NUR GEMEINSAM SIND WIR STARK.

Der Trog, aus dem die Schweine fressen, ist immer der Gleiche.

Es sind nur die Schweine, die sich ändern.

 

   

 

 

 

 

 

Was war das peinlich ..........

 

Ich drehe jetzt einmal die Uhr so um einige Jahre zurück.
Mein Sohn hatte mir einen Computer zusammen gebastelt, zu Übungszwecken. Mit der elektrischen Schreibmaschine konnte ich ja umgehen, aber nicht mit dem PC.

 


So lief das Programm ab: "Lebenslang lernen".
Ich wurde ständig überwacht, bzw meine Lernfortschritte. Einmal die Woche kam der Sohn und schaute, wie weit ich war. Bei diesen Gelegenheiten wurde der Deckel vom PC abgeschraubt, es kam mehr Speicher hinein, mal ein neuer Prozessor, alles, was der Sohn übrig hatte. Da ich mir ausgerechnet die Grafikbearbeitung ausgesucht hatte, die ja ein ordentlicher Speicherfresser ist, was ich nicht wusste, stand ich sehr oft vor einer Wand und musste dem Sohn SOS funken.
Trotzdem gab es eines Tages die Überraschung für mich. Ich war reif für eine Online-Verbindung. Mit einem kleinen Modem ging es los! Ihr wisst ja, dass zu der Zeit die Onlinezeit noch nach Verbrauchs-Minuten mit dem Provider abgerechnet wurde. Und man sass immerzu auf heissen Kohlen "Wie teuer das wohl wieder wird". - Und das Telefon war immer besetzt, sobald man online war. Ich bekam allerdings die Warnung mit auf den Weg, niemals auf "Schweineseiten"zu gehen", denn da könnte es passieren, dass ich irgendwann eine Telefonrechnung bekäme, die uns endgültig ruinierte, weil ich mir einen Dialer eingefangen hätte.
"Ich doch nicht, wass soll ich denn auf Pornoseiten machen?" - Das war überzeugend genug! -
Der Sohn kontrollierte dann auch bald jede Woche, schaute nach meinem Verlauf, löschte den, bis er dann nicht mehr so oft kommen musste. Er dachte wohl: "Mutter kann jetzt einigermassen vernünftig damit umgehen und liess die Zügel locker!" Ich wandte mich ohnehin oft genug telefonisch ratsuchend an ihn.
Eines Tages kam mein Schwager mit einer Art Visitenkarte, die aber schon recht unansehenlich und sehr abgegriffen aussah. Es war ein harmloser Schweinkram.  Auf einer Seite ein Text und auf der anderen Seite eine Grafik. Er fragte mich, ob ich ihm das neu anfertigen koennte. Ich sagte zu. Mein erster Auftrag, womit ich mich beweisen konnte. Ich brauchte die Zeichnung von einem Penis und erinnerte mich an die Suchmaschinen im Internet, die ja alles parat hielten, weil ich dieses Gebilde nicht malen wollte. Nachdem ich den Namen PENIS eingegeben hatte, erhielt ich viel an Auswahl. Und die ersten Vorschlaege entpuppten sich schon als Pornografie. Jetzt bekam ich Angst und dachte an die Warnungen von meinem Sohn. - Ausserdem was das wieder alles kostete, pro Minute ?? Pfennige. Die Ladezeiten waren ja auch noch dementsprechend lange.  Ich beendete die Onlineverbindung und rief meinen Schwager an, er moege mir solch ein Exemplar doch zeichnen. Eine geeignete Vorlage hätte ich nicht zur Hand! - Wir lachten  und er brachte mir später seine Zeichnung. Ich scannte sie ein und vervollstaendigte seinen Wunsch. Es war ein gelungenes Werk, was ich vielfach ausdrucken musste. - Dafuer erhielt ich dann eine leckere Flasche Wein! - Mein erster Lohn!
Ich weiss nicht, wie lange jetzt zwischen diesem Ereignis und dem nächsten Besuch meines Sohnes lag. Es muss aber ordentlich Zeit dazwischen vergangen sein. - Er überprüfte bei der Anwesenheit den Verlauf und rief richtig entrüstet:
"Ich hatte Dir doch gesagt, dass Du nicht auf Pornoseiten gehen sollst!"
Ich: "Ich gehe da auch nicht drauf. Was soll ich denn dort?"
Er: "Mutter, streite es nicht ab. Du warst wohl dort."
Ich: "Warum sollte ich lügen. Ich war wirklich nicht dort."
Er: "Dann war Dein Mann daran."
Ich: "Der weiss doch nicht einmal, wie er einen PC anmachen soll."
Er, sehr, sehr verstimmt: "Hier, schaue es Dir selber an. Von diesem PC aus war einer auf Pornoseiten am ..........auf -Dicke Kloeten. de-!"
Ich konnte es mir nicht erklären, war mir aber totsicher, dass mein Mann und ich es nicht waren. Dann noch das Datum. War doch schon so lange her.  War vielleicht einmal einer unserer Besucher, obwohl wir nicht bemerkt hatten.
So ganz nebenbei sagte ich zum Sohn, ich hätte nur einmal nach einer Zeichnung von einem Penis gesucht, hätte aber nichts Passendes gefunden. Das brauchte ich für eine Karte für den Schwager. Und damit war unser Streit aufgeklärt.
Ich hatte mich als Sexmonster und notorische Luegnerin rehabilitiert. Mir wurde auch erzählt, was alles mit dem Begriff, den ich in die Suchmaschine eingegeben hatte, heraus gesucht würde. Darunter fiel auch "dicke Kloeten.de". Meine Guete, was war mir das damals peinlich, vor meinem Sohn so dazustehen. -
Wie oft habe ich das schon in geselligem Beisammensein erzählt. Dieser Anlass sorgte für aufregende und anregende Lachmomente zu später Stunde. -
Ab bestimmtem Alter, was von Familie zu Familie unterschiedlich geregelt wird, muss man seine "Muttermacht" an die "Ableger" abgeben. - Die Früchte meiner Erziehung wurden zurück gegeben. -
"Kann ich nicht lernen wird nicht zugelassen!" - Ich muss! - Es ist nicht so, als wäre ich traurig darüber und wenn ich es nicht wirklich wollte, täte ich es nicht! - Allerdings sieht das familiäre Drängen aufs Lernen nicht wirklich so ernst aus, wie ich es dargestellt habe. - Ich werde immer sanft begleitet und manch ein grober Fehler meinerseits wurde schon ganz, ganz sanft entfernt! -
Wir haben heute nur umgekehrte Verhältnisse! Früher habe ich korrigiert, heute werde ich .............!

 

 

 


 

 

 

 

 

HILFE - ICH WERDE ZU MEINEM EIGENEN FEIND

 

 

 

Hilfe - ich werde zu meinem eigenen Feind. - Das ist ein Thema, was hauptsächlich die Frauen - Welt betrifft.

 

 

 

Das möchte ich einmal etwas näher unter die Lupe nehmen. Es geht darum, dass Mädchen und Frauen schön zu sein haben, sie ein Klischee übergestülpt bekommen, was eigentlich irreal ist!
Film und Fernsehen zeigen an, wie man auszusehen hat. Spätestens mit dem Beginn der Pupertät fühlen sich alle Mädchen zu dick, zu hässlich, zu dünn, haben zuviel oder zu wenig Oberweite, die Beine sind zu lang, zu dick, die Haare sehen blöde aus, jeder Pickel im Gesicht endet als eine Katastrophe ........... einfach alles wird bemängelt. -
Wäre das ein vorüber gehender Zustand, könnte man das abhaken. - Das ist aber leider nicht so. - Die Mädchen oder jungen Frauen schminken sich, färben sich die Haare, zwängen sich in absolut unpassende spitze Schuhe und hungern sich krank! - Warum? - Sie wollen so aussehen, wie die magersüchtigen Models, ihre Idole! -

 

 

 

ZU DICK - ob es stimmt oder nicht, ist nicht entscheidend. - Die Person kauft und macht alles, was die Werbung ihr zum Abnehmen anbietet. Das wird rücksichtslos geschluckt, nur um eine Idealfigur zu bekommen! - Die Werbung freut sich und macht ihre Geschäfte mit den Frauen, obwohl alle Versuche in einer Sackgasse enden. -
Zeigt die Waage 5 kg weniger an, scheint die Person am Ziel angekommen zu sein und das nächste Brötchen, was sie sich dann einverleibt, schlägt wieder zu Buche. - Es handelt sich um den bekannten "JO-JO - Effekt". Bei jeder radikalen Diät baut der Körper zuerst Muskelmasse ab und meldet der Schilddrüse: "Hungersnot angesagt - bitte den Stoffwechsel senken". Alle normalen Vorgänge des Körpers werden auf ein Minimum herabgesenkt. Die Person fühlt sich müede, es stellen sich Kreislaufstörungen ein. Etwa vergleichbar mit einem Ofen, den man nur noch mühsam leicht brennen läesst, gerade so viel, dass er nicht aus geht.

 


Mit normaler Nahrungsaufnahme hat man dann sofort wieder die 5 kg drauf und noch mehr, die man sich zuvor so mühsam abgerungen hat! - Das müsste wirklich verboten werden. - Allerdings rät auch kaum ein Arzt davon ab. - Ohne gleichzeitige sportliche Aktivitäten kann kein Übergewichtiger abnehmen.
Mit dem Verlust der Muskelmasse sinkt der Energieverbrauch ab, mit der Folge dass weiteres Abnehmen immer schwerer wird. Wird die aufgenommene Kalorienzahl weiter gesenkt, ohne dass sportliche Aktivitaeten folgen, wird weitere Muskelmasse abgebaut. Wird nach der Diaet wieder normal gegessen, kommt der Koerper mit weniger Kalorien aus. - Das ist das eigentliche Dilemma! Die Frau bekämpft ihren eigenen Körper. - Aber es geht ja noch weiter. -

 


Alle natürlichen Vorgänge im Körper der Frau werden wie eine Krankheit angesehen. Für jedes Unwohlsein gibt es die Tabletten, jede hormonelle Veränderung, die jede Frau ständig erlebt, wird als ein unliebes Ereignis angesehen und bekämpft. -

 

 

 

Die Schwangerschaft wird oft zu einer Tragödie, weil sie die Figur ruiniert. Der Busen ist nicht mehr so intakt, wie er mal war und ist die Frau erst mal in den Wechseljahren, ja dann fühlt sie sich totkrank. Das muss dann dauerhaft bekämpft werden. -

 

 

 

Ich kenne viele Frauen, die in jeder Lebensphase mit jungen Mädchen konkurrieren möchten. Sie stehen mit ihrem Körper immer auf einem Kriegsfuss und flüchten in "die Krankheiten". Sie nehmen die Leiden als ihren Begleiter an - versäumen kaum eine Arztsendung im Fernsehen. Artikel in den Zeitungen, die auf Krankheiten hinweisen, werden bevorzugt gelesen.

 



http://www.psychosoziale-gesundheit.net/seele/muenchhausen.html

 


Diese Entwicklung, das Verlassen der Natürlichkeit in allen Bereichen, ist eine abartige Entwicklung. - Es begann leider damit, als es der Frau nicht mehr ausreichte, nur eine Frau zu sein. - NUR EINE FRAU ist schon eine sehr negative Bezeichnung. - Jede Frau sollte doch zu sich stehen. Ihre Rolle im Leben ist doch wunderbar. Sie kann neues Leben in die Welt setzen und dieses Wesen dann auch noch als vollwertigen Menschen erziehen, bis es selber flügge ist! - Etwas Wunderbares. - Warum muss die Frau auch noch der Ernährer der Familie werden und evtl. einem Karrierewunsch nachkommen? Da bleibt schon sehr viel auf der Strecke! - Eine Frau, die 8 Stunden gearbeitet hat, ist ausgepumpt und hat anschliessend keinen Nerv mehr, sich um die "unwichtigen Details" ihrer Lieben zu kmmern. -

 

 

 

Die Frauen sind schon sehr belastbar, sind aber keine Übermenschen. Irgendwas bleibt dann auf der Strecke. - Da ist einmal der Beruf, das Kind daheim und seine Probleme, der Haushalt und der Ehemann! Dazu noch die ständigen Hormonschwankungen! - Das macht krank, richtig krank! Und gegen alles schluckt sie dann Tabletten? -

 

 

 

Zu alledem kommt dann noch der Blick in den Spiegel, wenn sie sich abgekämpft und müde fühlt. Sie fühlt sich nicht mehr attraktiv genug und bekämpft sich anschliessend. Evtl. hat der Ehemann ihr auch noch geflüstert, ein paar Vitaminpillen - einige empfohlene Teesorten und dann muss es wieder gehen? - Die Frau ist total überfordert, mit ihrer neuen Rolle. Sie meint, Frau und Mann zugleich sein zu können.

 

 

 

Es war früher schrecklich, wo die Frau nur das Hausmütterchen war und der Ehemann die Hosen an hatte. Er bestimmte, was geschah und wenn es noch so unsinnig war. Er teilte auch das Geld ein. - Besser wäre es, wenn das Paar alle Aufgaben, die sich stellen, gemeinsam planen, wenn sich Mann und Frau ergänzen. Da müssen eben die materiellen Wünsche zurück stehen, wenn man ein Kind oder Kinder hat. -

 

 

 

Es ist so wichtig, die Kinder von klein auf an zu begleiten, sie kennen zu lernen, sie zu führen. Jedes Kind ist einmalig. - Und als Eltern wurde man nicht geboren. Man muss es erlernen. Das kann man nicht zwischen dem Karrieremachen erledigen. Jede Situation ist anders, jedes Problem ist anders, jedes Kind ist anders und der Umgang der Kinder ist ein ständig anderer. - Das kann man nicht mal eben pauschal lösen! -
Viele Eltern haben dann niemals gemerkt, dass ihr Kind zu Trinken begonnen hat, dass es Drogen nimmt. - Das ist traurig. Jede aufmerksame Mutter bemerkt jede Kleinigkeit ihres Lieblings. Sie liest es in seinem Gesicht.

 

 

 

Aber um wieder zum Ursprungsthema zurück zu kommen, möchte ich sagen, dass sich die Frau dann auch noch als Versagerin fühlt, wenn ihr Kind nicht nach Wunschvorstellungen gediehen ist. - Sie wird unglücklich und bekämpft sich wieder. - Wie viele Tabletten futtert eine Frau, nur um so funktionieren zu können? - Daran muss sich etwas ändern! - Es kann nicht sein, dass die Rolle der Frau alles beinhaltet. Natürlich muss man sich nach der Decke strecken, wenn man ein Kind oder Kinder hat. Es müssen dauernde Kompromisse geschlossen werden. Das geht nur mit grossen Verständnis und einer ausgeglichenen Stimmungslage. -

 

 

 

Ich bemerke auch mit grosser Sorge den steigenden Egoismus der Menschen: Ich will, ich muss haben! - Das ist unser grösster Feind. Etwas mehr Natürlichkeit würde den Menschen besser bekommen. - Warum denn immer funktionieren müssen? Jeder hat auch mal Schwächen. Damit muss man leben können.

 




 

 

 

 

 

 

 

Als und wie das Unheil begann ........

Ich war seinerzeit den ganzen Tag beruflich auf den Beinen, fuhr dazu noch morgens mit dem Fahrrad zur Arbeit und abends wieder zurück. Eine einfache Strecke war 12 km. - Die Beschwerden traten dann und wann mal am Knie auf, wenn ich eine Strecke bergauf fuhr. Es handelte sich um ein ganz einfaches Fahrrad, ohne Gangschaltung, was ich benutzte.
Bei Gelegenheit ging ich mal zu einem Orthopäden, der gleich gewisse Dröhnungen für mich parat hatte, verbunden mit allen möglichen Anwendungen seiner physikalischen Praxis. 3 x in der Woche musste ich zur Anwendung kommen, ohne dass sich irgend etwas besserte. - Die Medikamente verweigerte ich, weil ich darauf allergisch reagiere. - Es folgten Spritzen zum Knorpelaufbau und weiss der Himmel nicht alles. Der Orthopäde behandelte mindestens vier Leute zur gleichen Zeit. Ohne dass man was sagen konnte, hatte man seine Spritzen weg. In allen Kabinen lagen die Patienten auf dem Bauch. Man hörte, wie die Sprechstundenhilfen das anordneten. Das war so etwa 1995. Alles nur noch Massenabfertigung!
Ich arbeitete damals bei einem Arzt, der mir zu einem Arztwechsel riet. - Der nächste Orthopäde meinte, dass meine Beschwerden erst im Anfangsstadium seien und er das innerhalb kürzester Zeit beseitigen könnte. - Oh, das hört sich ja nach einem Wunderdoktor an! - Ich wagte mich zu fragen, wie er das denn erreichen wollte? - Er entnahm meinen Worten Zweifel und wurde böse, wies mich zurecht. - Ich lauschte und erfuhr, dass er mich 3 x wöchentlich in seiner physikalische Praxis behandeln wollte, mit Eis und danach mit Bestrahlungen. - Genau das hatte ich doch schon jahrelang hinter mir. - Aber gut - ich wollte es erneut versuchen.
12 Anwendungen waren vorbei, ohne eine Änderung. - Das sagte ich ihm. - Seine Antwort: DANN MÜSSEN SIE EBEN ABNEHMEN und diese "Kleinigkeit" an Abnutzung dürfte sich nicht so stark bemerkbar machen. Ich reagierte aber sehr empfindlich. - Also, ich kam jetzt in die SIMULANTEN SCHUBLADE, weil seine Diagnose und die entsprechende Anwendungen nichts gebracht hatten.

Es hatte sich für mich erledigt. Auf diesen Schwätzer konnte ich gut und gerne verzichten. Meine Chefin riet mir, einen anderen Orthopäden zu suchen. Wir hatten ja schliesslich 8 Stück davon in unserer Umgebung. Sie war neu in unsere Region gezogen und kannte sich nicht so gut aus, unter ihren Kollegen.
Auf ins Branchenbuch und suchte mir den nächsten Orthopäden aus. Meine Güte, recht merkwürdig. Ich konnte sofort vorbei kommen, wo man sonst ziemlich lange Wartezeit bis zu seinem Termin bekommt. - Wartezimmer war auch leer. Ungewöhnlich! - Der Arzt war recht nett und freundlich, untersuchte mich und stellte fest, dass ich nichts am Knie hätte. Alles käme von meinem Rücken und strahlte ins Knie aus. - Er wollte mir ein Stahlkorsett verpassen! Schliesslich renkte er mir noch einige Wirbel und was weiss ich noch wieder ein. Es knackte verdächtig an allen möglichen Gelenken. - Mit dem Rezept zur Stahlkorsettanfertigung verabschiedete er mich. "Jetzt wird es ihnen besser gehen."

Ich ging zu meiner Chefin und zeigte das Rezept. Die fiel aus allen Wolken, dass so etwas angeordnet würde, nachdem ich Kniebeschwerden geäussert hatte. Sie setzte sich mit anderen Kollegen in Verbindung und währenddessen passierte es ...........! Ich ging eine Treppe hinunter, plötzlich starker Schmerz, sah nach MENISKUSRISS aus. - Es folgten Spritzen, damit ich ja noch arbeiten kommen konnte. Aufs Radfahren verzichtete ich dann.
Die Chefin empahl mich einem Kollegen, der das Stahlkorsett, was ich verordnet bekommen hatte, für total unsinnig ansah. - Vermutlich bekam ich seinerzeit auch sofort einen Termin bei ihm und das Wartezimmer war deshalb so leer.

 

 

 

Es folgten wieder diese Anwendungen, heiss und kalt, regelmässige Spritzen, angeblicher Knorpelaufbau. - Als ich wieder einmal alles durch hatte, meinte der Arzt, ich sollte mal zur Kniespiegelung zu ihm ins Krankenhaus kommen. Er führte die OPs bei seinen Patienten auch durch. - Ich hatte dann den Termin, wo der Doktor allerdings verhindert war, befand mich im Krankenhaus zur Aufnahme.

 

 

 

Ich kürze es ab. - Als ich aus der Narkose erwachte, sagte mir die Stationsärztin, dass es in meinem Knie übel ausgesehen hätte. Man hätte den ganzen Müll dort entfernt und alles glatt geschliffen. - Ich humpelte an zwei Krücken umher und glaubte, künftig von den Schmerzen erlöst zu sein.
Das habe ich aber nicht besser gewusst. Schmerzen bestimmten meinen Alltag, beim geringsten Auftreten, vor allen Dingen aber Treppen herunter zu laufen. - In meinem Knie war soviel Spiel, dass sich Nerven, Muskeln oder was weiss ich dort einklemmten und mir so einige Treppenstürze einbrachten.
Ich war wieder in Behandlung. Der Arzt weitere die Anwendungen seiner Schreckenskammer auch noch auf die Streckbehandlungen der Wirbelsäule aus. Das sah richtig nach einem Folterinstrument aus.

 

 

 

Es brachte alles nichts. - Nun, meine Chefin wurde jetzt hellhörig. Eine Kranke wollte sie schliesslich nicht beschäftigen. Sie verlangte von mir, dass der behandelnde Arzt seine ärztliche Schweigepflicht brechen und ihr Auskünfte erteilen dürfte. - Ich lehnte das ab, allerdings aus dem einen Grunde, dass sie mir schon ständig ganz, ganz starke Zäpfchen andrehen wollte. Sie als Ärztin brauchte ja kein Rezept. Sie konnte sich das alles so aus der Apotheke holen. - Nun, es gab genügend Bücher dort, um nachlesen zu können, was es mit den Medikamenten auf sich hatte. - ALLE SCHMERZMITTEL FÜHREN ZU EINER GEWÖHNUNG - Ich hatte Beispiele von Personen vor Augen, die mich diesen Weg nicht einschlagen liessen. - Arbeiten um jeden Preis? - NEIN - auf keinen Fall!

Über Nacht war mein Bein ganz, ganz dick und schmerzhaft geworden und konnte nicht mehr laufen. Ich rief die Chefin an, dass ich unbedingt zum Arzt müsse, käme allerdings noch nicht einmal bis zu dem Orthopäden. Sie wollte wissen, zu wem ich denn ginge. Nun, den Namen des INTERNISTEN, den Arzt meines Vertrauens, nannte ich ihr. Ein Bekannter fuhr mich bis dort vor die Türe. - Ich kam auch sehr schnell dran.

Der Arzt hielt sofort mit dem Orthopäden telefonische Rücksprache. Eine Knochenhautentzündung wurde vermutet. - Aber es war interessant, was ich durch den Internisten erfuhr. - Ich hatte die ganze Zeit schon Cortison-Spritzen bekommen. Und die Knorpelaufbau-Spritzen waren eine Farce. Einmal abgebauter Knorpel kann nicht wieder ergänzt werden. Es waren nur Vitamin-Spritzen.

3 Jahre hatte ich mit diesen Hoffnungen und Dauerenttäuschungen verbracht, ohne dass sich auch nur etwas besserte. Im Gegenteil, es wurde stets schlimmer. - Mein INTERNIST setzte sich für mich ein, dass ich dringlich zu Reha-Massnahmen kam, weil der Orthopäde ihm erklärt hatte, dass man daran nichts mehr ändern könnte - egal, was man versuchte! - Nun hatte ich wenigstens Klarheit.

 

 

 

Ich wurde von dem Bekannten nach Hause transportiert, als auch schon mein Telefon klingelte. Es war meine Chefin. Ich sagte, dass ich höllische Schmerzen hätte und Ruhe benötigte. Es handele sich um eine Knochenhautentzündung. - Sie antwortete mir dann wortwörtlich: WENN SIE MORGEN NICHT ZUM DIENST ERSCHEINEN - HABEN SIE ÜBERMORGEN IHRE KÜ NDIGUNG. ICH KANN IHNEN DOLORMIN ZÄPFCHEN ZUR VERFÜGUNG STELLEN. - Man muss sich einmal vorstellen, dass diese Fachärztin auch jahrelang in einer Klinik gearbeitet hatte. Selbst als Allgemeinmedizinerin müsste ihr der Begriff KNOCHENHAUTENTZÜNDUNG etwas sagen, dass man damit nicht arbeiten kann. Das ganze Bein war ja schon rot entzündet, war nicht nur am Knie sichtbar. - Ich habe dann geantwortet, dass ich mich nicht erpressen lasse. Natürlich wollte sie auch noch Auskunft von meinem INTERNISTEN eingeholt haben, der allerdings nichts sagte. Ich hatte ihm von dem Versuch, den Orthopäden auszuhorchen, schon erzählt. Er schüttelte auch nur noch mit dem Kopf. Ich berichtete ihm ebenfalls von der Odyssee zu den anderen Orthopäden.

Ich erhielt meine Kündigung. 6 Wochen gewährte man mir noch. Es ging recht schnell mit dem Termin zur REHA in einer ORTHOPÄDISCHEN GROSSKLINIK. Alles war sehr grosszügig angeordnet. Allerdings konnte man sich in dem grossen Bau regelrecht verlaufen.
Der erste Untersuchngstermin endete mit Tränen, weil mich der Arzt recht unwirsch prüfte: Wass wollen sie überhaupt hier - und wenn sie glauben, sie bekommen jetzt eine Rente - dann sind sie schief gewickelt. Er nahm recht ruppig mein Bein, drehte es in alle Richtungen, nahm keine Rücksich auf die Schmerzen, die er verursachte.
Ich konnte mich fangen und wetterte mit passenden Argumenten, die ihn unfähig aussehen liessen! - Oh, auf einmal ging es! "ACH - ES IST WOHL DOCH SCHLIMMER ALS ICH DACHTE". - Nach dem Auftakt hatte ich den ersten Punkt gewonnen. - Das war nur ein einfacher Arzt. - Als nächstes musste ich zum Oberarzt, der sich aber schon auf die Bewertungen seines Kollegen stützte. Er wollte es noch besser machen und verordnete mir so eine Schiene und feste Manschette um das KNIE. Damit sollte ich jetzt laufen. - Oh je, das ging überhaupt nicht. Bei jeder Kniebewegung spürte ich den schmerzhaften Druck der Manschette. - Ich legte das Teil wieder ab, musste auch einige Stunden nach Erhalt dieses Folterinstrumentes zum Chefarzt zur Untersuchung. - Ich erklärte, dass ich die Manschette nicht vertragen könnte. - Da meinte der Chefarzt: "Wer hat denn das verordnet? Wenn die Kniescheibe nicht mehr intakt ist, kann man doch so ein Teil nicht verordnen. Da müssen sie ja Schmerzen haben. - Weg damit." - Das wurde natürlich vom angeschlossenen Orthopädieladen eigens für mich angefertigt, kann auch nicht weiter verwendet werden! - Von da ab wurde auf mich eingegangen. - Ich machte überall mit, alles, was ich konnte. - Nur mit dem Laufen sah es schlecht aus. - Man sah das auch ein. - Ich wurde von dort als arbeitsunfähig entlassen - nicht stehen - nicht sitzen - nicht belasten - keine bückenden Tätigkeiten. Man sagte mir, falls ich innerhalb eines Jahres keine Rente bekäme, sollte ich mich noch einmal an diese Klinik wenden.

Die Krankenkasse wollte nicht mehr zahlen. Ich musste zum Medizinischen Dienst. Dort wurde ich von einer blöden Frustkuh von Ärztin schon dementsprechend missmutig empfangen. "WARUM GEHEN SIE EIGENTLICH NICHT ARBEITEN", fragte sie mich gleich. Einmal hatte ich keine Arbeit und dann konnte ich auch nicht arbeiten. Sie empfahl mir vorab Schmerzmittel, weil WIR ohne die ja wohl nicht mehr weiter kommen. - Ich schaltete und sagte: "Frau Doktor, muss ich ihnen sagen, was der Schmerz für ein Signal ist? Das kann ich mal stundenweise - evtl. tageweise ausblenden - aber doch nicht dauerhaft, nur um einer Arbeit nachgehen zu können! Sie verlangen von mir, dass ich mich evtl. Jahrzehnte regelrecht betäube, um funktionieren zu können? - In einer überheblichen Art und Weise deutete sie mit ihren Gesten an, dass ich schweigen sollte. - Dann nahm sie mich ran - was ich nie mehr vergessen habe! Dazu muss ich noch erwähnen, dass ich mich ja dauerhaft in einer Bittstellerposition befand - wo ich von allen Seiten her Dampf bekam. Ich verwies noch auf das Gutachten der Klinik, was ich durch meinen Internisten zu lesen bekam. Sonst kann man da nicht einsehen, als Patient.

Ich musste mich bücken und mit den Händen die Fussspitzen berühren. Das gelang nicht, so sehr ich mich auch bemühte. - Was machte die Ärztin dann? Sie drückte mir von oben her feste den Rücken nach unten, während es schmerzte, heftig und laut knackte. - Das weitere Problem: Ich kam nicht mehr hoch. Inzwischen diktierte sie, ich hätte mich bis zu einem Winkel von ...?? beugen können, hätte allerdings leichte Probleme beim Aufrichten gehabt. Gehabt? - Ich hing immer noch in der gebückten Position, habe mich Stück fuer Stück mit den Armen, an den Beinen abstützend nach oben langsam aufgerichtet. Jede Annäherung des Aufrichtens verursachte Schmerzen und knackte im Rücken. Irgend etwas war da ausgerenkt worden. Mir standen Tränen vor Schmerzen in den Augen. - Es ging weiter. Meinen Kopf kann ich kaum nach rechts drehen. Ich hatte mich schon lange daran gewöhnt, den ganzen Koerper mit zu drehen, wenn ich dort etwas erblicken wollte. - Diese Ärztin drehte mir auch den Kopf mit aller Gewalt nach rechts. In dem Augenblick hätte ich die lynchen können. Das gleiche Spielchen wieder, wie mit dem Rücken. Ich glaube schon, dass mein Kopf jetzt so stehen bleiben würde, weil es mir trotz meiner Anstrengungen nicht möglich war, die normale Kopfstellung wieder einzunehmen. - Von den Schmerzen ganz zu schweigen.

Diese Ärztin hat lediglich ihren Fragenkatalog, der vorgegeben war, zufriedenstellend ausfüllen wollen. Dafür muss man solche Tortouren dulden? NEIN - heute machte das keiner mehr mit mir. Egal, was auf dem Spiel steht! - Aber weiter zu meinen Erlebnissen:
Während ich tränenüberströmt dort mit mir kämpfte, meinte die Ärztin noch zur Krönung: "SIE HABEN ABER EINE LABILE PSYCHE. SIE GEHEN AM BESTEN ZUERST IN EINE PSYCHIATRISCHE KLINIK. LASSEN SIE SICH VON IHREM ARZT DORT EINWEISEN - SONST MÜSSEN SIE SICH BEIM ARBEITSAMT MELDEN. - Ich bekäme von der Krankenkasse sonst kein Geld mehr.- Damit begann meine ODYSSEE MIT DEM ARBEITSAMT.

Dem gegenüber gab es ja ein Gutachten der Facharztklinik, wo ich zur Reha weilte. Jeder versuchte, mich als SIMULANT abzustempeln, sobald es ums Bezahlen ging. - Ich ging zu meinem Internisten - dem Arzt meines Vertrauens - und berichtete. Er wollte mir zwar helfen, aber ich hatte die Schnauze gestrichen voll. Seine Hilfe als Internist sei nicht einmal gewichtig genug, etwas Konkretes für mich herauszuholen, meinte er allerdings dazu. Besser wäre es, ich suchte mir noch einmal einen anderen Orthopäden. Meine Erfahrungen von über drei Jahren reichte mir. - Ich wusste ja, dass man an diesem Zustand nichts mehr ändern könnte. Mit 60 Jahren sollte ich eine Knieprothese erhalten. Bis dahin müsste ich sehen, wie ich klar käme. Das waren allerdings noch einige Jahre bis dahin.

Es geht aber noch lange weiter ...............

 

 

 

 

Was war das peinlich ..........

 

Ich drehe jetzt einmal die Uhr so um einige Jahre zurück.
Mein Sohn hatte mir einen Computer zusammen gebastelt, zu Übungszwecken. Mit der elektrischen Schreibmaschine konnte ich ja umgehen, aber nicht mit dem PC.

 


So lief das Programm ab: "Lebenslang lernen".
Ich wurde ständig überwacht, bzw meine Lernfortschritte. Einmal die Woche kam der Sohn und schaute, wie weit ich war. Bei diesen Gelegenheiten wurde der Deckel vom PC abgeschraubt, es kam mehr Speicher hinein, mal ein neuer Prozessor, alles, was der Sohn übrig hatte. Da ich mir ausgerechnet die Grafikbearbeitung ausgesucht hatte, die ja ein ordentlicher Speicherfresser ist, was ich nicht wusste, stand ich sehr oft vor einer Wand und musste dem Sohn SOS funken.
Trotzdem gab es eines Tages die Überraschung für mich. Ich war reif für eine Online-Verbindung. Mit einem kleinen Modem ging es los! Ihr wisst ja, dass zu der Zeit die Onlinezeit noch nach Verbrauchs-Minuten mit dem Provider abgerechnet wurde. Und man sass immerzu auf heissen Kohlen "Wie teuer das wohl wieder wird". - Und das Telefon war immer besetzt, sobald man online war. Ich bekam allerdings die Warnung mit auf den Weg, niemals auf "Schweineseiten"zu gehen", denn da könnte es passieren, dass ich irgendwann eine Telefonrechnung bekäme, die uns endgültig ruinierte, weil ich mir einen Dialer eingefangen hätte.
"Ich doch nicht, wass soll ich denn auf Pornoseiten machen?" - Das war überzeugend genug! -
Der Sohn kontrollierte dann auch bald jede Woche, schaute nach meinem Verlauf, löschte den, bis er dann nicht mehr so oft kommen musste. Er dachte wohl: "Mutter kann jetzt einigermassen vernünftig damit umgehen und liess die Zügel locker!" Ich wandte mich ohnehin oft genug telefonisch ratsuchend an ihn.
Eines Tages kam mein Schwager mit einer Art Visitenkarte, die aber schon recht unansehenlich und sehr abgegriffen aussah. Es war ein harmloser Schweinkram.  Auf einer Seite ein Text und auf der anderen Seite eine Grafik. Er fragte mich, ob ich ihm das neu anfertigen koennte. Ich sagte zu. Mein erster Auftrag, womit ich mich beweisen konnte. Ich brauchte die Zeichnung von einem Penis und erinnerte mich an die Suchmaschinen im Internet, die ja alles parat hielten, weil ich dieses Gebilde nicht malen wollte. Nachdem ich den Namen PENIS eingegeben hatte, erhielt ich viel an Auswahl. Und die ersten Vorschlaege entpuppten sich schon als Pornografie. Jetzt bekam ich Angst und dachte an die Warnungen von meinem Sohn. - Ausserdem was das wieder alles kostete, pro Minute ?? Pfennige. Die Ladezeiten waren ja auch noch dementsprechend lange.  Ich beendete die Onlineverbindung und rief meinen Schwager an, er moege mir solch ein Exemplar doch zeichnen. Eine geeignete Vorlage hätte ich nicht zur Hand! - Wir lachten  und er brachte mir später seine Zeichnung. Ich scannte sie ein und vervollstaendigte seinen Wunsch. Es war ein gelungenes Werk, was ich vielfach ausdrucken musste. - Dafuer erhielt ich dann eine leckere Flasche Wein! - Mein erster Lohn!
Ich weiss nicht, wie lange jetzt zwischen diesem Ereignis und dem nächsten Besuch meines Sohnes lag. Es muss aber ordentlich Zeit dazwischen vergangen sein. - Er überprüfte bei der Anwesenheit den Verlauf und rief richtig entrüstet:
"Ich hatte Dir doch gesagt, dass Du nicht auf Pornoseiten gehen sollst!"
Ich: "Ich gehe da auch nicht drauf. Was soll ich denn dort?"
Er: "Mutter, streite es nicht ab. Du warst wohl dort."
Ich: "Warum sollte ich lügen. Ich war wirklich nicht dort."
Er: "Dann war Dein Mann daran."
Ich: "Der weiss doch nicht einmal, wie er einen PC anmachen soll."
Er, sehr, sehr verstimmt: "Hier, schaue es Dir selber an. Von diesem PC aus war einer auf Pornoseiten am ..........auf -Dicke Kloeten. de-!"
Ich konnte es mir nicht erklären, war mir aber totsicher, dass mein Mann und ich es nicht waren. Dann noch das Datum. War doch schon so lange her.  War vielleicht einmal einer unserer Besucher, obwohl wir nicht bemerkt hatten.
So ganz nebenbei sagte ich zum Sohn, ich hätte nur einmal nach einer Zeichnung von einem Penis gesucht, hätte aber nichts Passendes gefunden. Das brauchte ich für eine Karte für den Schwager. Und damit war unser Streit aufgeklärt.
Ich hatte mich als Sexmonster und notorische Luegnerin rehabilitiert. Mir wurde auch erzählt, was alles mit dem Begriff, den ich in die Suchmaschine eingegeben hatte, heraus gesucht würde. Darunter fiel auch "dicke Kloeten.de". Meine Guete, was war mir das damals peinlich, vor meinem Sohn so dazustehen. -
Wie oft habe ich das schon in geselligem Beisammensein erzählt. Dieser Anlass sorgte für aufregende und anregende Lachmomente zu später Stunde. -
Ab bestimmtem Alter, was von Familie zu Familie unterschiedlich geregelt wird, muss man seine "Muttermacht" an die "Ableger" abgeben. - Die Früchte meiner Erziehung wurden zurück gegeben. -
"Kann ich nicht lernen wird nicht zugelassen!" - Ich muss! - Es ist nicht so, als wäre ich traurig darüber und wenn ich es nicht wirklich wollte, täte ich es nicht! - Allerdings sieht das familiäre Drängen aufs Lernen nicht wirklich so ernst aus, wie ich es dargestellt habe. - Ich werde immer sanft begleitet und manch ein grober Fehler meinerseits wurde schon ganz, ganz sanft entfernt! -
Wir haben heute nur umgekehrte Verhältnisse! Früher habe ich korrigiert, heute werde ich .............!

 

 

 


 

 

 

 

 

HILFE - ICH WERDE ZU MEINEM EIGENEN FEIND

 

 

 

Hilfe - ich werde zu meinem eigenen Feind. - Das ist ein Thema, was hauptsächlich die Frauen - Welt betrifft.

 

 

 

Das möchte ich einmal etwas näher unter die Lupe nehmen. Es geht darum, dass Mädchen und Frauen schön zu sein haben, sie ein Klischee übergestülpt bekommen, was eigentlich irreal ist!
Film und Fernsehen zeigen an, wie man auszusehen hat. Spätestens mit dem Beginn der Pupertät fühlen sich alle Mädchen zu dick, zu hässlich, zu dünn, haben zuviel oder zu wenig Oberweite, die Beine sind zu lang, zu dick, die Haare sehen blöde aus, jeder Pickel im Gesicht endet als eine Katastrophe ........... einfach alles wird bemängelt. -
Wäre das ein vorüber gehender Zustand, könnte man das abhaken. - Das ist aber leider nicht so. - Die Mädchen oder jungen Frauen schminken sich, färben sich die Haare, zwängen sich in absolut unpassende spitze Schuhe und hungern sich krank! - Warum? - Sie wollen so aussehen, wie die magersüchtigen Models, ihre Idole! -

 

 

 

ZU DICK - ob es stimmt oder nicht, ist nicht entscheidend. - Die Person kauft und macht alles, was die Werbung ihr zum Abnehmen anbietet. Das wird rücksichtslos geschluckt, nur um eine Idealfigur zu bekommen! - Die Werbung freut sich und macht ihre Geschäfte mit den Frauen, obwohl alle Versuche in einer Sackgasse enden. -
Zeigt die Waage 5 kg weniger an, scheint die Person am Ziel angekommen zu sein und das nächste Brötchen, was sie sich dann einverleibt, schlägt wieder zu Buche. - Es handelt sich um den bekannten "JO-JO - Effekt". Bei jeder radikalen Diät baut der Körper zuerst Muskelmasse ab und meldet der Schilddrüse: "Hungersnot angesagt - bitte den Stoffwechsel senken". Alle normalen Vorgänge des Körpers werden auf ein Minimum herabgesenkt. Die Person fühlt sich müede, es stellen sich Kreislaufstörungen ein. Etwa vergleichbar mit einem Ofen, den man nur noch mühsam leicht brennen läesst, gerade so viel, dass er nicht aus geht.

 


Mit normaler Nahrungsaufnahme hat man dann sofort wieder die 5 kg drauf und noch mehr, die man sich zuvor so mühsam abgerungen hat! - Das müsste wirklich verboten werden. - Allerdings rät auch kaum ein Arzt davon ab. - Ohne gleichzeitige sportliche Aktivitäten kann kein Übergewichtiger abnehmen.
Mit dem Verlust der Muskelmasse sinkt der Energieverbrauch ab, mit der Folge dass weiteres Abnehmen immer schwerer wird. Wird die aufgenommene Kalorienzahl weiter gesenkt, ohne dass sportliche Aktivitaeten folgen, wird weitere Muskelmasse abgebaut. Wird nach der Diaet wieder normal gegessen, kommt der Koerper mit weniger Kalorien aus. - Das ist das eigentliche Dilemma! Die Frau bekämpft ihren eigenen Körper. - Aber es geht ja noch weiter. -

 


Alle natürlichen Vorgänge im Körper der Frau werden wie eine Krankheit angesehen. Für jedes Unwohlsein gibt es die Tabletten, jede hormonelle Veränderung, die jede Frau ständig erlebt, wird als ein unliebes Ereignis angesehen und bekämpft. -

 

 

 

Die Schwangerschaft wird oft zu einer Tragödie, weil sie die Figur ruiniert. Der Busen ist nicht mehr so intakt, wie er mal war und ist die Frau erst mal in den Wechseljahren, ja dann fühlt sie sich totkrank. Das muss dann dauerhaft bekämpft werden. -

 

 

 

Ich kenne viele Frauen, die in jeder Lebensphase mit jungen Mädchen konkurrieren möchten. Sie stehen mit ihrem Körper immer auf einem Kriegsfuss und flüchten in "die Krankheiten". Sie nehmen die Leiden als ihren Begleiter an - versäumen kaum eine Arztsendung im Fernsehen. Artikel in den Zeitungen, die auf Krankheiten hinweisen, werden bevorzugt gelesen.

 



http://www.psychosoziale-gesundheit.net/seele/muenchhausen.html

 


Diese Entwicklung, das Verlassen der Natürlichkeit in allen Bereichen, ist eine abartige Entwicklung. - Es begann leider damit, als es der Frau nicht mehr ausreichte, nur eine Frau zu sein. - NUR EINE FRAU ist schon eine sehr negative Bezeichnung. - Jede Frau sollte doch zu sich stehen. Ihre Rolle im Leben ist doch wunderbar. Sie kann neues Leben in die Welt setzen und dieses Wesen dann auch noch als vollwertigen Menschen erziehen, bis es selber flügge ist! - Etwas Wunderbares. - Warum muss die Frau auch noch der Ernährer der Familie werden und evtl. einem Karrierewunsch nachkommen? Da bleibt schon sehr viel auf der Strecke! - Eine Frau, die 8 Stunden gearbeitet hat, ist ausgepumpt und hat anschliessend keinen Nerv mehr, sich um die "unwichtigen Details" ihrer Lieben zu kmmern. -

 

 

 

Die Frauen sind schon sehr belastbar, sind aber keine Übermenschen. Irgendwas bleibt dann auf der Strecke. - Da ist einmal der Beruf, das Kind daheim und seine Probleme, der Haushalt und der Ehemann! Dazu noch die ständigen Hormonschwankungen! - Das macht krank, richtig krank! Und gegen alles schluckt sie dann Tabletten? -

 

 

 

Zu alledem kommt dann noch der Blick in den Spiegel, wenn sie sich abgekämpft und müde fühlt. Sie fühlt sich nicht mehr attraktiv genug und bekämpft sich anschliessend. Evtl. hat der Ehemann ihr auch noch geflüstert, ein paar Vitaminpillen - einige empfohlene Teesorten und dann muss es wieder gehen? - Die Frau ist total überfordert, mit ihrer neuen Rolle. Sie meint, Frau und Mann zugleich sein zu können.

 

 

 

Es war früher schrecklich, wo die Frau nur das Hausmütterchen war und der Ehemann die Hosen an hatte. Er bestimmte, was geschah und wenn es noch so unsinnig war. Er teilte auch das Geld ein. - Besser wäre es, wenn das Paar alle Aufgaben, die sich stellen, gemeinsam planen, wenn sich Mann und Frau ergänzen. Da müssen eben die materiellen Wünsche zurück stehen, wenn man ein Kind oder Kinder hat. -

 

 

 

Es ist so wichtig, die Kinder von klein auf an zu begleiten, sie kennen zu lernen, sie zu führen. Jedes Kind ist einmalig. - Und als Eltern wurde man nicht geboren. Man muss es erlernen. Das kann man nicht zwischen dem Karrieremachen erledigen. Jede Situation ist anders, jedes Problem ist anders, jedes Kind ist anders und der Umgang der Kinder ist ein ständig anderer. - Das kann man nicht mal eben pauschal lösen! -
Viele Eltern haben dann niemals gemerkt, dass ihr Kind zu Trinken begonnen hat, dass es Drogen nimmt. - Das ist traurig. Jede aufmerksame Mutter bemerkt jede Kleinigkeit ihres Lieblings. Sie liest es in seinem Gesicht.

 

 

 

Aber um wieder zum Ursprungsthema zurück zu kommen, möchte ich sagen, dass sich die Frau dann auch noch als Versagerin fühlt, wenn ihr Kind nicht nach Wunschvorstellungen gediehen ist. - Sie wird unglücklich und bekämpft sich wieder. - Wie viele Tabletten futtert eine Frau, nur um so funktionieren zu können? - Daran muss sich etwas ändern! - Es kann nicht sein, dass die Rolle der Frau alles beinhaltet. Natürlich muss man sich nach der Decke strecken, wenn man ein Kind oder Kinder hat. Es müssen dauernde Kompromisse geschlossen werden. Das geht nur mit grossen Verständnis und einer ausgeglichenen Stimmungslage. -

 

 

 

Ich bemerke auch mit grosser Sorge den steigenden Egoismus der Menschen: Ich will, ich muss haben! - Das ist unser grösster Feind. Etwas mehr Natürlichkeit würde den Menschen besser bekommen. - Warum denn immer funktionieren müssen? Jeder hat auch mal Schwächen. Damit muss man leben können.

 




 

 

 

 

 

 

 

Als und wie das Unheil begann ........

Ich war seinerzeit den ganzen Tag beruflich auf den Beinen, fuhr dazu noch morgens mit dem Fahrrad zur Arbeit und abends wieder zurück. Eine einfache Strecke war 12 km. - Die Beschwerden traten dann und wann mal am Knie auf, wenn ich eine Strecke bergauf fuhr. Es handelte sich um ein ganz einfaches Fahrrad, ohne Gangschaltung, was ich benutzte.
Bei Gelegenheit ging ich mal zu einem Orthopäden, der gleich gewisse Dröhnungen für mich parat hatte, verbunden mit allen möglichen Anwendungen seiner physikalischen Praxis. 3 x in der Woche musste ich zur Anwendung kommen, ohne dass sich irgend etwas besserte. - Die Medikamente verweigerte ich, weil ich darauf allergisch reagiere. - Es folgten Spritzen zum Knorpelaufbau und weiss der Himmel nicht alles. Der Orthopäde behandelte mindestens vier Leute zur gleichen Zeit. Ohne dass man was sagen konnte, hatte man seine Spritzen weg. In allen Kabinen lagen die Patienten auf dem Bauch. Man hörte, wie die Sprechstundenhilfen das anordneten. Das war so etwa 1995. Alles nur noch Massenabfertigung!
Ich arbeitete damals bei einem Arzt, der mir zu einem Arztwechsel riet. - Der nächste Orthopäde meinte, dass meine Beschwerden erst im Anfangsstadium seien und er das innerhalb kürzester Zeit beseitigen könnte. - Oh, das hört sich ja nach einem Wunderdoktor an! - Ich wagte mich zu fragen, wie er das denn erreichen wollte? - Er entnahm meinen Worten Zweifel und wurde böse, wies mich zurecht. - Ich lauschte und erfuhr, dass er mich 3 x wöchentlich in seiner physikalische Praxis behandeln wollte, mit Eis und danach mit Bestrahlungen. - Genau das hatte ich doch schon jahrelang hinter mir. - Aber gut - ich wollte es erneut versuchen.
12 Anwendungen waren vorbei, ohne eine Änderung. - Das sagte ich ihm. - Seine Antwort: DANN MÜSSEN SIE EBEN ABNEHMEN und diese "Kleinigkeit" an Abnutzung dürfte sich nicht so stark bemerkbar machen. Ich reagierte aber sehr empfindlich. - Also, ich kam jetzt in die SIMULANTEN SCHUBLADE, weil seine Diagnose und die entsprechende Anwendungen nichts gebracht hatten.

Es hatte sich für mich erledigt. Auf diesen Schwätzer konnte ich gut und gerne verzichten. Meine Chefin riet mir, einen anderen Orthopäden zu suchen. Wir hatten ja schliesslich 8 Stück davon in unserer Umgebung. Sie war neu in unsere Region gezogen und kannte sich nicht so gut aus, unter ihren Kollegen.
Auf ins Branchenbuch und suchte mir den nächsten Orthopäden aus. Meine Güte, recht merkwürdig. Ich konnte sofort vorbei kommen, wo man sonst ziemlich lange Wartezeit bis zu seinem Termin bekommt. - Wartezimmer war auch leer. Ungewöhnlich! - Der Arzt war recht nett und freundlich, untersuchte mich und stellte fest, dass ich nichts am Knie hätte. Alles käme von meinem Rücken und strahlte ins Knie aus. - Er wollte mir ein Stahlkorsett verpassen! Schliesslich renkte er mir noch einige Wirbel und was weiss ich noch wieder ein. Es knackte verdächtig an allen möglichen Gelenken. - Mit dem Rezept zur Stahlkorsettanfertigung verabschiedete er mich. "Jetzt wird es ihnen besser gehen."

Ich ging zu meiner Chefin und zeigte das Rezept. Die fiel aus allen Wolken, dass so etwas angeordnet würde, nachdem ich Kniebeschwerden geäussert hatte. Sie setzte sich mit anderen Kollegen in Verbindung und währenddessen passierte es ...........! Ich ging eine Treppe hinunter, plötzlich starker Schmerz, sah nach MENISKUSRISS aus. - Es folgten Spritzen, damit ich ja noch arbeiten kommen konnte. Aufs Radfahren verzichtete ich dann.
Die Chefin empahl mich einem Kollegen, der das Stahlkorsett, was ich verordnet bekommen hatte, für total unsinnig ansah. - Vermutlich bekam ich seinerzeit auch sofort einen Termin bei ihm und das Wartezimmer war deshalb so leer.

 

 

 

Es folgten wieder diese Anwendungen, heiss und kalt, regelmässige Spritzen, angeblicher Knorpelaufbau. - Als ich wieder einmal alles durch hatte, meinte der Arzt, ich sollte mal zur Kniespiegelung zu ihm ins Krankenhaus kommen. Er führte die OPs bei seinen Patienten auch durch. - Ich hatte dann den Termin, wo der Doktor allerdings verhindert war, befand mich im Krankenhaus zur Aufnahme.

 

 

 

Ich kürze es ab. - Als ich aus der Narkose erwachte, sagte mir die Stationsärztin, dass es in meinem Knie übel ausgesehen hätte. Man hätte den ganzen Müll dort entfernt und alles glatt geschliffen. - Ich humpelte an zwei Krücken umher und glaubte, künftig von den Schmerzen erlöst zu sein.
Das habe ich aber nicht besser gewusst. Schmerzen bestimmten meinen Alltag, beim geringsten Auftreten, vor allen Dingen aber Treppen herunter zu laufen. - In meinem Knie war soviel Spiel, dass sich Nerven, Muskeln oder was weiss ich dort einklemmten und mir so einige Treppenstürze einbrachten.
Ich war wieder in Behandlung. Der Arzt weitere die Anwendungen seiner Schreckenskammer auch noch auf die Streckbehandlungen der Wirbelsäule aus. Das sah richtig nach einem Folterinstrument aus.

 

 

 

Es brachte alles nichts. - Nun, meine Chefin wurde jetzt hellhörig. Eine Kranke wollte sie schliesslich nicht beschäftigen. Sie verlangte von mir, dass der behandelnde Arzt seine ärztliche Schweigepflicht brechen und ihr Auskünfte erteilen dürfte. - Ich lehnte das ab, allerdings aus dem einen Grunde, dass sie mir schon ständig ganz, ganz starke Zäpfchen andrehen wollte. Sie als Ärztin brauchte ja kein Rezept. Sie konnte sich das alles so aus der Apotheke holen. - Nun, es gab genügend Bücher dort, um nachlesen zu können, was es mit den Medikamenten auf sich hatte. - ALLE SCHMERZMITTEL FÜHREN ZU EINER GEWÖHNUNG - Ich hatte Beispiele von Personen vor Augen, die mich diesen Weg nicht einschlagen liessen. - Arbeiten um jeden Preis? - NEIN - auf keinen Fall!

Über Nacht war mein Bein ganz, ganz dick und schmerzhaft geworden und konnte nicht mehr laufen. Ich rief die Chefin an, dass ich unbedingt zum Arzt müsse, käme allerdings noch nicht einmal bis zu dem Orthopäden. Sie wollte wissen, zu wem ich denn ginge. Nun, den Namen des INTERNISTEN, den Arzt meines Vertrauens, nannte ich ihr. Ein Bekannter fuhr mich bis dort vor die Türe. - Ich kam auch sehr schnell dran.

Der Arzt hielt sofort mit dem Orthopäden telefonische Rücksprache. Eine Knochenhautentzündung wurde vermutet. - Aber es war interessant, was ich durch den Internisten erfuhr. - Ich hatte die ganze Zeit schon Cortison-Spritzen bekommen. Und die Knorpelaufbau-Spritzen waren eine Farce. Einmal abgebauter Knorpel kann nicht wieder ergänzt werden. Es waren nur Vitamin-Spritzen.

3 Jahre hatte ich mit diesen Hoffnungen und Dauerenttäuschungen verbracht, ohne dass sich auch nur etwas besserte. Im Gegenteil, es wurde stets schlimmer. - Mein INTERNIST setzte sich für mich ein, dass ich dringlich zu Reha-Massnahmen kam, weil der Orthopäde ihm erklärt hatte, dass man daran nichts mehr ändern könnte - egal, was man versuchte! - Nun hatte ich wenigstens Klarheit.

 

 

 

Ich wurde von dem Bekannten nach Hause transportiert, als auch schon mein Telefon klingelte. Es war meine Chefin. Ich sagte, dass ich höllische Schmerzen hätte und Ruhe benötigte. Es handele sich um eine Knochenhautentzündung. - Sie antwortete mir dann wortwörtlich: WENN SIE MORGEN NICHT ZUM DIENST ERSCHEINEN - HABEN SIE ÜBERMORGEN IHRE KÜ NDIGUNG. ICH KANN IHNEN DOLORMIN ZÄPFCHEN ZUR VERFÜGUNG STELLEN. - Man muss sich einmal vorstellen, dass diese Fachärztin auch jahrelang in einer Klinik gearbeitet hatte. Selbst als Allgemeinmedizinerin müsste ihr der Begriff KNOCHENHAUTENTZÜNDUNG etwas sagen, dass man damit nicht arbeiten kann. Das ganze Bein war ja schon rot entzündet, war nicht nur am Knie sichtbar. - Ich habe dann geantwortet, dass ich mich nicht erpressen lasse. Natürlich wollte sie auch noch Auskunft von meinem INTERNISTEN eingeholt haben, der allerdings nichts sagte. Ich hatte ihm von dem Versuch, den Orthopäden auszuhorchen, schon erzählt. Er schüttelte auch nur noch mit dem Kopf. Ich berichtete ihm ebenfalls von der Odyssee zu den anderen Orthopäden.

Ich erhielt meine Kündigung. 6 Wochen gewährte man mir noch. Es ging recht schnell mit dem Termin zur REHA in einer ORTHOPÄDISCHEN GROSSKLINIK. Alles war sehr grosszügig angeordnet. Allerdings konnte man sich in dem grossen Bau regelrecht verlaufen.
Der erste Untersuchngstermin endete mit Tränen, weil mich der Arzt recht unwirsch prüfte: Wass wollen sie überhaupt hier - und wenn sie glauben, sie bekommen jetzt eine Rente - dann sind sie schief gewickelt. Er nahm recht ruppig mein Bein, drehte es in alle Richtungen, nahm keine Rücksich auf die Schmerzen, die er verursachte.
Ich konnte mich fangen und wetterte mit passenden Argumenten, die ihn unfähig aussehen liessen! - Oh, auf einmal ging es! "ACH - ES IST WOHL DOCH SCHLIMMER ALS ICH DACHTE". - Nach dem Auftakt hatte ich den ersten Punkt gewonnen. - Das war nur ein einfacher Arzt. - Als nächstes musste ich zum Oberarzt, der sich aber schon auf die Bewertungen seines Kollegen stützte. Er wollte es noch besser machen und verordnete mir so eine Schiene und feste Manschette um das KNIE. Damit sollte ich jetzt laufen. - Oh je, das ging überhaupt nicht. Bei jeder Kniebewegung spürte ich den schmerzhaften Druck der Manschette. - Ich legte das Teil wieder ab, musste auch einige Stunden nach Erhalt dieses Folterinstrumentes zum Chefarzt zur Untersuchung. - Ich erklärte, dass ich die Manschette nicht vertragen könnte. - Da meinte der Chefarzt: "Wer hat denn das verordnet? Wenn die Kniescheibe nicht mehr intakt ist, kann man doch so ein Teil nicht verordnen. Da müssen sie ja Schmerzen haben. - Weg damit." - Das wurde natürlich vom angeschlossenen Orthopädieladen eigens für mich angefertigt, kann auch nicht weiter verwendet werden! - Von da ab wurde auf mich eingegangen. - Ich machte überall mit, alles, was ich konnte. - Nur mit dem Laufen sah es schlecht aus. - Man sah das auch ein. - Ich wurde von dort als arbeitsunfähig entlassen - nicht stehen - nicht sitzen - nicht belasten - keine bückenden Tätigkeiten. Man sagte mir, falls ich innerhalb eines Jahres keine Rente bekäme, sollte ich mich noch einmal an diese Klinik wenden.

Die Krankenkasse wollte nicht mehr zahlen. Ich musste zum Medizinischen Dienst. Dort wurde ich von einer blöden Frustkuh von Ärztin schon dementsprechend missmutig empfangen. "WARUM GEHEN SIE EIGENTLICH NICHT ARBEITEN", fragte sie mich gleich. Einmal hatte ich keine Arbeit und dann konnte ich auch nicht arbeiten. Sie empfahl mir vorab Schmerzmittel, weil WIR ohne die ja wohl nicht mehr weiter kommen. - Ich schaltete und sagte: "Frau Doktor, muss ich ihnen sagen, was der Schmerz für ein Signal ist? Das kann ich mal stundenweise - evtl. tageweise ausblenden - aber doch nicht dauerhaft, nur um einer Arbeit nachgehen zu können! Sie verlangen von mir, dass ich mich evtl. Jahrzehnte regelrecht betäube, um funktionieren zu können? - In einer überheblichen Art und Weise deutete sie mit ihren Gesten an, dass ich schweigen sollte. - Dann nahm sie mich ran - was ich nie mehr vergessen habe! Dazu muss ich noch erwähnen, dass ich mich ja dauerhaft in einer Bittstellerposition befand - wo ich von allen Seiten her Dampf bekam. Ich verwies noch auf das Gutachten der Klinik, was ich durch meinen Internisten zu lesen bekam. Sonst kann man da nicht einsehen, als Patient.

Ich musste mich bücken und mit den Händen die Fussspitzen berühren. Das gelang nicht, so sehr ich mich auch bemühte. - Was machte die Ärztin dann? Sie drückte mir von oben her feste den Rücken nach unten, während es schmerzte, heftig und laut knackte. - Das weitere Problem: Ich kam nicht mehr hoch. Inzwischen diktierte sie, ich hätte mich bis zu einem Winkel von ...?? beugen können, hätte allerdings leichte Probleme beim Aufrichten gehabt. Gehabt? - Ich hing immer noch in der gebückten Position, habe mich Stück fuer Stück mit den Armen, an den Beinen abstützend nach oben langsam aufgerichtet. Jede Annäherung des Aufrichtens verursachte Schmerzen und knackte im Rücken. Irgend etwas war da ausgerenkt worden. Mir standen Tränen vor Schmerzen in den Augen. - Es ging weiter. Meinen Kopf kann ich kaum nach rechts drehen. Ich hatte mich schon lange daran gewöhnt, den ganzen Koerper mit zu drehen, wenn ich dort etwas erblicken wollte. - Diese Ärztin drehte mir auch den Kopf mit aller Gewalt nach rechts. In dem Augenblick hätte ich die lynchen können. Das gleiche Spielchen wieder, wie mit dem Rücken. Ich glaube schon, dass mein Kopf jetzt so stehen bleiben würde, weil es mir trotz meiner Anstrengungen nicht möglich war, die normale Kopfstellung wieder einzunehmen. - Von den Schmerzen ganz zu schweigen.

Diese Ärztin hat lediglich ihren Fragenkatalog, der vorgegeben war, zufriedenstellend ausfüllen wollen. Dafür muss man solche Tortouren dulden? NEIN - heute machte das keiner mehr mit mir. Egal, was auf dem Spiel steht! - Aber weiter zu meinen Erlebnissen:
Während ich tränenüberströmt dort mit mir kämpfte, meinte die Ärztin noch zur Krönung: "SIE HABEN ABER EINE LABILE PSYCHE. SIE GEHEN AM BESTEN ZUERST IN EINE PSYCHIATRISCHE KLINIK. LASSEN SIE SICH VON IHREM ARZT DORT EINWEISEN - SONST MÜSSEN SIE SICH BEIM ARBEITSAMT MELDEN. - Ich bekäme von der Krankenkasse sonst kein Geld mehr.- Damit begann meine ODYSSEE MIT DEM ARBEITSAMT.

Dem gegenüber gab es ja ein Gutachten der Facharztklinik, wo ich zur Reha weilte. Jeder versuchte, mich als SIMULANT abzustempeln, sobald es ums Bezahlen ging. - Ich ging zu meinem Internisten - dem Arzt meines Vertrauens - und berichtete. Er wollte mir zwar helfen, aber ich hatte die Schnauze gestrichen voll. Seine Hilfe als Internist sei nicht einmal gewichtig genug, etwas Konkretes für mich herauszuholen, meinte er allerdings dazu. Besser wäre es, ich suchte mir noch einmal einen anderen Orthopäden. Meine Erfahrungen von über drei Jahren reichte mir. - Ich wusste ja, dass man an diesem Zustand nichts mehr ändern könnte. Mit 60 Jahren sollte ich eine Knieprothese erhalten. Bis dahin müsste ich sehen, wie ich klar käme. Das waren allerdings noch einige Jahre bis dahin.

Es geht aber noch lange weiter ...............

 

Kommentare   

0 #1 dvb t 2017-04-21 15:09
Servus. Ich bin per Zufall hier gelandet. Aber trotzdem möchte ich ihnen ein Kommentar da lassen, da ich ihren Blog überaus informierend finde.


Auch ihr Konzept ist überaus sympathisch.


Mit freundlichen Grüßen
Zitieren

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren

   

Gefährliche Geheimnisse 2015 - Wie USA und EU den Freihandel planen

In diesen Wochen verhandeln die USA und die EU hinter verschlossenen Türen über ein Freihandelsabkommen, das 2015 in Kraft treten soll. Die Geheimverhandlungen bedrohen massiv die Rechte der Bürger in Europa.

   
© veilchens-welt.eu - veilchens-welt.de