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Türkische Einmischung in Libyen

 

 

In Libyen tobt ein Bürgerkrieg, an dem sich viele internationale Akteure beteiligen. Mittendrin ist auch die Türkei. Für die Regierung in Ankara geht es in dem Konflikt um mehr als nur wirtschaftliche Gründe.

Im libyschen Bürgerkrieg eskaliert die Schlacht rund um die Hauptstadt Tripolis. An dem Konflikt sind viele Länder beteiligt - auch die Türkei tritt immer selbstbewusster offen als Akteur auf. Ankara unterstützt die Einheitsregierung unter Kontrolle von Ministerpräsident  Fajis al-Sarradsch mit Sitz in Tripolis. 

Diese liefert sich einen Bürgerkrieg mit der selbsternannten Libyschen Nationalarmee (LNA), die vom abtrünnigen General Chalifa Haftar angeführt wird. Die Einmischung Ankaras ist dem General ein Dorn im Auge. Daher verschärfte er in den vergangenen Wochen zunehmend den Ton gegenüber der Türkei: Die LNA verbot kommerzielle Flüge zwischen den Ländern, untersagte es türkischen Schiffen, an der libyschen Küste anzulegen, und drohte mit Haftbefehlen gegen türkische Staatsbürger. Einige Stunden lang hielt die LNA sechs türkische Staatsbürger vorübergehend fest. Erst nach scharfen Drohungen aus Ankara kamen sie wieder frei.

Den eskalierenden Spannungen vorausgegangen war eine schwere Niederlage General Haftars beim Vormarsch auf Tripolis. Anfang April war eine Großoffensive gescheitert, wenig später eroberten Regierungstruppen die wichtige Stadt Gharian in Westlibyen zurück. Die Regierungstruppen waren mit gepanzerten Fahrzeugen und Drohnen aus der Türkei ausgestattet.

Was macht die Türkei in Libyen?

Weil Libyen ein reiches Land mit Erdöl- und Erdgasvorräten ist und an wichtige Handelsrouten im Mittelmeer angrenzt, weckte das destabilisierte Libyen schnell Begehrlichkeiten unter internationalen Akteuren. Auch bei der türkischen Regierung. Diese Begehrlichkeiten seien einer der ausschlaggebenden Gründe für die Einmischung Ankaras in Libyen, so Oytun Organ vom Center for Middle Eastern Strategic Studies (ORSAM). "Bereits in der Gaddafi-Ära waren viele türkische Firmen in Libyen aktiv", sagt Organ.

 

https://www.dw.com/de/t%C3%BCrkische-einmischung-in-libyen/a-49471584


Am 1. September 1969 beteiligte sich Chalifa Haftar am erfolgreichen Putsch Gaddafis[4] gegen König Idris von Libyen. Anschließend machte er Karriere in der libyschen Armee.[5] Haftar war Kommandeur von libyschen Interventionstruppen im Tschad.[6] Ab Anfang 1987 wurden die libyschen Truppen zurückgedrängt.[7] Haftar wurde nach dem Scheitern der Intervention im Bürgerkrieg des Tschad gefangen genommen. Er setzte sich dann 1987 mit Hilfe der CIA[1] in die Vereinigten Staaten ab, sagte sich von Gaddafi los[6], wurde amerikanischer Staatsbürger und arbeitete einige Jahre lang für die CIA. In Libyen wurde er in Abwesenheit zum Tode verurteilt[1]. 1996 beteiligte er sich an einem erfolglosen Umsturzversuch gegen Gaddafi.[5] 2011 wurde Gaddafi dann umgebracht.

Im April 2019 ließ er seine Truppen die Hauptstadt Tripolis angreifen.
Ich denke, dass General Haftar sehr gut die Interessen der CIA bedient.
Hinzu kommt, dass es sehr viele Interessengruppen in Libyen gibt.

Chalifa Haftars Ziel im Bürgerkrieg ist es, nach eigenem Bekunden, der oberste libysche militärische Befehlshaber zu werden, ein Posten, der keiner politischen Kontrolle unterworfen sein soll.[3]

Internationale Akteure

Verbündete und Unterstützer der Einheitsregierung
  • Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten: US Spezialeinheiten sind seit dem Dezember 2015 im Land, jedoch bestätigt die US-Regierung nur, dass die Einheiten beratend im Land seien.[45][46] 2016 haben die USA mit Luftschlägen eine Offensive gegen den IS in Sirte unterstützt und bombardieren seither auch weiterhin gelegentlich Al-Qaida- und IS-Stellungen im Zentrum des Landes, so zuletzt im September 2017, als nach US-Angaben über ein Dutzend Islamisten getötet worden seien.[47]
  • Italien Italien: Italien gilt als engster Verbündeter Serrajs. Seit 2016 unterhält Italien in Tripolis und Misrata Militärstützpunkte. Über die Entsendung von Spezialeinheiten nach Libyen wurde das italienische Parlament von der Regierung jedoch nicht informiert.[48]
  • Frankreich Frankreich gab am 20. Juli 2016 zu, dass Spezialeinheiten in Libyen operieren. Dies erfolgte, nachdem ein Helikopter mit drei Soldaten bei einer Geheimdienstoperation abgestürzt ist. Le Monde berichtet jedoch bereits im Februar 2016, dass Spezialeinheiten im Land seien.[49]
  • Vereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich: Großbritannien soll SAS Soldaten nach Libyen geschickt haben. Jedoch verweigert die Britische Regierung einen Kommentar zu diesem Thema. Die Soldaten sollen dabei eng mit Jordanischen Spezialeinheiten zusammenarbeiten.[50][51] Man gibt einzig zu, die Royal Air Force für Aufklärungsflüge in Libyen einzusetzen.[49]
  • Türkei Türkei: Die Türkei unter Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan unterstützt seit dem Umbruch in der arabischen Welt 2011 zahlreiche islamistische Bewegungen.[52] Insbesondere die Muslimbruderschaft wurde von Erdoğan seit 2011 großzügig gefördert. Nachdem zeitweise sowohl Tunesien durch die Ennahda und Ägypten durch die Freiheits- und Gerechtigkeitspartei regiert wurden und in Libyen die Partei für Gerechtigkeit und Aufbau dem ehemaligen Staatschef Nuri Busahmein nahestand, schienen diese Pläne aufzugehen. Doch nachdem im Zuge des Militärputschs in Ägypten 2013 die Muslimbruderschaft gestürzt und die Ennahda in Tunesien abgewählt wurde, konzentriert sich die türkische Regierung darauf, zumindest die Gegenregierung in Tripolis zu halten.[53][54] Am 23. Februar 2015 beendete die anerkannte Regierung Libyens die Zusammenarbeit mit allen türkischen Firmen, die bis dahin eine starke Präsenz in der libyschen Erdölindustrie hatten.[55]

Auch sollen nun Flüge der Air Libya, die weiterhin zwischen Tripolis und der Türkei verkehren, zukünftig einen Zwischenstopp im östlichen Teil Libyens einlegen, damit weder Dschihadisten aus Syrien oder dem Irak, noch Kämpfer, Waffen und Nachschub für „Morgenröte“ ins Land kommen.[56]

  • Katar Katar: Auch Katar trat nach dem Arabischen Umbruch 2011 als großer Unterstützer der Muslimbruderschaft in Erscheinung. Katar fördert seit dem Ende der Revolution 2011 insbesondere islamistische Bewegungen in Libyen finanziell. Im Februar 2015 beschuldigte Thenni Katar, Waffen an „Morgenröte“ zu liefern.[57][58][59][60][61]
  • Jordanien Jordanien: Jordanische Spezialeinheiten sollen eng mit den britischen SAS zusammenarbeiten.[50]
  • Sudan Sudan: Der Sprecher General Haftars warf dem Sudan im Juni 2014 vor, von Katar bezahlte Waffen an islamistische Milizen um Abd al-Hakim Balhadsch weiterzuleiten. Die sudanesischen Streitkräfte leugneten dies. Eine UN-Kommission ermittelte jedoch, dass Sudan in Verletzung des Waffenembargos drei Kampfhubschrauber des Typs Mil Mi-24/35 nach Libyen vermietet hatte. Um Lufttransporte aus dem Sudan zu verhindern und abzufangen, hat die Haftar-treue Luftabwehrabteilung angekündigt, in den Kufra-Oasen nahe der libysch-sudanesischen Grenze P-12 und P-18 Radargeräte zu installieren.[62] Im Februar 2015 erklärte die sudanesische Regierung von Umar al-Baschir ihre Anerkennung und Unterstützung der Regierung in Tobruk.[63]
  • Ukraine Ukraine: Die Rolle der Ukraine im Konflikt ist sehr unklar. Im August 2014 besuchte zunächst eine libysch-türkische Delegation die Ukraine, um Sturmgewehre und Munition zu kaufen. Der ukrainische Außenminister Pawlo Klimkin empfing im Februar 2015 als weltweit erster Außenminister eine Delegation von „Morgenröte“ in Kiew.[64] Beobachter gehen davon aus, dass „Morgenröte“ mit ukrainischer Hilfe Mig-23 Kampfflugzeuge aus der Zeit des Gaddafi-Regimes wieder einsatzfähig machen möchte.[65] Diese Bemühungen hatten offenbar Erfolg. „Morgenröte“ verfügt seit Februar 2015 über eine eigene Luftwaffe, die Angriffe auf Städte der Regierung wie Ras Lanuf[66] oder az-Zintan[67] durchgeführt hat. Die Gründe, warum die Ukraine in Libyen präsent ist, dürften wie im Falle Weißrusslands daraus resultieren, dass viele Waffensysteme der libyschen Milizen aus der ehemaligen UdSSR oder Russland kommen. Daher verfügen sowohl die Ukraine, als auch Weißrussland über die technischen Möglichkeiten, Ersatzteile oder Munition zu liefern. Spekulativ ist, dass es der Wirtschaft der Ukraine extrem schlecht geht und die Gegenregierung mit Katar einen solventen Sponsor an der Hand hat. Eine solche Kooperation sah man zumindest im Bürgerkrieg in Syrien. Hier arbeiteten die Türkei (als Transitland), die Ukraine (als Waffentransporteuer), der Sudan (als Waffenfabrikant) und Katar (als Sponsor) bei der Bewaffnung der syrischen Opposition eng zusammen.[68] Dies ist dieselbe Koalition, die nun im Verdacht steht, die Gegenregierung zu bewaffnen.

Ich habe mich einiger Wikipedia-Einrichtungen bedient. Allerdings sehr ich hier Zusammenhänge mit der Situation in Syrien, wo man auch nicht erfassen konnte, WER mit WEM und WER gegen WEN kämpft. Nur man sieht auch hieran, dass viele ausländische Interessengruppen in Libyen beteiligt sind.

Mir stösst mehr und mehr dieser General Haftar bei allem auf, der auch die amerikanische Staatsangehörigkeit besitzt und ebenfalls dem US GEHEIMDIENST CIA angehörte.

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