NUR GEMEINSAM SIND WIR STARK.

Der Trog, aus dem die Schweine fressen, ist immer der Gleiche.

Es sind nur die Schweine, die sich ändern.

 

   

 




Das ist unsere verstorbene Cleo, etwa 4 Wochen vor ihrem Tod, eine Schaeferhund-Collie-Mischung, ist 12 Jahre alt geworden, war auch ein ganz toller Hund, war ein liebenswertes Familienmitglied geworden.

Nachruf fuer unsere verstorbene Cleo
Heute, am 29. Juni 2008 ist unsere liebe Cleo schon ein Jahr tot. Wir haben sie aber nicht vergessen. Sie wird uns immer in Erinnerung bleiben. Wie schoen, dass wir sie erleben durften.

Am 29. Juni 2007 mussten wir unsere liebe Huendin Cleo einschlaefern lassen. Sie war stattliche 12 Jahre alt geworden und durfte bei uns ein glueckliches Hundeleben fuehren! Man verdraengt die Gedanken an den Tod sehr gerne und trotzdem koennen wir die Tatsache nicht ignorieren, dass einen dieses Problem irgendwann einholt. Ich muss sagen, dass ich nicht mehr um den Verlust des Tieres trauere, sondern eher zufrieden bin, die Entscheidung des Einschlaeferns getroffen zu haben! Alles andere haette mich mehr belastet.
Wir entschlossen uns 1998, auf ein schoenes Pferdegestuet zu ziehen, wo wir die Aufsicht ueber alles hatten. Dort gab es ausser den Pferden auch noch zwei Hunde, von denen eine Cleo war und der andere ein Jack Russel, der Jacky, den ich hier in einer Geschichte auch erwaehne. Die Hunde koennten auf dem Anwesen frei umher laufen und da wir sie beaufsichtigten, schlossen sie sich auch uns an. - Der Besitzer stellte die Ausgaben fuer die Hunde zur Verfuegung, Futter und Tierarztkosten. -
Alles lief wunderbar und wir verbrachten mit all den Tieren, die dort vorhanden waren, eine wunderbare Zeit! -
Aber dann aenderte sich urploetzlich alles, als der Besitzer starb! Die Erbin wollte keine Tiere auf dem Hof, sie aenderte alles und ekelte uns heraus, weil wir nicht nach ihrer Pfeife tanzen wollten. Jetzt hatte sie praktisch auch die beiden Hunde geerbt! - Der kleine Jack Russel wurde sofort privat untergebracht, die Pferde wurden abgeholt ( sehr traurig) und fuer Cleo fand man keine Verwendung! Die Erbin meldete Cleo auch noch als unseren Hund an und wir hatten jetzt die Gemeinde am Hals! -
Man sagte uns: Entweder wuerden wir jetzt das Tier uebernehmen oder es kaeme ins Tierheim! Gut und schoen - nun kamen die Auflagen: Tierhaltereignungstest, Cleo bekam einen Chip eingesetzt, eine Haftpflichtversicherung und wir mussten jetzt die Steuern fuer den Hund entrichten! - Wir haetten es nicht ueber das Herz gebracht, Cleo in ein Tierheim zu geben! Auf dem Gestuet konnten auch nicht wohnen bleiben, bei dem Ungeheuer, welches das Gut geerbt hatte! - Nun hiess es auch noch eine andere Wohnung zu suchen, mit diesem grossen Hund. Cleo war es gewohnt, in ihrem Zwinger, in ihrer Huette zu schlafen, war also kein Hund fuer die Wohnung. Wir hatten Glueck und fanden fuer uns dieses Paradies hier. Hier hatte Cleo auch noch einen Schaeferhund als Partner, den Berry. - Wir probierten es zuvor aus, ob sich die beiden Hunde auch vertragen wuerden. Es klappte wunderbar. -
Der Schaeferhund bluehte regelrecht auf. Cleo zeigte ihm wohl an, wann man zu Bellen hatte. Sie uebernahm das Kommando und Berry parierte! Cleo meinte, alles hueten zu muessen, was sie sah. Und die Sicht ist hier schon enorm. Ob es sich um Kuehe handelt, um Pferde oder Schafe ....... Cleo passte auf! Und wehe, sie kamen zu nahe an den Zaun, wollten sich mal neugierig naehern, dann scheuchte Cleo die Tiere wieder bis mitten auf die Weide! Eines Tages lief Cleo von hier davon, was man von ihr nicht kannte. Mein Mann sorgte sich und lief hinterher. Er kam ganz stolz zurueck und berichtete:
Auf der Weide waren 3 kleine Kaelbchen, vielleicht gerade mal so gross wie Cleo, die unter dem Zaun durchgeschluepft waren und auf der Strasse herum spazierten. Deshalb war Cleo ausgerissen. Sie scheuchte die Kaelbchen genau dort wieder hindurch, wo sie ausgebrochen waren! - Ist das nicht toll? Nicht dass jetzt einer denkt, dass das in unmittelbarer Naehe bei uns war. Wir hatten hier nicht mal einen Blick dorthin, weil uns das Laub der Laeume die ganze Sicht dorthin verdeckte. Und bei einem spaeteren Spaziergang lief Cleo ebenfalls mal fort. Da spazierten die Kuehe mit den Kaelbchen in der Gegend herum! Und wisst Ihr was? Sie hat die Tiere alle wieder in ihre Wiese zurueck gebracht. - Wir haben ihr das Hueten nicht beigebracht. - Das lag wohl in ihrem Naturell.
Ja auch sonst hatte Cleo einen gewissen, eigenen Ordnungssinn! - Auf dem Pferdegestuet gab es einen kleinen Teich aus eigener Quelle, worauf Enten schwammen. Sobald die Enten aus dem Wasser kamen, scheuchte sie die hinein. Einmal sass eine am Teichrand. Cleo tat ihr nichts, schubste sie allerdings ins Wasser. -
Ach ja und Voegel durften nicht auf der Erde herum laufen. Sie gehoerten nach oben. Wenn sich die Voegel im Herbst das heruntergefallene Restobst aufpickten, dann schimpfte Cleo. - Kraehen mochte sie auch nicht unbedingt. Auf den Feldern herumlaufen, das liess sie nicht zu.
Recht amuesant war aber, wie sie sich zu helfen wusste, wenn sie uns ihr Wollen anzeigte. Sie zeigte meinem Mann jede Zecke, die sich bei ihr eingenistet hatte und reagierte er mal nicht, dann ging sie hinterher und haute einem mit ihren Pfoten unentwegt in die Waden, bis er kapierte! - Man musste immer, was sie wollte. Zusammen mit ihrem Freund Berry lebte sie hier frei, gluecklich und zufrieden.
Berry durfte nur nicht an ihre Verstecke, nicht an ihre Qietschspielzeuge und nicht an ihr Fressen. Selbst wenn beide ein neues Spielzeug bekamen, brachte sie ihres in Sicherheit, meist in ihre Huette, unter die Matraze, und holte sich im passenden Augenblick Berrys Spielzeug! Dann machte sie das Piepsteil heraus und ueberliess es dann wieder Berry. Ihm goennte sie das Quieken nicht! - Welche Bedeutung das hatte, weiss ich nicht. -
Berry starb schon April 2006. Er war sehr, sehr schwer krank und musste lange leiden. Angeblich durfte der Tierarzt den Berry nicht einschlaefern, weil das das EU Recht nicht gestattet! - Das ist Bloedsinn, das haette man mir nicht erzaehlen duerfen! Ich moechte jetzt auch nicht in Details gehen, weil das zu traurig wuerde. -
Berry wollte nicht mehr aufstehen, knurrte auch alle an, die sich ihm naeherten. Ich sehe es noch heute vor mir, als Cleo zu ihm ging und brachte ihr Qietschspielzeug zu ihm! - Sie muss gespuert haben, wie es um ihn stand, sonst haette sie ihm niemals das Teil gegeben. - Das war doch wohl eine noble Geste! 2 oder 3 Tage spaeter starb Berry in der Nacht!
Mein Mann beerdigte Berry hier auf dem Anwesen und obwohl Cleo nichts davon mitbekommen hatte, trauerte sie. Sie frass nicht mehr, spielte nicht mehr. Es dauerte etliche Wochen, ehe Cleo das ueberwand.
Sie lag nur immer lustlos umher. Wir bemuehten uns, sie abzulenken und da naeherte sich auch schon Tom, der Nachbarhund, ein kastrierter Bordercollie-Ruede! - Er kam jeden Tag zu Cleo. - Einmal schnuppern, ein Kuesschen und dann lief er wieder nach Hause! Cleo wartete tagtaeglich auf ihn und er kam, treu und brav.
Der Nachbar, ein Landwirt, amuesierte sich schon wegen Tom. Er tat jeden Morgen so, als ob er nur mal eben sein Geschaeftchen machte. Und war er um die Ecke, so ausser Sicht, dann rannte er wie Teufel zu Cleo. - Er durfte eigentlich seinen Hof nicht verlassen, hatte er auch nie zuvor gemacht, erst seit Berrys Tod! - Ob er Cleos Trauer spuerte? - Also zwischen uns liegen wirkliche Entfernungen, wir koennen uns nicht sehen. - Man weiss ja auch nicht, wieviel die Tiere vom Tod mitbekommen. Es scheint mehr zu sein, als wir Menschen ahnen. -
Tom kam von da an jeden Tag , ab Cleos Todestag einige Zeit nicht mehr!
In diesem Sommer ging es Cleo schon sehr schlecht. Sie hatte Probleme, aufzustehen und zu laufen. Seit einigen Monaten bekam sie epileptische Anfaelle. Es koennte wohl im Maerz begonnen haben und das war hier im Hause. Ich glaube, wer das mal gesehen hat, vergisst das nicht mehr! Man sieht das und kann nichts tun, nicht helfen! - Der Anfall ging vorueber und man hatte das Gefuehl, dass sie sich von Tag zu Tag wieder erholte und noch am Leben erfreute. -
Die naechsten Anfaelle kamen, anfangs im Abstand von 3 Wochen, dann schon woechentlich und am vorletzten Tag 2 Anfaelle am Tag. Und dann wollte sich Cleo scheinbar verkriechen und aufgeben.
Mein Mann suchte sie ueberall und fand sie nach Stunden in einem Dickicht von Gestruepp, wo sie zuvor noch nie war, wir auch nicht. - Mit einem guten Freund befreiten sie Cleo, mussten den Ort stundenlang regelrecht frei schneiden, um ueberhaupt an das Tier heran zu kommen.
Sie luden Cleo dann in eine Schubkarre und fuhren sie nach Hause, an ihren Schlafplatz. Sie war sehr dankbar fuer diese Befreiung. Alleine waere sie dort niemals wieder heraus gekommen. - Das Ende der Aktion war um 22 Uhr - eine stundenlange Rettungsaktion!
Am naechsten Morgen rief ich frueh den Tierarzt an. Cleo konnte nicht mehr aufstehen und sie bekam auch keine Luft mehr. Wir haben sie erloest. Mit der Narkosespritze schlief sie sehr ruhig ein, waehrend wir sie streichelten. Von der Todesspritze hat sie nichts mehr gemerkt. Sie hat ihr Grab neben Berry. Wir denken sehr oft an sie und es sind lauter sehr angenehme Erinnerungen! - Man sollte in solch einem Fall seinen Egoismus, auf das Tier nicht verzichten zu wollen, ueberwinden! Keiner lebt ewig und ein Hund hat eben eine kurze Lebenserwartung!
Noch eines. Ich hatte vor Cleos Tod ueberall nachgefragt, warum Cleo wohl auf einmal so merkwuerdige Dinge frisst. Keiner konnte es mir beantworten. - Ich fragte auch in Tierforen danach. Keiner konnte es sich erklaeren. - Also, urploetzlich frass Cleo Holz, Tannennadeln, Ameisen, Loewenzahn, ja selbst den Griff meines Kuechenmessers. Alles, was man liegen liess, frass sie an! - An Cleos Todestag sagte ich es dem Tierarzt. - Der beantwortete mir das. "Cleo muss wohl sehr starke Schmerzen gehabt haben, dass sie das tat!" - Das solltet Ihr Euch mal vor Augen fuehren, wenn ein Haustier solche ungewoehnlichen Dinge frisst, was das bedeuten kann. - Uebrigens, der Schaeferhund, Cleos Freund hier auf dem Anwesen, hatte irgendwann auch solche seltsamen Gelueste. Er wurde spaeter sogar "boese", knurrte jeden an, der ihm zu nahe kam, obwohl er normalerweise keiner Fliege etwas zu leide tun konnte.
Dem hat man aber auch eine sehr lange Leidenszeit zugemutet, wurde nur 7 Jahre alt. Das hat mich schon wuetend gemacht. Ich will jetzt auch nicht die Auswirkungen seiner sehr schweren Krankheit schildern. Er war mehr, als nur ein Pflegefall. Meiner Meinung nach war er ein ueberzuechteter, sehr kranker Hund, der seine Schoenheit mit seinem Leiden bezahlen musste! - Schoen war er wirklich, ungewoehnlich schoen, aber auch ungewoehnlich schlecht entwickelt. - Durch Cleo veraenderte er sich ein wenig positiv. Es muesste wirklich verboten werden, die Tiere zwecks Geldverdienen derart zu zuechten. Ueberall, wo die Menschen in die Natur eingreifen, hinterlassen sie Unheil!

 

 

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