Meine Bilder - (Bild stopp - Maus auf Bild)

   

Who's Online  

Aktuell sind 47 Gäste und keine Mitglieder online

   

Menschenrechte  

Artikel 19 - Meinungs- und Informationsfreiheit

Jeder Mensch hat das Recht auf freie Meinungsäusserung; dieses Recht umfasst die Freiheit, Meinungen unangefochten anzuhängen und Informationen und Ideen mit allen Verständigungsmitteln ohne Rücksicht auf Grenzen zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten.

Erläuterung zu Artikel 19

Das Recht, sich eine Meinung zu bilden und diese zu äussern und das Recht, unangefochten Informationen zu suchen und zu bekommen, gehört nach wie vor zu den häufig verletzten Menschenrechten. Staatliche Zensur der Presse, das Verbot der Veröffentlichung von Büchern, die Verfolgung von Schriftstellern/-innen und Medienschaffenden ist leider immer noch an der Tagesordnung. Viele Machthabende fürchten um ihre Position, wenn sich die Menschen gut informieren können und ihre abweichenden Ansichten kundtun. Der Schutz dieser Rechte stellt daher ein wichtiges Element für eine funktionierende Demokratie dar und ist eine wichtige Voraussetzung, um andere Menschenrechte ausüben zu können.

Allerdings darf das Recht der Meinungsäusserung nicht absolut verstanden werden und seine Ausübung unterliegt einer besonderen Verantwortung: Eine Schranke findet das Recht etwa bei der Achtung des Rufes anderer Personen, bei der rassistischen Hetze oder beim Aufruf zu Gewalthandlungen.

   

NUR GEMEINSAM SIND WIR STARK.

Der Trog, aus dem die Schweine fressen, ist immer der Gleiche.

Es sind nur die Schweine, die sich ändern.

 

   

Einschleichtaktik im dunkelsten Afrika

Eric Margolis

"Nimm die Last des weißen Mannes auf" (Rudyard Kipling, Dichterpreisträger des britischen Imperialismus)

Das Britische Reich, das Ende des 19. Jahrhunderts ein Viertel der Landoberfläche der Erde beherrschte, ist längst vergangen. Aber sein robuster Nachfolger und Erbe, die Vereinigten Staaten von Amerika, haben sich daran gemacht, es zu vergrößern.

Wie ich in meinem letzten Buch "American Raj - How the US Rules the Muslim World" (Wie die USA die muslimische Welt beherrschen) zu erklären suchte, übt das US-Imperium seine Macht aus, indem es zahme, gefällige Regime auf der ganzen Welt und ihre Volkswirtschaften kontrolliert. Sie werden "Verbündete" genannt, sollten aber in der Tat genauer als Satrapien oder Vasallenstaaten bezeichnet werden. Viele Staaten sind glücklich, wohlhabende US-Vasallen zu sein, andere weniger.

Das amerikanische Machtsystem hat einen großen Teil der Welt erfolgreich beherrscht, außer natürlich für die Großmächte China, Russland und Indien. Deutschland und ein Großteil Westeuropas befinden sich nach dem Zweiten Weltkrieg noch immer unter Kontrolle der US-Macht. Gleiches gilt für Kanada, Lateinamerika, Australien und Teile von Südostasien.

Es gibt einen Teil der Welt, der seit 1945 frei von starkem US-amerikanischen Einfluss geblieben ist, nämlich Afrika südlich der Sahara. Diese Tatsache ändert sich jedoch deutlich, da das US-Militär seine Operationen immer weiter auf den Schwarzen Kontinent ausdehnt.

Wir sehen eine Wiederholung des schönen alten Films der 1930er Jahre, "Beau Geste", der aus einem hervorragenden viktorianischen Roman von C. Percival Wren aus dem Jahr 1924 stammt. Er spielt in Nordafrika, wo Wrens verwegene französische Legionäre bei der Verteidigung einer abgelegenen Festung gegen die Massen feindlicher arabischer und berberischer Stammesangehöriger ihr Ende finden.

Der Roman und der Film prägten die westliche Einstellung zur arabischen Welt und ihren Völkern negativ, verherrlichten aber die französische Fremdenlegion. Wren behauptete, Mitglied der Legion gewesen zu sein, die das primäre Durchsetzungsorgan von Frankreichs afrikanischem Kolonialreich war.

Die berühmte Legion, die von Mexiko bis Indochina gekämpft hat, ist nun auf klägliche 8.000 Mann geschrumpft. Frankreichs überstrapazierte Finanzen erwiesen sich als tödlicherer Feind als die Reiter der Sahara.

Dennoch wird die Legion von Paris nach wie vor für plötzliche Schockinterventionen in Westafrika genutzt, um französische Klientenregimes zu unterstützen und diejenigen zu bestrafen, die den Status quo in Frage stellen. Ich habe viele Gläser mit Legionären gehoben. Sie sind ein unglaublich harter Haufen: du weißt nie, ob sie dich umbringen oder ob sie dir Drinks kaufen werden.

Die US-Truppen sind nun in die Stiefel der "La Legion" geschlüpft. Fast unbemerkt sind die US Special Forces - unsere Version der Legion - nach Afrika eingedrungen, den neuesten und aufregendsten Markt für das Pentagon.

Die Schaffung des neuen amerikanischen Afrika-Kommandos im Jahr 2007 mit Sitz in Deutschland war diskret, signalisierte aber ein aktives militärisches und geopolitisches Interesse der USA an dem rohstoffreichen Afrika, das für China von zentraler Bedeutung ist. Niemand in Washington scheint zu wissen, wieviele US-Truppen in Afrika im Einsatz sind, aber es sind mindestens 12.000, Söldner und CIA-Einheiten nicht mitgerechnet. Es gab Bestürzung im Kongress, als diese Fakten letzte Woche bekannt wurden.

Die wichtigste US-Basis in Afrika ist Dschibuti, eine abgetakelte französische Kolonie am Roten Meer, die auch von der Legion genutzt wird und seltsamerweise auch eine chinesische Marinestation beherbergt. Die US-Streitkräfte in Dschibuti operieren im Jemen, Südsudan, Somalia und Zentralafrika. Die US-Streitkräfte in Westafrika operieren in Mali, Tschad, Burkina Faso, Nigeria, Liberia, Uganda und überall dort, wo die pro-US-Regimes unter Druck geraten. Mali und Tschad, wo Nomadenstämme gegen die Zentralregierung kämpfen, sind wichtige Einsatzgebiete. Beide werden von üblen diktatorischen Regimes regiert, die von Washington unterstützt werden.

Wie im britischen Empire werden die "Eingeborenen" von einer kleinen Anzahl erfahrener westlicher Truppen unter Kontrolle gehalten. Wir brauchen keine großen Bataillone von regulären Soldaten. Der Schlüssel ist westliche Luftmacht und geheimdienstliche Aufklärung. Vor allem im oft kargen Subsahara-Westafrika, wo französische und amerikanische Kriegsflugzeuge den Himmel patrouillieren. "Wir haben das Maxim-Geschütz (Maschinengewehr), und sie haben es nicht", schrieb ein viktorianischer Dichter. Es hat sich nicht viel verändert.

Frankreichs ehemaliger Präsident, Francois Hollande, stürzte sich in einen Stammesstreit in Mali, einem wichtigen Uranlieferanten, zwischen Schwarzen und Nomaden-Tuareg sowie verschiedenen Islamisten. Da sich Frankreich den sich ausbreitenden Krieg nicht leisten konnte, bat es die USA um Hilfe und bekam sie. Die bitter anti-muslimische Trump-Regierung konnte es sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen, Moslems in Westafrika unter dem Banner des "Anti-Terrorismus" anzugreifen.

Ein "Terrorist" ist in diesem Fall jeder, der die westlich-dominierte politische Ordnung in Frage stellt, von malischen Nomaden bis hin zu Rebellen in der Zentralafrikanischen Republik. In den brutalen diktatorischen Regimes des ehemaligen französischen Westafrikas kommt die einzige wirkungsvolle Opposition von Gruppen, die sich selbst als islamisch bezeichnen. Das mobilisiert die Trump-Regierung und ihre christlich-fundamentalistischen Verbündeten zu Hause, die den sich schnell ausbreitenden Islam aus Afrika ausrotten wollen.

So weit die militärischen Übergriffe der Vereinigten Staaten von Amerika nach Afrika, mit wenig Verständnis für die Region und noch weniger strategischer Planung. Wieder mal so eine "Mission Creep" (Einschleichtaktik) wie in Vietnam. Washington versucht immer noch herauszufinden, was mit Herzegowina auf dem Balkan passiert ist, während es sich in das dunkelste Westafrika hineinstürzt. Deshalb sind Trump und der französische Präsident Emmanuel Macron zur Zeit so dicke Freunde.

erschienen am 21. Oktober 2017 auf > www.ericmargolis.com

Archiv > Artikel von Eric Margolis auf antikrieg.com

>>>
Robin Philpot: Ruanda 1994 - die inszenierte Tragödie

>
über den Rassismus in der Literatur

im Archiv finden Sie umfangreiches Material:


Robert Freeman - Warum die USA den Krieg gegen Vietnam verloren haben
Robert Freeman - Es gibt keine Rehabilitierung des Vietnamkriegs
Robert Freeman - Den Sumpf gewählt: Der wesentliche Kontext Vietnams
John V. Walsh - Warum sind Russland und China (und der Iran) vorrangige Feinde der herrschenden Elite der Vereinigten Staaten von Amerika?
Robert C. Koehler - Jeden Monat ein My Lai
Matthew Harwood - ‚Sie sahen alle gleich aus’
Robert C. Koehler - Erinnern an die Wahrheit über Vietnam
Stephen Kinzer - Amerikas Staatsstreich im Schneckentempo
Debbie Harbeson - Einige tiefer gehende Gedanken zum Krieg
John Pilger - V I E T N A M - Psychokrieg gegen die Geschichte
Jonathan Turley - Das Große Geld hinter dem Krieg: der militärisch-industrielle Komplex
Andrew J. Bacevich / Stephen Kinzer - Fragen der Wahlmöglichkeit
Ismael Hossein-zadeh - Das Chaos im Mittleren Osten und darüber hinaus ist geplant
Jeremy Varon - Straflos Krieg führen und foltern

Im ARCHIV finden Sie immer interessante Artikel!

Die Weiterverbreitung der Texte auf dieser Website ist durchaus erwünscht.

In diesem Fall bitte die Angabe der Webadresse
www.antikrieg.com nicht zu vergessen!

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren

   

Top-Video  

 Ukrainian Agony -
Der verschwiegene Krieg (Teaser)

Bei seinen Vor-Ort-Reportagen konnte Mark Bartalmai ein gänzlich anderes Bild zeichnen, als wir es aus den westlichen Mainstreamnachrichten kennen.
Erscheint im JULI

   

Nachgefragt  

Was ist Terrorismus?

Es gibt keine allgemein akzeptierte wissenschaftliche Definition von Terrorismus. Schwierigkeiten bereitet insbesondere die Abgrenzung von Terrorismus und politischem Widerstand. Typischerweise werden Personen und Bewegungen, die von einer Seite als gewalttätige, aber legitime Untergrund- oder Widerstandskämpfer angesehen werden, aus einem anderen Blickwinkel als Terroristen bezeichnet, und umgekehrt. Die verschiedenen juristischen Definitionen des Begriffs, ob im nationalen Strafrecht von Staaten oder im internationalen Recht, sind häufig aus ähnlichen Gründen umstritten.

Quelle Wikipedia  Terrorismus

   

Interessant  

Treiben USA und EU Europa in einen Krieg mit Rußland?

Jürgen Elsässer, Chefredakteur des COMPACT Magazin, zu Gast in Wien spricht über die gefährlichen Entwicklungen Europas als militärisches Machtbündnis, den "Verlust" der österreichischen Neutralität welche leichtfertig von unseren Politikern - entgegen der Verfassung - aufgelöst wurde ( Boykott gegen Russland = Wirtschaftskrieg).


   

Gefährliche Geheimnisse 2015 - Wie USA und EU den Freihandel planen

In diesen Wochen verhandeln die USA und die EU hinter verschlossenen Türen über ein Freihandelsabkommen, das 2015 in Kraft treten soll. Die Geheimverhandlungen bedrohen massiv die Rechte der Bürger in Europa.

   
© veilchens-welt.eu - veilchens-welt.de