NUR GEMEINSAM SIND WIR STARK.

Der Trog, aus dem die Schweine fressen, ist immer der Gleiche.

Es sind nur die Schweine, die sich ändern.

 

   

 

 

 

Sie holt jeden Stock und jeden Ball aus dem Wasser. Sehr oft trifft man dann auch andere Hundebesitzer, die das Gleiche vorhaben. Zuletzt unternahm sie einen Wettbewerb mit einem braunen Labradorrueden, dessen Herrchen so ein Wurfgeschoss weit ins Wasser feuerte. - Beide Hunde ins Wasser und obwohl der Ruede groesser war als Kira, war sie zuerst an der Beute. Da hat sie ja einen wahnsinnigen Ergeiz, immer schneller und besser zu sein, als ihr Konkurrent.
Danach hat man allerdings Muehe, ihr die Errungenschaft wieder abzunehmen. "Das ist meines", scheint sie zu denken, beisst aber nicht beim Wegnehmen, versucht lediglich, mit der Beute in Sicherheit zu gelangen.
Das Zusehen, wie Kira laeuft und sich verhaelt, ist schon alleine sehenswert. Sie laesst eine vornehme Zurueckhaltung erkennen, uns und anderen Menschen gegenueber. Uns gegenueber ist sie demuetig, freundlich und richtig lieb. Andere Leute muss sie erst misstrauisch beobachten. Sie geht auf Distanz und wer glaubt, dass sie aus Angst heraus so reagiert, der irrt! Wir haben es einige Male kennengelernt. - Sie beobachtet und wenn ihr die Person nicht geheuer vorkommt, dann zeigt sie es der Person auch.
"Du bist hier unerwuenscht, ich mag dich nicht, du benimmst dich falsch!" - Sie knurrt und laesst die Personen nicht aus den Augen. Anders bei den Leuten, die ihren Segen von ihr schon bekommen haben. Da schnuppert sie hoechstens, ob sie nicht noch ein Leckerchen abstauben kann. -
Den Schornsteinfeger mochte sie neulich anfangs auch nicht so sehr. Als Herrchen ihn aber ins Haus liess und mit ihm sprach, reichte es, dass sie sich auf die Lauer legte. Mit dem haben wir ja erst in einem halben Jahr wieder zu tun! Anders bei den Brieftraegern, die ja staendig wechseln. Sonst hatten wir nur immer einen.
Unsere Cleo kannte schon den Fahrstil unseres Brieftraegers. Kam ein anderer den Berg hochgefahren, meldete sie das sofort und stand dann Spalier. Fuer Kira sind das erst einmal alles Feinde, die sich hier dem Anwesen naehern. -
Uebrigens habe ich den Ausdruck "Feinde" einmal gepraegt, im Zusammenhang mit "Pass-auf". - Jetzt traue ich mich kaum, das Wort hier noch zu schreiben, denn wenn Kira das liest ............! - Spass beiseite - ich sagte neulich zu meinem Mann: "Kira denkt bestimmt, das seien Feinde." Schon rannte sie zur Tuere, bellte lautstark und kratzte an der Haustuer! -
Es half nichts, sie musste sich davon ueberzeugen, dass nichts Feindliches da war!

 

 

 

Sie kennt Herrchens Gewohnheiten ganz genau. Zieht er sich seine Ausgehjacke an und nimmt das Einkaufskoerbchen in die Hand, geht sie sofort unaufgefordert in ihren Laufstall und wartet, bis er zurueck kommt. In der Zeit darf sich keiner naehern. Dann kann sie auch aggressiv werden und hoert nicht unbedingt auf mich. - Ich gehe mal davon aus, dass sie dann die Rolle des Chefs uebernimmt. Auch eine aehnliche Situation im Auto, wenn mein Mann sie mal mitnimmt. Sie hat ihren Platz ganz hinten im Auto. Geht Herrchen mal eben in einen Laden, will nur kurz was erledigen, dann springt sie sofort auf Herrchens Platz, sitzt hinter dem Steuer! - Ich habe schon gesagt, mein Mann soll bloss nicht mal den Schluessel stecken lassen. Nachher faehrt sie noch auf und davon! - Herrchen angelt sehr gerne und kann Kira nicht mitnehmen, obwohl er es gerne taete. -
Wo das Problem liegt, werdet Ihr sagen? - Na, Kira wuerde doch die Posen aller dort sitzenden Angler aus dem Wasser holen und das als ihre Beute betrachten! Mit ihren Spruengen in die Fluten wurde sie ausserdem die ganzen Fische vertreiben. - Ausserdem ist Kira kein Hund, der stundenlang auf einem Fleck sitzen bleiben kann. Sie braucht Aufgaben und steckt voller Tatendrang. An einem dieser Angeltage wollte ich die Vertretung fuer meinen Mann uebernehmen und mit Kira Gassi-gehen. Ich oeffnete den Laufstall und lockte sie heraus. Sie wollte doch nicht da heraus kommen, lieber auf Herrchen warten. Nun, das konnte ja noch Stunden dauern. Uebers Leckerchen klappte es dann notduerftig. Den gesamten Weg hielt sie nur nach dem Auto Ausschau und nicht einmal der Anblick der Mauseloecher lenkte sie ab! Sonst buddelt sie ueberall und hat meist auch noch Erfolg. Die kleinen, ganz jungen Maeuse frisst sie sofort, waehrend Herrchen die groesseren dann tot serviert bekommt.- Ich wollte sie mit ins Haus nehmen. Nein, sie machte Zirkus, wartete im Laufstaellchen ab, bis Herrchen wieder kam. Im Sommer kamen unsere Rasenmaeher hier in den Einsatz: Schafe und Pferde.

 


Das sind beides Rassen, die sofort losrennen, sobald sie auch nur ein schreckhaftes Geraeusch hoeren. Das Losrennen mochte Kira nicht. Sie wirkte dem sehr oft entgegen, indem sie die Viecher wieder zurueck trieb, in die Mitte der Wiese. - Komisch, das hat unsere Cleo auch immer so gemacht! Sie wollen wohl das Ausreissen verhindern, muss wohl in ihrem Naturell liegen. Keiner hat ihnen das beigebracht!
Alarmstimmung kam nur immer auf, wenn der Schaefer mit seinen 3 Hunden, 2 davon Huendinnen, hierher kam. - Die Schafe duldete sie schon, aber nicht den ganzen Anhang. - Verstaendlich in ihrem Revier, nicht? - Auf der anderen Seite waren wir doch froh, wenn die Wiesen alle abgemaeht und noch geduengt wurden! Man konnte es dem Schaefer auch nicht beibringen, dass er sich mal anmeldete und wir Kira hier ins Haus holen, waehrend er seine Aktivitaeten mit den Hunden erledigte.
Eine ganze Weile versammelten sich hier die Wildkatzen, die in grosser Regelmaessigkeit hier auch Einlass verlangten und die Fenster belagerten. Eine Bekannte wollte mal ein gutes Werk tun und brachte eine Katze zum Tierheim, die sich ihre ganze Pfote wohl an einer leeren Dose im Muell aufgeschnitten hatte. Die nahmen sie nicht an. - Was hatte die Probleme, das fremde, verwundete Tier loszuwerden, musste letztendlich noch Geld bei einem anderen Tierheim hinterlassen, damit eine aerztliche Versorgung erfolgen konnte. - Man muss sich das einmal vorstellen: Da soll man fuer ein verwundetes Fundtier noch bezahlen, waehrend man sich Tiere aus fremden Laendern hierher holt!
Kira hat das ein fuer alle Male unterbunden. Es reicht ja wohl, dass die Katze der Nachbarin hier weilt! - Seitdem kommen die nicht mehr!

Cleo hatte das ja 2007 mit den fremden Katzen nicht mehr so richtig im Griff. War ja auch eine alte Dame, die mit sich genuegend Probleme hatte. Das Aufstehen fiel ihr schon schwer, geschweige noch hinter dem Viehzeug herzurennen. Sie wurde ruhiger, obwohl Katzen nach wie vor Feindbilder fuer sie waren. Die letzten Wochen vor ihrem Tod lag die Katze in Herrchens Stuhl und Cleo leckte ihr die Schnauze! - Und als Cleo nicht mehr gross aufstehen konnte, kam die Katze zu ihr, schien sie irgendwie troesten zu wollen. Auf jeden Fall leckte Cleo ihr auch die Schnauze ab! Meine Guete, im Angesicht des Todes schloss sie mit der Katzenwelt noch Freundschaft! - Ich muss mal schauen, ob ich davon noch ein Foto habe.

Neulich gab der Nachbar meinem Mann das Fett mit, dass er vom letzten Schlachten extra fuer die Vogelwelt im Winter praepariert hatte. Das bestand aus einem festen Klumpen, worin Haken, um sie in den Baum zu haengen, eingelassen waren. - Kira betrachtete das schon wieder als Beute. - Mein Mann haengte die Teile in 2 Baeume, so in etwa zwei Metern Hoehe. Er kam ohne Leiter, mit ausgestrecktem Arm gerade noch daran. Kira wollte nicht mit ins Haus und nach einer Weile schaute mein Mann mal nach dem Liebling. Das lag sie doch mit der Beute aus dem Baum, in ihrem Laufstall und hatte schon reichlich von dem Fett gefressen. - Es war uns ein Raetsel, wie sie daran gekommen war. -
Nun ja, das Teil wurde in Sicherheit gebracht. Spaeter sahen wir, dass sich Kira das andere Stueck auch aus dem Baum geholt hatte. Was muss die springen koennen! - Dann nahm mein Mann eine Leiter und brauchte das Futter fuer die Voegel ganz hoch an.
Vor ein paar Wochen erkrankte mein Mann, legte sich auf die Couch im Wohnzimmer. Das war ein Umstand, den Kira wohl nicht einordnen konnte. Herrchen lag dort noch nie, eigentlich nur in seinem Fernsehsessel. - Kira irrte regelrecht umher, wusste nicht, was sie tun sollte. Man merkte es foermlich! - Dann kletterte sie oben auf das Herrchen, der seitlich lagerte, als ob sie sich schuetzend darueber breiten wollte. - Die schmale Couch, das nicht gerade schmale Herrchen und dazu die doch grosse Kira - das konnte nicht lange gut gehen! Sie rutschte mit ihrem Hinterteil zuerst von Herrchen herunter und der Rest folgte dann. - Aber um die Situation genau zu erklaeren, muss ich sagen, dass Kira niemals auf eine Couch oder auf einen Sessel geht, genauso, wie sie sich auch nichts vom Tisch holt. - Diese Ausnahmesituation muss ihr schon mehr bedeutet haben. Oder spuerte sie die Erkrankung von Herrchen und wollte ihn beschuetzen?

 

 

Kira wurde jetzt am 20. Dezember 3 Jahre alt.
Von einem erhielt sie ein Kauwuerstchen fuer Hunde, von Herrchen einen neuen Kauknochen, einen Quietschigel, die Nachbarin opferte noch einen neuen gelben Tennisball. - Lustig, den Kauknochen wollte sie im Wohnzimmer-Berberteppich einbuddeln. Richtige Knochen schmecken ihr besser. - Das Highlight ist allerdings ein weicher Qietschhund, mit dem sie immer spielt. Da beisst sie richtig zaertlich und vorsichtig drauf herum, so dass das Teil immer etwas quiekt. Dann legt sie sich auf den Ruecken, alle Viere von sich gestreckt und bewegt das Spielzeug mit ihren Vorderpfoten und dem Mund. - Dazu singt sie dann ziemlich laut. -
Mit dem Singen hat sie es ohnehin drauf. So animiert sie Herrchen auch, laesst nicht locker, bis Herrchen mit ihr raus geht! Es macht schon wahnsinnig viel Spass mit ihr. Wir wuerden sie niemals mehr hergeben und ich glaube, sie uns auch nicht

Herrchen war ja in letzter Zeit nicht so fit. Trotzdem ging er zwischendurch immer mit Kira raus. Vor ein paar Tagen wollte sie mittags nicht mit ins Haus. Wir glaubten, sie wollte die Sonne auskosten.
Eine Viertelstunde spaeter wollte mein Mann mal nach ihr sehen. Nicht dass sie irgendwo Unsinn macht, dachte er so ganz nebenbei. Sie lag ganz friedlich in ihrem offenen Laufstaellchen auf einer Decke und nagte an einem noch blutenden, grossem Rehbein herum. Sie muss doch schon wieder gerochen haben, dass Jaeger ein Reh erlegt hatten. Das Fell war schon abgezogen. Nur an dem Blut konnte man erkennen, dass es noch nicht sehr alt war. - Ein paar Stunden zuvor hatten wir auch das Schiessen vernommen. -
Wenn das Hundchen nicht mit ins Haus will, dann wartet sie, bis die Luft rein ist, also Herrchen ausser Sicht und dann treibt sie ihr Unwesen! - Einen Jagdhund kann man in dieser Gegend nicht sich selber ueberlassen!

Unser Hund hat sich emanzipiert.
Herrchen war ja eine Weile ernsthaft krank und Kira nicht ausgelastet. Mehrfach taeglich Gassigehen, mal ein Maeuschen ausgraben und nach "Feinden" Ausschau halten, war immer drin. Allerdings nicht so, wie sonst. -
Herrchen hatte sich eine aeussere und innere Kopfrose (Guertelrose) eingefangen, musste viel Ruhe haben, war lichtempfindlich und auch sonst stark angeknackst! - Zum Erhellen des Wohnzimmers begnuegte man sich mit der Weihnachtsbeleuchtung. - Kira lag immer zu Fuessen von Herrchen, vor dem Fernsehsessel.
Neulich, als ich die Weihnachtsspuren entfernen wollte, die Lichterkette am Fenster, das Tannenzeug entfernte, richtig Licht in den Raum brachte, da sah ich die Bescherung:

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