NUR GEMEINSAM SIND WIR STARK.

Der Trog, aus dem die Schweine fressen, ist immer der Gleiche.

Es sind nur die Schweine, die sich ändern.

 

   

 

 

Behandlung 3. Klasse - Privat krankenversichert im Basistarif

 

 

 

Do 28.10.10 22:00

 

Behandlung 3. Klasse - Privat krankenversichert im Basistarif

 

Bislang galten privat Krankenversicherte als Patienten erster Klasse. Das gilt jedoch nicht für diejenigen, die im Basistarif stecken. Nicht jeder Arzt will sie behandeln, oder der Patient muss um die richtige Abrechnung ringen. Dabei ist der Tarif alles andere als billig.

 

Privatpatienten werden besser behandelt als gesetzlich Versicherte, ein Mythos, den wir in unseren letzten Sendungen auf den Prüfstand gestellt haben. Und offenbar haben wir damit einen Nerv getroffen, denn zahlreiche Zuschauer bestätigten uns, dass sie als Privatpatienten oft für Leistungen kämpfen müssen, die ihnen zustehen. Mehrere fragten uns sogar, ob es nicht eine Selbsthilfegruppe für geschädigte Privatpatienten gäbe. Kaum zu glauben. Wir haben das zum Anlass genommen, weiter zu recherchieren und festgestellt: Es gibt offenbar nicht nur Patienten zweiter, sondern sogar dritter Klasse. Caroline Walter und Andrea Böll.

 


http://www.rbb-online.de/kontraste/archiv/kontraste_vom_28_10/1__beitrag.html

Kein Billigtarif - bis zu 580 Euro monatlich!

 



Schaut Euch den gesamten Beitrag an oder das Video! Es ist wirklich schlimm, wie sich unser Land verändert hat. Mir kommt es bestimmt nicht darauf an, dass ich viele Tabletten vom Arzt bekomme. Aber wenn ich krank werde, muss mir doch geholfen werden! - Vor allen Dingen bietet man den Versicherten eine Möglichkeit an, den Basistarif zu nutzen, wenn man in Notlagen gerät und erfährt dann auch noch, dass einen keiner behandeln will!
Das nenne ich vorsätzlichen Betrug an den Versicherten.

 

 

 

Baistarif-Geschädigte Geschrieben von: Kerstin Hoppe Samstag, den 06. November 2010 um 11:23 Uhr

 

Ich habe eine E-Mail-Adresse für Basistarif-Geschädigte eingerichtet - wir wollen uns zusammentun und versuchen, etwas gegen diesen Betrug zu unternehmen.

 

Wer mitmachen will bitte melden unter:  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Gruß

 

 

 

Meine Antwort darauf:

 

Private Krankenversicherungen


Liebe Kerstin Hoppe,

bitte meine Anrede nicht als respektlos ansehen. Wir duzen uns hier alle, kennen uns alle nicht persönlich, möchten aber versuchen, etwas zu verändern.

Ich werde die angegebene eMail Adresse noch heute an anderer Stelle, mit einem Begleittext, der dauerhaft sichtbar ist, veröffentlichen.

Keiner der privat Versicherten denkt ja daran, dass es mal nicht mehr weiter geht und ihnen der Zugang zur gesetzlichen Versicherung versperrt ist. Sie sind gezwungen, diesen Basistarif zu wählen. Keiner von ihnen kann diese hohen Beiträge zahlen.

Das Resultat sind dann die Personen, die nicht versichert sind. Ich denke, dass es sehr viele von ihnen gibt.

Das muss dringend geändert werden. Die Politiker müssen doch merken, was sie da fabrizieren. Allerdings habe ich den Verdacht, dass die ärmere Bevölkerung überhaupt keine Beachtung mehr findet. Und wer nichts zuzusetzen hat, landet sehr schnell ganz unten.

Hier muss Hilfe her! Bitte, meldet Euch bei der Kerstin Hoppe und versucht es gemeinsam! Es kann nicht sein, dass die Versicherungen von der Politik gehegt und gepflegt werden, mit den Geldern, die man den Bürgern herausquetscht und die, die man schon ausgesaugt hat, überlässt man dem Schicksal?

Ich werde mich gerne mit einbringen, wenn Hilfe erforderlich wäre.

Vielen Dank für das liebe Angebot und ganz herzliche Grüsse

Christel

 

 

 

 

 

 

Beobachtungen beim Augenarzt

 


Ich war Mittwoch mit meinem Mann zum Augenarzt, als Begleitperson.
Bei ihm mussten Untersuchungen an den Augen durchgeführt werden, wonach er anschliessend nicht mehr Autofahren konnte.

 


Also, ich sass in der Wartezone und beobachtete.

 


Mein Mann wurde auch gefragt, ob er die Vorsorgeuntersuchung gegen den grünen Star machen wollte, den er allerdings selber bezahlen müsse. Er sagte NEIN.
Das Jahr zuvor, wo er wegen seiner Diabetes zur Kontrolluntersuchung musste, regelte ich das ja mit der Krankenkasse. Ich fragte nämlich dort nach, warum sie solche Untersuchungen nicht zahlten? - Man erklärte mir, dass sie nicht dafür da seien, um den Ärzten ihre teuren Geräte zu finanzieren.

 


Gäbe es einen Anwaltspunkt dafür, dass mein Mann eine solche Untersuchung benötigte, dann möge die Augenärztin das verordnen. In dem Fall würde die Kasse das auch zahlen, allerdings nicht den überhöhten Preis, sondern weniger!
Das gab mein Mann an die Praxis weiter, worauf die Ärztin antwortete: Nein, verordnen kann ich Ihnen das nicht! - Also geht es nur ums Abzocken.

 


Mein Mann verschwand aus meinem Blickwinkel und unwahrscheinlich viele ältere Leute kamen nach und nach herein, die alle Termine hatten.
Es stellte sich heraus, dass alle für eine OP an den Augen - GRAUER STAR - ausgesucht waren. Die Patienten kamen zu einem Beratungsgespräch mit der Ärztin, während die Sprechstundenhilfe sich allerdings darum bemühte, ihnen das Geld aus den Taschen zu holen.

 


Ja, für die OP ist eine Untersuchung Voraussetzung, die 60 Euro kostet. Die müssen jetzt vorab gezahlt werden. Die meisten fragten jetzt nach dem WARUM. -
Die Sprechstundenhilfe begründete das mit einem ganz teuren Gerät, wofür die Krankenkassen die Kosten nicht übernehmen. Fast alle haben das akzeptiert, wenn auch nicht gerne.

 


Ein Mann war wohl in einer Beamtenkasse. Er fragte nach, warum er das denn zahlen müsste? Seine Kasse zahlte das doch! - Er bekam eine andere Version zu hören!
"Ihre Krankenkasse in ?? hat mit der Augenklinik keinen Vertrag!"

 


Ich habe eine solche OP vor zwei Jahren gewählt. - Da kostete die Untersuchung noch 50 Euro. Sie ging ratzfatz über die Bühne. Danach wird die Kunstlinse ausgewählt, die man benötigt.
Die alte Brille kann man entsorgen, denn die passt nicht mehr. Wenn man jetzt nur ein Auge operiert bekommen hat, kann man allenfalls zunächst ein Glas der Brille entfernen. Am besten ist es, nach einigen Wochen das andere Auge auch bearbeiten zu lassen, denn kurz über lang lässt die Sehkraft dort auch nach.
Nachdem alle Spuren der OP`s beseitigt waren, konnte ich sehr gut sehen. Nur bei sehr hellem Licht und Fernsehen trage ich eine Sonnenbrille. - Ich sagte das der Augenärztin, als ich zur Kontrolle kommen musste. - Die meinte, dass das der Preis für mein gutes Sehen sei.

 


Es ist ok, habe mich daran gewöhnt. - Allerdings erhielt ich zugleich die Verordnung einer neuen Brille, die ich beim Optiker abgeben sollte! - Also, die brauchte ich damals nicht, weil ich gut sehen konnte. Seit einem Jahr trage ich eine leichte Brille nur zum Lesen.

 


Ich erkläre das ziemlich ausgiebig, damit die Leser, die evtl. in solch eine Situation kommen, sich darauf vorbereiten können!
Nun aber zu den Patienten, bei denen man solche Eingriffe vornimmt. Von einer Bekannten der Vater wurde noch mit 87 Jahren einer solchen OP überzogen. Er hatte zuvor einen Schlaganfall erlitten. Natürlich brachte das keinen Erfolg, wie bei sehr vielen älteren Leuten ebenfalls nicht, die die 70 lange überschritten haben. Das alte Auge bleibt ja soweit erhalten, lediglich eine Kunstlinse wird eingesetzt.

 


Ich sehe diese Art Operationen als eine Massenabfertigung an. - Bei uns geht das folgendermassen vor sich:
Einmal pro Woche kommt der Operateur einer Augenklinik aus einem Nachbarort. Er mietet sich für ein paar Stunden den OP der Klinik, wo er die Eingriffe durchführt. - Im gleichen Gebäude (Krankenhaus), wo man schon unrentable Abteilungen geschlossen hat, ist die relativ grosse Praxis der Augenärztin. Sie sorgt für den notwendige Patienten - Nachschub.

 


Ich habe mich während der Eingriffe an den Augen mit dem Arzt über alles unterhalten können. Es war kein unangenehmer Eingriff. - Allerdings bezweifelte ich die Erfolge bei sehr alten Patienten. - Ich hätte auch keine 100%ige Zustimmung von dem Arzt erwartet, weil der wiederum seine Augenklinik retten will! - So läuft das, seit die Ärzte Unternehmer geworden sind.

 


Ob die Augenärztin von den Optikern und der Augenklinik auch bedacht wird, kann ich nicht beurteilen. Das wird mir auch nicht erklärt. Jedenfalls habe ich noch nie zuvor eine solche Invasion von "GRAUER STAR OP`s" erlebt.
Man muss befürchten, dass heute alles operiert wird, was auch nur einigermassen vertretbar ist. - Das gilt für alle möglichen Bereiche. Früher wurde operiert, wenn andere Massnahmen nicht mehr helfen. - Heute wird nach dem Nutzen der Klinik operiert.

 


Als ich damals bei Ärzten arbeitete, da luden die Chefärzte von mehreren Kliniken schon die Praxisärzte zu verschiedenen Veranstaltungen ein. Ich weiss auch von dem Inhalt dieser Treffen. Meine Chefin erzählte es mir damals. - Es gab jedenfalls sehr enge Verknüpfungen zwischen Krankenhäusern, Arztpraxen und Pharma - Unternehmen. Wie heisst das noch? "Eine Hand wäscht ................"
An dieser Stelle endet mein Bericht, weil ich das heute nicht mehr beweisen kann.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Menschen wurden inzwischen so gut erzogen, dass ohne Medikamente nichts mehr läuft. - Ein Schnupfen - eine Erkältung - dauert mit und ohne Arzt oder Medikamente kaum mal eine Woche. Einige Tage Ruhe, einige Tees oder vitaminreiche Getränke und hinter die aufgetretene Krankheit kann ein Haken gemacht werden.

 

Die Menschen essen und trinken zu viel oder falsch, was jeder selber weiss und spürt, aber sie müssen zum Arzt gehen oder in die Apotheke, um sich etwas gegen dieses Unwohlsein zu besorgen! "Haben Sie etwas gegen Sodbrennen oder einem Völlegefühl?" - Natürlich hilft der Apotheker da weiter. - Es geht eigentlich darum: "Ihr könnt immer so weitermachen, selbst wenn Ihr Diabetes bekommt, Gicht und mehr .............. Euch wird geholfen."

 

Das Alter naht, sie spüren, dass sie nicht mehr so belastbar wie einst sind und sie gehen zum Arzt oder in die Apotheke. - Da gibt es so allerlei schöne Pillen zu kaufen, die eine ewige Jugend versprechen. - Und wenn es mit dem Sex nicht mehr klappt, es gibt doch die wunderschönen blauen Pillen.

 

Man kann alle Kategorien herauf und herunter gehen. Der gesamte menschliche Organismus befindet sich in den Händen der Gesundheitsindustrie.

 

Ich könnte jedem Einzelnen nur empfehlen, sich einmal mit dem fantastischen Selbstheilungssystem zu befassen, dass für alles natürliche Lösungen bietet. Wir haben ja eine eigene Apotheke in uns. - Das wird ständig ignoriert. Leider wird mit der Zeit das gesamte Immunsystem gestört, weil immer künstlich dagegen gesteuert wird.

 

Hier mal z. B. etwas, was ich auf Anhieb gefunden habe.

 

http://www.gesundohnepillen.de/kybernetik1.htm

 

 

 

 

 

 

Ob einer mit dem Rauchen aufhören oder abnehmen möchte. Überall bietet man Lösungen an, die man kaufen muss! Und nichts wird damit dauerhaft erreicht, wenn der Wille nicht vorhanden ist. Davon kann ich leiderfahren berichten. - Man möchte schon - aber doch nicht so richtig. - Deshalb wird zu den Hilfsmitteln gegriffen. Meist ist der Rückfall von allem schon vorprogrammiert, ist der richtige Wille dazu nicht vorhanden.

 

Man muss schon etwas dazu steuern, wenn man in einer misslichen Lage ist. Keiner kann so schnell abnehmen, wie es die Werbung suggestiert. - Allenfalls handelt es sich um einen Verlust an Wasser und Muskulatur.

 

Und so einfach das Rauchen aufzugeben, mit Pflaster usw geht auch nicht, wenn der Körper sich in einer Abhängigkeit befindet. Da muss man sich schon was einfallen lassen, um sich mit Tricks abzulenken.

 

Aber ich denke, dass das ein sehr guter Artikel ist.

 

 

 

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Ein schreckliches Ereignis in meinem Leben.

 



Ich beschrieb schon einmal meine Erfahrungen mit ärztlichen Untersuchungen, wollte aber schon immer von einem Ereignis berichten, dass bei mir Alpträume auslöste.
Wenn ich jetzt darüber schreibe, hilft mir das bestimmt auch besser, das als "gewesen" abzulegen.

Also, ich war noch berufstätig, als ich beim Heruntergehen einer Treppe plötzlich höllische Schmerzen bekam. Ein Orthopäde bescheinigte mir einen Muskelfaserriss. Man erklärte mir, dass es ein kleiner Eingriff sei und ich in kürzester Zeit wieder fit wäre. - Nun ja, ich liess die OP durchführen.

 


Als ich aus der Narkose erwachte, meinte eine Ärztin zu mir, dass man ordentlich viel Müll aus meinem Knie geholt hätte (Abrieb von allen möglichen Teilen) und dass ich stellenweise nur noch einen Millimeter Knorpel zwischen den Gelenken hätte. Ich müsste vorsichtig sein und mit dem Knie noch einige Jahre haushalten. - Auf jeden Fall benötigte ich ein neues Knie.

 


In den Folgejahren geschah es häufig, dass ich die Treppe herunterfiel und sich etwas im Knie einklemmte. Mir stellte es sich so dar, als ob das Knie zuviel Spielraum hätte. - Allerdings wurde es mit den Jahren so arg, dass ich oft nicht einmal von der Stelle kam, beim Laufen. Es wurde etwas blockiert!
So kam es auch, dass ich mein neues Knie anversieren musste. - Hauptsache, ich könnte bald mal wieder richtig laufen. Dafür nahm ich alles in Kauf.

Ich kam in eine orthopädische Klinik, ging zu der Zeit an zwei Krücken, die mir Sicherheit boten.
An dem Morgen, da ich operiert werden sollte, sollte ich noch einmal duschen gehen, denn vorerst käme ich nicht mehr dazu. Ich betrat das Bad, mit meinen Krücken und versuchte, an die Dusche zu gelangen, was nicht so einfach war. An der Wand befand sich der Wasserhahn zum An- und Abstellen des Wassers und zum Regulieren der Wärme. - Aber jetzt kommt es:

 


Mitten in dem 4,5 x 4,5 m grossen Raum gab es in der Mitte ein Loch, über dem oben die Brausestrahlen der Dusche zielten. Es kommt aber noch schlimmer. Man konnte sich nicht unter den Duschstrahl stellen, (er war ziemlich hoch) weil von dem Boden, auf dem ich stand, eine ziemlich steile Schräge zu dem Abflussloch führte. - Wie soll man sich da mit zwei Krücken hinstellen können? - Ich blieb also am Rand des Abgrundes stehen und versuchte, den einen oder anderen Wasserstrahl zu erwischen, der wenigstens meinen Waschlappen nass machen würde. - Übrigens war es ein Bad auf dem Flur für zig Leute.

 


Es war ein regelrechter Duschkampf und das in einer orthopädischen Klinik. - Doch auch das war noch nicht alles

 


Das Wasser lief überhaupt nicht ab, sondern aus dem Loch quoll der ganze alte Mist meiner Vorduscher von irgendwann! -

 

Ich hatte vielleicht einen Ekel, schon vor der OP. - Ich zog mir was über und lief erst einmal zu den Schwestern. - Bitte schicken Sie einen Hausmeister in die Dusche. Der ganze Abfluss ist ja verstopft. Alles kam hoch, als ich dort stand. - Nun ich gab meinen Unmut über alles bekannt. - Was für Zustände, wo man gleich operiert werden würde.

 


Man versprach mir, für alles zu sorgen!

 


Daraufhin ergab ich mich meinem Schicksal "Mein Bein wurde abgeschnitten". - Eine gruselige Vorstellung. Doch ich bekam nun die "Leck-mich-am-Arsch-Tablette" und verhielt mich tapfer.

 


Nun aber noch einmal einen Tag zurück. - Nachdem die gesamte Krankengeschichte notiert wurde und die dazugehörigen Familiengeschichten, so wie Fragen nach Erbkrankheiten und wie die Vorfahren gestorben sind, kam gegen Abend eine Narkoseärztin zu mir, die mich fragte, welche Narkose ich denn gerne hätte. "Sie brauchen keine Angst haben, ich werde morgen bei Ihnen die Narkose einleiten!"

 


"Wieso sollte mich das beruhigen. Ich kenne Sie doch überhaupt nicht", habe ich ihr geantwortet.

 


Auf jeden Fall stellte sie mir verschiedene Möglichkeiten vor, die ich auswählen könnte. - Ich hatte schon mal eine Spritze ins Rückenmark bekommen, woraufhin nur meine Beine betäubt waren. Da ging es mir auch hinterher verhältnismässig gut. Ich wollte nur ein wenig zum Schlafen haben, damit ich die sägenden Geräusche, wenn man mir das Bein absägt, nicht hören muss. - Also, wir wurden uns einig! So sollte es geschehen. - Selbstverständlich ging ich davon aus, dass diese Technik auch beherrscht würde, sonst hätte sie es mir sagen müssen. - Auf jeden Fall erhielt ich noch Formulare, die ich vor der OP unterschreiben sollte, dass ich gut über die OP und alle Risiken, die damit verbunden wären, aufgeklärt wurde.
Gegen Abend kam die Schwester und wollten mein Formular abholen. "Ach, Sie haben das ja noch nicht unterschrieben!" -
Ich antwortete: "Bei mir war noch kein Arzt, der mich ausgiebig über alles informiert hat. Somit kann ich doch nichts unterschreiben, dass man mich gründlich aufgeklärt hat."

 


Oh, was wurde die Schwester sauer: "Es ist kein Arzt mehr hier. Wo soll ich jetzt einen herholen?" - Sie rauschte wütend davon!

Eine Weile später kam sie und benachrichtigte mich, dass sie einen Arzt von ganz woanders bestellt hätte. Der käme zu mir, aber dann sollte ich unterschreiben und ihr das Papier bringen.

 


Kurz und gut, der Arzt kam herein und fragte:  "Wo ist denn jetzt die misstrauische Patientin?" -
"Was hat das mit Misstrauen zu tun? Ich soll hier etwas sehr wichtiges unterschreiben, was ich überhaupt nicht kenne. Und vor allen Dingen soll ich hier fälschen und bestätigen, dass ich über alle Risiken unterrichtet worden bin, was überhaupt nicht stimmt!"

 


Dann hatte er doch ein Einsehen, aber ich hatte das Gefühl, dass ich eine Ausnahme war, die so etwas verlangte.

 


Nun aber wieder zu dem OP-Termin. - Ich wurde in den OP geschoben, war ziemlich ruhig und gefasst. Dann sah ich die Narkoseärztin, die sich bemühte, in mein Rückenmark zu pieksen. - Ja, ich erinnerte mich an damals, es wurde auf einmal ziemlich heiss und das wars auch schon. Ich musste nur noch abwarten, bis die Wirkung einsetzte. Inzwischen wurde mir ein Tropf angelegt, worein man mir dann auch das Schlafmittel spritzen wollte. (Valium) - Am laufenden Band spritzte man mit kaltem Wasser auf meine Beine: "Merken Sie noch was ........... und jetzt .......... und jetzt?" Ja, das kalte Wasser hatte ich gespürt, aber an dem Bein, was operiert werden sollte. Das falsche Bein war betäubt.

 


Und dann hörte ich, dass der operierende Arzt direkt nach meiner OP seinen langverdienten Urlaub antreten wollte und der Tag war auch noch der Abschied aus der Klinik. Das Personal unterhielt sich unter sich und ich konnte das hören. - Aber dann sollte ich zählen, kam aber nur bis 4 oder 5 und ich war weg ..................

Das nächste, woran ich mich erinnern konnte, war auf der Intensivstation. Eine sehr nette Schwester fragte mich nach meinem Befinden und ich sagte ihr, dass ich wahnsinnige Schmerzen hätte. - "Ach, Sie haben aber im OP eigentlich genügend bekommen. Ich rufe mal einen Arzt an."
Das Gespräch konnte ich hören. Die Schwester meinte zu dem Arzt: "Nein, das machen Sie mal selber. Da gehe ich nicht heran!"
Und sie erklärte mir, dass es um folgendes ginge:  Ich hatte einen kleinen Schlauch, der aus dem Rückenmark herausragte, der mit Leukoplast auf der Schulter befestigt wurde, worein das betäubende Mittel gespritzt werden sollte. Das kannte sie nicht und deshalb sollte das der Arzt machen.
Irgendwann sprach mich ein Arzt an, der mir erklärte, dass er mir aber nicht viel geben könnte. Mir wäre genügend verabreicht worden. - Mir war jedenfalls alles egal, wenn nur die Schmerzen aufhörten. - Ich bekam irgend etwas, was mir dann auch Linderung brachte, allerdings auch nicht lange. - Allerdings kann ich den Zeitraum nicht bestimmen, weil ich zwischendurch immer wieder in den Schlaf versank.
Am nächsten Morgen kam ich wieder auf die Station, in mein Bett, was ich tags zuvor verlassen musste. - Man verpasste mir einen neuen Tropf und das Elend begann ...................! - Die Schmerzen stellten sich wieder ein, ein Gefühl, als ob einer mit glühenden Eisen in meinem Bein hantieren würde. Es kam soweit, dass ich kurz vor einer Ohnmacht vor Schmerzen war. "Bitte geben Sie mir was. Ich habe schlimme Schmerzen!"
Eine der zwei anwesenden Schwestern und einem jüngeren Pfleger sagte: "Sie kriegen nichts von uns. Sie haben genügend erhalten."
Ich flehte die an: "Bitte holen Sie einen Arzt!" -
"NEIN - es steht auch kein Arzt zur Verfügung!"
"Störe Dich nicht an die, die ist bestimmt medikamentenabhängig. Die wollen immer mehr haben", hörte ich!!!
"Ja, ja", sage eine der Schwestern "die gab ja auch an, dass sie vor der OP schon Schmerzmittel einnahm."

Ich lag da im Bett und wurde bald irre vor Schmerzen und hörte die da so ein blödsinniges Zeug sabbeln. Da kam eine und ging mit einem kalten Waschlappen durch mein Gesicht. - Den riss ich ihr weg und verlangte sofort einen Arzt zu sprechen. Ansonsten rief ich meinen Mann an, der mich sofort in ein anderes Krankenhaus bringen sollte. "Und nun raus hier - alle!"
Der junge Pfleger meinte: "Guck mal, die wird ja schon ganz hysterisch. Das kommt von der Abhängigkeit!"

Ich habe direkt getobt. Einen Augenblick später ging die Tür vorsichtig auf und die Schwester fragte, ob ich denn ein paar Schmerztropfen haben wollte.
"NEIN, ich verlange einen Arzt zu sprechen."

 


Ja und dann kam eine junge Ärztin, die mir erklärte, dass sie soeben erst ihren Dienst angetreten hätte und nichts von meinem ganzen Ablauf kennen würde. Sie erkannte jedoch, dass es mir ziemlich schlecht ging. Und wieder quasselte die Schwester dazwischen, dass ich genügend auf der Intensivstation bekommen hätte. - Ich sagte, dass ich mit der Ärztin sprechen wollte und nicht mit ahnungslosen Schwestern.

Schliesslich willigte die Ärztin ein und gab mir etwas, was mir Linderung verschaffte. - Sie versprach mir, dass sie sich mit meinen Unterlagen beschäftigen würde. - Ich war zunächst zufrieden und schlief ein. - Wie lange das war, weiss ich nicht, wurde aber wieder von den gleichen höllischen Schmerzen geplagt. Nachdem ich klingelte, sah ich wieder die widerwärtige Schwester "Schicken Sie mir sofort die Ärztin" hierher. -
Ach je, was ich wieder zu hören bekam. Ich könnte nicht immer verlangen, weil ich doch süchtig sei und zudem sei ich keine Privatpatientin, die immerzu einen Arzt verlangen könnte. - Dann kam auch noch solch ein Gestell an, mit dem ich im Bett Radfahren sollte. Zu sterben an dieser Stelle wäre eine Gnade gewesen - glaubt es mir!

Jedenfalls liess ich nicht locker und die junge neue Ärztin kam wieder an mein Bett. Mir rollten die Tränen ungewollt herunter!
"Ja, dann will ich mal sehen, was da wohl schiefgelaufen sein kann, dass Sie solche Schmerzen haben!" - Sie schob mich etwas zur Seite und wollte wohl den kleinen Schlauch verfolgen, der aus dem Rückenmark ragte und auf meinen Schultern befestigt war. - Und dann kams:

"Ach du liebe Zeit, der Schlauch ist ja überhaupt nicht angeschlossen. Die ganzen Mittel, die ihnen gespritzt wurden, landeten im Betttuch! Kein Wunder, dass Sie Schmerzen hatten. Ich kann mich nur dafür entschuldigen!"

So erhielt ich meine Drogen und alles wurde erträglich. Bei dem Radfahren im Bett gabs dann immer Probleme, wenn das Knie einen bestimmten Winkel erreichte.
Die Therapeutin meinte, ich solle mir doch mal ein Kreislaufmittel geben lassen, damit ich nicht schlapp machte, bei den Übungen. "Je eher Sie das Ziel schaffen, umso besser." - Ja, mir wurde oft richtig schummerig, wenn ich Übungen mit der Therapeutin machen musste. -

 


Es wurde wohl totgeschwiegen, was man mit mir gemacht hatte. Die Therapeutin erzählte jedenfalls, dass die Schwestern ihr erzählt hätten, dass ich süchtig sei. Auf keinen Fall sollte sie mich ermuntern, dass ich irgendwelche Mittel einnehmen sollte, damit ich meine Übungen schmerzfrei durchführen könnte! - Aber, wie es immer so ist, ich müsste darüber schweigen, weil sie sonst grosse Probleme bekäme.

Nun stellte sich auch noch heraus, dass ich den Fuss des operierten Beines überhaupt nicht mehr bewegen konnte. Es gab auch keine Reaktion mehr von den Reflexen. - Alles tot!
So wurde ich in ein anderes Krankenhaus gefahren, wo man entsprechende Nerven und Muskeln testete, ob da was durchgeschnitten wurde, während der OP. - Man sagte mir dort, dass das wohl ein Jahr dauern könnte, bis das wieder klappte.

Derweil musste ich auch aus dem Bett aufstehen und zur Toilette gehen. Das macht mal, wenn man ein Bein überhaupt nicht bewegen und anheben konnte. - Allerdings brachte man mir bei, das mit meiner Krücke schaffen zu können. Mit dem Teil, was sonst den Arm bekleidet, den verwandte ich, um mein Bein damit anzuheben. Also ich hielt die Krücke verkehrt herum. - Es gab keine Toilette um Zimmer und man musste feste Schuhe anziehen. Wie soll man das aber alles machen, wenn man dann noch nötig zur Toilette musste? - Es war ein ziemlich schrecklicher Zustand. - Man musste nicht nur aus dem Zimmer heraus, sondern auch noch den ganzen Flur entlang. Dort gab es 3 Toiletten für die gesamte grosse Station. - Und zwei der Toiletten waren dauerhaft von Rauchern besetzt. Die eine, die dann schon mal zeitweilig frei war, die triefte und stank wie die Pest.

 


 

Einen Tag lag sogar eine grosse blaue Plastik-Unterlage in der Toilette.

 


 

Da konnte einem schon alles vergehen, bei solchen entsetzlichen, sanitären Zuständen!
Und das dauerte auch noch 3 lange Wochen! - Auf Beschwerden hin erfuhr ich, dass man einige Pflegefälle auf der Station hätte, die schon monatelang dort wären. Man könnte ja nicht hinter jedem hinterher laufen, um zu sehen, was die in die Toiletten werfen. - Ich traf unterdessen Leute, die schon mehrere Male dort operiert wurden. Sie berichteten mir, dass die verstopfte Dusche, wie ich sie vorgefunden hatte, schon seit Jahren so beschaffen war! Da machte keiner was dran. Es sei in Planung, den Teil der Klinik zu erneuern.

Nach drei Wochen kam ich von dort aus gleich in die Reha. Meine Güte, was war das eine Erholung von all den widrigen Umständen, die ich erleben musste. Ich hatte ein schönes Einzelzimmer, mit einer sauberen Toilette und einer gut funktionierenden Dusche, die ich gefahrlos betreten konnte, obwohl ich mein Bein nicht anheben konnte.
Ich habe lange dazu gebraucht, diesen Alptraum, den ich in der Klinik erlebt hatte, wieder abzulegen. - Ein halbes Jahr noch konnte ich keine Nacht mal durchschlafen, weil die durchschnittenen Nerven oder Muskeln mir unentwegt Schmerzen bereiteten. - Der Hausarzt erzählte mir, dass das sehr häufig passiere. Aber auf keinen Fall würde man abhängig, von den Tropfen, die er mir verschrieben hätte. - Das nur noch dazu.

Nach drei Monaten musste ich noch einmal zur Kontrolluntersuchung in die Klinik. - Natürlich nahm man sich von meinen Klagen überhaupt nichts an. - Man erklärte mir, dass man noch eine Fehlstellung des Beines (Schonhaltung) geändert hätte. - Ich sagte, ob das denn der Grund sei, dass ich nicht mehr gerade stehen könnte.

 


 

Da antwortete dieser Arzt: "Ja, dann müssen sie eben das andere Bein auch noch operieren lassen. Dann gehts wieder!" -

 


 

Das fehlte mir auch noch. Es ist wohl so, dass das Bein so viele Jahre anders stand und auf einmal passt alles nicht mehr! -

 

Vergleicht das mal mit den Rädern eines Autos. Da kann man auch nicht wechseln, wie man will, ohne dass das Auto unrund läuft.

 

Jedenfalls kann ich seit dieser Zeit kaum noch stehen. Nur bei mir kommt keiner mehr mit einem Messer an meinen Körper. - Diese Erfahrung reichte mir für den Rest meines Lebens.

Aber ich gab eine passende Bewertung in einen Kasten der Klinik ein. Ich sollte meine Zufriedenheit schildern! - Nun das tat ich auch - entsprechend meiner Erlebnisse!

 

 

 

Ich gönne meinem schlimmsten Feind nicht, solche Erfahrungen machen zu müssen!

 

 

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0 #1 Home Job Source 2015-09-19 11:04
Thanks designed for sharing such a fastidious idea, paragraph is nice, thats why i have read it entirely
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