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Syrien zerstören, um es für amerikanische Werte sicher zu machen

Eric Margolis

„Die Türken sind hier vorbeigezogen; alles liegt in Trümmern und trauert.“

So schrieb Frankreichs großer Schriftsteller Victor Hugo über die Schrecken, die er in den Befreiungskriegen im Balkan in den 1880ern beobachten konnte. Würde Hugo noch leben, hätte er wohl die gleichen gespenstischen Zeilen benutzt, um die rauchenden Trümmer des Mittleren Ostens zu beschreiben. Außer dass es dieses Mal die Vereinigten Staaten von Amerika, Frankreich und das Vereinigte Königreich waren, die die Verwüstung der arabischen Welt auf dem Gewissen haben, unterstützt von der modernen Türkei.

Der UNO-Flüchtlingsbeauftragte Antonio Guterres versicherte vor kurzem, dass sich jetzt 4.013.000 syrische Flüchtlinge außerhalb ihres Heimatlandes befinden und weiter 7,6 Millionen im Land als Binnenflüchtlinge vor dem Krieg, der dort seit 2011 tobt.

Das ergibt insgesamt rund 11,6 Millionen Flüchtlinge – atemberaubende 50% der Bevölkerung Syriens. Über eine Viertelmillion sind Flüchtlinge in Europa, der Rest ist verteilt über den Mittleren Osten, wobei sich die meisten im Libanon und in Jordanien befinden.

Diese Flut von vertriebenen Menschen ist die größte Anzahl von Flüchtlingen in den letzten 25 Jahren, laut Guterres von der UNO. In der Tat übertreffen die syrischen Flüchtlinge zahlenmäßig die 5,5 Millionen palästinensischen Flüchtlinge. Die Syrier können zumindest vielleicht eines Tages wieder nachhause zurückkehren, im Gegensatz zu ihnen haben die Palästinenser, die seit über sechs Jahrzehnten staatenlos sind, keine realistische Aussicht auf Rückkehr in ihre alten Wohnsitze in dem, was heute Israel ist.

Vor dem Krieg 2011 war Syrien ein dynamisches, gedeihendes Land mit schönen alten Städten und einer reichen antiken Kultur, die über 2.500 Jahre zurückreicht. Es heißt, dass Damaskus die älteste ständig bewohnte Stadt der Welt ist.

Syrien wurde immer als das schlagende Herz der arabischen Welt und als ihr intellektueller Mittelpunkt betrachtet. Es war auch der Vorläufer des arabischen Nationalismus, ein langzeitiger Verteidiger der Palästinenser und ein entschiedener Gegner Israels – obwohl es in den letzten Jahren an der israelisch-syrischen Grenze sehr ruhig war. Damaskus, das in Bezug auf militärische Stärke zwei Generationen hinter Israel liegt, wagte es nicht, den mächtigen jüdischen Staat direkt zu konfrontieren.

In den letzten vier Jahrzehnten wurde Syrien beherrscht von seiner alawitischen Minderheit, einer Abspaltung des schiitischen islamischen Glaubens. Die Alawiten waren wie die Schiiten im Libanon die ärmsten, am meisten an den Rand gedrängten Menschen des Landes. Die einzige Arbeit, die viele bekommen konnten, war beim Militär. Letztendlich ergriff ein alawitischer Luftwaffengeneral mit eiserner Faust, nämlich Hafez al-Assad, die Macht. Nach Assads Tod übernahm sein zweiter Sohn Bashar die Regierung, getragen von einer starken Armee und unbarmherzigen Sicherheitsorganen.

Von Israel angetrieben, spielte die Bushadministration mit der Idee, Syriens Assad-Regierung zu stürzen, ließ aber davon ab, nachdem einige wenige vernünftige Köpfe in Washington die Frage stellten, wen die Vereinigten Staaten von Amerika zur Verfügung hätten, um die bestehende Regierung zu ersetzen? Syriens Hauptopposition kam aus der verbotenen Moslembrüderschaft, die für Syriens lange unterdrückte sunnitische Mehrheit sprach. Washington wollte mit den Moslembrüdern nichts zu tun haben. Besser waren die Assads, die insgeheim mit Washington zusammenarbeiteten, obwohl sie vom Iran unterstützt wurden.

Aber in den Jahren 2009-2010 änderte Washington die Politik. Während antiiranisches Kriegsfieber in den Vereinigten Staaten von Amerika stieg, forderte das Weiße Haus, dass Syrien seine Allianz mit dem Iran aufgebe, sonst ... Der Plan sah vor, den Iran zu isolieren, bevor er angegriffen wurde. Syrien weigerte sich jedoch, seine lebenswichtigen Verbindungen mit Teheran zu kappen.

Syrien wurde also für Regimewechsel vorgesehen. Washington hatte die Nase voll von arabischen Führern, die sich dem American Reich widersetzten. Die Assads sollte dasselbe grausige Schicksal treffen wie Saddam Hussein und Muammar Gaddafi.

Im Frühling 2011 drangen Anti-Assad-Guerillas, bewaffnet und ausgebildet von der CIA in Jordanien, aus dem Libanon in den Süden Syriens bei Derna ein. Das war die armselige Stadt, in der Lawrence von Arabien von den Türken gefangengenommen worden war. Derna war eine Brutstätte der Agitation gegen die Regierung. Bald drangen mehr Stellvertreterrebellen der Vereinigten Staaten von Amerika über die libanisische Grenze vor. Britische und französische Sonderkommandos begleiteten die Rebellen. Saudiarabien übernahm die Finanzierung.

Frankreich, ehemalige Kolonialmacht in Syrien und im Libanon, war besonders interessiert daran, seinen Einfluss in der Levante und in den erdölreichen Golfstaaten wieder zu erlangen. Israel war überzeugt, dass der Sturz der Regierung Assad in Damaskus seine beiden Hauptfeinde, den Iran und die libanesische Hezbollah-Bewegung, isolieren und letztere verletzlich gegenüber einem neuen israelischen Angriff machen würde.

Eine Propagandaschlacht wurde entfesselt gegen Syriens Präsidenten Assad, die ihn als den Schlächter des Mittleren Ostens brandmarkte. Das war Unsinn. Der friedfertige Assad war ein ehemaliger in London ausgebildetet Augenarzt, der Syriens Anführer wurde, nachdem sein älterer Bruder Basil bei einem Autounfall getötet worden war. Das Assad-Regime verfügte über einige sehr harte, unangenehme führende Figuren, die aber mit Sicherheit nicht schlimmer oder brutaler waren als viele andere amerikanische Verbündete im Mittleren Osten wie Ägypten, Irak, Algerien oder Marokko.

Macht nix. Bashar Assad wurde Amerikas neuer Mittelost-Teufel und Ziel von vom Westen betriebenem Regimewechsel. Das Mittel dazu war eine Neuauflage des afghanischen Jihad gegen die Sowjets 1980, über die ich damals berichtet habe.

Eine arabische Armee bestehend aus jungen Männern, von Idealisten bis zu Unzufriedenen, wurde von westlichen Geheimdiensten zusammengestellt. Im Gegensatz zu Afghanistan setzte sich die neue arabische Macht hauptsächlich aus fanatischen, salafistischen Jihadisten zusammen, geschaffen von Saudiarabien und unterstützt von der Türkei und Jordanien, über die sie nach Syrien gelangen konnten.

„Amerikas Salafisten” waren die Vorreiter von Washingtons großer Mitteloststrategie, die in der Invasion des Irak 2003 entwickelt wurde, nämlich zu teilen und zu herrschen, indem man sunnitische und schiitische Moslems gegeneinander aufhetzte. Dasselbe sollte in Syrien betrieben werden, wo eine schiitische Minderheitsregierung über eine verdrossene widerstrebende sunnitische Mehrheit herrschte. 

Wie wir gesehen haben, ist das Ergebnis die erbarmungslose Zerstörung Syriens durch Bürgerkrieg. Das gesamte Land ist zu einem Fleckerlteppich aus sich bekämpfenden Gruppen ähnlich Deutschland im Dreißigjährigen Krieg in den 1600er Jahren geworden. Salafistische Jihadisten bekämpfen mit al-Qaida verbündete Jihadisten, die ISIS-Kräfte bekämpfen, die kurdische Milizen bekämpfen, mit französischen, türkischen und britischen Sonderkommandos mitten im Schlachtgewühl.

Syriens Christen, etwa 10% der Bevölkerung, unterstützen die Regierung Assad. Sie verfolgten die Vernichtung der uralten christlichen Gemeinschaften des Irak, die früher von Präsident Saddam Hussein beschützt worden waren, nachdem der Einmarsch der Vereinigten Staaten von Amerika 2003 fanatischen Salafisten freien Lauf ließ.

Die Massaker und die Schlächterein in Syrien sind beispiellos im Mittleren Osten. Das Gemetzel überbietet sogar die vielen Schrecken des libanesischen Bürgerkriegs 1975-1990. Straßenkämpfe zerstören viele Dörfer, Kleinstädte und Städte Syriens. Das schöne Aleppo, ein Weltkulturerbe, wird in Fetzen gerissen.

Syriens regierungsfeindliche Gruppen könnten ihre Kämpfe nicht fortsetzen ohne Waffen, Munition, medizinischen Nachschub, Funkgeräte und Geld von den Mächten des Westens. Washingtons alberne Behauptungen, dass es „gemäßigte“ Jihadisten einsetzt, sind ein blöder Witz. Die Vereinigten Staaten von Amerika unterstützen voll die Extremisten der Region gegen eine ihrer ältesten säkularen Regierungen. Wer letzendlich diesen verworrenen Bürgerkrieg gewinnen wird, bleibt unklar.

Es ist jedenfalls klar, dass Syrien weitgehend zerstört worden ist. Wie Afghanistan, Irak und Somalia liegt es in Ruinen und Trauer – alles Beispiele von Staaten, die sich dem amerikanischen Reich widersetzten. Das Elend von rund elf Millionen syrischen Flüchtlingen, die in Zelten zusammengedrängt sind, die im Mittelmeer ertrinken oder um ihr Leben fliehen müssen, geht direkt auf die Rechnung Washingtons.

Das Land der Freiheitsstatue sollte eigentlich die bedrängten Massen, die vor Hunger und Gefahr fliehen, aufnehmen und beherbergen, nicht mit seiner verheerenden Mittelostpolitik die Ursache für Millionen von Flüchtlingen sein.

erschienen am 12. Juli 2015 auf > www.ericmargolis.comArchiv > Artikel von Eric Margolis auf antikrieg.com Tipp: ARD Diskussion "Günther Jauch Schicksalstage in Europa - Auf wen hört Putin noch?" (>>> LINK)

Gäste bei Günther Jauch:

Martin Schulz, SPD, Präsident des Europäischen Parlaments
John Kornblum, ehemaliger US-Botschafter in Berlin
Gabriele Krone-Schmalz, Journalistin und ehemalige Moskau-Korrespondentin
Harald Kujat, NATO-General a.D. und ehemaliger Generalinspekteur der Bundeswehr

Hochinteressante - ausnahmsweise wirklich hochkarätig und ohne Schwätzer/Propagandisten besetzte - Diskussion, die super vermittelt, wie der Hase läuft. Der Eiertanz rund um die terroristische Supermacht im öffentlich rechtlichen Fernsehen lässt sich offenbar nicht vermeiden, aber das wissen wir eh. Äußerst spannend.

Wieder einmal hervorragend Gabriele Krone-Schmalz, die wie einst Pallas Athene über den Sterblichen steht und sie blitzenden Auges in die Schranken weist. Ganz große Klasse! Meisterklasse!

im Archiv finden Sie umfangreiches Material:

 

Stephen Kinzer - BP im Golf – im Persischen Golf

John V. Walsh - Warum sind Russland und China (und der Iran) vorrangige Feinde der herrschenden Elite der Vereinigten Staaten von Amerika?

Ismael Hossein-zadeh - Das Chaos im Mittleren Osten und darüber hinaus ist geplant

Paul Craig Roberts - Es ist Zeit für den Iran, sich vom Westen zu verabschieden

Garikai Chengu - Libyen: Von Afrikas reichstem Staat unter Gaddafi zu einem gescheiterten Staat nach dem NATO-Überfall

John Philpot - Versagen des Internationalen Rechts und der Menschenrechtsinstitutionen: Palästina, Syrien und Irak im Jahr 2014

Dmitry Orlov - Wie man einen Krieg beginnt und ein Weltreich verliert

Greg McInerney - Die Ruinierung Irlands

Glen Ford - Obamas Krieg gegen die Zivilisation

Jack A. Smith - Hinter dem amerikanisch-nordkoreanischen Getöse

Bruce Cumings - Koreanische Kriegsspiele

Tarak Barkawi - Atomwaffen und orientalische Verhältnisse

Jonathan Turley - Das Große Geld hinter dem Krieg: der militärisch-industrielle Komplex

William Blum - Scheinheiligkeit dieser Größenordnung verdient Respekt!

 

Im ARCHIV finden Sie immer interessante Artikel!

 

Die Weiterverbreitung der Texte auf dieser Website ist durchaus erwünscht.

 

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"Europa krümmt sich wie der Wurm, ehe ihn der Stiefel zertritt." - Karl Kraus "Fuck the EU" - Victoria Nuland Showdown in Brüssel:

Total-Ausverkauf und eine Kriegserklärung an das griechische Volk

Ernst Wolff

Herzlichen Dank an Harm Bengen (Link zu seiner Website)

Nur wenige Tage nach der bedingungslosen Kapitulation der Syriza-Regierung in Athen haben die Kreditgeber an diesem Wochenende alle Zurückhaltung über Bord geworfen und eine klare und unmissverständliche Botschaft an die Weltöffentlichkeit ausgesandt. Sie kommt einem Total-Ausverkauf Griechenlands und einer Kriegserklärung an das griechische Volk gleich.

Wirtschaftliche Erholung? interessiert uns nicht.

Die Forderungen gehen weit über das Kompromissangebot, das Syriza vergangene Woche vorgelegt hat, hinaus und machen vor allem eines klar: Es geht nicht um eine Erholung der griechischen Wirtschaft und auch nicht um die Wiederherstellung der Zahlungsfähigkeit des Landes. Es geht einzig und allein um die Absicherung internationaler Großbanken und um die rücksichtslose Plünderung eines Landes vor seinem endgültigen Zusammenbruch. Leidtragende werden in erster Linie wieder die schwächsten und hilfsbedürftigsten Mitglieder der Gesellschaft sein.

Entgegen dem von Politikern wie Jean-Claude Juncker oder Martin Schulz in zahlreichen Talkshows geheuchelten Mitleid mit der humanitären Katastrophe in Griechenland wird dem Land eine weitere Reform der Altersrenten zugemutet, die viele griechische Senioren endgültig in Armut und Hunger treiben wird. Selbst die unfassbare Zahl von siebentausend Selbstmorden verzweifelter und durch sechs Sparprogramme um ihre Existenz gebrachter Menschen hält die Bürokraten aus Brüssel, Frankfurt und Washington nicht von dieser Maßnahme ab, die auch noch von einer Erhöhung der Mehrwertsteuer – von der die Ärmsten immer am härtesten betroffen sind – begleitet wird.

Privatisierung – wider alle Erfahrungswerte

Die geforderte Privatisierung des staatlichen Stromnetzbetreibers Admie wird nicht nur Rentner und Sozialhilfeempfänger, sondern sämtliche Bezieher kleiner Einkommen in noch größere Not bringen. Wie diverse Beispiele dieser vom IWF in zahlreichen Ländern bereits erprobten Maßnahme zeigen, werden die ausländischen Konzerne, die diesen Wirtschaftsbereich übernehmen, alles daran setzen, in kürzest möglicher Zeit höchstmögliche Profite zu erwirtschaften. Ein Blick nach Nigeria, wo diese Maßnahme zuletzt durchgeführt wurde, zeigt zudem, dass sich die Versorgungslage nach der Privatisierung erheblich verschlechtert.

Herzlichen Dank an Harm Bengen (Link zu seiner Website)

Im übrigen dient dieser Schritt wie auch die Einrichtung des Treuhandfonds, an den griechisches Staatsvermögen im Werte von 50 Mrd. Euro übertragen werden soll, einer ganz bewussten Schwächung und Demütigung der durch ihren Wahlbetrug am griechischen Volk ohnehin angeschlagenen Syriza-Regierung. Der Versorgungsbereich in Griechenland wird nämlich weitgehend von den Gewerkschaften beherrscht. Syrizas erzwungene Zustimmung zu seiner Privatisierung kommt einem erzwungenen Selbstmord auf Raten gleich und bereitet einen Regime-Wechsel in Athen vor. Grund dafür ist die Tatsache, dass die Troika an Syriza ein Exempel statuieren möchte: Auch wenn Tsipras und seine Weggefährten in der vergangenen Woche bedingungslos kapituliert haben, wird die Troika ihnen ihre fünfmonatige – wenn auch nur halbherzig und zur Täuschung griechischer Wähler durchgehaltene – Auflehnung gegen die Austeritätspolitik niemals verzeihen.

Darauf zielt auch die ausdrückliche Forderung ab, alle ins Parlament eingebrachten Gesetzesentwürfe in Zukunft Wort für Wort mit der Troika abzusprechen - eine Maßnahme, die die seit 2010 nicht mehr vorhandene Souveränität des Staates Griechenland noch einmal drastisch unterstreicht. 

Die Mittelschicht wird stranguliert

Die geplante Erhöhung der Mehrwertsteuer (vor allem der im gastronomischen Bereich) ist der Todesstoß für zahllose Familienbetriebe, von denen einhundertachtzigtausend bereits mit dem Bankrott kämpfen. Sie wird die Zahl der siebzigtausend bereits in den Konkurs getriebenen Betriebe dramatisch erhöhen. Lokal gefärbte Cafés, Bistros und Restaurants werden globalen Ketten wie Starbucks, McDonalds oder Subway weichen und das Gesicht der Städte grundlegend verändern.

Die geplanten Arbeitsmarktreformen, die die Ausbeutung der ohnehin ums Überleben kämpfenden Beschäftigten noch weiter verschärfen und auch auf den ersten Blick weniger wichtige Maßnahmen wie die Ausweitung der Ladungsöffnungszeiten auf den Sonntag werden vor allem kleine und mittelständische Betriebe treffen und zeigen symbolisch, wohin die Reise geht: Im Hintergrund lauern bereits hunderte große international operierende Konzerne, um alles, was sich ihnen in Griechenland an mittelständischen Betrieben bietet, zu schlucken oder nach deren Konkurs durch eigene Filialen zu ersetzen. 

Aber nicht nur Investoren warten: Auch Spekulanten aus aller Welt stehen Gewehr bei Fuß, um demnächst auf Einkaufstour zu gehen und die finanzielle Not der Inländer und der griechischen Banken auszunutzen, um ihnen Aktien, Immobilien und andere Vermögenswerte zu Spottpreisen abzukaufen. Währungsspekulanten rechnen bereits durch, in welcher Höhe sie sich in Griechenland verschulden sollen, um ihre Kredite nach der Einführung einer Parallelwährung, deren Wert um mindestens 50 Prozent unter dem Euro liegen wird, zurückzuzahlen und auf diese Weise auf Kosten des griechischen Volkes Kasse zu machen.

Die endgültige Katastrophe wird nur aufgeschoben

Die abgrundtiefe Bösartigkeit, die sich hinter diesem Szenario verbirgt, ist kaum fassen, denn selbst wenn Griechenland alle Maßnahmen erfüllen sollte, die ihm von den Geldgebern aufgezwungen werden, so wird das seinen Untergang nicht verhindern. Der Schuldenberg ist so riesig, dass er niemals zurückgezahlt werden kann. Und alle jetzt angeordneten Maßnahmen werden dazu führen, dass die Wirtschaft weiter in die Knie gezwungen und die Einnahmen des Staates weiter verringert werden.

Das heißt: Die Finanzsituation Griechenlands wird sich auch zukünftig von Tag zu Tag verschlechtern und mit unerbittlicher Logik zum finalen Crash führen. Aber selbst diesen Fall haben die Geldgeber bereits in ihren Master-Stufenplan integriert: Auf Stufe 1 lautet die Devise: Die Folgen der Krise so lange wie möglich auf das griechische Volk abwälzen, um sich selbst, so weit es irgend geht, daran zu bereichern. Stufe 2 soll gezündet werden, wenn die Katastrophe eingetreten ist. Dann wollen die Geldgeber mit prall gefüllten Portemonnaies über ein zerstörtes und am Boden liegendes Land herfallen und es „wieder aufbauen“.

Zwei unberechenbare Faktoren

Es gibt in diesem Kalkül jedoch zwei unberechenbare Faktoren: Zum einen die Tatsache, dass ein jederzeit möglicher Zusammenbruch des globalen Finanzsystems alle Zukunftspläne zunichte machen könnte. Um diesen Crash zu verhindern, tun die Zentralbanken in aller Welt derzeit alles, was in ihrer Macht steht: Das Zinsniveau wird immer weiter nach unten (bis in den Minusbereich) gedrückt und es wird ohne Rücksicht auf (zukünftige) Verluste immer mehr Geld erzeugt und den Großbanken zur Spekulation an den Finanzmärkten zur Verfügung gestellt – alles Maßnahmen, die nur noch begrenzt wirken werden und zwangsläufig zur Zerstörung des globalen Finanzsystems führen.

Der zweite unkalkulierbare Faktor ist der Widerstand des griechischen Volkes. Den haben Tsipras und seine politischen Helfershelfer durch ihren historischen Verrat vorerst einmal schwer erschüttert. Die Menschen in ganz Griechenland befinden sich seit Tagen in einer Art Schockstarre. Doch wenn die Bilanz von zweitausend Jahren menschlicher Geschichte auch nur eine bedeutende Lehre enthält, dann diese: Kein Volk ist auf Dauer bereit, seinen eigenen Untergang kampflos hinzunehmen. Auch Griechenland nicht. Und auch Menschen nicht, die bis vor einer Woche den Lügen von politischen Falschspielern wie Tsipras und Varoufakis geglaubt haben. Deshalb wird die Durchsetzung der von den Geldgebern geforderten Maßnahmen in den kommenden Tagen dazu führen, dass sich das griechische Volk nicht nur gegen sie, sondern auch gegen deren Verbündete in der Regierung in Athen erhebt.

Was dann geschieht, lässt sich derzeit nur erahnen. Brennende Ministerien und Banken, Straßenschlachten, ein Eingreifen des Militärs und die Errichtung eines faschistischen Regimes in Athen sind ebenso möglich wie ein auf andere südeuropäische Länder übergreifender Flächenbrand, der sich in länderübergreifende Bürgerkriege verwandeln könnte.

Doch ganz egal, ob globaler Crash oder soziales Chaos: Auf jeden Fall wird der Lauf der Ereignisse schon sehr bald in eine neue und überaus dramatische Phase der Zeitgeschichte münden. Sie wird vom nackten Überlebenskampf verzweifelter, erniedrigter und gedemütigter Menschen gegen die an diesem Wochenende einmal mehr öffentlich zur Schau gestellte eiskalte Arroganz von politischen Betrügern geprägt sein und zeigen, dass deren Allmachtsphantasien inzwischen zu komplettem Realitätsverlust geführt haben.

Ernst Wolff, 13. Juli 2015
Archiv > Artikel von Ernst Wolff auf antikrieg.com
Video >
KenFM im Gespräch mit: Ernst Wolff - "Weltmacht IWF"
Ernst Wolff: Weltmacht IWF – Chronik eines Raubzugs >>> LINK

Ernst Wolff widmet sein Buch „den Menschen, die es nicht lesen können, weil der IWF ihnen den Besuch einer Schule verwehrt hat“. Bereits auf den ersten Seiten weist er nach, dass die Gründung des IWF nicht etwa, wie von vielen behauptet, der Errichtung und Stärkung eines gesunden globalen Währungssystems diente. Vielmehr stand dieser ganz im Zeichen der Neuordnung der Welt nach dem zweiten Weltkrieg. Hauptziel seiner Errichtung war es, die Dominanz der neuen Weltmacht USA zu zementieren. (Sabine Feininger)

Einige Lesetips aus dem Archiv:

Institute for Public Accuracy - Wer ist der Versagerstaat: Griechenland oder die Europäische Union?
Greg McInerney - Die Ruinierung Irlands
Jim Naureckas - Führende Zeitungen hetzen zum ‚Schwersten Internationalen Verbrechen’ auf
Susanne Kablitz - Die Magie der Angst
Paul Craig Roberts - Russland hat im Westen Feinde, keine Partner
Paul Craig Roberts - Es ist Zeit für den Iran, sich vom Westen zu verabschieden
Ismael Hossein-zadeh - Das Chaos im Mittleren Osten und darüber hinaus ist geplant
Glen Ford - Obamas Krieg gegen die Zivilisation
Jonathan Turley - Das Große Geld hinter dem Krieg: der militärisch-industrielle Komplex

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EU will weitere 400 Millionen Euro an Ukraine überweisen


In der kommenden Woche wird die Ukraine mit der Europäischen Investitionsbank einen weiteren Kreditvertrag über 400 Millionen Euro unterzeichnen. Das Geld soll in die Infrastruktur des Landes fließen. 

(Und hier noch auszugsweise)

Grundsätzlich ist völlig unklar, wie die Verwendung der Mittel kontrolliert werden soll. Die EU hat bereits Schwierigkeiten mit den eigenen Mitgliedsstaaten – etwa Bulgarien oder Rumänien – wo sich dank der Förderungen aus Brüssel vor allem die Branche der organisierten Kriminalität prächtig entwickelt hat. In der Ukraine ist die Korruption besonders groß. So stützt der von den USA unterstützte Premier Arseni „Jaz“ Jazeniuk Oligarchen seiner Wahl. Er selbst wird unter anderem von der Nato finanziert.

 

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/07/14/eu-will-weitere-400-millionen-euro-an-ukraine-ueberweisen/

 

Griechenland-Insider: „Troika hat uns gedemütigt und erpresst“

Ein Insider der griechischen Regierung berichtet von den Hintergründen der Schuldengespräche. Demnach habe die Troika Griechenland damit erpresst, die „griechischen Banken zum Kollaps zu bringen“, wenn sie die harten Sparmaßnahmen nicht widerstandslos akzeptiere. Die EU bezeichnet er als „undemokratisches, kafkaeskes Gebilde“.

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/07/14/griechenland-insider-troika-hat-uns-gedemuetigt-und-erpresst/

 

 

 

Schäubles Plan: Deutschland muss raus aus dieser Euro-Zone

Die Demütigung Griechenlands beim Gipfel war kein Unfall. Sie ist Teil einer Agenda, die Wolfgang Schäuble seit langem verfolgt: Er hält die EU in ihrer derzeitigen Form für nicht funktionsfähig. Er strebt eine enge politische Union an. Diese ist nur mit ausgewählten Staaten möglich. Am Ende soll sich zeigen, wer zu Deutschland passt und wer nicht. Der Grexit ist fix eingeplant. Andere Staaten werden folgen. Das Tischtuch ist zerschnitten. Unwiderruflich.

Wolfgang Schäuble sieht sich als Architekt einer neuen Union in Europa. Die beispiellose Demütigung Griechenland ist kühle Berechnung: Der Grexit ist ein wichtiger Baustein für diese neue Strategie. Sie wird mit äußerster Härte durchgesetzt. Die Indizien für diesen Plan sind erdrückend.

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/07/14/schaeubles-plan-deutschland-muss-raus-aus-dieser-euro-zone/

 

Ukraine: Bald kämpft Jeder gegen Jeden

Die politische Stabilität in der Ukraine ist faktisch nicht mehr existent. Der Bürgerkrieg droht nun auf die westlichen Landesteile überzugreifen – angetrieben vom "Rechten Sektor", welcher der Zentralregierung scheinbar den Krieg erklärt hat.

 

Von Marco Maier

 

Lange Zeit wurden warnende Stimmen vor einer zunehmenden politischen Instabilität in der Ukraine in den deutschen Medien als "russische Propaganda" abgetan. Während Regierungstruppen gemeinsam mit – teils vorwiegend von rechtsextremen Gruppen gestellten – Söldnertruppen weiterhin die Oblaste Donezk und Lugansk in Schutt und Asche legen, beginnt es inzwischen jedoch auch in der Zentralukraine und dem Westen des Landes zu rumoren. Selbst die ansonsten Kiew-freundiche "Süddeutsche Zeitung" kam nicht darum herum, darüber zu berichten.


Vor allem nationalistische Gruppen, die schon seit Jahren insbesondere in der Westukraine vergleichsweise stark vertreten waren, versuchen dort zunehmend die politische Macht zu übernehmen und der Zentralregierung in Kiew das Wasser abzugraben. Denn trotz aller Kriegsrhetorik von Poroschenko, Jazenjuk & Co, sowie den trotz der Vereinbarungen von Minsk weiter andauernden Kampfhandlungen zwischen den Regierungstruppen und den Rebellen im Osten, geht den Extremisten das Ganze nicht weit genug. Sie wollen den totalen Krieg gegen die "Moskowiter".

 

http://www.contra-magazin.com/2015/07/ukraine-bald-kaempft-jeder-gegen-jeden/

 

Und wem können wir dieses Elend alles verdanken? 

 

Merkel und Schäuble – Die Unterhändler der Finanzoligarchie

Diese Griechen-Sache entwickelt ich immer mehr zu einem hochkriminellen Erpressungsakt. Wenn das die Werte der Merkel sind, wenn das die Werte der EU sind, wenn das die Werte der Gemeinschaftswährung sind, sch… der Bürger auf all diese Werte. Jeder Bürger in Europa weiß, dass Griechenland den Arsch nicht hoch bekommt, dass Griechenland weder Zugeständnisse machen kann noch Reformen durchsetzen wird, denn das Land ist seit 5 Jahren fix und fertig.

Von Henry Paul

Die schlauen und fachspezifischen Reden von Wiederaufbau, von Tragfähigkeit, von Verzögerung, von unbedingter Gemeinschaft, von all diesem Unsinn der nicht ehrlichen Fachleute sind Lügen und Schaumschlägerei gekaufter Vollpfosten, die denken, wenn sie uns mit Fachgesülze volllabern, würden die Bürger ehrfurchtsvoll nicken. Nichts von alledem. Der Bürger weiß, dass diese Schaumschlägerei nur der Deckmantel für das totale Versagen der gesamten europäischen Politiker-Kaste ist.

Der Bürger weiß, dass all diese Politiker sich vor den Machenschaften der USA verkriechen und wie die läufigen Hündinnen den geilen Hunden hinterherlaufen, weil sie gedeckt werden wollen. Hier geht es um die geopolitische Vormacht der USA gegenüber Europa und der Welt. Europa und die EU sind die Master-Modelle für das kriegerische Schachspiel, um Russland ins Schach und dann ins Matt zu setzen.


http://www.contra-magazin.com/2015/07/merkel-und-schaeuble-die-unterhaendler-der-finanzoligarchie/

 

Und diese ganzen Erpressungen werden von der "WESTLICHEN WERTEGEMEINSCHAFT" vorgenommen. Rauben, Betrug und Erpressungen im grossen Stil - ohne Rücksicht auf die notleidenden Bürger. Für uns bedeutet das nur: Immer recht viel Geld für diese Regierung, für die EU und für das Ausland abzugeben, immer neue Steuern zu zahlen, selbst wenn wir immer ärmer werden! - Und nicht zu vergessen:  Wir müssen auch noch genügend kaufen, um die Wirtschaft in Europazu unterstützen. Aber, dazu gibt es ja KREDITE. Ich kann nur davor warnen, diesen Weg zu beschreiten. Aber davor werde ich mal an anderer Stelle warnen.

 

"Europa krümmt sich wie der Wurm, ehe ihn der Stiefel zertritt." - Karl Kraus

"Fuck the EU" -
Victoria Nuland

Pentagon befindet, dass Amerika nicht sicher ist, wenn es nicht die Welt erobert

Paul Craig Roberts

Das Pentagon hat seine „National Military Strategy of the United States of America 2015,” („Nationale Militärstrategie der Vereinigten Staaten von Amerika 2015“) im Juni 2015 veröffentlicht. (> LINK - auf englischsprachige Seite, besonders hübsch das original faschistisch gestylte Wappen)

 

Das Papier kündigt eine Verlagerung des Schwerpunkts von Terroristen hin zu „staatlichen Akteuren,“ die „die internationalen Normen herausfordern.“ Es ist wichtig zu verstehen, was diese Worte bedeuten. Regierungen, die internationale Normen herausfordern, sind souveräne Länder, die eine Politik betreiben, die unabhängig ist von der Politik Washingtons. Diese „revisionistischen Staaten“ stellen eine Bedrohung dar, nicht weil sie planen, die Vereinigten Staaten von Amerika anzugreifen, wobei das Pentagon zugibt, dass weder Russland noch China solches beabsichtigen, sondern weil sie unabhängig sind.

 

Also: Die Gefahr besteht in der Existenz souveräner Länder, deren unabhängiges Handeln sie zu „revisionistischen Staaten“ macht. Anders gesagt, deren Unabhängigkeit passt nicht zusammen mit der neokonservativen Supermacht-Doktrin, nach der unabhängiges Handeln allein das Recht Washingtons ist. Washingtons von der Geschichte übertragene Vorherrschaft schließt aus, dass andere Länder unabhängig handeln dürfen. Ein Land, das unabhängig von Washington eine eigene Außenpolitik betreibt, ist demnach eine Gefahr.

 

Das Papier des Pentagons definiert Russland, China, Iran und Nordkorea als die führenden „revisionistischen Staaten“. Der Fokus liegt hauptsächlich auf Russland. Washington hofft, zu einer Zusammenarbeit mit China zu kommen, ungeachtet der „Spannung in der asiatisch-pazifischen Region,“ die Chinas Verteidigung seiner Einflusssphäre verursacht, eine Verteidigung, die „internationalem Recht widerspricht“ (das sagt Washington, der größte Verletzer des Internationalen Rechts), indem es das, was vom amerikanischen Konsumgütermarkt noch übrig ist, China zuschiebt. Es ist noch nicht sicher, dass der Iran dem Schicksal entgangen ist, das Washington über den Irak, Afghanistan, Libyen, Syrien, Somalia, Jemen, Pakistan, Ukraine und als Komplize über Palästina gebracht hat. 

 

Das Pentagonpapier ist reichlich unverfroren in seiner Scheinheiligkeit, da alle Äußerungen Washingtons auf die Erklärung hinauslaufen, dass Washington und seine Vasallen „die bestehenden Institutionen und Vorgangsweisen unterstützen, welche die Aufgabe haben, Konflikten vorzubeugen, die Souveränität zu respektieren und die Menschenrechte zu fördern.“ Soweit das Militär einer Regierung, die seit dem Clinton-Regime 11 Regierungen überfallen, bombardiert und gestürzt, Millionen Menschen ermordet und vertrieben hat, und zur Zeit daran arbeitet, die Regierungen von Armenien, Kirgistan, Ecuador, Venezuela, Bolivien, Brasilien und Argentinien zu stürzen.

 

In dem Papier des Pentagons steht Russland unter Beschuss, weil es nicht „in Übereinstimmung mit internationalen Normen“ handelt, was heißt, dass Russland nicht Washingtons Führung folgt und sich nicht wie ein Vasall verhält, wie es sich gegenüber der Supermacht geziemt.

 

Anders gesagt, das alles ist ein Schwachsinn, der von Neokonservativen geschrieben wurde, um zum Krieg gegen Russland aufzuhetzen.

 

Nichts anderes kann über das Pentagonpapier gesagt werden, das Krieg und mehr Krieg rechtfertigt, bis es keinen mehr gibt. Ohne Krieg und Eroberungen sind die Amerikaner nicht sicher. Dieser Weg zum atomaren Armageddon wird Tag für Tag von den westlichen Medienhuren in die Köpfe der Amerikaner und von Washingtons Vasallen in Europa eingehämmert. „Krieg macht uns sicher!“

 

Washingtons Einstellung gegenüber Russland ist die selbe wie die Einstellung Catos des Älteren gegenüber Karthago. Cato beendete jede seiner Reden im römischen Senat zu welchem Thema auch immer mit der Aussage: „Karthago muss zerstört werden.“

 

Dieses Pentagonpapier sagt uns, dass Krieg gegen Russland unsere Zukunft sein wird, wenn Russland nicht zustimmt, ein Vasallenstaat zu werden wie jedes andere Land in Europa und Kanada, Australien, Ukraine und Japan. Die Neokonservativen haben beschlossen, dass es andernfalls unmöglich ist für Amerikaner, in einer Welt zu leben, in der Länder Entscheidungen unabhängig von Washington treffen. Wenn Amerika nicht die eine Supermacht sein kann, die die Welt diktiert, dann ist besser, dass wir alle tot sind.

 

Zumindest will es das den Russen zeigen.

 

erschienen am 10. Juli 2015 auf Paul Craig Roberts Website
Archiv > Bücher und Artikel von Paul Craig Roberts auf antikrieg.com

siehe dazu im Archiv:

John V. Walsh - Warum sind Russland und China (und der Iran) vorrangige Feinde der herrschenden Elite der Vereinigten Staaten von Amerika?
Garikai Chengu - Libyen: Von Afrikas reichstem Staat unter Gaddafi zu einem gescheiterten Staat nach dem NATO-Überfall
Jonathan Turley - Das Große Geld hinter dem Krieg: der militärisch-industrielle Komplex
Jonathan Turley - ‘Wir haben ein paar Leute gefoltert’
Paul Craig Roberts - Washington führt die Welt in die Gesetzlosigkeit
Daniel McAdams - Moldawiens ‘Twitter-Revolution’ – made in USA?
Hugh Gusterson - Folter á la Amerika
Ismael Hossein-zadeh - Das Chaos im Mittleren Osten und darüber hinaus ist geplant
Oded Na'aman - Die Kontrollstelle
Robert Parry - Washingtons einzige Moral ist die Doppelmoral

Die Weiterverbreitung der Texte auf dieser Website ist durchaus erwünscht.

In diesem Fall bitte die Angabe der Webadresse
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Bitte in dem Zusammenhang noch einmal auf den Artikel von Willy Wimmer verweisen, der die Situation ähnlich beschreibt.

Es geht nicht darum, dass ein Land Menschenrechte verletzt, es geht nicht um Atombomben, es geht nicht um Terrorismus oder dass der Präsident eines Landes sein Volk mit Giftgas umbringen lässt!

Es geht ganz einfach darum, dass sich einige Länder nicht dem USA-Diktat unterwerfen wollen. Darum werden diese entsetzlichen Kriege geführt. - Die USA wollen die ALLEINMACHT in der Welt besitzen - alles nach ihren Spielregeln und die Welt soll die Amis finanzieren, durch Käufe in Dollar. - Sie ordnen an und die ihnen dienenden Staaten unterwerfen sich dann.

Nur eine Frage in dem Zusammenhang: 

WER HAT DENN ZULETZT DIE AMIS BEI UNS GEWÄHLT? 
STANDEN DIE DENN ALS KANDIDATEN ZUR VERFÜGUNG? -
UND WOZU GIBT ES NOCH WAHLEN - WENN ALLES VON DEN USA ANGEORDNET WIRD?

http://www.veilchens-welt.de/index.php/14-sample-data-articles/239-yankee-stay-home


Präsident Bush hat seinerzeit erklärt, dass die Länder, die nicht mitmachen, zu den Schurkenstaaten gehören. Sie würden bitterlich bekämpft. Und genau das erleben wir wieder und wieder. Die Welt wird zu einem internationalen Kriegsschauplatz. - Schaut alleine auf die Kosten, die dadurch verursacht werden und was ist mit den Menschen, die seit vielen Jahren darunter zu leiden haben?

Es brauchte keinen Hunger auf der Welt geben, würden die Amis endlich mal die Welt in Ruhe lassen. - NUR - davon leben die USA. Sie benötigen diese Kriege. Sie dulden keine unabhängigen Länder!

Und achtet mal darauf, was der Tschechische Präsident (oder wer es auch immer war)  vor einigen Tagen erklärte:

«Im Namen des Präsidenten der Republik sowie meiner Regierung erkläre ich, dass wir uns den in München ohne uns und gegen uns getroffenen Entscheidungen unterwerfen. […] Ich will nicht kritisieren, aber das ist für uns eine Katastrophe, die wir nicht verdient haben. Wir unterwerfen uns und werden uns bemühen, unserem Volk ein ruhiges Leben zu sichern. Ich weiss nicht, ob von dieser in München getroffenen Entscheidung Ihre Länder Vorteil haben werden. Allein, wir sind nicht die letzten, nach uns werden andere betroffen werden.»


Der Präsident des Landes, Edvard Beneš, fand, dass es im Falle einer Ablehnung einen Krieg geben werde, der zwar ehrenhaft sei, «bei dem wir aber nicht nur unsere Selbstbestimmung verlieren, sondern das Volk ermordet wird». Man wollte zumindest den Kern des tschechoslowakischen Staates retten.


Diese Erklärungen sind doch wohl vernichtend genug!

http://www.veilchens-welt.de/index.php/14-sample-data-articles/234-sind-wir-schon-wieder-so-weit

 

Yankee, stay home.

Von Willy Wimmer, 11. 07. 2015


Man kann nicht glauben, was man aus Washington seit Tagen hört. Zunächst läßt man eine weltweit unbekannte zivile Führungskraft aus der amerikanischen Luftwaffe plärren. Etwas später kann man den designierten Generalstabschef der amerikanischen Streitkräfte mit seiner Aussage vor dem US-Kongreß hören.


Danach ist die Russische Föderation der größte anzunehmende Gegner für die Vereinigten Staaten. Man muß sich schon die Augen reiben, aber da kommen wilde Zeiten auf uns zu oder wir stecken tiefer im Bündnis-Schlamassel, als wir ahnen.


Washington ist auf Krawall gebürstet und es ist mehr als das. Wir haben in Europa eine inzwischen einschlägige Erfahrung mit der Führungsmacht des Bündnisses, dem wir nun einmal angehören. Wir, die wir einmal zur gemeinsamen Verteidigung angetreten waren, führen nur noch Krieg, bringen Elend über weite Teile der Welt und wundern uns, wenn die verzweifelten Menschen aus den von uns bewerkstelligten Kriegsgebieten in ihrer Not zu uns fliehen. Sie kommen zu uns und müssen sehen, daß ihnen dort, wo diese unselige Politik angezettelt worden ist, die Tore hermetisch verschlossen bleiben: den USA


Rußland kann für sich selbst sprechen, wenn im amerikanischen Kongreß derartige Tiraden abgefeuert werden. Aber auch wir haben seit mehr als zwanzig Jahren eine Erfahrung mit unserem großen östlichen Nachbarn machen können. Diese Erfahrung ist keinesfalls von dem bestimmt, was heutzutage in Washington in aller Öffentlichkeit gesagt wird. Hohe amerikanische Beamte fordern bei Gesprächen in unserem Land dem Vernehmen nach „Gefolgschaftstreue“ ein, wenn es um unsere Beziehungen zur Russischen Föderation geht. Hier werden die Dinge auf die Spitze getrieben.


Der Papst hat bei seiner Reise auf den Balkan vor wenigen Wochen vor dem nächsten Weltkrieg gewarnt. Etwa gleichzeitig wurde unser Herr Bundespräsident auf einer großen Kundgebung gefeiert, obwohl er in einer Weise für militärische Einsätze wirbt, wie keiner seiner Amtsvorgänger. Die Methoden zeigen Wirkung.


Diese Aussagen in Amerika werden uns wie mit einer Flut mitreißen, denn diejenigen, die in unserem Land zu einer eigenständigen Meinungs- und Willensbildung, zur einer Bestimmung nationaler Interessen in einem eigentlichen Sinne beitragen müßten, kommen dieser zentralen staatlichen Aufgabe seit langem nicht mehr nach. Regierung und Parlament sind auf diesem Feld ausgesprochen zahnlos geworden und stattdessen regieren die offenen und verdeckten Gremien, die keine Legitimation durch den Wähler haben, in die staatliche Politik hinein. In weiten Teilen erweckt die deutsche Politik den Eindruck, daß unter den Augen aller das Epizentrum der deutschen Politik von Berlin in eine ostwestfälische Großstadt abgewandert ist.

 

http://www.seniora.org/index.php?option=com_content&view=article&id=677:yankee-stay-home&catid=17&Itemid=483

 

Warum denke ich gerade so intensiv an Gütersloh und an BERTELSMANN? -

Lest bitte den gesamten Bericht von Willy Wimmer durch.

Achtung!  Der Mann war von 1976 bis 2009 in der CDU/CSU und gehörte dem Bundestag an.

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