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"Ocean Viking" rettet 94 Flüchtlinge

 

Die Flucht über das Mittelmeer gilt gerade in der kalten Jahreszeit als besonders gefährlich. Dennoch machen sich immer wieder Menschen auf: Jetzt hat die "Ocean Viking" erneut mehr als 90 Migranten aus Seenot gerettet.

Das Rettungsschiff "Ocean Viking" hat im Mittelmeer 94 Flüchtlinge von einem Schlauchboot gerettet. Das Boot sei in Seenot geraten, teilten SOS Méditerranée und Ärzte ohne Grenzen per Twitter mit. Die beiden Organisationen betreiben das Schiff gemeinsam.

Die Crew der "Ocean Viking" war vor der libyschen Küste unterwegs, als sie auf das Schlauchboot aufmerksam wurde. Unter den Geretteten seien elf Frauen, vier von ihnen schwanger, und sechs kleine Kinder. Welchen Hafen das Schiff als Nächstes anläuft, ist nicht bekannt.

Seenotretter warten oft wochenlang

Immer wieder müssen private Seenotretter tage- oder sogar wochenlang warten, bis ihnen ein sicherer Hafen zugewiesen wird. Erst Ende Oktober hatte Italien der "Ocean Viking" erlaubt, in der sizilianischen Stadt Pozzallo anzulegen. Zuvor hatten sich Deutschland, Frankreich, Italien und Malta auf eine Übergangslösung zur Verteilung auf dem Mittelmeer geretteter Migranten geeinigt.

Die Flucht über das Mittelmeer ist zu dieser Jahreszeit besonders gefährlich, weil den Menschen in den seeuntauglichen Booten auch noch Unterkühlungen drohen.

https://www.tagesschau.de/ausland/oceanviking-111.html

„Europa sieht Griechenland als bequemen Parkplatz für Flüchtlinge“



Scharfe Vorwürfe aus Griechenland: Europa nutze die Vorteile des Schengen-Raums, ohne die Lasten zu teilen, tadelt der griechische Regierungschef. „Ich werde das nicht länger hinnehmen“, droht Kyriakos Mitsotakis.

Der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis hat die Europäische Union scharf dafür kritisiert, immer noch keine nachhaltige Lösung für die Verteilung von Flüchtlingen gefunden zu haben.

„Europa betrachtet Ankunftsländer wie Griechenland als bequeme Parkplätze für Flüchtlinge und Migranten“, sagte Mitsotakis dem „Handelsblatt“ vom Dienstag. „Ich werde das nicht länger hinnehmen.“ Kein EU-Land könne die Vorteile des Schengenraums in Anspruch nehmen und sich zugleich weigern, die Lasten zu teilen, „wie es einige osteuropäische Länder tun“.

Europa-sieht-Griechenland-als-Parkplatz-fuer-Fluechtlinge

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