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Plastikgeschirr adé?

Wie die EU den Müll eindämmen will

 

Die EU-Kommission will einige Alltagsgegenstände aus Plastik verbannen, um die Umwelt besser zu schützen. Sie will gezielt die zehn Plastikprodukte ins Visier nehmen, die am häufigsten in diesem Strandmüll auftauchen. Aber wird das etwas nützen?

Die Grillparty der Zukunft sieht wohl etwas anders aus. Kein Kartoffelsalat mehr auf Plastiktellern, kein Kampf mehr mit Plastikmessern und -gabeln gegen zähe Steaks, keine Plastikstrohhalme in der Limo. Die EU-Kommission will ein Verbot solcher Wegwerfware, um die Umwelt besser vor Plastikmüll zu schützen - jedenfalls steht das in einem vor Wochen gestreuten Richtlinien-Entwurf. Was die Kommission tatsächlich vorhat, will sie am Montag vorstellen.

Weltweit, aber auch in Europa werden enorme Mengen Kunststoffe genutzt und anschließend weggeworfen. Allein in der EU entstehen nach Angaben der EU-Kommission jedes Jahr rund 26 Millionen Tonnen Plastikmüll, von denen weniger als 30 Prozent zur Wiederverwertung gesammelt werden. Vom Rest landet ein Großteil auf Müllkippen oder in der Umwelt. Schon im Januar forderte die Brüsseler Behörde deshalb in einer Plastik-Strategie, dass bis 2030 alle Kunststoffe wiederverwertbar sein sollen.


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Zuerst wurden die ganzen Plastik Abfälle intensiv gesammelt. Man konnte auch die Plastik-Umwickelungen in den Geschäften abgeben. Und als alle brav ihren Plastikmüll in gelbe Säcke einsortierten, erfuhr man, dass das überhaupt nicht zur Wiederverwertung gebraucht würde. Man würde alles verbrennen.

Neulich erfuhr ich so ganz nebenbei, dass die Chinesen unseren Müll nun auch nicht mehr haben wollten. Man muss sich nur vorstellen, was das für Kosten verursacht, den Plastikmüll bis nach China zu verschiffen.

Auf einmal tauchen die Berichte darüber auf, was WIR alles in die Meere schmeissen und die Fische nun grosse Nöte haben, wenn sie den Plastikmüll im Hals stecken haben. Es geht immer um das WIR. Jeder soll sich dafür verantwortlich fühlen, obwohl bei uns im Lande doch wohl reichlich sortiert wird, gegenüber anderen Ländern.

Von uns Deutschen fährt keiner an die Küsten, um dort seinen Müll im Meer zu versenken.

Allerdings hat die EU gewettert, damit die Länder ihre 26 Millionen Tonnen Plastikmüll auch bis 2030 weiterverwenden. Bisher sind es nur 30%. Darum ging es und der Oettinger begann dann mit neuen Verboten. Ich will den Schwachsinn auch nicht noch wiederholen. Bloss nicht die Wirtschaft mit irgendwas belangen. Tatsache ist ja, dass wir derzeit zugedröhnt werden mit Plastikfolien. Alles ist eingepackt. Ich bin ein Einpersonenhaushalt, aber die Fülle in meinen gelben Säcken ist schon abartig.

Es geht nicht nur um Lebensmittel. Was mir auffiel, dass sind die grossen Kartons für das Versenden von Waren. Innen steckt ein ganz kleines Teil, aber der Rest des Kartons wird dann ausgefüllt. Meistenteils handelt es sich um Kunststoffe.

Geht man jedoch an irgendwelchen Freizeitplätzen vorbei, da stehen kleine, total überfüllte Mülleimer. Meist liegt der Rest noch daneben. Wo im Freien gegrillt wird, da muss man auch entsprechende Müllbehälter aufstellen oder das Vergnügen verbieten. Es ist doch Unsinn, sich jetzt auf das Plastikbesteck und Strohhalme zu besinnen, evtl. hier mit einem Verbot zu argumentieren. Es ist das gleiche, als würde man fordern, wieder mit den Fingern zu essen.

Freizeitanlagen sollte man dem Wetter entsprechend mit passenden Müllbehältern versorgen. Wir haben ja nicht immer warme und sonnige Tage. Und man muss es den Städtern gönnen, sich mal in der freien Natur zu erholen. Unsere Bürger haben doch wohl in den letzten Jahrzehnten gut dazu gelernt. Früher war es ganz normal, seine Zigarettenkippe auf die Strasse zu werfen, wie auch Papierreste, was man so in den Taschen hatte. Die Strassenränder und Gräben lagen voll mit leeren Flaschen.Heute nicht mehr - vor allem seit es die armen Rentner gibt, die Pfandflaschen sammeln.

Als ich mal in Tunesien/Djerba, so querfeldein auf der Insel spazieren ging, sah ich unterwegs ganz grosse Erdaushebungen, worein die Bürger ihre vielen Plastikflaschen und alles, was sie nicht mehr brauchten, entsorgten. Ich besprach das anschliessend mit einem Tunesier, der unsere Sprache gut beherrschte. "Ist das eure Müllabfuhr, alles in der Erde zu verbuddeln?" - Er sagte dann zu mir: "Das habt ihr früher auch so gemacht!" - Stimmt! Es hatte keinen Zweck, da an der Stelle weiter auszuholen.

Es beginnt ja alles beim Kaufen. Wer überlegt schon in dem Augenblick, wie man alles entsorgen soll? Keiner. Wenn alles in Plastikfolie eingehüllt ist, kauft man es. Bei den Pfandflaschen überlegt man schon, ob man sie kauft oder lieber eine Plastikflasche nimmt.

Würde man die in Plastik eingewickelten Teile nicht finden, dann kaufte man eben andere. Es hätte keine grossen Auswirkungen auf die Konsumenten - aber die Hersteller müssten sehr viel ändern und darum geht es in erster Linie. Es ist absurd, wenn man dagegen Oettingers Strohhalmverbot betrachtet.

Die EU predigt was von Luftverschmutzung des Diesel und in Hamburg werden zwei Teilabschnitte von Strassen für Diesel gesperrt. Das soll dann die Erfüllung der verschmutzten Luft in Hamburg sein, während rundum alles verdreckt. Man denke nur an die Hafengegend - an die vielen Schiffe.

Ich könnte noch so viele Beispiele anführen, die alle so paradox sind. Politische Lösungen nenne ich die = totaler Unsinn.

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