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Coronaausbruch bei Tönnies

„Es trifft die Schwächeren in unserer Gesellschaft“

 

Mehr als 1.500 nachweislich Infizierte gibt es inzwischen unter der Tönnies-Belegschaft. Das sei kein kleiner Hotspot mehr, den man leicht unter Kontrolle bringen können, sondern ein bedrohliches Szenario, sagte Stephan Ludwig, Virologe an der Uni Münster, im Dlf.

Stephan Ludwig im Gespräch mit Niklas Potthoff

Nach dem Coronavirusausbruch beim Fleischkonzern Tönnies hat NRW-Ministerpräsident Armin Laschet strenge regionale Schutzmaßnahmen verhängt. Heute konferieren die Gesundheitsminister der Länder, um ein bundeseinheitliches Vorgehen abzustimmen. Vielerorts steigt die Sorge, ob nach den neuesten Ausbrüchen doch schon die zweite Welle droht. Die Situation werfe ein Schlaglicht auf die Wohn- und Arbeitsbedingungen – und es treffe eher die Schwächeren in unserer Gesellschaft, sagte Stephan Ludwig, Virologe an der Univeristät Münster.

Niklas Potthoff: Wie erklären sie sich einen so massiven Ausbruch wie in Gütersloh mit so hohen Zahlen in kurzer Zeit?

Stephan Ludwig: Das ist tatsächlich überraschend und das ist auch nicht zu erklären mit ein paar Leuten, die genug Geld angespart hatten, um dann nach Rumänien oder Bulgarien über das Wochenende zu fahren. Das muss einen anderen Hintergrund auch noch haben. Das muss man wahrscheinlich noch genau untersuchen. Was auch erschreckend ist, sind die hohen Zahlen. Wir haben jetzt eigentlich gedacht, dass wir in einer Phase sind, wo wir immer mal hier und dort einen Hotspot bekommen mit ein paar Infizierten, den man leicht kontrollieren kann. Infektionszahlen von 2.000 Menschen auf einmal, das ist kein kleiner Hotspot mehr, den man leicht unter Kontrolle bringen kann. Das ist schon ein ziemlich bedrohliches Szenario.

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