freundin Cleo, mit der ich aufgewachsen bin. Nun moechte ich aber mit meinen Erlebnissen beginnen, was bestimmt auch fuer die Menschen aufschlussreich ist.

 


Also, einmal fuhr mein Frauchen fuer 2 Wochen in die Schweiz, in den Urlaub, wo sie mich leider nicht mitnehmen konnte. Sie brachte mich zu meinem Ersatzherrchen auf einem Bauernhof unter. Die Gegend war mir nicht fremd, weil das mein frueheres Zuhause war. Cleo wohnte auch dort und man konnte sehr viel unternehmen. Langeweile kam dort nie auf. Cleo ist eine liebe Hundedame, nur leider viel zu gross fuer mich. Sie bermerkt ja nicht einmal, was sie mit ihren grossen Pfoten bei mir so alles anrichten kann. Ich bin zwar viel kleiner als sie, kann mich trotzdem sehr gut gegen sie wehren. Welcher Hundemann kann denn schon ertragen, wenn ihm eine Huendin koerperlich ueberlegen ist? Ich glaube, dass das bei den Menschen genau so laeuft. Aber wir beide waren uns immer einig, wenn wir auf Maeusejagd gehen konnten. Das war immer ein Gaudi. Cleo konnte ganz fantastische riesige Loecher auf der Weide buddeln, wenn wir einer Spur nachgingen. Traf sie auf Baumwurzeln, dann biss sie die einfach durch und weiter gings. Das war schon stark, solch ein Kraftpaket an seiner Seite zu wissen. Solche Zaehne muesste man haben! Ich liess ihr ja auch den Vortritt, weil sie viel schneller buddeln konnte, als ich.

 


Manchmal ging sie mir aber auch auf die Nerven, wenn sie auch noch mit mir spielen wollte. Fuer solche Albernheiten bin ich ja wirklich nicht mehr zu haben. Knurrte ich, fletschte die Zaehne, kapierte sie das und hoerte auch damit auf. Die bloeden Spiele, wie Stoeckchen-holen, die machte Cleo gerne mit den Menschen. Die koennten ihr pausenlos einen Stock wegwerfen. Sie holte ihn immer wieder. Hatten die Menschen keine Lust mehr, dann stellte sie sich hin und bellte, womit sie ausdruecken wollte: Mach weiter! Ich dachte nur so bei mir: Das Maedchen muss auch irgendwann Federn lassen und wird dann auch ruhiger. Ich erlebte schon, dass sie ganze Aeste anschleppte, wenn sie spielen wollte. Bei aller Freundschaft, da suche ich mir lieber eine lohnendere Freizeitbeschaeftigung aus. Doch wir haben auch eine Menge an gemeinsamen Interessen. Ging es darum, eine Katze zu jagen, war ich immer mit von der Partie. Unter uns gesagt, haben wir ja noch nie eine packen koennen, aber wir duldeten auch keine in unserem Revier. Es sind Feiglinge, denn die meisten rennen nicht nur weg, sie klettern auch  noch auf die Baeume, so dass wir Hunde nur noch zuschauen koennen. Vielleicht aergert uns das auch an den Katzen so sehr. Ich habe zwar schon davon gehoert, dass sich manche Hunde mit Katzen vertragen, doch bei Cleo und mir ist das ausgeschlossen.

 


Kam mal Langeweile auf, dann scheuchten wir auch schon mal die Pferde auf der Weide durcheinander. Die rannten ja sofort los, wenn wir auch nur bellend ankamen. Man musste nur hoellisch aufpassen, dass sie nicht nach hinten austraten. Cleo wurde leider schon mal getroffen und hatte ihr Bein gebrochen. Ich reagierte da stets cleverer und hielt immer reichlichen Abstand. Mir reichte es eigentlich schon, wenn die Pferde vor mir davonrannten. Ueberigens machte es auch maechtig Spass, wenn unser Herrchen in den Huehnerstall ging.

 

Ueberall waren dort Maeuse. Ich stritt meistens mit Cleo, wer zuerst durch die Tuer gehen durfte. Sie schob mich oft richtig an die Seite, mit ihrem Gewicht, was ich ziemlich unfair fand. Doch als kleinerer Hund habe ich auch so meine Vorteile. Ich kam in jede Ecke, Cleo nicht! Ausserdem konnte ich besser springen. Keine Maus war vor mir sicher. Und ueber meine Schnelligkeit staunten selbst die Menschen. Zum Gluck zaehlten wir Hunde unsere Beute nicht. Ab und zu ueberliess ich Cleo auch mal eine Maus. Dann hatte sie auch ihr Erfolgserlebnis. Einmal sprang ich in eine Futterkiste. Da labten sich gleich 3 Maeuse drin. Das war ein dreifacher Erfolg. Die gab es nun nicht mehr.  Hoert sich vielleicht etwas grausam an, aber schliesslich gehoert man zu der Rasse der Jagdhunde. Nochmal zu den Maeusen: Komisch, dass die Menschen so etwas nicht riechen koennen. Wozu die wohl ihre Nasen haben? Aber da ich gerade ueber die Menschen rede, so muss ich sagen, dass sie fuer mich ein Raetsel bleiben. Alleine diese komplizierte Sprache! Was die so alles reden und dann meinen sie auch noch, dass wir Hunde das alles verstehen koennen, was sie sagen. Unter uns gesagt, verstehen wir schon sehr viel. Doch oft ist es besser, wenn man sich dumm stellt. Unter uns Hunden haben wir das wesentlich einfacher geregelt. Egal, in welchem Land wir sind und welche Sprache dort gesprochen wird, unser Knurren und Bellen versteht jeder Hund. Auch die Menschen koennen damit etwas anfangen. Wenn es notwendig ist, straeuben wir auch schon mal unser Fell. Meist reicht es dann auch schon. So einfach ist eine Verstaendigung! Wenn man es richtig ueberlegt, sollten die Menschen das mal von uns Hunden uebernehmen. Ist bestimmt nur etwas Uebung noetig! Ich bitte darum, aber nicht die Hunde zu beruecksichtigen, die immer bellen. Die kann man ja ohnehin nicht fuer voll nehmen, weil sie dumm sind. Sie sind eine Schande fuer die Hundewelt. Doch bei den Menschen gibt es ja auch die schwarzen Schafe. In diese Kategorie gehoeren diese Beller auch.

 


Ich moechte noch einmal auf die einfache Verstaendigung hinweisen. Wir kaempfen unter uns Hunden auch schon mal. Deshalb zetteln wir aber doch keine Kriege an, so wie manche Menschen das tun. Die Hundebesitzer wollenuns aber immer etwas beibringen, statt mal von uns zu lernen. Waere es denn nicht besser fuer die Menschheit, wenn die Politiker das Knurren und Bellen von uns uebernehmen koennten? Ist ja nur ein Denkanstoss von mir. Dann brauchten die Menschen und Tiere nicht das ausbaden, was die Politiker anzetteln.

 

Wetten, dass es dann friedlicher auf der Welt zuginge? Und das eingesparte Geld, was diese elenden Kriege kosten, koennte Menschen und Tieren auf der ganzen Welt zur Verfuegung gestellt werden. Dann brauchte keiner mehr hungern! Vor Jahren war ich mal ganz bekannt, weil ich zum schoensten Jack Russel Deutschlands erkoren wurde. Meinem damaligen Herrchen reichte das aber nicht. Er fuhr mich auch noch zu den Europameisterschaften, wo ich ebenfalls siegte. Am Ende musste ich dann auch noch bei der Weltmeisterschaft antreten, wo ich trotz grosser Konkurrenz gewann. Was brachte mir das? Ich moechte nicht mehr an diese Zeiten denken. Nicht mal eine Scheibe Wurst bekam ich extra. Diese dauernden Diaeten! Ich habe oftan Claudia Schiffer und andere Models gedacht. Das ganze Leben nur eine einzige Diaet. Oft genug musste ich mir was stehlen und wenn es nur ekeliges Katzenfutter war. Dabei fresse ich eigentlich gerne und viel. Meinem Herrchen ging es ja nicht um mich. Nein, er bekam von den Zuechtern mehr Geld fuer mich, mit diesen Titeln. Und als ich dann aelter wurde, wollte er mich ohnehin nicht mehr. Aber ich hatte grosses Glueck und kam mit 8 Jahren noch in ein wunderschoenes Zuhause. Ich habe mich oft gefragt, warum die Menschen einen Hund, der ihnen treu ergeben ist, nach seiner Schoenheit bewerten? Das tun wir Hunde nicht. Uns ist es egal, wie Herrchen oder Frauchen aussehen. Hauptsache sie sind lieb. Und das danken wir Hunde tagtaeglich mit unserer absoluten Treue. Das heisst aber nicht, dass wir nicht auch mal ungehorsam sind, obwohl wir das oft nicht mal wollen.

 


Nun erzaehle ich Euch aber, wie ich mal zu 2 Steaks kam: Auf freiwillige Gaben der Menschen kann man da nicht bauen. Aber der Reihe nach. Frauchen legte morgens 2 Steaks auf die Spuele zum Auftauen, die sie wohl mittags zubereiten wollte. Die ganze Kueche roch koestlich nach diesem Fleisch, was die Menschen ja nicht riechen koennen. Als Frauchen auf einmal sagte: Jacky geh in Dein Koerbchen, da wusste ich, dass sie wieder alleine zum Einkaufen fuhr. Ich achtete noch darauf, dass sie das Auto aus der Garage fuhr und aus der Sicht verschwand. Die Rueckkehr konnte dauern, weil sie unterwegs immer irgendwelche Leute traf, mit denen sie redete. Und waehrend ich so alleine in der Kueche herumschnupperte, ertappte ich mich, dass ich urploetzlich mitten auf der Spuele stand, direkt neben diesem herrlichen und koestlichen Fleisch. Zuerst leckte ich es etwas ab, weil es ja auch noch sehr kalt war. Dann dachte ich daran, dass es jetzt die Menschen ohnehin nicht mehr verspeisen wuerden, wo ich schon mal dran war. Und deshalb hatte ich auch kein ganz schlechtes Gewissen, als ich das erste Stueck Steak gleich an Ort und Stelle verspeiste. Was man hat, das hat man, nicht wahr? Das zweite Stueck packte ich mir zwischen die Zaehne und sprang von der Spuele herunter. Gerade wollte ich es genuesslich auf dem Teppich verzehren, hoerte ich, wie Frauchen schon wieder die Haustuer aufschloss. Meist blieb sie immer so lange weg. Ausgerechnet jetzt kam sie so schnell wieder, wo ich meine Beute noch nicht verzehrt hatte. Aber das laeuft ja meistens so.

 


Es war Mittwoch, wo sie immer zum Markt fuhr. Ich entwickelte einen Plan..........!

 


Nachdem ich hoerte, dass Frauchen wegfuhr, schnupperte ich mal an der Spuele. Mir lief schon das Wasser im Mund zusammen. Wie gut das roch! Wie kriege ich bloss die Tuere auf? Ich kratzte mehrfach mit der Pfote daran. Die Tuer ging nicht auf. Meine Nase nahm ich zur Hilfe und die Zaehne, denn das war nicht die erste Tuere, die ich oeffnete. Ihr glaubt nicht, welche Qualen das waren. Dauernd quetschte ich meinen Riecher, wenn sie ein Stueck geoeffnet war und dann wieder zusprang. Und dennoch schaffte ich es.

 


Schliesslich bin ich nicht umsonst Weltmeister geworden An dieser Stelle muss ich aber mal loswerden, dass die Kuechen bestimmt nicht hundefreundlich eingerichtet sind. Meine Planungen saehen da wesentlich anders aus. Aber wer fragt uns Hunde denn schon? Das aber mal an anderer Stelle. Nun zu meiner Beute, der Dose. Ja, die Gabel steckte immer noch darin. Auf sie konnte ich gut und gerne verzichten. Ich leckte erst einmal daran herum, als die Dose ploetzlich umfiel und mir auch schon die Loesung fuer mein Vorhaben lieferte. Die darin befindliche Gabel blieb irgendwann, irgendwo liegen, weil ich mich an das Innere der Dose heran gemacht hatte. Wohl dem, der seinen Riecher in so eine Dose hineinstecken kann. Doch bloede bin ich ja nicht. Durch meine ganzen Versuche rollte die Dose immer weiter, durch mehrere Zimmer, bis sie am Ende hinter Frauchens bester Couch landete. Da war das Ende erreicht und ich konnte mir in aller Ruhe alles dort heraus angeln, was waehrend des Rollens gar nicht so einfach war. Es waren immer noch Reste in der Dose vorhanden, an die ich aber leider nicht dran kam. Ausserdem bestand ja auch noch die Gefahr, dass ich mir die Schnauze an dem scharfen Blechrand offen schnitt. Das Ganze hatte mich auch leicht ermuedet, so dass ich von weiteren, unsinnigen Aktionen Abstand nahm.

 


Ich ging noch einmal in die Kueche, um nachzusehen, ob ich noch Spuren zu verwischen hatte. Da sah ich doch die Gabel noch mitten im Zimmer liegen. Ich schleckte noch ein wenig gelangweilt daran, als ich bemerkte, dass ich sie immer weiter schob, zuletzt bis unter einen Teppich. Da war ich mit meiner Aktion zufrieden. Kein Mensch konnte von mir verlangen, dass ich mit der Gabel auch noch auf die Spuele springen, um sie dort zu entsorgen. Lebensmuede bin ich nun wirklich nicht. Und wer weiss, was wieder alles auf der Spuele herumstand. Am Ende bekam ich auch noch die Schimpfe, wenn etwas herunter fiel. Jetzt brauchte ich aber dringend Ruhe. Bin ja nicht mehr der Juengste.

 


Wenn Frauchen kam, musste ich ja auch wieder das uebliche Zerimonell veranstalten, zur Begruessung.
Man hat es auch als Hund nicht so leicht, koennt Ihr mir glauben. Von wegen Diaet! Davon habe ich genug. Bei jedem Massenandrang von Hunden denke ich wieder an diese bloeden Ausstellungen. Glaubt mal nicht, dass man gleich auf den Laufsteg kommt. - Alles wird gemessen und notiert. Die interessierten sich auch noch fuer mein kleines Schwaenzchen, wozu ich sagen muss, dass es an mir wirklich interessantere Objekte gibt. Doch so sind die Menschen. Wie lang sind die Beine, wie die Zaehne? Was haben die davon, wenn man der schoenste Jack Russel der Welt ist? Die sollen mich so lieben, wie ich bin.

 


Aber unsereiner will ja keinen Aerger haben. Dann gehe ich eben vom Sessel herunter und wenn keiner mehr hinschaut, lege ich mich wieder dorthin. Kommt immer drauf an, wer ausdauernder ist. Ich reagiere ohnehin erst, wenn der Tonfall aergerlich wird. Oft genug geben die Menschen vorher auf. Wuerden sie die Zaehne fletschen, knurren und ihr Fell straeuben, wuerde man eher reagieren. Das ist ja, was ich immer sage.

 

 

 

Unser Ausflug an die Weser

 


Ich muss Euch jetzt einmal von einem ganz interessanten Ausflug an der Weser berichten. Ausser in der Badewanne und in der Dusche war ich noch nie in einem so grossen Wasser. Ich habe mich zwar schon mal im Sommer im Wald in einer Pfuetze abgekuehlt, doch so ein grosses Wasser, wie die Weser, war mir fremd.
Natuerlich hatte ich vorab Bedenken, dort hineinzugehen, doch was tut man fuer eine Abkuehlung nicht alles.- Es war schrecklich heiss und der feuchte Sand am Ufer liess ahnen, was mich erwartete. Probieren geht ueber studieren, ist mein Motto. Da ging Cleo doch schnurstraks in diese grosse Badewanne hinein. Mit einer Geste deutete sie mir an, dass ich auch kommen sollte, was ich dann tat. Wisst Ihr was? Das war ja viel besser, als bei uns zu Hause in der Badewanne oder in Frauchens Dusche. Eine herrliche Abkuehlung! Was tat das gut! Noch weiter hinein ging ich aber nicht, weil mir das Ganze doch fremd war. Die Gefahren konnte ich nicht abschaetzen, die da auf mich lauerten. Dazu muesste man richtig schwimmen koennen. Zu Hause, in Frauchens Badewanne, da brauchte ich nie schwimmen, weil immer sehr wenig Wasser drin war. Aber ich begann mal in Ufernaehe mit meinen Schwimmversuchen. Aber hin und wieder kamen starke Wellen auf, die das Wasser ganz schoen schaukeln liessen, was mich wieder verunsicherte. In dieser grossen Badewanne fuhren naemlich ab und zu richtige Schiffe und Motorboote. Ich blieb lieber in sicherer Ufernaehe. Aber ich habe auch etwas entdeckt. -

 

In der grossen Badewanne gibt es Fische. Die kenne ich, weil Frauchen ein Aquarium hat. Ich habe schon immer ueberlegt, wie ich in deren Naehe komme, denn es koennte ja sein, dass die wie Steaks schmecken. - Probieren geht ueber studieren, nicht wahr? Man muesste tauchen koennen, um weiteren Geheimnissen auf die Spur zu kommen. Es muss ja nicht alles an einem Tag geschehen. Man ist ja nicht mehr der Juengste. Doch weshalb Frauchen noch nicht mit mir hier war, das wundert mich. Und die faehrt so weit weg in Urlaub, wo es doch hier in der Naehe so schoen ist. Aber so sind die Menschen, mir unbegreiflich. - Ich wuerde sehr gerne mehr erkunden und am liebsten mit Cleo. Zu zweit macht es doch viel mehr Spass. Vielleicht kann ich Cleo das noch schmackhaft machen. Bis jetzt hat sie ja nur das Stoeckchenholen im Sinn, auch im Wasser. Das ist alles nicht mein Ding. Ich mache ohnehin nicht gerne, was andere von mir erwarten. Vielleicht sollte ich noch erwaehnen, dass ich ausser Cleo andere Hunde nicht mag. Einige haben mich in der Vergangenheit schon grundlos gebissen, weshalb ich heute nicht mehr lange fackele. Wer in mein Revier kommt, den beisse ich zuerst. Die Tieraerzte haben mir schon einige dicke Rechnungen zu verdanken.  Ich stecke aber nie zurueck.

 



Frauchen ist wieder zurueck

Alles hat mal ein Ende, so auch dieser Urlaub. Ich bin wieder bei meinem Frauchen.

 


Es geht hier doch wesentlich ruhiger zu, als bei Cleo. Fuer einen Urlaub war das ja ok, doch neben Frauchen auf der Couch zu liegen und gestreichelt zu werden, dafuer gibt es keinen Ersatz. Und wenn Langeweile aufkommt, da bin ich ziemlich einfallsreich.

 


Ich erwaehnte ja schon, dass Frauchen meist alle Tueren schliesst, wenn sie alleine zum Einkaufen faehrt. - Jetzt habe ich den Bogen heraus, wie man sie oeffnen kann! Ich brauche nur auf eine passende Gelegenheit warten.

 


Frauchen zog sich an, ich musste wie immer in mein Koerbchen, sie schloss die Tueren und rief mir zum Schluss zu: Jacky, ich komme bald wieder. Sei schoen lieb. - Ich lauschte noch eine Weile, hoerte sie aber dann mit dem Auto wegfahren. - Schon begann ich meine Streifzuege. Ich sprang einige Male an die Tuerklinke und schon hatte ich diese Barriere beseitigt. Beim Schnuppern in alle Ecken des Zimmers entdeckte ich einen Teewagen. An dieser Stelle witterte ich was Fressbares. Sehen konnte ich nichts, aber ahnen, musste also riskieren, auf den Teewagen zu springen. Meinem Geruchssinn entging ja nichts.

 


Mit einem Satz stand ich auch schon auf dem laestigen und scheusslichen Monstrum, was beinahe boese geendet haette, weil ich ins Rutschen kam. Warum die Menschen auf allen Moebeln wohl diese graesslichen glatten Oberflaechen haben, dazu die Deckchen aus allen moeglichen Materialien? Das ist total ueberfluessiges Zeug. Vor allen Dingen muessen sie ja auch mal an uns Hunde denken, die wir mit in deren Haushalt leben. Also, im letzten Augenblick konnte ich noch meinen Absturz und auch das Herunterfallen einer Glasschuessel verhindern. Was das wieder Zirkus mit Frauchen gegeben haette. Man kann mir ja nachsagen, dass ich kriegerisch mit anderen Hunden umgehe, doch Dummheit kann mir keiner vorwerfen.

 


Also, in dieser Glasschuessel schien etwas Verwertbares zu sein. Nur das Teil war mit einem doch recht schweren Deckel geschlossen. Gut zu fassen war dagegen ein runder Glasknopf, den ich mit meinen Zaehnen packte und daneben legte. Ich ging der Sache auf den Grund und glaubte schon am Ziel zu sein, da waren doch die Kostbarkeiten alle noch einmal in Silberpapier eingepackt. -

 

Diese Menschen - komplizierter geht es kaum. Alles Blendwerk, etliche Male eingepackt und am Schluss muss es doch wieder ausgepackt werden, um es geniessen zu koennen. - Vor mit lagen Pralinen, natuerlich in Silber- und Goldpapier gehuellt. - Die Menschen stoehnen ueber die Muellberge. Sie tragen selber die Schuld hierfuer. Was produzieren wir Hunde denn? Nur mal so als Vergleich dazu? Ausser meinem Haeufchen, auf einer Wiese, was ja noch als Dung dient, gibt es bei mir keine Reste, keine Ueberbleisel. Ich fresse alles auf, so eine Art lebender Muelleimer eben. Kann man sehen, wie man will, aber ich bin eben umweltbewusst. Und darum wollte ich mich jetzt auch um diese Pralinen kuemmern, ehe Frauchen zurueck kam. Ich biss in eine hinein, quaelte mich mit dem Silberpapier herum, spuckte es immer wieder aus und stellte fest, dass sie schrecklich schmeckte. Ich glaube, dass da Alkohol drin war. Tut mir leid, aber ich musste das ausspucken. Bei den naechsten Pralinen versuchte ich das auch, leckte sie zum Teil auch nur ab und hatte bald die Nase voll vom diesem Zeug. Ich verliess den Platz, muss ja zugeben, dass er nicht mehr so ordentlich aussah, wie zuvor. Waere da Fleisch oder Wurst drin gewesen, haette ich alles sauber geleckt verlassen. Aber so????  Frauchen muss sich auch viel besser auf mich einstellen. -

 

 

 

Jetzt erst einmal herunter von diesem Monstrum. Das braucht Frauchen mir nicht mehr verbieten. Freiwillig springe ich nicht mehr darauf, es sei denn, dass da Steaks liegen. Wieder auf der Erde gelandet, ueberlegte ich, dass ich jetzt gerne auf der Couch liegen wuerde. Ja, die Tuere war verschlossen. Ich sprang wieder an die Klinke, vier oder fuenf Mal und ich konnte auf die Lieblingscouch. Direkt darueber war ein Fenster. Ich wollte einen Blick nach draussen werfen, da passierte auch schon wieder ein Malleur.

 


Ausgerechnet, wo ich hochspringen wollte, stand ein bloeder Blumentopf. Der fiel herunter und der Inhalt verteilte sich auf der Couch. Das gab wieder Aerger! Aber mal ehrlich: Habe ich denn Blumentopf da hingestellt? Blumen gehoeren in den Garten. Da koennte ich wenigstens mal ab und zu mein Bein dran heben. Aber Blumen vor ein Fenster, wo man herausschauen will? Mir wurde ganz mulmelig, wenn ich an Frauchens Rueckkehr dachte. Kurz darauf hoerte ich auch schon das Auto in die Garage fahren. Jetzt musste ich mir was ganz Besonderes einfallen lassen. Ich war mir meines Charmes bewusst und konnte zaubern, wenn es darauf ankam.

 


Als Frauchen die Tuere aufschloss, holte ich meinen Kauknochen und bot ihn ihr an. Sie wollte ihn scheinbar nicht, freute sich aber trotzdem ueber meine Geste. Ich sprang mehrfach an ihr hoch, wedelte ganz, ganz flink mit meinem Schwaenzchen, waehrend sie sofort in die Kueche ging und ihre Einkaeufe auspackte.

 


Ein Blick ins Herrenzimmer reichte ihr. Jacky, was hast Du denn wieder gemacht? Ich legte mich auf den Ruecken, alle Viere von mir gestreckt und wedelte dazu mit dem Schwaenzchen. Das heisst: Verzeih mir bitte!

 


Mir tut es ja auch leid, als ich sah, welche Arbeit da mit dem Saubermachen wieder verbunden war. Nur gut, dass eine Wolldecke auf dem Sofa lag. Die brauchte sie nur wieder ausschuetteln und waschen. Nachdem sie eine andere Decke auf die Couch legte, setzte sie sich dort hin. - Das war auch schon der Augenblick, wo ich immer zu ihr ging, um zu schmusen. Ich ging langsam aus meinem Koerbchen, die Lage abwartend taxierend, als Frauchen auch schon rief: Ja, dann komm doch hierher. Das liess ich mir nicht zweimal sagen und sprang aufs Sofa. Das waren immer sehr schoene Augenblicke fuer uns. Allerdings hatte sie ja das mit den Pralinen noch nicht gesehen. - Das werde ich auch noch ueberleben, dachte ich so bei mir und genoss in vollen Zuegen Frauchens Streichelei. Sie konnte mir nie lange boese sein.

 


Man hat es auch als Hund nicht einfach, weil man nie voraussehen kann, was so alles passieren kann. Waere alles hundegerecht angeordnet, dann wuerde ich ja nicht klagen. Doch die Menschen nehmen ja bei der Einrichtung eines Hauses keinerlei Ruecksicht auf einen Hund. - Alles Ueberfluessige kaeme weg. Alle Oberflaechen der Moebel waeren angerauht, nicht glatt, Spuelmaschine brauchte man nicht, weil das Geschirr abgeleckt werden koennte. Hundefutter sollte nur in flachen Gefaessen gekauft werden, welches die Hunde leicht oeffnen koennten. Die Tueren sollten so beschaffen sein, dass sie sich oeffnen, wenn einer davor steht. Blumen muessten in den Garten entfernt werden, Tischdecken gehoeren nicht auf die Tische. Sie bedeuten eine Rutschgefahr. Ich wuerde fuer alles, hundefreundliche und rauhe Oberflaechen anordnen, wo sich ein Hund auch festkrallen kann. Gardinen muessten von den Fenstern entfernt werden.

 


Alles wuerde etwas vereinfacht werden. Und mit dem Knurren und Zaehnefletschen koennte man schon mal langsam beginnen, so als Uebung fuer die Menschen.
Das bin ich in Natura, fast 17 Jahre alt

 


 

 

 

April 2008

 

Heute bekam ich eine Nachricht, die mich einerseits erleichterte, aber auch etwas betruebte. Der Jacky musste eingeschlaefert werden. Er wurde stolze 17,5 Jahre alt. Er war schon ein Pflegefall, hatte noch schoene und erfuellte Jahre bei seinem Frauchen. Davon konnte ich mich immer wieder ueberzeugen. Ich brauche nicht schreiben, dass das Leben fuer den Hund zum Schluss eine Quaelerei war. - Jacky war ein ganz interessanter und sehr kluger Hund, der immer den Schalk im Nacken hatte, frueher immer fuer alle Streiche gut war, aber auch wusste, was er wollte. - Jedem gestattete er das Anfassen nicht. - Klein - aber oho!

 


Im letzten Jahr hatten wir Jacky noch hier 2 Wochen in Pflege, als sein Frauchen Urlaub machte. Zu der Zeit ging es ihm schon sehr schlecht. Nicht nur, dass er blind und taub war, er kippte auch oft um und es gab Augenblicke, wo er keinerlei Orientierung mehr besass. Wir nahmen ihn mit nach draussen, in den Garten, Kira mit dabei, die ihn wirklich respektierte, auch seine schlechte Verfassung. Wir sperrten alles ab, dass er sich nicht irgendwohin verirrte und evtl. noch eine Boeschung herunter stuerzte. Er lief stumpfsinnig an den Grenzen umher und verfolgte meist seine eigenen Spuren der letzten Runde, nehme ich mal an! Wenn man Jacky einmal zuvor erlebt hatte, kannte man ihn nicht mehr wieder. -

 

Es war kein Leben mehr in ihm. Ich haette ihm einen frueheren Abgang von dieser Welt gegoennt, denn seine letzte Lebenszeit war alles andere als rosig! - Da verstehe ich auch nicht den Egoismus der Besitzer. - Natuerlich liebt jeder sein Tier und von ihm Abschied zu nehmen, bedeutet einen grossen Verlust zu erleiden. - Ich liebe aber Tiere viel zu sehr, als dass ich ihnen solches Leid zumute noechte. - Bei unserer Cleo war die Entscheidung auch sehr, sehr schwer. Ich habe es mir nicht einfach gemacht. Es gab aber immer noch Tage zwischen ihren Anfaellen und deren Auswirkungen, wo sie den Eindruck machte, dass sie noch Freude am Leben hatte. -

 

So lange sollte sie leben! - Nach ihrer eigenen Entscheidung, sich an einen Ort zum Sterben zu verkriechen, praktisch in ein "Niemandsgelaende", wo von der Natur alles zugewuchert war war, da haben wir sie noch befreit und durch einen Tierarzt erloesen lassen! Das ist jetzt ihr Grab, neben ihrem Schaeferhundfreund Berry, der mit ihr hier zusammen lebte. Die beiden ruhen da wirklich sehr schoen.

Ich habe noch Fotos gespeichert, allerdings auf meinem alten Computer. Mein Sohn will mal sehen, ob er davon noch etwas retten kann. Darauf ist Jacky mit Kira zu sehen, wie sich hier im Garten herumlaufen.

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