NUR GEMEINSAM SIND WIR STARK.

Der Trog, aus dem die Schweine fressen, ist immer der Gleiche.

Es sind nur die Schweine, die sich ändern.

 

   

Kind wenn Du etwas nicht verstehst frag mich einfach .... Ma - warum verstehst Du mich nicht ?


Geschrieben von: Ben Gel - Mittwoch, den 17. November 2010 um 22:08 Uhr

Zappelphilip ... der traurige ... ?
Zappelphilip nannte man ihn früher - sind doch Kinder .. wurde sanft lächelnd besänftigt
ADHS - ist es jetzt - wenn das Kind nicht als Erwachsener fungiert ... wird kalt lächelnd auf die Beruhigung der Pillen verwiesen
Nur - die Kid`s braucht keine “ Pillen “ - lediglich die Pharmaindustrie benötigt die Pillen zur Gewinnaufstockung.
Kinder welche ihre Freiheit, ihre Gefühle, ihre Gedanken ihre Kreativität ausleben wollen.
Gefangen im golden Käfig der Fürsorge, unterdrückt ihr Springen nach Freiheit bemerken Eltern nicht das sie ebenfalls
Gefangene von provozierte Regelungen und Gesetze sind - nicht so goldig ... ihr Käfig
Verbote, Einschränkungen ohne Erklärungen - Unverständnis und Frust bei den Kid`s
Nicht so einfach für die Eltern - Erklärungen in der knappen Zeit
Die ersten Jahre ihres Lebens beeinflußt von Kindergarten, Schule - in welchem die Interessen des Staates und der “ Multis “ leicht im Hintergrund schweben ? 
Einfluß der jeweiligen Kirchen - von Menschen gegründet - kann sein .... ?
Sicher sie lernen für später, auch für`s Leben .. ihr Leben ?
Nicht Lügen - lernen sie .. sie erfinden, entwickeln ihre Märchen der Abenteuer und “ erschwindeln “ ihre Rollen der Helden - bestraft werden sie - weil “ gelogen “
Frustriert sind sie - denn sie bemerken bereits die echten Lügen dieser Welt.
Obwohl sie lernten der Sieger zu werden der Beste zu sein, seltsam sehen sie - noch andere gibt es von jenen.
Die nächste Zeit der Reife - gelenkt.
“ Kid`s - habt Fun - geht in die Disco, amüsiert euch - denkt nicht - das tun wir schon für euch “
Kauf diese und jenes und du wirst der Sieger werden der Beste sein - sie werden es nicht - und staunen irritiert.
Du sollst nicht streiten niemanden verletzen - das tägliche töten vor Augen, Krieg und Verwüstung - und staunen wieder irritiert.
Du sollst lieben den Anderen verstehen, Ihm helfen erzählt man ihnen in diesem großen Raum der Kirche - unverstanden ungeliebt fühlen sie sich allein gelassen in ihrem Umfeld der Verständnislosigkeit - manche von Kirchenbetreibern welche “ Liebe “ nicht nur im Heiligenschein des Glaubens zelebrieren ...
Und danach - angepaßtes Schablonendenken.
Wo bleibt der Mensch - das gegenseitige Verständnis - Gefühle des Verstehens - der Hilfsbereitschaft - Liebe - und all diese Dinge welche sie vermissen ... ?

Frust .. aus welchem Wut entsteht - unbemerkt haben sie den Glauben verloren.
Der Nährboden für Gewalt - ein Schutz des Hirns um nicht verrückt zu werden - zwingt es zum reagieren - abreagieren.
Sieh Dich um - das Dilemma täglich sichtbar
Heute erkennt man dies, Morgen jenes - andere Zusammenhänge welche “ dies “ wieder ändern, umkehren, wie bereits so oft auch in anderen Bereichen.
Tut uns leid wir haben uns getäuscht das Gegenteil ist richtig - den Schaden trägt der Gutgläubige

Es war mir eine Freude, das lesen zu können.


Geschrieben von: christel  - Donnerstag, den 18. November 2010 um 11:06 Uhr

Hallo Ben Gel,

was war das eine Freude für mich, Deine Ausführungen lesen zu dürfen.

Wir sind damals extra aus der Grossstadt weggezogen, der Kinder zuliebe, weil ich sah, dass sie sich dort nicht kindgerecht entwickeln konnten. Kein Platz zum Spielen, ruhig sein ................!

Ein Kind benötigt für eine gesunde Entwicklung mehr, als ihm heute geboten wird. Über dieses Thema habe ich schon so oft in anderen Foren geschrieben und überall wurde ich wegen meiner Einstellung direkt angegiftet.

Eine Mutter gehört bis zum dritten Lebensjahr zu ihrem Kind. Sie muss es erlernen. Es gibt zwar einen Instinkt, den die Mutter als Veranlagung besitzt, um ihr Kind zu beschützen, aber im Detail kann sie es nicht kennen, weil jedes geborene Kind ein Original ist. Von fünf Geschwistern einer Familie gibt es fünf unterschiedliche Kinder. - Man kann sie nicht normen und anpassungsfähig erziehen!

Viele Frauen meinen, ich würde sie als schlechte Mütter beurteilen, wenn sie gleich nach der Geburt, also nach dem Mutterschutz, wieder in den Beruf gehen und ihr Kind in fremde Hände abgeben. - Ich habe immer wieder erlebt, dass diesen Frauen der echte Zugang zu ihrem Kind fehlt. - Manchmal erlebte ich so eine sogenannte Affenliebe zwischen Kind und Mutter, so eine unnatürliche Beziehung. Es wird verhätschelt und betäschelt, ihm wird alles gekauft und erlaubt.

Aber das sind keine Dinge, die ein Kind für seine Entwicklung benötigt.

Lieber Ben, ich könnte jeden einzelnen Satz von Dir dick unterstreichen. Man hat diese Entwicklung derart forciert, um die Menschen besser ausbeuten zu können. Jede Institution nutzt die ahnungslosen Menschen aus. Das, was die Mutter instinktiv von der Natur erhalten hat, wurde ausgeschaltet. Sie muss arbeiten gehen, sie muss sich ausbeuten lassen. Man sagt ihr, dass ihre Erfüllung nur im Beruf liegt.

Und jeder, der was anderes sagt, hat keine Ahnung. Im Kindergarten gibt es Bildung für die Kleinsten, obwohl so wenig Personal vorhanden ist, dass mit Mühe und Not die Windeln gewechselt werden können.

Bildung ist, wenn ein fast einjähriges Kind auch mal einen Regenwurm anfasst, der gerade aus der Erde kommt, wenn sich das Kleine freut, wie der zappelt, wenn es selber Erfahrungen machen kann, wie sich Gegenstände anfühlen, ob sie hart, weich, nass oder trocken sind, wenn sie auf dem Erdboden rutschen und ihre Welt entdecken.

Hier ist es die Aufgabe der Mutter, das Kind zu beobachten und Schaden von ihm abzuwenden. Es ist nicht schlimm, wenn es schmutzig wird. Man kann alles wieder waschen. Aber das Kind hat sehr viel gelernt, wie seine Umgebung beschaffen ist.

Ein Kind muss lebhaft sein, immer in Bewegung. Alles andere ist unnatürlich. Es benötigt keine Pillen, wenn es sich erkältet hat.

Lieber Ben, ich könnte hier alles voll schreiben, wenn es um dieses Thema geht. Deinen Artikel werde ich mit in die Seite aufnehmen, denn er ist sooooo ungeheuer wichtig. Ich wünschte, die Menschen könnten von Dir lernen!

Vielen Dank für den bereichernden Kommentar und recht schöne Grüsse allen Lesern

Christel

 


 

Depressive Kinder: Welchen Anteil hat die Schule?

Welchen Anteil hat die Schule?


Sonia Seymour Mikich: "Zeugniszeit! Da werden bestimmt ein paar Tränen fließen, schlechte Laune auch hier und da. Und dann aber auch richtige Verzweiflung. Und ich frage mich: Ist es richtig, das Leben von Kindern mit den gleichen Ansprüchen zu überziehen, wie das von Erwachsenen? Ist es richtig, Angst vor dem Abstieg und dem Versagen eins zu eins an Kinder weiterzugeben? So richtig richtig kann es nicht sein, sonst würde nicht eine Kinderpsychiatrie nach der anderen ihre Tore öffnen. Isabel Schayani und Mareike Willms zu einem oft verdrängten Thema - Depressionen bei Kindern. Sie nehmen zu."

Irgendwie sonderbar, einen Film über Depressionen in der Schule zu beginnen. Aber darum geht es, um Depressionen und Schule. Die Redaktion der Schülerzeitung hat genau das zum Thema gemacht.

Schülerin: "Depression wird immer, bei Schülern zumindestens, damit in Zusammenhang gebracht, dass jemand nicht richtig im Kopf ist und deswegen haben wir das Thema auch genommen, damit andere Leute auch wachgerüttelt werden für dieses Thema."


"Depression" ist nicht gerade ein Jugendthema. Doch je länger die Zehntklässlerinnen des Ernst-Barlach-Gymnasiums in Unna über "Depressionen" diskutierten, desto klarer wurde, das Thema ist ihnen näher als ihnen lieb ist.

Schülerin: "In der heutigen Gesellschaft - wie oft gesagt wird, muss jeder sozusagen so ein Stehaufmännchen sein. Also man darf ... wenn jemand depressiv ist oder wenn man merkt, dass jemand nicht gut drauf ist, dann wird man sofort als schwach abgestempelt. Man will ja nicht schwach sein, man will ja möglichst was schaffen."

Sie reden über Schüler wie Sophie, die irgendwo in Deutschland lebt.

Grafik: "Sophie, 16 Jahre, leidet unter Depressionen seit der Grundschule."

Sophie: "Ich fühl mich die ganze Zeit traurig, egal, wo ich hingehe. Wenn ich bei Freunden bin, ich sitz nur traurig rum und ... warte halt, bis der Tag vorbei geht, bis ich schlafen kann. Und ich warte eigentlich die ganze Zeit nur, dass die Zeit vorbeigeht. Ich hab immer mehr das Gefühl, dass ich nichts wert bin, also ... dass ich auch gehen könnte eigentlich."

Sophies Mutter: "Also der Grund für ihre Traurigkeit, wir haben am Anfang überhaupt gar nicht begriffen. Morgens hat sie Bauchschmerzen gehabt, Halsschmerzen, zum Teil wirklich messbar Fieber, drei, vier Tage, dass sie nicht einschlafen konnte. Am Morgen total erschlagen war. Hat die Zeit rausgezögert morgens, um in die Schule zu kommen."

Früher dachte man, diese Art der Traurigkeit hätten nur Erwachsene. Heute muss die Medizin diagnostizieren, auch Kinder haben Depressionen. Das ist weit mehr, als ein paar Wochen schlecht gelaunt zu sein. Depressionen sind eine Krankheit. Innerhalb der letzten Jahre hat sich die Zahl der Kinder zwischen 10 und 14 Jahren, die wegen einer Depression ins Krankenhaus mussten, verdreifacht. Die Ursache von jedem zweiten Selbstmord unter Jugendlichen ist eine Depression.

 

http://www.wdr.de/tv/monitor/sendungen/2010/0708/depressiv.php5

 


 

Es treibt mir Tränen in die Augen, wenn ich diese Fehlentwicklung der Kinder sehe und das in allen Bereichen.

 

Egal, wie schlecht damals die Zeiten waren, als ich Kind war, aber die Lehrer haben kein Kind fallengelassen. Jeder wurde mitgenommen. Das nur zum Unterschied zu heute. - Kam einer nicht mit, der musste eben nachsitzen. -

 


 

Hausaufgaben nicht ordentlich erledigt? - Nachsitzen - Da war der Lehrer aber zugegen. Er opferte seine Zeit dafür. - Keiner brauchte Nachhilfestunden, keiner brauchte die Hilfe der Eltern für die Hausaufgaben. - Wir hatten kein Kind in der Klasse, was nicht versetzt wurde.

 

Zurückblickend würde ich sagen, dass der Schulunterricht kindgerecht durchgeführt wurde. Es wurde nichts Unmögliches von den Schülern verlangt. - Wir lernten mehr oder weniger schnell und hatten unsere Freizeit, um uns unabhängig von den Erziehungsberechtigten entwickeln zu können. Wo haben denn die Kinder heute noch ihren Freiraum? - Wir hatten kein Geld zur Verfügung, um uns Annehmlichkeiten kaufen zu können. Das vermissten wir auch nicht, denn so etwas gabs nur Weihnachten und zum Geburtstag. - Trotzdem hatten wir niemals Langeweile. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass mich irgendein Wetter daran hinderte, etwas zu unternehmen und sei es, dass wir uns in einem Hühnerstall aufhielten oder in einem Taubenschlag landeten, immer zu mehreren Kindern.

 


 

Nur bei Anbruch der Dunkelheit mussten wir daheim sein. Sonst gab es ein Donnerwetter. Aber auch das wurde hin und wieder nicht beachtet, wenn man intensiv beschäftigt war. - Gerade in der Dunkelheit konnte man so manch schönen Streich ausüben. - Ich muss heute noch über einige Taten schmunzeln, die man sich ausdachte, als Kind. Dafür nahm man auch mal eine Strafe in Kauf.

 


 

Mir tun die Kinder leid, die heute schon von ihren ehrgeizigen Müttern dazu getrieben werden, mehrsprachlich aufzuwachsen, weil man aus ihnen das Beste herausholen möchte. - Der Schuss geht oft nach hinten los. - Kinder benötigen ihren Freiraum, um selbständig eigene Fähigkeiten entwickeln zu können.

 


 

Kinder haben Gene und Fähigkeiten vererbt bekommen, die man fördern sollte. Man kann ihnen kein Programm einzwängen, das gegen ihr Naturell verstösst. Kinder müssen frei spielen, um all die Eindrücke, die sie erlernen, verarbeiten zu können. - Sie können nicht immer brav und ruhig wie ihre Eltern sein! - Warum verstehen das ausgebildete Pädagogen denn nicht? -

 


 

Heute werden Unterrichtsstoffe gekürzt, um Kosten einzusparen. - In soundsoviel Jahren haben sie ein bestimmtes Quantum zu lernen, ohne Rücksicht darauf zu nehmen, wie schnell der einzelne Schüler lernt. - Die Lernenden bekommen nun von allen Seiten Druck. Schaffen sie das Pensum nicht, landen sie unter den Hoffnungslosen. Ganz zu schweigen davon, dass die meisten nicht einmal Geld für Nachhilfen haben.

 


 

Ist es da nicht logisch, dass die Kinder aufgeben, wenn sie merken, dass ihnen das Lernen sehr schwer fällt. Welch eine schlimme Entwicklung für die Kinder, die die Zukunft des Landes bedeuten!

 


 

Alles ist mit Kosten verbunden. Ich war nicht einmal in den schlechten Zeiten, in einer Schule, wo es hineinregnete oder alles kaputt war. Und warum ist heute dafür kein Geld mehr da? - Damals war es eine Staatspflicht, für ordentliche Schulen zu sorgen. Und zu der Zeit kam weiss Gott weniger in die Staatskassen als heute. Da gab es keine Privatschulen. Arme und reichere Kinder waren befreundet, lernten gemeinsam!

 


 

Warum lässt man die Schulen heute so verkommen? Das kann doch nicht nur am fehlenden Geld liegen. Unsere Regierenden haben mehr Geld zur Verfügung, als jemals zuvor. Es steht ja fest, dass Schulen bereits in einem gesundheitsgefährdetem Zustand sind. - Steckt da eine Absicht hinter, die Eltern zu zwingen, ihre Kinder in private Schulen anzumelden? - Warum wehren sich die Eltern nicht gegen solche Zustände, gemeinsam mit den Lehrern??

 


 

Ich habe eigentlich sehr viel Verständnis, für alle Lebenssituationen. Bei mir ist ein Punkt erreicht, wo ich keine Erklärung mehr für das Handeln der Regierenden habe.

 


 

Anlässliches eines Besuches in der Tschechoslowakei - etwa 1992 - sahen wir solche Zustände, wie sie heute auch bei uns einkehren. Gebäude von Schulen und Bahnhöfen, wo wir dachten, dass da kein Mensch mehr hausen könnte. Und doch war es so. - Unser Vorzeigestaat - so heruntergekommen?

 


 

Aber so war das zu meiner Jugendzeit . - Ich kam mit 14 Jahren aufs Büro in die Lehre. Der Lehrherr ersetzte den Lehrer. Man hatte Respekt vor ihm. Wenn der anordnete, dass man dies und jenes zu lernen hätte, dann gab es kein Vertun. - Man lernte das auch. - Allerdings war da dieser ungeheuere Druck, dem die Kinder heute ausgesetzt sind, nicht vorhanden. Ich erhielt jedenfalls alle Möglichkeiten, mich in dem Büro weiter zu entwickeln und ordentlich zu lernen. Dazu brauchte ich kein Wissen mitbringen. - Dafür waren die Lehrjahre keine Herrenjahre. Das wusste jeder und man richtete sich danach. - Aber wir hatten doch sehr grosse Freiräume für alles.

 


 

Fernsehen gabs nur abends und nach "Kuhlenkampf" am Samstag (kennt den noch einer?) war Fernsehschluss, so nach 22 Uhr. In meiner Kindheit hatten wir noch keinen Fernseher.

 


 

Allerdings konnten wir unsere Fähigkeiten auch praktisch bezogen entwickeln, nicht nur in Theorien. Aber wir waren auch nicht abgelenkt.

 

 

 

 

 

 

Leider auch schon für Kinder und Jugendliche.

 

 

 

Hier nachzulesen:

 


 

http://www.veilchens-welt.de/index.php?option=com_content&view=article&id=702&Itemid=11&limitstart=4

 

 

 

Wer macht unsere Kinder - unsere Zukunft - so kaputt?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich wurde durch einen Kommentar an einen Streich meiner Burschen erinnert.

 

Die waren sehr ideenreich und man war auf allerhand gefasst, was sie so fabrizierten. Natürlich geschah alles klammheimlich.

 


 

 

 

 

So entdeckte ich im Schrank der Jungen ein "Gefäss", was in Geschenkpapier eingewickelt war, wo aber "Achtung - hochexplosiv" geschrieben stand. Bei mir klingelten Alarmglocken.

 


 

Nachdem man im Keller des Hauses so einige chemische Versuche umsetzte und das Erlernte aus dem Chemie- und auch Physikunterricht ausprobierte, kamen sehr oft nicht gerade Wohlgerüche vom Austragungsort, in die Wohnräume. - Natürlich schaute ich auch nach, was sich denn so tat. Allerdings kam ich nie dahinter, was sich wirklich da abspielte. - Gepetzt wurde nie.

 

Ich erwähnte schon mal, dass meine kleinen Genies sich ebenfalls der Elektronik widmeten. Sie bauten sich mit 12 Jahren ein Radio und mit Hilfe eines Sponsors, der an der Volksschule Kurse durchführte, durften sie ebenfalls daran teilnehmen. - Und wenn sie etwas machen wollten, bekamen sie auch kleine Widerstände, Transistoren einen Schaltplan, bzw. eine Erklärung, wie sie vorgehen sollten. Sie erlernten das Löten und das Errechnen der notwendigen Teile.

 

Es gab immer wieder andere Überraschungen. - Es piepte, als es regnete und meine Wäsche draussen hing. Die Krönung war jedoch eine Lichtorgel im Schlafzimmer, nach der Musik des Radioweckers.

 


 

Jetzt könnt Ihr Euch auch vorstellen, wie zweifelnd ich das Gefäss im Schrank beobachtete. "Achtung! Hochexplosiv!"

 


 

Nun ja, die Burschen kamen aus der Schule und ich fragte sie, was denn da in dem Gefäss sei? - Gesenkte Häupter meiner Ableger sagten mir: "Es wird nichts verraten." - Schliesslich beruhigte ich mich. "Vielleicht wollen sie uns damit verarschen."

 

Abends erzählte ich das meinem damaligen Mann. - Er ging forsch zur Sache, fragte und als keine Antwort kam, riss er das Geschenkpapier, was mit Tesafilm zugeklebt war, einfach ab. - Was sah er? Wieder Geschenkpapier, mit der gleichen Aufschrift "Achtung! Hochexplosiv!" Er machte noch einen Versuch und es bot sich ihm das gleiche Bild. - Nun war er sich sicher, dass die Kinder uns verarschen wollten. - Schliesslich hatte ich das ja auch schon vermutet.

 


 

Allerdings liess es meinem Mann keine Ruhe. Er wollte es genau wissen, ging wieder ans Werk. - Er wickelte und wickelte. Sämtliche Tesafilm- und Klebestreifen - Vorräte waren wohl für diese Zwecke aufgebraucht worden. - Aber immer wieder kam die Warnung deutlich sichtbar zum Vorschein.

 


 

Die wievielte Verkleidung des Gefässes entfernt worden war, weiss ich nicht mehr. Nur der Anblick des ganzen zerknüllten und zerrissenem Papier ist mir noch in Erinnerung. - Ich hörte meinen Mann rufen: "Komm mal her!" Ich ging nachschauen. Auf einmal kam eine Lunte zum Vorschein. Es wurde ernst.

 


 

Im Inneren war eine dicke Metalldose, die dicht verschlossen war, aus der nun die Lunte herausragte. - Nun mussten die Jungen Farbe bekennen! - Und jetzt wurde erklärt, dass sie von den Jägern die Patronen sammelten und daraus das Schwarzpulver entnahmen, was nun Inhalt der Dose sei. Es waren auch noch gesammelte Knallkörperinhalte dabei. - Damit wollten sie auf einen Acker gehen und das anzünden.

 


 

Wir waren nicht einmal mehr in der Lage zu schimpfen, so schockiert waren wir. - Schliesslich haben wir ihnen vernünftig erklärt, was das ausgelöst hätte .................! Sie mussten versprechen, so etwas nicht noch einmal zu machen. Wenn, dann müsste eine erwachsene Person dabei sein. - Es wurde versprochen. Jedenfalls habe ich ähnliche Beobachtungen nicht mehr gemacht. Vielleicht waren sie sich der Gefahr auch bewusst geworden.

 

 

 

Nicht umsonst lästerte der Lehrer über meinen ältesten Sohn "der Herr Professor". Der Lehrer mochte meinen Sohn nicht, weil er nämlich mehr konnte, als der Unterrichtende selber. Der hatte sein Wissen aus früheren Jahren, stand wohl kurz vor seiner Pensionierung. - So gab mein Ableger ihm dann und wann mal Nachhilfe. - Wie peinlich für einen Lehrer! - Und als er meinen Sohn dafür auch noch abstrafen wollte, mit schlechten Zensuren, ging ich zum Rektor. So kam mein Ableger wieder zu seinem Recht. Mehr wollten wir nicht. - Jedenfalls die "Eins" für die Fächer kam ins Zeugnis.

 

 

 


 

 


 

 

Das hatte Audifan mir noch als Anlage geschickt!

 


 

Das Format wir hier auf der Seite nicht angenommen, habe es deshalb nur kopiert:

 

 

 


 

 

 

 

 

Bist du vor 1978 geboren ?

Nach 1978 geboren ?

Hau ab !
Folgendes verstehst du
so wie so nicht !

Wie ist es nur möglich,
dass wir, geboren in den
50-er, 60-er, und 70-er Jahren,
immer noch leben ? !

Gemäss Theorien von
anno 2004 – 2005 – 2006
hätten wir schon längst tot sein müssen !

Warum ?

Wir sassen im Auto:
ohne Kindersitz,
ohne Sicherheitsgurt
und ohne Airbag !

Unser Bett war mit Farbe voller
Blei und Cadmium angestrichen !

Auch die bunten Holzbauklötze,
die wir uns begeistert in den Mund steckten ...

An der Treppe gab es für uns kein BfU-Sicherheitsgitter !
Wer das Treppenlaufen nicht beherrschte und nicht aufpasste,
purzelte hinunter und schlug sich die Fresse blutig !

Wenn wir nachts weinend im Bett aufwachten,
so hörte es niemand !
Falls wirklich etwas los war, so mussten wir ganz laut schreien,
damit die Eltern aufmerksam wurden !

Babyphon ?
Von wegen !

Flaschen mit gefährlichem Inhalt (auch die aus der Apotheke ...
mit Salzsäure, Brennsprit u.s.w.) konnten wir ganz einfach mit
unseren Händchen und beschränkter Motorik öffnen !

Viele Türen (vor allen die vom Lift und den Autos)
gingen einfach zu, und wenn unsere Fingerchen
dazwischen kamen, tat‘s mehr als nur höllisch weh !

Wenn wir zu faul zum laufen waren, setzten wir uns hinten
auf das Fahrrad unseres Freundes.
Der strampelte sich einen ab und wir versuchten, uns
an den Stahlfedern des Velosattels festzuhalten !
auaaaaa !

Einen Helm trug man nicht.
Nicht einmal auf dem Moped und schon gar nicht auf dem Fahrrad !

Wasser tranken wir vom Wasserhahn
und nicht aus der Pet-Flasche !

Farb- und Aromastoffe muss es auch schon gegeben haben.
So rot, grün und gelb wie die Limonade damals war,
sieht man heute keine mehr !

Einen Kaugummi legte man am Abend auf den Nachttisch und
am nächsten Morgen steckte man ihn einfach wieder in den Mund !

In der Schule gab‘s nur eine einheitliche Grösse von Pulten.
Die Luxusmodelle waren in der Schreibhöhe zwar verstellbar ...
Aber alle hatten so eine herrlich-gefährliche Klappe dran!

Unsere Schuhe waren immer schon eingelaufen durch Bruder,
Schwester, Neffe, Freunde der Eltern oder so.
Auch das Fahrrad war meistens entweder zu gross oder zu klein !

Überhaupt hatte ein Fahrrad keine Gangschaltung. Und wenn doch,
dann nur eine mit 3 Stufen !
Und wenn du einen Platten hattest, lerntest du vom Vater, wie man
das selber flicken konnte !
(Am Samstagnachmittag – mit Wassereimer, Schlauchwerkzeug,
Schmirgelpapier und Gummilösung ...)

Wir verliessen frühmorgens das Haus und kamen wieder heim,
wenn die Strassenbeleuchtung bereits eingeschaltet war.
In der Zwischenzeit wusste meistens niemand, wo wir waren ...
und keiner von uns hatte ein Handy mit dabei !

Wir liessen im Wald „die Sau raus“ ... oder im Park auf Spielplätzen
mit Sandkasten, Schaukeln und Klettergerüsten ... oder auf dem Pausenplatz,
der kein Versammlungspunkt von irgendwelchen abartigen Schmutzfinken war.
Da lagen auch keine Spritzen und gebrauchte Kondome herum ... !

Wenn wir zu einem Freund wollten, gingen wir einfach hin !
Wir mussten nicht vorher anrufen und einen Termin vereinbaren ! 
Wir wurden von den Eltern auch nicht hin gebracht bzw. von dort abgeholt !

Wir assen Kekse und bekamen Brot
mit viel echter Butter drauf !
Und davon wurden wir nicht dick !

Wir tranken aus der gleichen Flasche wie unsere Freunde und
keiner machte deswegen ein Theater oder wurde gleich krank !

Wir hatten keine Playstation, Nintendos, X-box,
64 Fernsehsender, Videos, DVD‘s mit Dolby-Surround-Sound,
MP3-Player, eigene Fernseher mit Satelitenempfang,
PC‘s und Internet ...  
Wir hatten Freunde !

Das Fernsehprogramm begann erst um 18 Uhr !
Da kam (manchmal) eine Stunde lang etwas Lustiges für Kinder.
Und wehe dem, der sich nachher traute aufzustehen um den einzigen Knopf
für einen anderen Sender zu betätigen (fest am Apparat montiert). 
Die Eltern bestimmten, was und wie lange „TV-geglotzt“ wurde !

Wir haben uns geschnitten, die Knochen gebrochen, Zähne raus geschlagen
und niemand wurde vor den Richter zitiert.
Das waren ganz normale, tägliche Unfälle und manchmal bekamst
du hinterher (als erzieherische Zugabe) noch eins auf den Arsch !

Wir kämpften, schlugen einander grün und blau und es gab
keinen Erwachsenen, der sich darüber aufregte.
Keiner hängte deswegen gleich eine „Peace“-Flagge zum Fenster raus !

Pädagogisch-verantwortliches Spielzeug machten wir selber;
mit Knüppel schlugen wir auf Bälle ... wir bauten Seifenkisten,
und merkten erst unten am Berg, dass wir die Bremse vergessen hatten !

Wir spielten Strassenfussball, und nur wer gut war, durfte mitspielen.
Wer nicht gut genug war, musste zuschauen und lernen, mit der
Enttäuschung umzugehen ! Da half nur Training !
Und das ging auch ohne Kinderpsychiater und Rorschach-Test !

In der Schule gab es auch dumme Schüler.
Sie gingen und kamen gleichzeitig mit den anderen und wir hatten
den gleichen Lehrstoff. Manchmal mussten sie ein Jahr wiederholen
und darüber wurde nicht diskutiert. Auch nicht am Elternabend.
Der Lehrer hatte immer recht !

Wir machten unsere Pausenbrote selber, nahmen am Morgen einen
Apfel mit und wenn wir das vergassen, konnte man in der Schule
nichts kaufen !
McDonalds … Burger-King … Döner-Bude Snack-Bar …
Imbiss-Stand … Pizza-Ecke M-Take-Away … Selecta-Automat
Fehlanzeige ! 

Zur Schule gingen wir (auch im Winter) zu Fuss !
Schulbusse u.s.w. … ?

Wenn deine Mutter zum Abschied in der Türe stand oder
dir aus dem Fenster nachwinkte, warst du eine Memme ...
Und kam sie sogar als „Begleitschutz“ mit, na dann „Gute Nacht“ !

Und wenn du dich wirklich in echte Gesetzeskonflikte  gebracht hattest,
dann waren die Eltern schnell mit der Polizei einer Meinung ! Sie holten
dich zwar auf der Wache ab, aber nicht um dich rauszupauken !
Daheim ging das Verhör gnadenlos weiter ... ohne Jugendberater,
Sozialarbeiter und anderen pädagogischen „Schöngeistern“ !
Unsere Taten hatten Konsequenzen und wir konnten uns nicht verstecken !
Kinder-Sorgentelefon ?           Ach was !

Wir waren frei ... und hatten Pech,
aber auch Erfolg und trugen Verantwortung !
Und mussten lernen damit umzugehen !

Unsere Generation hat viele Menschen hervorgebracht, welche Probleme
lösen können, die innovativ arbeiten und dafür Risiken eingehen -
und die Folgen nicht scheuten ... !

Gehörtest Du auch dazu?

Gratuliere!

Wir waren HELDEN !

Geboren nach 1978 ?

Verdammt eigensinnig und erst noch weitergelesen, hä ?

Jetzt weisst du, ((( Weichei ))) was wahre Helden sind !

Schau in den Spiegel und schicke dann dies ruhig weiter !
Auch an die, die nach 1978 geboren sind ... !
Sie können die „neuen“ Helden von morgen sein ...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir haben jede Menge Streiche ausgeheckt und wenn wir erwischt wurden, war auch bekannt, was uns blühte!

 


 

Aber es war doch aufregend, immer mal etwas auszuprobieren, was verboten war!

 


 

Hinterher konnte mal doch immer noch beurteilen, ob wir das noch einmal machten. Wir konnten aber aus unseren Fehlern lernen!

 

 

 

Von wegen Polizei! Das regelte die Nachbarschaft selber.

 

 

 

 

 

 

 

 

Ist der liebe Gott ein Zauberer?

In allen Geschichten, wo es um den Tod ging, z. B. bei "Schneewittchen und die sieben Zwerge", wo die böse Stiefmutter dem Schneewittchen einen vergiteten Apfel zu essen gab, musste ich die Erzählungen abändern, weil dieses sensible Kind, mein Männlein, der kleine Junge, den ich betreute,  ins Grübeln geriet. - Und bei meinen Versuchen, den Geschehnissen einen anderen Inhalt zu geben, begann er zu wettern und erzählte mir, mit seinen Worten, was sich da ereignet hatte. - Irgendwann machten wir ein Spiel daraus, dass jeder von uns einen anderen Inhalt daraus machen könnte. - Das war recht lustig, was dabei herum kam. Natürlich starb das Schneewittchen bei unseren Erzählungen nicht.

Sobald der kleine Mann etwas über den Tod hörte, wurde er nachdenklich, weil er Verlustängste bekam. Ich bemerkte das an seiner Reaktion, dass er mir erklärte, dass er Arzt werden wollte und wenn ich mal ganz ganz alt wäre und er ein Mann, dann würde er mich immer gesund machen. Dieses entstand nur aus seinen gewaltigen Verlustängsten. Die Personen, die er um sich hatte, auf die wollte er niemals verzichten. - Nun ja, wer will das schon? - Ich sprach mit ihm, ziemlich allgemein gehalten, auch mal über den Tod, weil er danach fragte.
"Kann ein Doktor einen Toten denn auch wieder gesund machen?"
"Nein Männlein, ein Arzt kann Krankheiten heilen, damit der Mensch nicht so früh stibt. - Aber er kann keine Toten zum Leben erwecken. Wenn das Herz nicht mehr schlägt, ist ein Mensch tot. Daran kann man nichts mehr ändern."
Männlein hielt mich plötzlich umschlungen und versicherte sich, dass ich ja noch nicht alt wäre und wenn er erst ein Mann sei, zudem auch noch Doktor, dann brauchte ich nicht sterben. - Na, da war ich aber froh!


Ich ging mit Felix, meinem kleinen Männlein einkaufen. Er war so zwischen 3 1/2 und 4 Jahre alt. Genau weiss ich das nicht mehr. Meine Tätigkeit begann, da war er noch keine 3 Jahre alt. Wir hatten sehr viel miteinander erlebt und es machte viel Freude. Allerdings waren seine Fragen sehr oft von mir gefürchtet, weil sie mich in die Enge trieben. - Was soll man einem kleinen Jungen auch immer antworten und zwar so, dass er es versteht?

Auf dem Wege zum Kaufmann kamen wir an einem Kreuz vorbei, dass am Strassenrand stand. -
"Unkie, (so nannte er mich immer) ist das der Gott, der da am Kreuz hängt?"
"Ja Männlein, das ist er."
"Wer hat den denn da ans Kreuz genagelt?"
"Das waren böse Leute."
"Hat das denn dem Gott nicht weh getan?"
"Ganz bestimmt."
"Hängt der jetzt auch noch da?"
"Nein, das ist schon ganz, ganz lange her. Der liebe Gott ist da am Kreuz gestoben."
"Ach, dann ist der tot und ihn gibt es nicht mehr?"
"Doch Männlein, den gibt es jetzt im Himmel. Er ist nach 3 Tagen von den Toten wieder auferstanden und in den Himmel aufgefahren."
Jetzt wurde es ihm aber zu bunt und schimpfte mit mir:
"Unkie, Du sollst mich nicht immer verarschen. Du hast gesagt, wenn einer tot ist, dann ist er tot. Der kann ja nicht in den Himmel gefahren sein. Da gibt es ja keine Strassen. Und so eine grosse Leiter gibt es auch nicht!"

Da war es wieder, wo ich ins Schleudern kam .........................
"Der liebe Gott ist ja auch kein normaler Mensch. Bei ihm ging das wohl. Aber wir fragen doch lieber die Oma. Ich weiss das auch nicht so genau."
Männlein vergewisserte sich noch, ob ich denn den Gott schon mal gesehen hätte. Als ich es verneinte, dachte er angestrengt darüber nach.

Einige Tage später dachte ich, ich guckte nicht recht. Männlein fragte seine Freunde draussen, ob sie nicht mal Gott spielen wollten? Einer der beiden Jungen aus der Nachbarschaft meldete sich: "Ich will der liebe Gott sein." - Männlein und der andere Junge waren die Bösen. -
Ich beobachtete, was sie machten. Sie holten eine alte Wäscheleine aus dem Wirtschaftsraum der Garage und forderten "Gott" auf, auf die Leiter der Schaukel zu steigen. Dort banden sie den Jungen fest und gingen davon. - Das war ihr Spiel, wo Jesus am Kreuz hing. Sie gingen seelenruhig vor das Haus und fuhren mit ihren Kinderfahrzeugen hin und her.

Der arme Junge, den sie auf der Leiter festgebunden hatten, weinte und rief immerzu: "Ich will nicht mehr der Gott sein, lieber ein böser Mann." Natürlich befreite ich ihn sofort. Ich rief die beiden Ausreisser und wollte ihnen sagen, dass man doch so nicht mit einem Freund umgehen kann. - Was erwiderte mein Männlein darauf?

 

"Der wollte doch Gott sein und der hat 3 Tage am Kreuz gehangen."
Der gepeinigte Junge erhielt von mir ein Trostpflaster. Er war da wie verrückt hinterher, weil es daheim nichts Süsses gab. - Sofort war die Situation wieder abgeklärt.

An dieser Stelle möchte ich noch etwas Lustiges erwähnen:
Immer, wenn Männlein mal gefallen war oder er aus irgendeinem Grund weinte, fragte ich ihn, ob er denn ein Trostpflaster brauchte. Damit gingen Schmerzen schnell wieder weg. - So aus Spass erwähnte ich das. Und manchmal, wenn er Langeweile hatte, klagte er, auch natürlich zum Spass: "Ach, ich habe wieder Schmerzen." Ich wusste, dass er etwas Süsses haben wollte. - Viel verlangte er ohnehin nicht.
Nun war Felix mit seinen Freunden draussen und er erzählte den beiden Jungen von diesem Trick: "Wenn Ihr mal etwas Süsses haben wollt, dann braucht Ihr nur zu Unkie sagen, dass Ihr Schmerzen habt. Dann holt sie ihr Trostpflaster."

 

Ich hörte das im Hause und musste schmunzeln. -
Auf einmal standen die 3 Burschen vor der Tür und klagten jämmerlich: "Meint Ihr, dass denn ein Trostpflaster hilft?" - Oh ja und wie es half! Sie gingen schmunzelnd davon.

 

Natürlich versuchten sie diesen Trick immer häufiger, als ich dann aber mal sagte, dass wir doch wohl besser mal einen Arzt holen sollten und sie ein paar Tage im Bett bleiben müssten, da verschwanden die Wehwehchen und es hiess:

 

"Wir wollten ja nur Süssigkeiten von Dir haben! Wir haben doch keine Schmerzen."

Kurz bevor Männlein in die Schule kommen sollte und ich mir ausmalte, was das wieder für ein Theater geben würde, bis er das akzeptierte, wurde ich ratzfatz wegen einer Erkrankung - Knochenhautentzündung im Knie - entlassen. Man sagte mir: "Entweder kommen Sie sofort wieder arbeiten und ich gebe ihnen starke Medikamente gegen ihre Schmerzen oder sie sind entlassen." -

Also, erpressen lasse ich mich nie, selbst wenn ich anschliessend durch die Hölle gehen muss. - Als Ärzte mussten die ja schliesslich wissen, was es mit dieser Erkrankung auf sich hat. Ich konnte überhaupt nicht laufen. Verwandte sprangen für mich ein, die die Kinder derweil betreuten.
3 - 4 Tage später stand eine Anzeige in der Zeitung, dass sie eine Betreuung für die Kinder suchten, mit eigenem Fahrzeug.

 


Was habe ich unter dem Verlust von Männlein gelitten. Nachbarn von dort riefen mich an, dass der kleine Mann heulend draussen herumlief: "Ich will meine Unkie wieder haben!" - Die Eltern wussten nicht einmal, was sie ihrem Jungen damit antaten! Vermutlich war es ihnen ohnehin nicht recht, dass sich der Kleine so an mich  gewöhnt hatte. Wer sein Kind mit 3 Jahren abends mit zu "Phantom der Oper" nimmt und der Überzeugung ist, dass man dem Jungen einen grossen Gefallen getan hätte, weil er dann auch noch eine Nacht im Nobelhotel, in einem separaten Zimmer übernachten darf, von dem darf man nichts anderes erwarten.

Wir sassen einmal nachmittags mit viel Besuch am Tisch. Beide Kinder hingen bei mir am Hals und belegten ein Bein von mir. Zu ihrem eigenen Vater, der unmittelbar daneben sass, ging keines der Kinder- - Der erklärte mir mal so nebenbei, dass er und seine Frau die Schmusereien mit den Kindern absichtlich nicht machten!! Das muss man sich einmal vorstellen. Allerdings gab er mir auch keinen Grund für sein Handeln an.
Wenn man auch mal traurig über ein Ereignis ist, das Leben geht immer weiter, aber anders. Wichtig ist, dass man das Leben  danach wieder in die Hand nimmt und einen die bösen Ereignisse nicht dauerhaft quälen.

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

Männlein und der liebe Gott - Kindermund

Ich schrieb ja schon einige Male von Felix - meinem kleinen Männlein - den ich einige Jahre lang betreute. Er wollte mich ja mal heiraten, wenn er gross sei. Wie oft denke ich an ihn................, er hat sehr viele Eindrücke bei mir hinterlassen.

Seine Schwester, schon einige Jahre älter als er, nutzte ihre Überlegenheit oft aus, wie das bei Geschwistern so üblich ist. Bekam sie ihren Willen nicht, drohte sie dem jungen Jungen, das Fenster zu öffnen und die Geister herein zu lassen. - Aus purer Angst tat der Kleine alles, was sie wollte, wenn auch nur widerwärtig. - Ich war schon einige Male eingeschritten und verbot dem Mädchen diese Panik bei ihrem Bruder auszulösen.
In meinem Beisein geschah das auch nicht mehr, doch Männlein berichtete es mir später davon. "Sie hat es wieder getan", so sprudelte es aus ihm heraus. - Da er ja ohnehin immer so ängstlich war, klärte ich ihn einmal auf:

"Männlein, es gibt keine Geister. Diese Geschichten, die davon erzählen, sind nur erfundene Gedanken. Darüber hat man Bücher geschrieben, die die Kinder lesen sollen, Cassetten werden hergestellt, die man anhören kann. - In Wirklichkeit gibt es das nicht." -
Ich nannte ihm Beispiele, wie sich z. B. die grosse Tanne vor dem Hause bei Wind hin und her bewegte. Im Schein von der Strassenlaterne sah das von innen so aus, als bewegte sich draussen einer vor dem Fenster. - "Deine Schwester nutzt diese Angst nur aus, damit sie ihren Willen erfüllt bekommt. - Sage ihr einfach, dass es keine Geister und Gespenster gibt und Du nicht das tust, was sie will. - Danach ist Ruhe."

Ich hatte ihm das leise und geheimnisvoll geflüstert, so dass seine Schwester das nicht mitbekam. - Es war unser Geheimnis!
Natürlich machte das Mädchen mal wieder einen Versuch, ihren Bruder einzuschüchern. - Ich hörte ihn, wie er wetterte: "Es gibt überhaupt keine Geister und ich tue auch nicht, was Du willst." - Sie darauf: "Na gut, dann mache ich jetzt das Fenster auf und lasse die Geister herein. Dann wirst Du schon sehen, was passiert."

Männlein kam zu mir gerannt und flüsterte mir zu: "Sie hats schon wieder getan. Ich habe ihr gesagt, dass es keine Geister gibt und jetzt will sie das Fenster öffnen und die blöden Geister reinlassen." -

Mir blieb nichts anderes übrig, um jetzt einmal einzuschreiten. Ich nahm mir das kleine Fräulein auf den Schoss und fragte sie, ob ich ihr auch einmal solche Angst machen sollte. Dazu kannte ich ja ihre Schwächen genau. Die nutzte ich! - Ja, sie zeigte ein Einsehen, ging zu ihren Bruder und reichte ihm die Hand, unter dem Gemurmele, dass sie das nicht mehr wieder machte.

So ganz war Männlein aber noch nicht beruhigt. Ihn beschäftigte das Thema auch weiterhin, indem er mich mit Fragen bombardierte. Irgendwann liess das auch wieder nach. -

Männlein kam in den Kindergarten - was wiederum ganz andere Ängste auslöste. Es war schlimm, ihn daran zu gewöhnen. Da waren wieder seine Verlassensängste im Spiel. - Die ersten Tage vergingen nur mit Geschrei und Weinen. Ich war gerade mit dem Auto zurück, da klingelte schon das Telefon, ich möge mal wieder kommen, der Kleine schrie in einer Tour.

Zum Angewöhnen blieb ich mal eine Stunde mit im Kindergarten und fuhren dann zusammen nach Hause. So gewöhnten wir ihn ganz langsam daran. Allerdings sass er seine Stunden dort nur ab. Er benahm sich völlig passiv dort. Das erzählten mir auch die Erzieherinnen.

Und dann holte ich Männlein mittags vom Kindergarten ab. Er war total wütend, stellte sich vor mich hin und trommelte auf mich ein: "Du hast gesagt, es gäbe keine Geister, du sollst mich nicht immer verarschen!" - Den Ausdruck hatte er von seiner Schwester übernommen.
Nun, ich wusste überhaupt nicht, was er jetzt wieder hatte. - Aber dann sprudelte es aus ihm heraus: "Ich war vom Kindergarten aus heute in der Kirche. (katholische) Es gibt wohl Geister. In der Kirche gab es den heiligen Geist!"  -

Was sollte ich darauf jetzt antworten? - Gibt es nicht? - Oh je, ich wäre ja in dieser rein katholischen Gegend an den Pranger gekommen, zumal Männleins Mutter auch hin und wieder Aufklärungsunterricht bei Brautpaarseminaren, im Auftrag der Kirche abhielt. - Ich weiss nicht, ob das heute noch so ist, dass die künftigen Eheleute zuvor 3 Wochen oder so in den Brautunterricht müssen.
Zurück zu Männleins heiligem Geist:

"Dieser heilige Geist in der Kirche gehört zum lieben Gott. Das ist etwas ganz anderes, als wenn in Geschichten über Geister und Gespenster geredet wird."
"Hast Du den Geist auch schon mal in der Kirche gesehen?"

"Nein Männlein, aber wir können ja mal die Oma fragen. Die kennt sich doch so gut in der Kirche aus."  -  So verblieben wir.

Die Oma kam so alle zwei Tage mal vorbei und Männlein stürzte sich auf sie, mit den Fragen nach dem heiligen Geist: "Wohnt der in der Kirche? Was macht der denn da? Wo steht denn sein Bett?" - Der Begriff des heiligen Geistes hatte ihn erneut fasziniert. - Seine gute Oma gab ihm allerdings Erklärungen ab, womit er nichts, aber auch nichts anfangen konnte. -

Er fasste mich an die Hand, zog mich mit in sein Zimmer und flüsterte mir zu:  "Die Oma weiss das nicht richtig. Die kommt aus Polen und da gab es den lieben Gott und den heiligen Geist bestimmt nicht!" - Das hatte Männlein bestimmt in einem anderen Zusammenhang zuvor von den Eltern gehört.

Aber DER GOTT - so sprach er immer darüber, beschäftigte ihm damals ziemlich oft. Seine Fantasie ging mit ihm durch. Alle paar Tage kam das Thema auf. Er schwankte zwischen der Vorstellung, Gott als einen grossen Zauberer anzusehen oder der Gleichstellung mit der Frau Holle. - Auf jeden Fall vermutete er viele Geheimnisse hinter diesem lieben Gott. Ich weiss auch nicht, ob er nur mir diese Fragen stellte oder auch seinen Eltern. - Jedenfalls erfuhr ich keine neuen Informationen von ihm, die er anderweitig erfragt hatte.

 

 

Klein Paulchen - schon ganz gross

Ich betreute eine Weile vormittags den kleinen Jungen einer Lehrerin, während die in der Schule unterrichtete.
Klein Paulchen muss ich zuerst beschreiben. Er war zwar schon 4 Jahre alt, auch super intelligent, aber altersmässig war er viel zu klein und ganz schmächtig. - Eine besondere Eigenschaft besass er:  Er hatte keine natürliche Angst. - Wenn der kletterte, dann sah das so gefährlich aus, dass man sich automatisch daneben stellte, um das Stürzen zu verhindern.
Paulchen sass ja immer noch in seinem Hochstühlchen, mit seinen vier Jahren. - Meine Bedenken legten sich jedoch mit der Zeit, als ich bemerkte, dass da nichts passierte. -

Es gab auch weitere Probleme, weil er weder auf die Toilette, noch auf ein Töpfchen gehen wollte. - Da er jedoch alles verstand, was ich ihm erzählte, machte ich ihm die Sache mal schmackhaft und stellte ihm das Angeln mit meinem Mann an einem See in Aussicht! - Das wirkte.

Ich fragte mittags seine Mutter, ob ich das mal machen dürfte. - Sie meinte, ob ich mir das antun wollte und klärte mich auf:

Ihr Mann hatte ein ferngesteuertes Boot, war in solch einem Verein, der an einem See lag. Zweimal nahm er Paulchen mit und beide Male landete Paulchen frühzeitig im See, während der Mann sein Boot aus dem Auto holen und startklar machen wollte. - Das war ausgerechnet zur kalten Jahreszeit. Vater und Sohn mussten unverrichteter Dinge wieder heim fahren! - Er nahm den Jungen nicht mehr mit.
Paulchens Mutter meinte, dass ihr Mann berichtet hätte, dass man 1.000 Augen brauchte, um den Jungen zu beaufsichtigen. - Diese Eindrücke hatte ich überhaupt nicht. Aber mir fiel eine Lösung ein. - Es gab doch für so kleine Kinder solche Zügel, womit die Kleinen laufen lernen können oder womit man sie im Kinderwagen anbinden kann, damit sie nicht herausfallen können. - Die wollte ich Paulchen umbinden. - Die Frau suchte die Teile und wir probierten sie dem Jungen an. Dem zarten Kind passten die noch ganz gut.

So fuhren wir am nächsten Tag zum See und ich hielt die Zügel fest in der Hand. Mir sollte das nicht passieren, dass ich ihn aus dem See fischen müsste.
Mein Mann pflückte einen Stock von einem Strauch und ich machte da eine Plastikschnur dran. Der Kleine war nicht dumm. Er monierte, dass da kein Haken und keine Made dran war. Wir wollten ja eigentlich darauf verzichten, denn wenn der mit dem Stock herumfuchtelte, dann hätte ich höchstwahrscheinlich bald irgendwo den Haken sitzen. - Ich bat ihn eindringlich, den Stock nicht aus dem Wasser zu ziehen, weil der Haken gefährlich werden könnte. - Ja, er war einverstanden. Dann sah er, wie mein Mann Mais an die Angel befestigte. Das wollte er auch haben. Gut - mein Mann erledigte seinen Wunsch.
Unterdessen stand ich die ganze Zeit hinter ihm und hielt seine Zügel fest, während mein Rücken schon schmerzte, von der gebückten Haltung. -

Schliesslich meinte Paulchen: "Ich bin doch schon 4 Jahre alt, bin ganz gross. - Komm, ich halte die Zügel selber fest, damit Du keine Rückenschmerzen bekommst. - Das war ein Bild für die Götter! - In der rechten Hand hielt er sein Stöckchen - die Angel - und in der linken Hand die Zügel. Er stand richtig steif und verkrampft dort, weil er sich ja selber vor einem Sturz in den See bewahren wollte. So verbrachte er eine ganze Weile. - Ich hoffte allerdings darauf, dass er die Aktion bald leid wäre und wir wieder heimfahren könnten. So wars dann auch.
Unterwegs erzählte er mir im Auto, dass das eine tolle Idee mit den Zügeln war. Nun könnte er mit seinem Papa auch immer mitfahren und die Zügel verhinderten ja ein Reinfallen in den See!

Ich bereitete ihn dann darauf vor, dass er aber auch auf den Kindersitz der Toilette müsste. Das sei abgemacht worden. - Ganz so ein grosses Geschrei gab es nicht mehr, er entsorgte aber auch nichts. -
Nach eindringlichen Appellen, sich zu melden, wenn er "müsste", brachte ich ihn nach dem Essen zu seinem Mittagsschläfchen. Er brauchte diese Ruhephasen noch, schlief auch immer. Allerdings erledigte er zuvor sein "Geschäftchen", wenn er sich alleine wähnte. Ich hatte extra keine Pampers umgelegt, denn er sollte mal erfahren, wie unangenehm es war, wenn alles vollgesaut war. Allerdings hatte ich das Bettchen mit allerlei unsichtbaren Vorkehrungen ausgestattet.
Als Paulchen wach wurde, rief er seine Mama, die ihn aus dem Bett holen wollte. Natürlich war alles vollgesaut. Ich hatte es ihr aber zuvor erzählt.
Nachmittags wollte sie mit dem Kleinen in die Stadt - ohne Pampers. Der hielt so lange das Wasser an, wenn er eine Aufsicht dabei hatte. Er begriff das nicht, dachten wir. Der Stadtbesuch verlief ohne Zwischenfälle. Paulchen wurde auf die Toilette und auf Töpfchen gesetzt, wieder mit Geschrei, bei seiner Mama, die mir das am nächsten Tag erzählte. Er machte nichts ins Töpfchen, obwohl inzwischen Stunden vergangen waren, wo er trocken blieb.
Spätnachmittags bekamen sie noch Besuch von einem kleinen Mädchen, mit seiner Mutter. Die beiden Kinder spielten schön miteinander. - Plötzlich meinte das Mädchen, es müsse nach Hause, weil es Pipi machen müsste. - Da meinte Paulchen doch auf einmal:
"Du brauchst nicht nach Hause gehen." Er holte sein Töpfchen, setzte sich freiwillig darauf und machte da hinein!!!! Er sagte zu der Spielgefährtin: "So musst Du das machen!" - Seine Mutter hatte das beobachtet. Sie fiel bald vom Glauben ab. - Warum hatte der Kleine uns denn ständig so genarrt?? - Von da ab klappte das mit der Sauberkeit.

Ich musste einen Tag mal mit ihm zum Kinderarzt, wegen der Vorsorgeuntersuchung mit vier Jahren. - Ach hier leistete sich Klein Paulchen wieder einen Klops.
Er sollte die Farben bestimmen. Als der Kinderarzt ihn nach der roten Farbe fragte, antwortete Paulchen: "Das ist die Farbe, wo die Autos an der Amplel stehen bleiben müssen." Es ging weiter mit grün: "Da dürfen die Autos fahren." Und bei gelb? "Da müssen die Autos abbremsen und warten." - Der Kinderarzt fragte ihn eindringlich, wie die Farben denn hiessen. Er sagte nichts! - Auf jeden Fall musste der Test in einem halben Jahr wiederholt werden.
Als wir draussen waren, meinte Paulchen, dass der Doktor aber dumm war. Er wusste ja noch nicht einmal, was grün, gelb und rot ist. Selbstverständlich hat der Kleine die Farben gekannt, sagte es nur nicht.


Paulchens Mutter bekam keinen neuen Vertrag an der Schule, so dass sie wieder arbeitslos und daheim war. Da hatte sich mein Job auch erledigt. Ich habe die nicht mehr wieder gesehen, zumal ich danach auch anderweitig tätig war.

 

 

Wie kommt man zu einem Opa?

Eines kann ich Euch verraten:
Die Kleinkindlogik eines dreieinhalbjährigen Jungen könnt Ihr nicht mehr toppen. -

Es handelt sich um einen süssen, blonden Jungen, namens Felix, den ich einige Jahre betreute und der mir sehr ans Herz gewachsen war. Ich schrieb schon einmal von ihm. - Er war mein Männlein, weil er mich einmal heiraten wollte, wenn er gross sei und mich nannte er "Unkie", warum auch immer.

Der Begriff wurde einmal geprägt und dabei blieb es. Wir hatten ein ganz inniges Verhältnis zueinander. An vielen Wochenenden, wenn ich frei hatte, wurde der Kleine krank, hatte Fieber und musste einige Male ins Krankenhaus gebracht werden, wurde allerdings ohne Befund wieder entlassen. Montags, wenn ich zum Dienst kam, bekam ich Anweisungen, auf was ich zu achten hätte, wie Tee und nur Zwieback. - Ich kannte mein Männlein ja besser als alle Anderen. - Eine Stunde später war kein einziges Krankheitssymptom mehr erkennbar. Er verlangte seinen Kakao, sein übliches Frühstück und nach Rücksprache mit seiner Mutter durfte ich ihm das auch geben. - Und welchen Appetit er hatte .............., er war nicht krank. - Worunter er aber ständig litt, das waren Verlassensängste.

Seit seiner Geburt war er nur immer weitergereicht worden und seine Betreuungen wechselten ständig. - Nun war ich an der Reihe und ich glaube, er wollte mich nicht wieder verlieren. -Ja, es war schon arg mit dem Jungen. -

Er kettete sich regelrecht an mich, was auch nicht gut für ihn war. Deshalb beschloss ich, zwei fast gleichaltrige Jungen aus der Nachbarschaft mit einzubeziehen. - Ob Ihr es glaubt oder nicht, Felix konnte nicht einmal draussen spielen, ohne sich jeden Augenblick zu vergewissern, ob ich auch noch da war. Meist stand er passiv neben den beiden Freunden, die spielten.

Doch seinen Eltern passte das nicht so recht. Ich musste ihn zum Frühschwimmerkursus begleiten, zum Tennisunterricht und zur musikalischen Früherziehung. Alle drei Unternehmungen waren ein Reinfall. - Zu Beginn stand das Geschrei und später das Aussitzen der Lehrstunde. Seine Ängste standen ihm im Weg!

Die Schwimmlehrerin meinte, sie hätte den Jungen nur aufgenommen, weil ihr Chef das bestimmt hätte. - Die Feinmotorik des kleinen Jungen sei überhaupt noch nicht fürs Schwimmen eingerichtet. - Nur was sollte sie machen? - Männleins Mutter stellte die Lehrerin als unfähig dar, weil der Kleine nach 6 Unterrichtsstunden noch nicht schwimmen konnte. Dahinter stand bestimmt ein Klüngel mit dem Bürgermeister der Stadt.

Seine Eltern erwarteten jedoch Erfolge. Sie erkundigten sich auch regelmässig bei den entsprechenden Lehrern. Ich erfuhr es durch sie. - Natürlich war es allen Unterrichtenden klar, dass der kleine Mann unter diesen Umständen nichts schaffen konnte. Es war ja nichts, was ihm Freude machte. Dahinter stand der Druck der Eltern, ihn zu einem ungewöhnlichen Kind erziehen zu lassen. - Ängste liessen die Eltern nicht zu! Er hatte zu funktionieren.  Grauenvoll - was der Kleine mitmachen musste. - Aber dafür bekam er ja die teuersten Designer-Klamotten und wurde zum Reklameträger betimmter Kindermoden. Im Winterurlaub ging es zu einem prominenten Urlaubsort und er kam gleich ganztags in eine Skischule, damit sich die Eltern erholen konnten. Ich möchte nicht wissen, wie er sich dort aufgeführt hat. -

Felixs Schwester war 8 oder 9 Jahre alt. Sie war noch nie mit einem Schlitten gefahren. - Ich fuhr mit den beiden Kindern dann mal im Winter zu einem Berg, wo man problemlos mit einem Schlitten den Abhang herunter fahren konnte. Obwohl ich zwei Schlitten dabei hatte, benutzten wir aber nur einen, weil die Kinder Angst hatten. - Dieses kleine Hügelchen war allerdings total ungefährlich. Ich wählte den Hügel absichtlich, weil ich den kannte. Dort fuhren sehr viele Kinder ganz alleine. - Nachdem wir einige Male den Hang heruntergefahren waren, holte ich den zweiten Schlitten aus dem Auto und das Mädchen sollte alleine, direkt hinter uns fahren. - Ja, sie wollte es auch.  - Allerdings bekam sie wohl unterwegs Angst, stoppte mit den Füssen und der Schlitten dreht sich auf die Seite. Es lag hoher Schnee, so dass sie recht weich umkippte und tat sich nichts. -

Was da in den nächsten Tagen ein Drama raus gemacht wurde, glaubt Ihr nicht. - Na ja, das war auch mein letzter Versuch, den Kindern mal etwas Schönes unter anderen Kindern zu bieten. Den nächsten Klops leistete ich mir noch, weil ich mit Männlein und seinen Freunden zur Freilichtbühne fuhr. Dort wurde "Zwergnase" aufgeführt.

Alle Kinder waren richtig dabei. Es war eine ziemlich gute Aufführung und sie schwärmten davon. - Ich hörte, ich hätte lieber mit Männlein in ein Sinfoniekonzert gehen sollten, mit seinen damals 3 1/2 Jahren. -

Ich habe absichtlich etwas weiter ausgeholt, damit Ihr ungefähr nachvollziehen könnt, in welcher Situation sich der kleine Junge befand. -Eines Morgens kam ich um 8 Uhr zum Dienst, als die Mutter von Männlein sofort zu ihrem Arbeitsplatz wechselte. Wir machten immer einen "fliegenden Wechsel". Felix empfing mich total aufgeregt:

"Um 12 Uhr kommt der Opa. Der holt mich ab und dann fahren wir in die Stadt, weil er mir einen elektrischen Trecker kaufen will!" -

Er besass schon ein elektrisches Polizeimotorrad, ein neues Fahrrad, sowie die üblichen Kleinkinderfahrzeuge, wie Roller und Dreirad. - Geld hatten die alle genug. Daran mangelte es nicht. - Allerdings vergötterten die Grosseltern den Kleinen. - Der hätte alles von ihnen bekommen.

Ich antwortete Männlein: "Du hast es gut. Solch einen Opa möchte ich auch mal haben."

"Hast Du denn keinen Opa?"
"Nein, meine Opas sind schon lange tot."
"Dann hast Du Pech gehabt", war seine Antwort. (hart aber herzlich)

Nun ging die Zeit wohl nicht vorüber und jeden Augenblick fragte der kleine Mann:

"Wann ist denn endlich 12 Uhr?"
Ich holte die Uhr, zeigte ihm, wo die Zeiger stehen müssten, während er das ganz genau beobachtete. Kurz darauf seufzte er:

"Der Zeiger geht ja überhaupt nicht weiter!"
Ehe ich ihm jetzt ständig die Fragen nach 12 Uhr beantworten sollte, lenkte ich ihn mit meinen Fragen ab:


"Felix, kannst Du mir denn nicht mal Deinen Opa leihen?"
In Aussicht, einen elektrischen Trecker zu bekommen, lehnte er ab.

"Nein, den kannst Du nicht kriegen."
"Oh, das ist aber schade" und ich tat so, als ob ich traurig wäre.
Man konnte es immer an seinen Augen absehen, was er dachte und wenn sie funkelten, dann hatte er auch Lösungen parat. - Also, den Opa abgeben oder verleihen wollte er nicht. - Allerdings wollte er mich auch nicht verstimmen. - Und dann sprudelte es aus ihm heraus:

"Pass mal auf. - Wenn mein Papa mal Samen in seinem Hodensäckchen hat und er ihn der Mama geben will, (die Eltern waren Ärzte) dann bekommt die ein Baby. Das dauert aber ganz schön lange. - Wenn das Baby dann ein Junge ist, wird aus dem Jungen ein Mann und daraus dann irgendwann mal ein Opa. - Den kannst Du dann haben. - Aber Du musst ganz viel Geduld haben!"


Ich habe seine Idee gelobt und ihm mitgeteilt, dass ich mich jetzt schon darauf freute. - Er meinte jedoch anschliessend: "Ja, aber jetzt hat mein Papa leider keinen Samen in seinem Hodensäckchen. Da musst Du leider abwarten." (das war der Dämpfer) - War das nicht eine Hinhaltetaktik von ihm??

Zu der Zeit war mein Männlein gerade mal 3 1/2 Jahre alt. Ist doch erstaunlich, welche Logik er besass. Es war einfach zu schön, solche Erfahrungen machen zu können. - Schliesslich waren meine Kinder schon gross und so intensiv habe ich ihre Kleinkindjahre nicht geniessen können, wie mit dem Männlein. - Er bekam übrigens keinen elektrischen Trecker, sondern ein elektrisches Auto. Den Eltern wollte ich zu Weihnachten eine Freude machen und servierte ihnen alle schönen Epidoden ihres Jungen in Form eines Büchleins, mit passenden Fotografien ihres Lieblings.

Männlein als Pirat, als Wickinger, als Indianer ................ so richtig etwas zum Aufbewahren, was man dem Jungen auch später übergeben konnte. Die Fotos hatte ich immer geknipst, wenn ich schöne Augenblicke erwischte.

Das schöne Büchlein fand ich leider später  im Müll wieder, nachdem mir das Mädchen erzählt hatte, dass der Papa das weggeworfen hatte. -Die Eltern hatten nicht die geringste natürliche Beziehung zu ihren Kindern. Was war ich sauer über deren Verhalten.  Das blieb aber nicht meine einzige Enttäuschung, seitens der Eltern.

 

 

 


 

 

 

Der Mond in der Steckdose?

Mein ältester Sohn war ein recht cleveres Bürschchen.
Immer, wenn seine kleineren Geschwister schon schliefen, nutzte er die Chance, mit Mama alleine zu sein und diese Zeit so lange wie eben möglich hinauszuzögern. Aber alle Eltern kennen diese Spielchen ihrer Lieblinge. Es gibt 1.000 Ausreden, um nicht schlafen gehen zu müssen. - Ich habe Hunger, ich habe Durst, ich muss mal ..........."

Der Kleine war etwa 3 1/2 Jahre alt und durchlöcherte mich mit Fragen. Diese versuchte ich kindgerecht zu beantworten, was mir oft sehr schwer fiel. - Mit der Frage- und Antwortstunde verfolgte Söhnchen mehrere Ziele.
Seine kindliche Neugierde wurde befriedigt, er hatte seine Mama ungestört für sich und er konnte das "ins-Bett-gehen" hinauszögern.

Irgendwann begann ich mal damit, ihn abends auf die Fensterbank zu stellen, bei geschlossenem Fenster und zeigte ihm je nach Wetterlage den Schnee, den Regen oder was man auch immer erahnen konnte.
Die Aussicht, die wir hatten, die war bestimmt nicht schön. Wir konnten nur auf eine Hauswand schauen. Eine schmale Gasse wurde von der vor dem Hause stehenden Strassenlaterne teilweise erleuchtet. - Interessant schien nur der Himmel zu sein.
Doch viele Kleinlichkeiten, die ich nicht mehr wahrnahm, die sah mein Söhnchen. Obwohl es schon sehr lange her ist, sind mir viele Episoden noch sehr gut in Erinnerung.
Man denkt als Erwachsener über viele Dinge einfach nicht mehr nach.

Am Himmel war es sternenklar und wir hatten Vollmond. - Diese Tatsache faszinierte den kleinen Jungen. Er fragte mich:

"Warum steht denn der Mond am Himmel und die vielen Sterne?"

Ich antwortete: "Damit die Leute auch abends und in der Nacht etwas sehen können."


"Wer hat das denn dahin gemacht?"
"Der liebe Gott."  - Eine Weil Pause -
Dann meinte er ganz sachlich: "Der liebe Gott ist aber dumm. Weiss der denn nicht, dass wir Strassenlaternen haben?" (direkt vor dem Haus stand eine)
"Als der liebe Gott die Sonne, den Mond und die Sterne schuf, da gab es noch keine Strassenlaternen."
"Warum nicht?"
"Es gab noch keinen Strom."
"War da der Mond in den Steckdosen?"

"Nein, es gab auch noch keine Steckdosen."
"Warum hat der Gott denn die Sonne gemacht? Wenn die scheint, dann ist es doch hell und alle Leute können sehen."
"Die Sonne brauchen wir, um wachsen und leben zu können."
"Aber Mama, warum brauchst Du denn die Sonne? Du bist doch schon so gross!"

Diese kleinen Episoden spielten sich fast tagtäglich ab. So konnte er die Augenblicke hinauszögern, bis er ins Bett musste. Und er hatte den Bogen heraus. -

Das ist Kinderlogik, wie ich sie liebe. - Einfach herrlich!

 

 

 

 

 

 

Kunibert der Frosch

Wir hatten uns den Traum erfüllt, uns ein eigenes Haus zu bauen. Hinter uns lagen jahrelange Entbehrungen.
Unsere Kinder waren glücklich. Sie waren ungeheuer ideenreich und ständig aktiv! - Wegen der vielen Arbeit, die ich hatte, blieb mir so manche Aktivität meiner Sprösslinge verborgen.
Doch es passierte hin und wieder, dass ich auf eine recht unerfreuliche Art hinter ihre Geheimnisse kam.
Ich war in der Waschküche und sortierte einen riesigen Berg schmutziger Wäsche. - Mir fiel seit etlichen Tagen auf, dass die Bodenfliesen ständig feucht waren, ja teilweise sogar richtig nass.
Es konnte ja sein, dass ein Rohr undicht war? Oder war es Schwitzwasser? - Mein Mann sollte der Sache doch mal nachgehen. Schliesslich wohnten wir noch nicht lange in dem Neubau.
Während ich so in Gedanken versunken war, kam plötzlich aus der Wäsche was herausgesprungen. Ich schrie vor Schreck laut auf. -

Unsere Kinder kamen angelaufen und wollten wissen, was denn los sei.
Ich bekam Panik, wenn ich Mäuse oder ähnliches Getier erblickte. Es kam Ekel in mir hoch!


"Da kam etwas aus der Wäsche gesprungen. Schaut doch mal, ob Ihr etwas sehen könnt. Es kann eine Maus gewesen sein!" -

Mein Ältester suchte und suchte, fand aber nichts. Da hörte ich seinen Bruder sagen: "Du, das könnte Kunibert gewesen sein!"


Ich wurde hellhörig: "Wer ist denn Kunibert?"

Eisiges Schweigen und gesenkte Köpfe meiner Burschen verrieten mir, dass hier etwas faul war.


Mein Kleinster meinte: "Das ist ein Frosch. Den haben wir aus einer Kaulquappe gezogen. Auf einmal war er weg und wir fanden ihn nicht mehr wieder. Dann haben wir die Waschküche immer mit dem Schlauch nass gemacht, weil er ja Feuchtigkeit braucht! Er sollte nicht sterben."

Ich führte mit den Kindern ein Gespräch, dass es keine Lösung sei, einen Frosch in eine Waschküche zu sperren und alles nass zu machen. Sie sollten Kunibert suchen und ihn dann zum Teich bringen, der bei uns in der Nähe war. - Dort wäre sein richtiges Zuhause. - Dort fühlte er sich auch wohl, hätte Freunde und ideale Bedingungen.
Das sei etwas anderes, als eine Waschküche.


Etwa eine halbe Stunde später machten sie sich auf den Weg. Den Frosch hatten sie gefunden und in ein Gefäss zum Transportieren gepackt.

Bei ihrer Rückkehr waren sie nicht einmal traurig. Sie hatten wohl das Einsehen, dass das die beste Lösung für Kunibert war.

Mit der Zeit legte sich auch meine Furcht, wenn ich die Wäsche sortierte. Es sprang nichts mehr heraus. - Da nicht - aber woanders!

 

 

 

 

Hier ist Korrektur angebracht

Kennt Ihr noch die Zeiten, als Kinder noch Kinder sein durften? Ja, Ihr erinnert Euch bestimmt an die eigene Kindheit, als man noch draussen mit anderen Kindern spielen durfte, als man im Winter selbst bei frostiger Kälte noch draussen mit anderen herumtobte und mit hochrotem Kopf ins Haus kam?

Diese Zeiten scheinen für die meisten Kinder vorbei zu sein! Sie werden frühzeitig auf das Erwachsensein getrimmt: Nicht laut sein, still sitzen, immer brav sein, alles zu tun, was die Eltern möchten. Für den Fall wird das Kind dann hochbeglückt mit Geschenken! - Ich habe es erlebt, dass Kinder einmal pro Woche Geschenke so ausser der Reihe bekamen, nur weil es Wünsche äusserte, so, wie zum Geburtstag oder Weihnachten! All diese Sachen wurden kurz benutzt und landeten dann mit anderen Artikeln in der Ecke. - Das Kind lernte kein Spielen. Es war übersättigt von dem ganzen Angebot! Was diesen Kindern alles genommen wird, das überlegen die Wenigsten. Seit seiner Geburt hat das Kind als Instinkt ein Streben nach Selbständigkeit und Lernen mitbekommen. Es lernt von der Umgebung. Es setzt sich irgendwann von alleine, es läuft und spricht, weil es das von seiner Umgebung gelernt hat. - Um etwas kennenzulernen, muss es das testen. Das ist schon wieder ein Akt, der viele Mütter stört. "Du kannst das nicht, ich gebe Dir Deine Zuteilung, du machst alles schmutzig, schlabberst alles voll!" - Da beginnen schon falsche Ansätze. Bei uns muss ja alles schön sein, mit Teppichboden. Das Kind wettert oft dagegen, weil das seinem Naturell zur Selbständigkeit entgegen spricht. - Ich erwähne das jetzt einmal so ausführlich, weil es dort beginnt, dem Kind die Selbständigkeit und sein eigenes Lernen zu nehmen. - Das Kind ist eigentlich täglich auf Entdeckungstour, weil es so unendlich viel lernen und begreifen muss. - Es reicht eben nicht, wenn die Erwachsenen sagen: "Das schmeckt nicht, das ist scharf, bitter, hart, schlecht ............" Kind muss es eigens testen, um die Begriffe zu erlernen. Woher soll es die Bedeutung "scharf" kennen? Jeder mag den kleinen Liebling und man verwöhnt ihn gerne. Darunter verstehen die Erwachsenen etwas Süsses. Dass man ihm keinen Gefallen damit tut, weiss auch jeder. Es könnte doch auch eine Möhre sein, womit man das Kind verwöhnen möchte. - Aber nein - das hat die Werbung ja nie als Verwöhnartikel erwähnt, oder? Das Kind wird auf Süssigkeiten getrimmt, damit überschüttet, damit es ja so wird, wie man es möchte und am Ende wird dann beklagt, dass das Kind übergewichtig ist, dass es in der Schule schon verspottet wird, dass es im Turnunterricht versagt. Dieses Kind trägt nicht nur die überflüssigen Pfunde mit sich herum, seine gesamte Entwicklung ist total gestört. So sehr es sich bemüht, sein Bestes zu geben, es hängt immer hinten an. Dadurch wird das Lernen erschwert. Ein weiterer Punkt ist der Fernseher, der teilweise schon als Kindermädchen eingesetzt wird. Dann ist das Kind ruhig! Schreien, herumtoben, mit anderen Kindern streiten, was das Kind unbedingt fürs Leben braucht, ist kaum mehr möglich. Spielen nur in den Kindergärten und in der Schule unter Aufsicht, damit nichts passiert. Danach daheim wieder unter Aufsicht. - Wo kann ein Kind heute noch seine Fähigkeiten, die in ihm schlummern, austesten? Wo kann es seine Aggressionen mal abbauen? Auch wenn das Kind mal Fehler macht, es lernt aber doch daraus. Wir haben sie doch auch machen dürfen.  Zu meiner Zeit wurden noch Kinderstreiche ausgeübt, ohne dass die Polizei eingeschaltet wurde. - Wir durften uns aber noch bewegen, den ganzen lieben langen Tag und der war nie lang genug. Schule - lernen - daheim Hausaufgaben machen und dann nach draussen, wo gemeinschaftlich was ausgeheckt wurde. Warum gönnt man den Kindern nicht mehr diese unbeschwerte Kindheit und macht sie zu "kleinen Erwachsenen", die schon die gesamten Sorgen von Erwachsenen mitbekommen? Sie werden sie von klein auf an der Hetzjagd, die die Eltern wegen irgendwelcher Zwänge auf sich nehmen müssen, angepasst. Kind-sein-dürfen lässt unsere Gesellschaft nicht mehr zu!
Diese kleinen Menschen können niemals glückliche grosse Menschen werden, denn sie unterliegen dauernden Zwängen. Etwas, was man selber nicht erfahren hat, kann man auch nicht weiter geben.
Das Kind als Störfaktor, als Hemmnis in dieser Gesellschaft, wo nur noch das Geldverdienen geachtet wird, ist das Übel allen Denkens. Das Kind muss sich immer den Erwachsenen anpassen! Richtiger wäre es, dass man sich dem Kind und seinen von der Natur aus vorgegebenen Instinkten und Erbanlagen anpasst und darauf aufbaut! Doch dafür hat die Gesellschaft ja keine Zeit mehr. Eltern zu sein bedeutet auch "Verzicht zu üben" zugunsten des Kindes.
Ich wünschte mir für die Familien eine gesicherte Zukunft und für die alleinerziehende Mutter die ersten 3 Jahre ein festes Einkommen, wo sie keinerlei Zwänge erfahren muss, allerdings Kontrollen, vielmehr eine Betreuung und Beratung, die auch ins Haus kommt. Extreme Auffälligkeiten müssen dann etwas mehr Beachtung finden. Kinder abgeben? Nein, das ist von der Natur aus nicht gewollt. Eine Mutter wird nicht als Mutter geboren. Sie muss auch das Kind erst erlernen und jedes ist anders! Es gibt keine Norm für die Kinder, wenn es auch oft so dargestellt wird.
LASST DOCH DIE KINDER MAL WIEDER KINDER SEIN DÜRFEN! 

Vielleicht zur Bildung der Kinder noch etwas: Jedes Kind hat andere Erbanlagen mitbekommen. Das eine neigt mehr zur Theorie, das andere zur Praxis. Man bemerkt schon sehr früh, welches Kind geschickte Hände besitzt, gut kombinieren kann, wer Fantasie besitzt, aber sehr viele Talente schlummern noch unentdeckt in ihm. Wird das Kind nur zum Empfehlsempfänger gemacht, bleiben seine Gaben unentdeckt. - Es kommt in die Schule, wo schon eine harte Auswahl betrieben wird, nach Vorgaben des Kultusministers, der Politik und den Wirtschaftsverbänden. Nach Zensuren und Tests werden die Chancen im Leben vergeben. Ich möchte jetzt nicht mal den Stand der Eltern aufgreifen, der ebenfalls einen riesigen Einfluss auf die Zukunft des Kindes haben. - Ich denke, da läuft eine Menge falsch. Wird hier nicht mal eine entscheidende Korrektur angesetzt, wird das mal ernsthafte Folgen die Kinder und für das Land haben.

 

Die Kinderarmut


Seit Jahren ist die Kinderarmut zu einem Thema geworden, womit Schlagzeilen gemacht werden koennen. - Mehr wird daraus nicht - egal, wer das Thema verwendet. - Das Ganze ist zu einem Kreisdenken geworden. - Allerdings wird die Kinderarmut nur mit fehlendem Geld in Verbindung gebracht.
Kinder sind in vielerlei Hinsicht sehr arm geworden, weil den meisten die Lebensgrundlage - die Geborgenheit in der Familie - entzogen wurde. Das Kind hat nicht mehr den Stellenwert "Nummer eins" in der Familie.
Die Vorstellung einer Familie ist die, dass die Frau das Kind empfängt, es zur Welt bringt, es vor allen Gefahren behütet und beschützt wird, dass sich einfach alles um das Kind dreht. -
Hierzu gehört nicht das schönste Kinderwagenmodell, sondern die Liebe, mit der man das Kind umgibt. Eltern müssen ihr Kind erlernen, seine Gewohnheiten studieren, beobachten lernen, warum es schreit und wie es schreit. -
Das ist ein feiner Unterschied. - Geht es um ein Unwohlsein wegen verschluckter Luft, die nicht so schnell zutage kommt, hat es Bauchweh, ist es nicht ausreichend satt geworden oder findet es einfach nicht wieder in den Schlaf zurück. -
Für all das gibt es kein Patentrezept. Mit sehr viel Einfühlungsvermögen muss das meist die Mama herausfinden. - In vielen Fällen ist da auch mal der Rat der Oma hilfreich.
Da erwähne ich, nicht weil ich selber Oma bin, sondern weil mir meine Schwiegermutter damals segensreiche Tipps gab, die ich anfangs sogar ablehnte, die sich aber als notwendige Lösung herausstellten. Allerdings fällt das hier bei dem Thema nicht so sehr ins Gewicht, weil es ja um die Kinderarmut geht.
Ich habe oft die Beobachtung gemacht, dass das Baby fast mit einer Puppe verwechselt wird. Wenn es schreit, wird es zu einer Last. Es steht den eigenen Lebensvorstellungen entgegen. -
Hier an dieser Stelle liegt ein grosser Fehler. Jeder sollte sich vor Augen führen, dass man mit der Planung eines neuen Lebens sein eigenes lange Zeit hintenan stellen muss. - Diesen Egoismus "ich will - ich muss" zum eigenen Wohl, den sollte man abgelegt haben, bevor man sich für ein Kind entscheidet.
Ich bringe ein neues Leben zur Welt und kann es zu einem vollwertigen Menschen begleiten und formen! - Viele haben eine falsche Vorstellung darüber, was mit der Anschaffung eines neuen Menschen verbunden ist.
Das Baby braucht einen 24-stündigen Rund-um-Service, der sehr viele Eltern überstrapaziert. Es ist keine einfache Zeit, die allerdings mit den Jahren nur wechselt. Die Sorgen um das Kind bleiben, es werden lediglich andere. -
Die Zügel werden je nach Reifestufe des Kindes etwas gelockert. Egal, was mit den Jahren auf das Kind einstürmt, es muss immer seinen Schutz in der Familie - in seinem Elternhaus - finden können. Das muss eine sichere Oase bedeuten!
Ist die Familie krank, wird auch das Kind infiziert. Überforderte Eltern - soziale Ängste - finanzielle Nöte - geringe Perspektiven bilden eine negative Lebensgrundlage für die Familie. Sind die Eltern unglücklich - köennen die Kinder nicht glücklich sein.
Wenn das Kleinkind morgens um 5 Uhr schon aus dem Bett gezerrt wird, weil die Mutter unter Zeitdruck das Kind noch da und dort hinbringen, weil sie arbeiten gehen muss, dann ist hier schon ein sehr schlechter Ansatz zu erkennen. - Die "Oase Zuhause" wird zu einer Fluchtstätte. Die "Nummer eins" - das Kind - wird hintenan gehängt, wird zu einer Last!
Das Kind, das sich vom Tage seiner Geburt an zu einem selbständigen Menschen entwickeln möchte, braucht seinen Schlaf, braucht seine Ruhe, braucht seine Geborgenheit, braucht vor allem die Nähe der Mutter, in der Kleinkindphase. Dazu kommt ein ständiger Bewegungsdrang und ein ungeheurer Lerneifer. Alles, was es umgibt, muss angefasst und getestet werden, um zu begreifen. Man kann es nicht immer bei seinen natürlichen Aktivitäten bremsen. Dieses Verständnis weicht sehr von dem Erwachsenenleben ab!-
Es ist oftmals ein Geduldsspiel mit den kleinen Rackern, weil sie einem das Leben direkt auf den Kopf stellen können.
Wir können nicht verlangen, dass sich die Kindesentwicklung an unseren Erwachsenenalltag anpasst. Die Erwachsenen müssen sich an das Kind anpassen, sonst ist die natürliche Entwicklungsphase des Kindes gefährdet. Ruhig und stillsitzen sind unnatürliche Kindbegleiter.
Allerdings gibt es die Grenzen, die ständig aufgezeigt werden müssen. Das ist eine sehr wichtige Erfahrung für die lieben Kleinen und auch für die Eltern. Kinder versuchen in jeder Lebensphase diese Grenzen nach oben zu setzen, wozu immer Konsequenzen notwendig sind. - Regeln gibt es fuer alle Menschen, denen wir uns anzupassen haben. Ohne Regeln gibt es kein vernünftiges Zusammenleben.
Das alles darf man nicht stören. Das Kind darf nicht in alle Ecken abgeschoben werden, weil die Mutter arbeiten gehen muss. So wird das Kind zur Last, auch wenn es nicht wahrhaben möchte. -
Es hat nichts mit Bildung zu tun, wenn man sein Kleinkind morgens aus dem Schlaf reissen, in regelrechter Hetzjagd den Tag beginnen, weil man sein Kind entsorgen muss. - Der Tag muss fröhlich und ausgeglichen beginnen, ohne diesen Stress, der im Laufe des Tages ohnehin noch auf die Familie zukommt. Ein gemeinsames Familienfrühstück wäre von Vorteil, ist jedoch meist nicht möglich.
Eine Mutter muss die Möglichkeit haben, die ersten drei Jahre mit ihrem Kind verbringen zu können, ohne in finanzielle Not zu geraten! Diese Zeit sollte nicht negativ beurteilt werden, weil sie auch der Allgemeinheit - dem Staat - einen Dienst erweist. (Staat ist nicht gleich Politik)
Ich würde begrüssen, den alleinerziehenden Müttern Lebenshilfen oder Lebenstipps, in Verbindung mit einem Begleitschutz, in besonderen Lebenslagen zu geben.
Eine Mutter darf nicht diskriminiert werden, wenn sie sich nur ihrem Kind widmet. Ihr Wert darf nicht nach dem Geldbeutel gemessen werden. - Man bemerkt doch mehr und mehr, wie die Familien und die gesamte Gesellschaft auseinander fallen - weil ihnen die Grundlagen entzogen wurden! - Vieles ist falsch gesteuert worden und seit der "Das-können-wir-uns-nicht-mehr-leisten-Zeit" werden auch noch die letzten Barrieren abgesägt, die der Familie noch einen ganz kleinen Schutz gewährten.
Die Menschen sind total angespannt, leben in Angst um ihre Zukunft, ihnen droht der Boden unter den Füssen weggezogen zu werden. Es scheint sich ein "Rette sich wer kann" abzuzeichnen, ja nicht in diesen Strudel nach unten zu geraten. - Es sind wenige, die sorglos durchs Leben gehen können. In dieser Situation hat eine intakte, glückliche Familie und die von mir als notwendig beschriebenen Rahmenbedingungen, keinen Platz mehr!
Nicht das Geldverdienen, der Konsum muss obenan stehen, sondern das Glüeck der Menschen. - Uns allen ist etwas falsches signalisiert worden: Glück ist etwas anderes als eine Konsumbefriedigung. - Glück ist nicht die Urlaubsreise im Massentourismus - nicht das neue Auto - die neue Uhr oder andere Gegenstände - Glück ist Harmonie - Gesundheit - Zufriedenheit - geliebt zu werden - selber zu lieben - sein Kind als ein Wunder zu betrachten. - Man muss vor allen Dingen das Glück selber erkennen lernen. Das ist die Grundvoraussetzung für die eigene Zufriedenheit.

Ich denke, dass jeder verstanden hat, dass sich Kinderarmut nicht mit 20 Euro mehr im Monat beseitigen läesst. Es ist ein Problem der gesamten Familie. Daran krankt es gewaltig. Der Fernseher, mit dem sich viele ihre Sorgen betäuben, ist zu einem Übel geworden. Sehr viele leben einfach nicht mehr. Sie vegetieren nur noch dahin, lassen sich ablenken! - Man gebe den Menschen mal wieder Perspektiven. Es wird höchste Zeit - statt ihnen dauernd ihre Aussichtslosigkeit zu signalisieren. - Die Menschen gehören in den Mittelpunkt des Geschehens und nicht die Wirtschaft. Hier muss dringend eine Änderung erfolgen.

Der Aufschwung, von dem die Politiker so gerne reden - IST-EIN-ABSCHWUNG-FÜR-DIE-MENSCHEN. - Hiervon profitiert nur die Wirtschaft!


LASST DOCH DIE KINDER MAL WIEDER KINDER SEIN DÜRFEN!

 

Vielleicht zur Bildung der Kinder noch etwas: Jedes Kind hat andere Erbanlagen mitbekommen. Das eine neigt mehr zur Theorie, das andere zur Praxis. Man bemerkt schon sehr früh, welches Kind geschickte Hände besitzt, gut kombinieren kann, wer Fantasie besitzt, aber sehr viele Talente schlummern noch unentdeckt in ihm. Wird das Kind nur zum Empfehlsempfänger gemacht, bleiben seine Gaben unentdeckt. - Es kommt in die Schule, wo schon eine harte Auswahl betrieben wird, nach Vorgaben des Kultusministers, der Politik. Nach Zensuren und Tests werden die Chancen im Leben vergeben. Ich möchte jetzt nicht mal den Stand der Eltern aufgreifen, der ebenfalls einen riesigen Einfluss auf die Zukunft des Kindes hat. - Ich denke, da läuft eine Menge falsch. Wird hier nicht mal eine entscheidende Korrektur angesetzt, wird das mal ernsthafte Folgen für das Land haben.

 




Psychisch kranke Kinder .......... einer kranken Gesellschaft!

Trotz steigenden Bedarfs droht rund 50.000 psychisch kranken Kindern in Deutschland eine schlechtere Therapie. Vor entsprechenden Sparmaßnahmen der gesetzlichen Krankenkassen warnte der Vorsitzende des Berufsverbands für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychosomatik, Maik Herberhold, in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Trotz monatelanger Verhandlungen sei die Zukunft von Teams aus Heil- und Sozialpädagogen in vielen Praxen ungewiss. "Angesichts der explosionsartigen Zunahme der Fälle ist das absurd", sagte Herberhold.

12 Prozent der Mädchen und 18 Prozent der Jungen sind laut offiziellen Zahlen in ihrem Verhalten auffällig. In einzelnen Regionen habe die Zahl in den vergangenen Jahren um 25 Prozent zugenommen, sagte der Verbandsvorsitzende.


Bereits im vergangenen Sommer hatten Krankenkassen Verträge gekündigt, auf deren Basis bundesweit Pädagogen die Arbeit der Psychiater und Therapeuten unterstützten. Mit relativ geringen Kosten konnten nach Angaben des Verbands statt 150 bis zu 400 gestörte Kinder pro Praxis und Quartal behandelt werden. Die Pädagogen trainieren mit kranken Kindern zum Beispiel die Konzentration oder den besseren Umgang mit Ängsten und halten Kontakt zu Eltern und Erziehern. Insgesamt hätten mindestens 200.000 Minderjährige davon profitiert.

http://www.n-tv.de/1108857.html

Das ist wieder einmal typisch für unsere ganze Misere im Lande. Berufsverbände klagen über Zustände, dass infolge Sparmassnahmen der gesetzlichen Krankenkassen, ihre Einnahmen schwinden könnten. - Ja, das ist sehr bedauerlich für die vielen Heil- und Sozialpädagogen.


Ich denke in erster Linie daran, die Usachen zu bekämpfen, dass es nicht zu 50.000 psychisch kranken Kindern kommt. Es wird eine explosionsartige Zunahme erwartet! - WARUM NUR???


Diese Meldung kommt aus dem Lager von Interessengruppen, dessen Wahrheitsgehalt nicht unbedingt tatsächlich sein muss.
Es kommt auch nicht auf die genaue Anzahl von psychisch kranken Kindern an. - Die Tatsache ansich reicht doch schon! Sie gibt an, dass unsere Gesellschaft krank ist. - Deshalb muss man nicht dort das Geld reinstecken, sondern vorab verhindern, dass die Kinder psychisch krank werden! - Wenn wir dafür nicht genügend Experten haben, will ich gerne dazu beitragen, die verheerenden Zustände in unserem Lande aufzuzählen, die dazu führen! - Das muss man ändern, dafür muss Geld vorhanden sein!

Ich bin kein Verfechter von Prügelstrafen, wie es früher mal an der Tagesordnung war. Blicke ich allerdings auf diese Zeiten zurück, möchte ich meinen, dass selbst diese Gewalttaten an den Kindern nicht so viele psychische Erkrankungen bei den Kindern hinterliessen, als diese heutige Zeit.


Kinder haben einen sehr auffälligen Bewegungsdrang, den sie heute kaum noch ausüben können. - Sie sollen einfach nur funktionieren, dürfen keine unbequemen Kinder mehr sein. Ja, sie werden schon früh mit den Sorgen der Erwachsenenwelt konfrontiert und müssen vernünftig sein!


Ich habe es wieder und wieder feststellen können, dass sich die Erwachsenen kaum auf die Kinder einstellen, (oder nur zum Teil) die Kinder müssen sich der Erwachsenenwelt frühzeitig anpassen. - Wer nicht so reagiert, scheint krank zu sein! - Kinder, die sich viel bewegen, sind "hyperaktiv" und müssen behandelt werden! - Schon kommen die Psychopharmaka und Neuroleptika ins Spiel. -

http://www.swr.de/report/-/id=233454/nid=233454/did=3967926/1ljkxh9/index.html

Und schaut einmal, wie es in den USA aussieht:  

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,580407,00.html

Liebe Eltern, komme was wolle, lasst es nicht zu, dass Eure Lieblinge mit diesem Dreck aufwachsen müssen. Jedes Kind ist ein Original, man kann sie nicht vereinheitlichen, vor allem nicht unter Zuhilfenahme dieser Drogen!!!! - Wer sein Kind liebt, lässt es natürlich aufwachsen und stellt seine eigenen Interessen hintenan.

Geldverdienen ist nicht alles alles. - Kämpft für und um Euere Kinder, dass sie in einer besseren Welt aufwachsen können! - Eine Mutter oder ein Vater gehören unbedingt bis zum dritten Lebensjahr eng an die Seite des kleinen Lieblings. Wer dazu nicht bereit ist, sollte auf den Nachwuchs verzichten!


Ein kleines Kind benötigt Ruhe, Geborgenheit, eine Rundumversorgung zu jeder Zeit, Zeit zum Spiel, Zeit, um seine eigenen Erfahrungen machen zu können und die Liebe seiner Eltern. - Es muss blind darauf vertrauen können, dass es zu jeder Zeit zu Mama oder Papa gehen kann, wenn mal etwas schiefgelaufen ist, wenn es Sorgen hat. -


Das gilt auch für die Schulen. - Sie haben sich den Kindern anzupassen und nicht die Kinder den Schulen. Man weiss doch, dass die Kinder unterschiedlicher Natur sind. Einige lernen sehr schnell - andere dagegen langsamer. Einige Kinder sind ruhig - andere wiederum äusserst temperamentvoll. - Die kann man doch jetzt nicht vereinheitlichen, unter Zuhilfenahme von Drogen, um die Schulzeiten abzukürzen oder wegen anderer Vorgaben der Bildungsministerin oder des Kultusministers. Schliesslich muss ich noch erwähnen, dass die Vorgaben auch die Wünsche der Industrie sind! - Da liegt der Hase im Pfeffer!!


Die Eltern und Kinder werden durch die heraufbeschworenen Ängste derart unter Druck gesetzt, dass sie gewillt sind, alle möglichen Vorgaben zu erfüllen, damit ihre Kinder mal einen vernünftigen Beruf ergreifen können! - Man muss das abwägen, was machbar ist, aber keinesfalls mit Drogen!!


Man kann das doch nicht mit Antidepressiva, Aufputschmitteln oder Antipsychotika korrigieren, was falsch läuft!


Und dann noch mal generell etwas zu Drogen:  Sind diese Drogen denn nicht mehr als nur ein Einstieg in die Abhängigkeit???
Bei allen Verantwortlichen müssen doch ständig die Alarmglocken klingeln, wenn sie dieses nur lesen!

RITALIN - ist ein Mittel, von dem ich persönlich weiss, dass es Kindern verordnet wird, die als "hyperaktiv" eingestuft werden.
Ritalin gehört zur Gruppe der Amphetamine und unterliegt dem Betäubungsmittelgesetz, daher ist jede Verschreibung meldepflichtig.

Mitte der 90er Jahre wurde in den USA das Medikament zur Party-Droge, das Schulkinder in pulverisierter Form wie Kokain schnupften. -


Hände weg von den Medikamenten für Kinder. Ihre relativ neuen Körper müssen doch noch Abwehrstoffe gegen alles Vorkommende bilden. Das darf man nicht bekämpfen, sonst sind sie später immerzu krank! - Kinder sind schneller mal krank - doch genau so schnell sind sie auch wieder gesund. Legt sie ins Bett, macht ihnen das Kranksein auch mal "schmackhaft", indem man sie mal verwöhnt. Meine Ableger zeigten dann und wann auch Gefallen am Kranksein, wenn ich ihnen Geschichten vorlas. Ich bin meist auf natürliche Hausmittel ausgewichen, was ich auch heute nach Möglichkeit noch aufrecht erhalte. Ein oder zwei Tage im Bett wirken schon Wunder. Die Kinderkörper erholen sich schnell.

Ich habe ihnen dann immer erzählt, dass eine Menge Polizisten in ihren Körpern jetzt die bösen Bakterien bekämpfen und abwehren. Das hat ihre Fantasie enorm beflügelt und sie stellten sich Polizisten mit Lanzen und Speren in ihrem Inneren vor, weshalb sie sich jetzt ruhig verhalten müssten, damit die ihre Arbeit durchführen können! -

Wenn die Krankenkassen jetzt dieses und jenes nicht mehr zahlen, darf man das nicht generell als negativ ansehen. - Sehr viele Medikamente sind total unsinnig und haben vor allen Dingen keine heilende Wirkung! - Es gibt Erkrankungen, wo eine medikamentöse Behandlung dringend notwendig ist, aber nicht Mittelchen für hyperaktive Kinder! -

Demnach müssten die Kinder von früher allesamt hyperaktiv gewesen sein! - Nein, sie waren lebhaft, hatten ständigen Bewegungsdrang und waren gesund! Sie spielten und tobten draussen herum, machten auch Unsinn, heckten Streiche aus. Wir betrachteten das alles als vollkommen natürlich, auch wenn es uns oft Nerven und Geld kostete!

 

 

Männlein .............

Ein kleiner Mann ist ein Männlein. -

Meine Kinder waren schon gross, ich geschieden und musste meine Brötchen irgendwie verdienen. - In meinen erlernten Beruf konnte ich nicht mehr landen, da sich zuviel verändert hatte.
Ich las in der Zeitung ein Stellenangebot, wo man eine Aufsicht für zwei Kinder suchte. - Da bewarb ich mich. Das war wenigstens ein Bereich, in dem ich mich auskannte.
Nach einigen Tagen bekam ich einen Anruf, dass ich mich doch vorstellen möchte. -
Die gesamte Familie, einschliesslich Oma und Opa waren anwesend, um mich zu begutachten.
Ein kleiner blonder Junge von knapp 3 Jahren fiel mir besonders auf. - Seine Schwester war schon 7 Jahre alt, die jedoch gleich zutraulich war. - Ich bekam diese Stelle und konnte gleich am nächsten Tag anfangen.
Diese gestaltete sich als recht schwierig. Der kleine Junge liess mich nicht an sich heran. Seit seine Eltern zur Arbeit waren, schrie er immerzu. Er bekam regelrechte Tobsuchtsanfälle. Wollte ich etwas vorlesen, schrie er so laut, dass keiner etwas verstehen konnte. - Seine Schwester war sehr brav. Auch sie wirkte beruhigend auf ihren Bruder ein, was aber nichts nützte.
Meist beruhigt sich bei Kindern die Lage, wenn man mit ihnen spazieren geht. -

Er schrie zwar draussen nicht mehr, jammerte aber immer nach seiner Mama. - Das kann man alles verstehen. -

Es vergingen einige Wochen, bis er sich an mich gewöhnt hatte. Doch dann wollte er mich nicht mehr loslassen. Ging ich nur in den Keller, um eine Waschmaschine anzustellen, musste ich immer mit ihm reden. Hörte er mich mal nicht mehr, schrie er sofort wie am Spiess. - Der Kleine hatte arge Verlassensängste.

Dann begann eine sehr schöne Zeit, die ich nicht mehr vergessen werde. Männlein und ich wurden richtig dicke Freunde. - Ich sagte "Männlein" zu ihm, weil er mich heiraten wollte, wenn er gross sei. Mein kleiner Mann ..........! Doktor wollte er auch werden. Wenn ich ganz, ganz alt wäre und krank, dann würde er mich immer wieder gesund machen! "Dass du niemals sterbst", meinte mein kleiner Freund.
Das Mädchen erwähne ich nicht. Mit ihr gab es nie auch nur das geringste Problem. Verwandte äusserten sich spasseshalber, dass die wie ein Strassenköter sei, der sich überall wohlfühlte. -

Sie war immer unterwegs, konnte nie daheim bleiben. - Allerdings musste ich sie auch zum Klavieruntericht, zum Tennisspielen und noch zu einigen anderen Kursen und Lehrgängen bringen. - Ich glaube, dass die Eltern verhindern wollten, dass sie mit normalen Kindern der Umgebung Freundschaften schloss. Sie bekam ein regelrechtes Stressprogramm auferlegt.

Schon morgens, wenn ich zur Türe herein kam, stand Männlein mit seinem Märchenbuch in der Tür und verabschiedete seine Mutter ohne Probleme. - Ich sollte wieder etwas vorlesen. Damit der Bursche nicht zu passiv wurde, sagte ich zu ihm: "Heute bist Du dran. Jetzt musst Du mir aber mal etwas vorlesen." - Er schaute mich gross an und meinte: "Aber ich kann doch überhaupt noch nicht lesen."
Ich flüsterte ihm ins Ohr: "Tu doch so, als könntest Du lesen."

Ich setzte mich hin, der Kleine kam auf meinen Schoss, schlug das Buch auf und begann. Dabei schaute er sich die Bilder an und zeigte immer auf ein Wort, wie seine ältere Schwester das beim Lesen tat. - Reihe für Reihe erzählte er einen Text, der fast identisch mit dem Geschriebenen war. Für sein Alter war das schon eine tolle Leistung. - Nach einer Weile wurde es ihm langweilig und seine Fragestunde begann wieder:

"Wo wohnt denn die Frau Holle im Sommer?"
"In Kitzbühel, wo ihr immer zum Wintersport hinfahrt."
"Die habe ich da aber noch nie gesehen."
"Die wohnt ja auch ganz oben in den Wolken."
"Ach so und wo ist der liebe Gott?"
"Der ist im Himmel."
"Wohnt der bei der Frau Holle?"
"Nein, noch viel, viel weiter."
"Wenn es nicht schneit, schüttelt Frau Holle dann nicht die Betten?"
"Nein."
"Die Frau Holle hat aber viel Arbeit. In Kitzbühel schneit es nämlich oft den ganzen Tag."
"Ja, die ist manchmal sehr fleissig."
"Das ist aber komisch. Wenn du unsere Betten schüttelst, dann kommt da nichts heraus. Sind das denn Federn, die aus dem Bett von Frau Holle kommen?"
"Ja und die frieren bei der Kälte da oben."
"Wer macht denn da neue Federn in das Bett herein?"
"Ich weiss es nicht Männlein. Das sind alles nur schöne Geschichten, die ein Mann erfunden und geschrieben hat."
"Dann stimmen die gar nicht wirklich?"
"Nein."
"Dann gibt es den lieben Gott auch nicht da oben?"
"Doch den gibt es."
"Woher weisst du das? Hast du ihn schon gesehen?"
"Nein, gesehen habe ich ihn noch nicht, aber es gibt eine Bibel, wo alles drin steht."
"Ist das auch ein Märchenbuch?"
"Nein."

Ich fühlte mich in die Enge getrieben und machte ihm den Vorschlag, mal etwas nach draussen zu gehen. Was sollte man einem 3-jährigen Kind noch alles erzählen? Ich hoffte, er käme auf andere Gedanken. - Er liess aber auch nie locker mit seinen Fragen.
Eines Tages meldete seine Mutter ihn zur musikalischen Früherziehung an. Je näher der Tag kam, an dem er dort hin sollte, je mehr klammerte er sich an mich. - Ich musste ihm versichern, dass ich die ganze Zeit vor der Tür warten, bis sein Unterricht beendet sein würde. - So kam es dann auch. Er war inzwischen etwa 4 Jahre alt.

Viele Kinder waren dort angemeldet. Als der Lehrer meinte, dass die Begleitpersonen jetzt den Raum verlassen sollten, begann Männlein zu weinen. Ich beruhigte ihn, erklärte, dass ich vor der Tür sitzen bleiben würde. - Es reichte nicht und ich musste mit dem Lehrer die Absprache treffen, dass die Tür ein Stück geöffnet bleiben könnte. - So konnte er mich durch den Türspalt sehen. Es nützte nichts, er sass seine Zeit nur ab, sass total passiv da herum.
Das sagten mir auch die Kindergärtnerinnen. Der Kleine sei total passiv. Er wartete nur ab, bis ich eintreffe, um ihn abzuholen. - Dann gäbe es kein Halten mehr!


Aus Spass sagte ich mal zu ihm, dass es das Beste wäre, ich setzte mir so eine Kiepe auf den Rücken, wie der Osterhase sie hätte. Männlein meinte: "Wo gibt es denn so eine Kiepe zu kaufen?" - "Nun, ich will mal bei dem Kaufladen fragen, wo wir immer einkaufen gehen. Vielleicht haben die eine."
Einige Tage später stehen wir in dem kleinen Lädchen an der Kasse, als der Inhaber mich fragte: "Sonst noch etwas?" - "Danke - das wär`s."
Da zupfte Männlein an meiner Jacke herum. Er wollte mir etwas ins Ohr flüstern. Ich beugte mich zu ihm herunter und ich dachte, ich hörte nicht recht: "Du wolltest doch mal fragen, ob die hier eine Osterhasenkiepe haben!"

Gut - ich kniff dem Ladeninhaber ein Auge zu und meinte: "Haben Sie eine Kiepe, wie sie der Osterhase hat? Männlein möchte da nämlich hinein, so dass er immer bei mir ist." -
Der Mann hatte gut geschaltet: "Kiepen gibt es nur für ganz kleine Kinder, aber nicht mehr für solch einen grossen Jungen, wie du es bist. - Wenn du bald ein Mann wirst, willst du dann immer noch bei der Frau Jungbluth auf dem Rücken sitzen? Dein Papa sitzt auch bei keinem auf dem Rücken. " -

Das zog wohl. Von einer Kiepe war nie mehr die Rede.

 

 

 

Kommentare   

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du Delta, s'eleveront les murs de cette ville; sa droite defendue par
la branche orientale, sa gauche par la branche occidentale du Nil.


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